VOCODER: "V256" oder "TC Helicon"

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von Nameless, 14. September 2014.

  1. Hallo :)

    Ich bin gerade auf der Suche nach einem Vocoder und bräuchte unbedingt Die Erfahrung anderer User.

    Zunächst dachte ich an einen Microkorg (279€). Ist mir aber fast zu teuer dafür, da ich eigentlich keinen weiteren Synth (oder diesen nicht) haben will. Vor allem, weil es sehr an Platz mangelt!

    Demnach suche ich ein kleines Gerät, wo ich Carrier Signale durchjagen kann. Der Roland VT-3 kommt also nicht in Frage. Falls der Microkorg die folgend genannten Geräte in den Schatten stellen sollte, würde ich eventuell trotzdem die Kosten und den Platzanspruch in Kauf nehmen.


    Zur Auswahl stehen gerade:

    Der "ELECTRO HARMONIX V256" https://www.thomann.de/de/electro_harmon ... ocoder.htm (160€) und der
    "TC HELICON VOICE TONE SYNTH" http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/-/ar ... n=GBase/DE (100€).

    Ich habe gestern den ganzen Tag damit verbracht Testergebnisse, Erfahrungen aus Foren und gescheite Youtube-Videos zu finden. Leider fand ich kaum nützliche Aussagen. Meist kratzten alle Infos nur an der Oberfläche (wenn überhaupt). Videos habe ich mir glaube ich alle angeschaut. War vielleicht pro Gerät ein halb taugliches darunter - reichte aber nicht für einen Vergleich.

    Die wenigen guten Infos reichten mir nicht, da ich sie nicht gegeneinander abwägen konnte und mir die Erfahrung mit guten, oder besser gesagt, mit Vocodern im allgemeinen fehlt.

    Schriftliche Tests auf Englisch habe ich nicht gesucht, da ich Schwierigkeiten mit der Sprache habe.

    Was ich über den V256 herausfand war, dass bei Gesangs-"Gewalt", also lauterer Stimme, ein Clipping erzeugt wird, welches jedoch nicht angezeigt wird und da es keinen Input-Gain gibt, man gezwungen ist ein anderes Micro zu benutzen (ohne Phantompower / Dynamisch), oder ein Mischpult vorzuschalten. Das find ich schon relativ abschreckend. Dafür habe ich jedoch recht Aussagekräftige Meinungen gefunden, was den Klang betrifft (was mir wiederum bei der Recherche des TC Gerätes nicht gelang). Die wenigen Klangbeispiele lassen sich aber bei beiden Geräten von mir schwer beurteilen.

    Ich will damit ganz klassische Sachen, wie z.B. Villalobos' "Easy Lee" oder DaftPunks Vocoder-Sounds erzeugen können. Roboter-Effekt (Kraftwerk) wäre aber auch nicht verkehrt. Ich werde auch keine Gitarre anschließen, sondern wenn dann Synths als Carrier nutzen (aber auch den Vocoder im Alleingang).

    Der Klang sollte gut, muss aber nicht High-End sein. Also ein Preis-Leistungs Kompromiss. Hoffe das eins der ageräte dies erfüllt.

    Hat jemand Erfahrungen mit den genannten Geräten? Vor allem die Qualität des TC Gerätes würde mich sehr interessieren, auch in Bezug zum V256.
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    Könnte ich eigentlich, um das Clipping-Problem beim V256 zu umgehen, die Phantompower weglassen, mit dem Micro also unverstärkt hineingehen, und dann den Ausgang des V256 in den Mic-Eingang meines Interfaces routen um dann dort erst die Phantomspeisung dazu zuschalten (also die vom Interface)?


    Vielen Dank für Hilfe und Anregungen :)
    LG, George
     

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  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Dazu eine sehr doofe Frage - denn - Vocoder sind ja sehr speziell - und werden meist verwechselt mit "Stimm-Effekte".
    Besonders die EBM Leute und so sind meist dabei "Vocoder" zu sagen und eigentlich ist es Verzerrung, mal Hall, mal Pitch-Shifter - aber eben nur sehr selten Vocoder.

    Das wichtige ist - das man entweder das Trägersignal einspeist oder die irgendwie per Tastatur vorgibt.
    Dann gibt es Harmonizer, die ein wenig den "Appeal" eines Vocoders haben können - so wie zB in Hide & Seek von Imogen Heap.

    Es gäbe bei fest stehenden reinen Vocodereffekten ja noch den Roland VT3 - aber du sagst ja schon selbst - nee, den nicht ;-)
    Und generell einige FX, die AUCH einen Vocoder an Bord haben ebenso.

    Der im MIcrokorg ist ok, aber nicht soooo super verständlich, der im XL mag einen Tick besser sein, aber nur einen Tick.
    Aber hat den Vorteil, dass es nur ein Gerät ist. Und es ist natürlich noch mehr als das.

    Es wäre da noch was von Roland, was aus dem VSynth stammt. Das ist ein HArmonizer, Vocoder und so weiter - und vielleicht durchaus ganz gut, aber auch so ein All-in-One Ding, was nicht unbedingt ein Signal von außen bekommen kann (als Träger) Das wäre der hier:
    http://www.rolandmusik.de/produkte/deta ... /downloads

    In der Qualität ist der Roland sehr interessant und geht über Vocoder hinaus - was sie meist alle nicht können ist komplettes neu verpatchen von Bandanalyse und Synthese.
    Aber ein bisschen rumwürfeln geht. Beim Handling ist der Microkorg schon gut, .. ein eigenes Micro anschließen ist da sinnvoll - etwas besser - und die Signale vom Korg auch kommen zu lassen oder gelegentlich mal Beats drüber laufen zu lassen, das haben "wir" mal einige Zeit so gemacht.

    Aber wie gesagt - die Verständlichkeit ist nicht perfekt, sowas kann ein VT3 oder der VP7 besser.
     
  3. Sehr aufschlussreich, danke :)
    Wegen der Sprachverständlichkeit empfiehlt es sich wohl auch, die Stimme zuvor mit einem Kompressor zu bearbeiten. Soll wunder wirken. Hab's noch nicht probiert (bin auch recht Vocoder-unerfahren), aber hab's jetzt in mehreren Berichten gelesen und lässt sich auch logisch nachvollziehen.
    Problem beim Microkrog wäre dann wahrscheinlich das Routing und dass sich dann wahrscheinlich das interne Mic nicht nutzen ließe (was ohnehin nicht der Brüller sein soll, laut "Fachpresse" zumindest).

    Ich hab mir übrigens jetzt doch den TC Helicon Voicetone Synth gekauft. Konnte es nicht abwarten. Hätte mir auch gerne den Microkorg zugelegt, aber ich hab irgendwie ein wenig Platzmangel und war mir nicht sicher, ob ich mich mit dem Workflow anfreunden könnte (konnte die Bedienung des Gerätes von der Ansicht her nicht wirklich verstehen.. Sieht schon recht frickelig aus). Und so kann die Kiste nur das, was sie soll und der Workflow soll fantastisch sein.

    Was den Eingriff in die Synthese betrifft, von dem Du sprachst, hätte ich wohl meinen Nord Modular behalten sollen. Hab den nie als Vocoder genutzt gehabt (ich Depp), aber jetzt gelesen gehabt, dass der da fantastisches leistet. Und ich gehe mal davon aus, dass man den nach "belieben" hätte patchen können.

    Da ich gerade den Projektplatz umbaue, hatte ich noch keine Zeit den Voicetone Synth-Vocoder zu checken - wieder typisch ich :sad: Aber ich werd mich versuchen zu beeilen und demnächst hier dann mal meine Erfahrung und meinen Eindruck posten (Auch wenn ich nicht fähig bin Vergleiche mit guten oder legendären Vocodern anzustellen, da ich schlichtweg keine besaß).
    ...Den V256 muss dann wer anderes testen um diesen Thread zu vervollständigen :D
     
  4. Rolo

    Rolo sinewavesurfer

    Es gibt einen namens VF11 von mam ,der ist aber nicht gerade leicht zu bedienen.
    Da können sich schon mal die Haare zu Berge stellen aber er kann auf jeden Fall sehr gute Resultate bringen.
    Hat ausser Carrier Anschluss auch ein internes Signal.Aber das einstellen ist die Hölle sei vorgewarnt.
     
  5. In Anbetracht dessen, dass man den anscheinend des öfteren für 150€ erwerben kann, wäre das natürlich eine Überlegung wert gewesen. Kann man bei dem nicht auch die Bänder einzeln einstellen?
    Aber wenn Du sagst, die Bedienung wäre grausam, denke ich wieder daran, dass mir eins noch wichtiger ist als der Klang: Der Spaß mit dem Umgang (Workflow).
    Und ich bin mir ziemlich sicher, dass der beim TC gegeben ist. Leider kam ich immer noch nicht zum testen. Die Patchbay ist immer noch nicht fertig eingerichtet und es existiert nach wie vor kein Sound im Studio XD - Die restlichen Kabel kommen am Montag, dann werd ich das Teil endlich mal anschmeißen...
     
  6. also ich weiß jetzt nicht wie aktuell das ganze noch ist aber der v256 ist zwar sehr cool,hatte auch mal einen musste ihn aber erstmal wieder verticken werde mir aber nextes jahr wieder einen zulegen ;-) ok die sprachverständlichkeit ist ganz gut,die klangmöglichkeiten auch aber dadurch dass kein rauschgenerator an board ist muss man sich extern ein wenig behelfen.
    bis zu 256 bänder ist ganz ordentlich die gender bender sache ist auch ein sehr sehr cooles feature...beim vf11 kannste halt rauschen hinzumischen ist halt gut für die konsonanten und die zwar nur 11 bänder aber dafür einzeln einzustellen.allerdings gibt es beim v256 über midi auch einen lfo...tjo ansonsten ich hatte nie clipping probleme,musste halt ein anständiges mike holen dann funzt das ;-)
     
  7. Ich hattte mir aus dem gleichen Grund den Roland VT-3 gekauft, Fehlkauf. Jetzt war ich im Sessionmusic und hab etwas rumgespielt und mich für die Novation Mininova entschieden, erfüllt meine Ansprüche voll und klingt sehr gut. Vielleicht wär die ja auch was für dich. Leider gibt es auch da kaum umfassende aussagekräfitge videos zum vocoder.
     
  8. Moogulator

    Moogulator Admin

    Der VT3 kann erst jetzt mit neuem OS via MIDI transponiert werden. Sollte noch gesagt sein. Vorher war der Vocoder deshalb nur eingeschränkt sinnvoll.
     
  9. Ah, ok das mit der VT-3 Transponierung muss dan nnatürlich erwähnt werden, das wusste ich noch garnicht. Trotzdem der Vocoder ist ja mehr als spartanisch gehalten :) .
    Habe heute die Mininova bekommen und bin mit den Vocodersounds wirklich sehr zufrieden, also der Microkorg kommt dagegen nicht an, finde ich. Solltest du unbedingt ausprobieren.
     

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