Virtuose Synthesizerspieler

TonvaterJan

TonvaterJan

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Zu Aydin Esen:

Hochvirtuos mit Null Inhalt...

Leider das klassische Problem großer Virtuosen; er spielt auch nicht wirklich Synthesizer sondern im Prinzip Klavier mit bißchen Aftertouch.

War auch bei Chick Corea schon immer das Problem, wenn er auf einen Synthesizer gewechselt ist.
Diese Jungs kommen so dermaßen vom Klavier her, dass sie von ihrer Spielweise und Denkart den Synthesizer nur als ein erweitertes Klavier gesehen haben.
Da findet keine wirkliche Soundgestaltung statt oder ein tieferes befassen mit den expressiven Möglichkeiten des Instruments.

Da war Joseph Zawinul (neben George Duke) einer der wenigen, der es hingekriegt hat, trotz höchster Virtuosität Synthesizer wirklich auszureizen und etwas anderes mit ihnen zu machen (vor allem in den 70ern).
 
Rolo

Rolo

lass mich auch mal'n bissi Scheiße babbeln
Wahnsinn...ich denke er übt so 6-8 Stunden pro Tag um so fit zu sein. Richtig geiles Zeug!
Also für mich ist das synth genug. Klar könnte er ein bißchen mehr mit Lfo machen ,aber es klingt
schön synthetisch. Geiler Stoff, werd ich mir gleich mal diggen :cool:
ps. was der zweite macht klingt für mich nicht so gut. Er hat's aber drauf. Ist nur irgendwie verschwendet..
 
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Rolo

Rolo

lass mich auch mal'n bissi Scheiße babbeln
Och bei mir gings schon mal 5 Minuten...wills mir irgendwann auch nochmal geben.
 
Rolo

Rolo

lass mich auch mal'n bissi Scheiße babbeln
Es zeigt mir wieder mal daß man kein Genie sein muß um unterhaltsame Musik zu machen. Für mich jedenfalls ist das so.
Wenn jemand nur ein wenig spielen kann und etwas musikalisch ist, und etwas mitzuteilen hat in Form von Musik, dann zieht mich das
genauso in den Bann wie wenn jemand 8 Stunden am Tag für sein spielen geübt hat. Jener, der seine Zeit nicht mit der Übung
von spielen verbracht hat, und vieleicht dafür mehr gelernt hat über Klangsynthese und sequenzing und es vermag viele kleine Geschichten
in Form von musikalischen Werken zu erzählen , der zieht mich genauso in seinen Bann mit seiner Musik ohne ein Virtuose zu sein.
Das mußte ich mal loswerden weil es ja oft schon andeutungen hier im Forum gab, daß Musik von Nicht virtuosen nicht viel Wert sei.
Aber es zählt wie ein Geist etwas rüberbringen zu vermag und nicht wie gut er spielen kann. Es sind oft die einfachsten Melodien ,die am aussagekräftigsten sind.
Natürlich sollte das was er spielt auch geübt werden bis es Fehlerfrei sitzt aber es muß wie gesagt für mich kein MegaMegaGigagenius sein um fan zu werden, während ich den MegaMegaGigagenius
natürlich auch zur Kenntniss nehme, doll finde ,aber letztendlich komme ich mit dem einfach gestricktem besser klar. Vieleicht auch deshalb weil
ich selbst einfach gestrickt bin. Ich finde so Sachen wie von Pink Floyd ideal.
 
ppg360

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Zu Aydin Esen:

Hochvirtuos mit Null Inhalt...

Leider das klassische Problem großer Virtuosen; er spielt auch nicht wirklich Synthesizer sondern im Prinzip Klavier mit bißchen Aftertouch.

War auch bei Chick Corea schon immer das Problem, wenn er auf einen Synthesizer gewechselt ist.
Diese Jungs kommen so dermaßen vom Klavier her, dass sie von ihrer Spielweise und Denkart den Synthesizer nur als ein erweitertes Klavier gesehen haben.
Da findet keine wirkliche Soundgestaltung statt oder ein tieferes befassen mit den expressiven Möglichkeiten des Instruments.

Da war Joseph Zawinul (neben George Duke) einer der wenigen, der es hingekriegt hat, trotz höchster Virtuosität Synthesizer wirklich auszureizen und etwas anderes mit ihnen zu machen (vor allem in den 70ern).
Sag das mal über Keith Emerson oder Rick Weckmann, und schon kaufen sich alle drei große flache Steine und einen Beutel Kies...

Zu obigem Beispiel: Was soll das? Der kann schnell spielen, aber sonst...?

Stephen
 
hugo.46.im_toaster

hugo.46.im_toaster

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Zu Aydin Esen:

Hochvirtuos mit Null Inhalt...

Leider das klassische Problem großer Virtuosen; er spielt auch nicht wirklich Synthesizer sondern im Prinzip Klavier mit bißchen Aftertouch.

War auch bei Chick Corea schon immer das Problem, wenn er auf einen Synthesizer gewechselt ist.
Diese Jungs kommen so dermaßen vom Klavier her, dass sie von ihrer Spielweise und Denkart den Synthesizer nur als ein erweitertes Klavier gesehen haben.
Da findet keine wirkliche Soundgestaltung statt oder ein tieferes befassen mit den expressiven Möglichkeiten des Instruments.

Da war Joseph Zawinul (neben George Duke) einer der wenigen, der es hingekriegt hat, trotz höchster Virtuosität Synthesizer wirklich auszureizen und etwas anderes mit ihnen zu machen (vor allem in den 70ern).
Joe Zawinul: Solo Keyboard (1985)
 
moogist

moogist

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@TonvaterJan und ppg360

Den Einwand habe ich erwartet.

Ich möchte Dich fragen: Wie definierst Du "Inhalt"?

Für mich, der sich im Jazz und mit Jazz-Improvisation und -Harmonik ein wenig auskennt, hat diese Performance jede Menge Inhalt.

Der Synthesizer wurde und wird von den meisten (nicht allen) Herstellern als Tasteninstrument entwickelt. Insofern ist es nur folgerichtig, dass er sich an Leute richtet, die "vom Klavier her" (oder von der Orgel) kommen. Warum sich also nicht auch einmal um das Spiel dieses Teils des Instruments kümmern?

Ich liebe Synthesizer-Musik, bemängele allerdings, dass sich das melodische, harmonische und rhythmische Niveau bei vielen "Klassikern" dieses Genres auf der Ebene "Schneiders Orgelschule Band 1" bewegt.

Und Hand aufs Herz: Wer von den meisten Synthesizer-Musikern traut sich noch ohne Sequencer-/Laptop-Unterstützung etc. heute auf die Bühne?

Keine Frage: Einen Sequencer einfallsreich und kreativ zu programmieren/zu spielen, ist auch virtuos zu nennen. Dasselbe gilt auch für die Klangprogrammierung.

Ich möchte hier allerdings die Aufmerksamkeit auf das richten, was jede (gute) Musik (für mich) interessant macht: Melodik, Harmonik, Rhythmik.
 
Zuletzt bearbeitet:
ppg360

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
[...] "Schneiders Orgelschule Band 1" [...]
Was? So hoch?

[...] Ich möchte hier allerdings die Aufmerksamkeit auf das richten, was jede (gute) Musik (für mich) interessant macht: Melodik, Harmonik, Rhythmik.
Du hast Emotion vergessen -- obiges Stenotypistengebolze läßt mich emotional völlig kalt, sowohl musikalisch, als auch klanglich. Das ist so, als wenn ich als Volvo-Fahrer einen Lamborghini mit 250 auf der Autobahn an mir vorbeiziehen sehe... meh! Das hat -- nicht nur auf der Autobahn -- für mich immer etwas leicht Masturbatorisches an sich.

Es gibt diese schöne Geschichte von Klaus Schulze (der Dudelvirtuose schlechthin), wo er den Moog-Sequenzer gegen Al DiMeola laufen ließ und immer schneller wurde: "Ja, schau, wenn ich an dem Knopf da drehe, wird das noch schneller, hat aber nichts damit zu tun, ob das dann am Ende besser klingt."

Wie Steve Roach mal so schön sagte: Was nutzen einem tausend Noten in einem Takt, wenn die einzig richtige, die einen berührt, nicht darunter ist?

Stephen
 
moogist

moogist

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Es geht mir nicht um Schnelligkeit.

Interessante Melodik, Harmonik und Rhythmik erzeugen bei mir Emotionen - neben schönen Klangfarben...
 
ppg360

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Es geht mir nicht um Schnelligkeit.

Interessante Melodik, Harmonik und Rhythmik erzeugen bei mir Emotionen - neben schönen Klangfarben...
Dem Typen im obigen Beispiel doch wohl ganz offensichtlich -- womit er dann Vollgas gibt, spielt eher eine untergeordnete Rolle.

Synthesiser als Novität oder Convenience, oder weil gerade nichts anderes zur Verfügung stand.

Überzeugt mich nicht -- auch nicht, was die Klangfarben, die Harmonik oder die Melodik angeht.

Stephen
 
Feinstrom

Feinstrom

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Da ist mir während des Schreibens der oli zuvorgekommen!
Zu diesem Thema fällt mir nämlich nur dieses Video ein (obwohl ich eigentlich gar kein ausgesprochener Jazz-Liebhaber bin):


Cory Henrys Solo fängt etwa bei 4:30 an, aber alles davor ist auch großartig und sollte zum Eingrooven mit angehört werden.
Man beobachte auch gelegentlich den Gesichtsausdruck des anderen Keyboarders!

Auffällig fand ich auch die Verwendung von (teilweise) hier im Forum eher ablehnend bewerteten Synths (z. B. King Korg und Sub Phatty) - es gibt augenscheinlich noch ganz andere Kriterien als die unseren...

Ich kann mich noch an ein Michael-Jackson-Konzert in Hamburg (1988?) erinnern, bei dem mich das lange Solo von Greg Phillinganes fast bewogen hätte, mit dem Synthesizerspielen aufzuhören ("Was soll's - das lernst du eh nie!"...

Die wahrzunehmende Kluft zwischen "Playern" und "Soundfetischisten" gibt es ja leider schon lange - vielen Musikern scheint die andere Seite oft nicht wichtig zu sein, was sich teilweise auf beiden Seiten unschön bemerkbar macht (man denke an Rick Wakemans Phase, als er bedenkenlos jedes Keyboard benutzt hat, das ihm umsonst unter die Finger geschoben wurde).
Vielleicht sollten sich öfter mal zwei Angehörige der gegensätzlichen Lager zusammentun, und einer schraubt wunderschöne Sounds, die der andere mit Leben füllt. Wenn ich eins von beiden besonders gut könnte, wäre ich sofort dabei - aber so dilettiere ich in beiden Teichen fröhlich vor mich hin.

Schöne Grüße,
Bert
 
oli

oli

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Jackie Mittoo, den "Keyboard King" aus Jamaika find ich groooooooooooßartig, weil er sehr entspannte und gefühlvolle Melodien zaubert und alles wirkt so "flüssig" bei ihm, d.h. er kommt von einem Thema zum anderen, als ob es easy wär und sich von selbst ergeben würde. Unglaublich. Weiß aber gerade nicht, ob er Synths nutzte :) Leider konnte ich nur dieses Live-Video von ihm finden. Dann noch ein Link zu einem meiner Lieblingssongs. Finde es sehr schade, dass er schon tot ist (1990 gestorben).

https://youtu.be/_IBra4UNPzQ


https://youtu.be/Qr2tpnl7i4Y
 
Klaus P Rausch

Klaus P Rausch

playlist
Leider das klassische Problem großer Virtuosen; er spielt auch nicht wirklich Synthesizer sondern im Prinzip Klavier mit bißchen Aftertouch.

Oh, was für den einen wohl ein klassisches Problem darstellt, ist für den anderen eher Glücksfall. Ich wüsste wenig, was praktischer ist als gute pianistische Spieltechnik auf jedwedem Tasteninstrument. Ja, damit ausgerüstet lässt sich selbst die Nicht-Tastatur eines Casio VL-1 bedienen.

Das Nase rümpfen über flott und fehlerfrei gespielte Skalen in allerlei Tonarten ist ein Forenklassiker, der sich eigentlich längst überdauert hat. Dabei ist erwiesen, dass mühelos wirkendes Tasten bespielen eine lässige Rüberkomme bei einer Performance cool ist, und damit unterhält man das Publikum ganz gut. Dieses Feature gibts auch bei manchen Organisten, seltener bei Modularakrobaten und Grooveboxmalträtierern. Und wenn es dort doch mal zu sehen ist, dann freuen sich die Zuschauer genauso. Auch Haken und Seaboard sind gut für sowas.

Was "Synthesizer wirklich spielen" ist? Das ist eins der größten ungelösten Rätsel der Menschheit :)
 
ppg360

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Ja, bleibt aber hemdsärmeliges Zeug -- Improvisation über Akkordschema unter Verwendung alternativer Skalen. Das dürfte jeden Musikstudenten im dritten Semester nur ein Schulterzucken abnötigen.

Wenn Du damit unterstreichen möchtest, wie wenig Ahnung von musiktheoretischer Materie die meisten Dudelköppe mit Synthesiser haben, ist der Beweis natürlich erbracht worden.

Ich für meinen Teil wußte das schon -- das nennt sich dann in der Regel Dark Ambient, Berliner Schule oder Techno.


[...] Was "Synthesizer wirklich spielen" ist? Das ist eins der größten ungelösten Rätsel der Menschheit :)
Den Synthesiser als das zu verwenden, was er ist -- als ein eigenständiges Musikinstrument, das nicht als Ersatz für irgendwas nicht Vorhandenes herhalten muß (im Zweifelsfalle spielerisches Geschick)?

Stephen
 
Klaus P Rausch

Klaus P Rausch

playlist
Den Synthesiser als das zu verwenden, was er ist -- als ein eigenständiges Musikinstrument, das nicht als Ersatz für irgendwas nicht Vorhandenes herhalten muß (im Zweifelsfalle spielerisches Geschick)?
Ok. Ausgehend von der These, dass das Schulungsinstrument erheblichen Einfluss auf das weitere musikalische Leben hat, würde das die logische Schlussfolgerung nahelegen, Synthesizerunterricht zu nehmen und auf Klavierunterricht verzichten.

Lässt sich das anhand von Künstlern mit solcher Biographie entsprechend belegen?

Was aber ist mit Multi-Instrumentalisten? Hat gut Gitarre spielen was damit zu tun, wie jemand mit einem Synthesizer umgeht? Das sind abendfüllende Fragen :)
 
qwave

qwave

KnopfVerDreher
Wer auf einem Synthesizer genauso spielt wie auf einer Orgel oder Klavier ist für mich kein Synthesizervirtuose, sondern ein auf einem Synthesizer spielender Organist oder Klavierspieler. Wenn ich einen Stargeiger (nur mal als Gedankenexperiement angenommen), auf einem Cello das gleiche spielen lasse wie auf seiner Geige, so wird das ja auch kein Cellovirtuose. Und Geschwindigkeit ≠ Virtuosität. Ein guter Schriftsteller wird ja auch nicht an der Menge seines Outputs bewertet.

So kann ich durchaus auch monophon gespielte Leadlines auf einem Minimoog als virtuos empfinden. Ich finde zum Beispiel Manfreds Mann hat einige wirklich grandiose Soli auf dem Minimoog (teilw. mit Oberheim SEM) eingespielt. Ein Synthesizer muss nämlich im Gegensatz zu einem Klavier nicht nur per Tastaur, sondern kann auch per Daumenräder und gelegentlich auch per Verstellen der Einstellungen zusätzlich oder alternativ gespielt werden. Überhaupt, nicht immer braucht ein Synthesizer eine klassische Tastatur. Und trotzdem kann man den dann spielen und dadrin virtuos sein. Nur sind das andere Maßstäbe als die der herkömmlichen in der Musikschule gelehrten Musikstile.

Daher ist eine Diskussion hierüber, wie so viele Diskussionen im Stil von "Wer ist der bessere Musker" eigentlich sinnlos und bringt nichts. Also besser zurück an den eigenen Synths und weniger Zeit hier ...
 
oli

oli

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Haben die Kritiker hier im Thread auch Beispiele für Synthvirtuosen und -virtuosinnen, die ihnen gefallen?
Vor allem würden mich Beispiele interessieren von Spielern/Spielerinnen, die die Besonderheiten des Synths live rauskitzeln.
 
ppg360

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
[...] Lässt sich das anhand von Künstlern mit solcher Biographie entsprechend belegen? [...]
Meine Arbeiten sind alles andere als maßgeblich, aber Du kennst sie und kannst Dir ein Urteil bilden.

Klassischer Klavierunterricht und Noten rauf und runter buckeln hat mich nie interessiert. Mich hat immer nur interessiert, mein Ding auf dem Synthesiser durchzuziehen. Die mir vermittelten spielerischen und musiktheoretischen Grundlagen haben mir gereicht, den Rest habe ich mir selbst beigebracht, weil ich mir einen Reim drauf machen kann.

Ich sage immer: Was ich nicht kann, brauche ich nicht, lasse ich jemand anderen machen -- oder schaffe es mir drauf.

Stephen
 
serge

serge

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Der Synthesizer wurde und wird von den meisten (nicht allen) Herstellern als Tasteninstrument entwickelt.
Einspruch, Euer Ehren: Der Synthesizer wurde als Tasteninstrument erfolgreich, seine Ursprünge liegen aber woanders, wenn man beispielsweise das Trautonium oder Buchlas erste Electronic Music Box für das San Francisco Tape Music Center betrachtet. Dass Moog eine Tastatur nutzte, war schlicht der technischen Einfachheit dieses Eingabemediums geschuldet, oder kurz: Gelegenheit machte in diesem Fall nicht Liebe, sondern Tastatur.
 
ppg360

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Einspruch, Euer Ehren: Der Synthesizer wurde als Tasteninstrument erfolgreich, seine Ursprünge liegen aber woanders, wenn man beispielsweise das Trautonium oder Buchlas erste Electronic Music Box für das San Francisco Tape Music Center betrachtet. Dass Moog eine Tastatur nutzte, war schlicht der technischen Einfachheit dieses Eingabemediums geschuldet, oder kurz: Gelegenheit machte in diesem Fall nicht Liebe, sondern Tastatur.
We only added the keyboard as a late afterthought for the barbarians who wanted to play tunes. (Dave Cockerell über den VCS3)

Tastaturen sind als Eingabemedium vertrauter und dementsprechend zugänglicher als Joysticks, skalierbare Sensorfelder oder dergleichen.

Stephen
 
moogist

moogist

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Einspruch, Euer Ehren: Der Synthesizer wurde als Tasteninstrument erfolgreich, seine Ursprünge liegen aber woanders, wenn man beispielsweise das Trautonium oder Buchlas erste Electronic Music Box für das San Francisco Tape Music Center betrachtet. Dass Moog eine Tastatur nutzte, war schlicht der technischen Einfachheit dieses Eingabemediums geschuldet, oder kurz: Gelegenheit machte in diesem Fall nicht Liebe, sondern Tastatur.
An all das habe ich gedacht bzw. anzudeuten versucht, als ich meine Klammer setzte.

Dass Moog (und die meisten anderen amerikanischen und japanischen Hersteller der 60er und 70er Jahre) auf die Tastatur und - im Falle von Moog - auf Werbung durch virtuose Tastenspieler wie Carlos, Emerson und Wakeman setzte, dürfte den Erfolg dieses Instruments ziemlich befördert haben. Ohne Tastatur würde das Instrument womöglich heute ein Nischendasein fristen, und eine Menge großartiger Musik - eingespielt auf einem Tastatur-Synthesizer - wäre nie aufgenommen worden.
 
oli

oli

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Nachtrag zu Jackie Mittoo und ob er Synthesizer nutzte. Auf dieser Platte ist er mit einer Solina String Machine abgebildet und sie ist neben einer Hammond Orgel auf der Rückseite als Instrument aufgeführt. Also passt er in diesen Thread, würde ich sagen.
 
 


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