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Was haltet ihr vom Mayer EMI MD850 Vibes? Vergleich mit MPC, Elektron etc.

Hey Leute,

seit der Superbooth schaue ich mir immer mal wieder das Featureset des Mayer EMI MD850 und finde, dass da manche Sachen echt krass gut sind (oder auf mich so wirken).

Wenn ich das richtig denke, kann ich komplette Tracks darin basteln und diese mit Makros und Clips live performen. Gleichzeitig kann ich wohl sehr tief ins Sounddesign über gehen und mit unterstützten MIDI Controllern von Akai & Novation meine Ideen einspielen/programmieren. Und das Editing geht dann über den Touchscreen oder die WebApp (müsste dann ja auch per iPad klappen??).

Und dann noch die Synth Engines (subtraktiv, FM, Wavetable etc.), dazu SFZ Import und die Kombi mit Vintage Regler, damit nix identisch klingt ... analoge Filter glaube ich auch noch??? Mehrere Effekte, Studio Reverb ...

Hat den von euch jemand? Kann der auch harten scheppernden Techno? :weich: Alles, was ich bislang gesehen und gehört habe, war musikalisch immer "zu brav" für mich ... aber diese vielen kleinen cleveren Features lassen mich nicht los :*D

Der passt doch fast schon in die Reihe moderne Akai MPC, NI Maschine, Elektron* Groovebox etc. ... klar, das Ding ist werbemäßig nicht in die Richtung gepresst, aber das Featureset müsste es ja eigentlich hergeben ..

Bis auf Parameterlocks vermisse ich da nicht viel (auf den dritten Blick).

LG Kai
 
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M.i.a.u.: Die Iden des Maerz
Der Vibes ist ein Synth mit Groovebox, steuerbar durch Controller - sehr eindrucksvoll - ein Elektron* Teil wird es aus vielen Gründen nicht schlagen, da die Parameter in dem Sinne nicht automatisiert sind - die Stärke ist der Synth - interessant kann er als Ergänzung zu einer Groovebox sein, besonders wenn man da sonst keine polyphonen Sachen raus schieben kann - dafür wären die meisten Elektrons zu schnell out of MIDI-Spuren.

Was nicht in der Engine ist - muss man als Zugabe sehen - aber er kann zB Multisampling und hat einen guten Austausch über das Browserinterface.

Die Presets sind auch nicht mein Ding - aber ich konnte welche bauen und die sind dann gut. Ich will aber weder Techno noch EDM machen - das interessiert mich nicht so - das machen wirklich alle - nicht's dagegen - Techno ist vieles - ein bisschen Techno machen wir "alle" irgendwie - also nicht falsch verstehen bitte.

Filter sind digital, die Engine ist komplett digital - nicht hybrid.
Die Wavetables klingen sehr hochwertig und die Algo-Sachen klingen gut. Für mich der viel bessere Modal.

Der offizielle Name Vibes - sollte mit rein in den Titel - sonst findet das nicht jeder.
Es gibt auch ein paar Threads zu ihm.

MD900 ist faktisch dasselbe mit Knöpfen.

das hier war ein viel früheres OS - also das hier ist lange deutlich weiter.
 
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M.i.a.u.: Formfaktor, MartYATARI und Kai Chonishvili
Korrekt, es gibt nur den Vibes. Der hat aber mehr Leistung.
 
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M.i.a.u.: MartYATARI und Kai Chonishvili
Der offizielle Name Vibes - sollte mit rein in den Titel - sonst findet das nicht jeder.
Ich habe schon mal Tags gesetzt. :cool:

Es gibt auch ein paar Threads zu ihm.
Das hier wäre wohl der Vibes-Thread:
:cool:
 
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M.i.a.u.: Moogulator und Kai Chonishvili
"Bis auf Parameterlocks vermisse ich da nicht viel (auf den dritten Blick)."
keine einzelouts :(
 
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M.i.a.u.: Kai Chonishvili
Das ist ein Synth mit Sequencer, Groovebox-Style und Kontrollsystem über sowas wie den Atom Controller - das fühlt sich mit sowas wie eine Groovebox Performance Maschine an - aber - es ist leicht anders - und das ist schon Linux, wie viele andere Synths auch. Wieso ist das bei dem mehr Linux als bei Korg, Levia und Co? Oder Iridium? Weil das ist so etwa das Level, wo der ist. Hab leider keinen dieser Atoms - das ist echt supercool - bin ja Groovebox-Freund und Livetypi - ich hab halt nen Novation Pad Pro - damit geht es AUCH - aber diese Lauflichtsache geht sehr gut mit einem Controller mit 16 Step Tastern - Das sollte man sagen - gut und schlecht zugleich - aber ist frei - anpassen könnte man alles - und der Hersteller ist das sehr offen für.

Ein bisschen nerdig für die Synthese muss man schon sein - damit man das erkennt. Aber du und andere erkennen das sicher - Oder ist dir die Oberfläche zu viel Engineer?

Ich würde auch sagen - der ist nicht für JEDEN perfekt - das stimmt. Ist ein Iridum auch nicht - aber man denkt eben schneller an die bekannteren Firmen, oder? Wäre der von Korg wäre das schon leicht anders? Oder ist da was konkretes?

Den Neuron hätte ich nicht wegen Linux oder Nichtlinux gut gefunden. Eher Zugang und Vorbereitungsprozess, Performance und Sound. Hatte aber sehr starke Unterschiede von meinen Patches zu denen, die da drin sind - wir haben einfach unterschiedliche Vorlieben - die und ich.

Just Neugeary.
 
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Fügen die Synthese Engines denn dem ganzen was neues hinzu?
Ich will ja niemanden den Spaß verderben. Aber ich finde es doch mal wichtig zu erwähnen das ein MiniPC mit Bitwig und Controllern eine ähnliche Erfahrung gibt. Oder das Zynthian System.
Böse ;-) :
Vibes Clone.webp
 
  • #10
Das Algo Based Model ist gut, die Wavetables klingen gut, haben Shaper und es gibt danach einen Shaper, es gibt FM,Ringmod, AM - und 2 Filter - alles in Stereo -und eben Samples, Multisamples. Und Modeling gibts auch. Multitimbral und eben jene Steuerung über Browser und leichtes arangieren und Sounds-Ordnen und eben auch Clips und so weiter machen.

Das ist schon ein Paket. Es ist schon ein anderes Konzept - gibt es so eher bei Workstations - also sowas wie Fantom kommt dem näher, aber ist auch nicht dasselbe - auch ein bisschen Modal wegen der Algo-Morph Engine und eben die sehr starke kreative Wavetable-Ecke.

Ich denke, der ist so kurz vor Klanglabor - aber auch viel Brot & Butter kann er abdecken, aber nerdig - dh - da gehen Sachen, die so Standarddinger nicht können. Einige interessante Modulationssachen und - alles ist eben konsequent stereo. Also so gesehen alle Stimmen auch so einsetzbar wie 2. Das ist so hart selten zu sehen.

Anschlussfreudig - eher wie die Akais - also eher ein Vorteil. Das Teil ist technisch ähnlich wie zB ein multipoly, opsix und Co neueren Datums, mit MPC artigen Anschlussmöglichkeiten und mit einer guten Engine. Schon mehr als bodenständig.

Würde sagen - Produktionsmaschine für engagierte Soundleute. Klar - Iridium rückt nach wegen der mk2 4-fach Layers - das ist schon war - die Kernsynthese Sache ist dort spektakulärer - auch das könnte stimmen. Das PM ding reicht etwas weiter als der Resonator im Regelbereich.

Hoffe, dass diese Einordnung etwas hilft. Man möge mich gern ergänzen.

Denke, dass man die Sachen mal verkoppeln sollte - die beiden Threads, dann kann man noch die anderen Videos und so finden. Aber Skepsis der Leute ist wegen "unbekannter kleiner Hersteller" höher. Das ist schon deutlich. So wie die neue kleine Groovebox von dadamachines sicher auch mehr Anlauf brauchen wird - ist halt nicht Elektron*.

Klang ist schon eher neutral - aber nicht schrott-neutral - kann auch sehr fett, wenn man das möchte, - einfach etwas, wo man eben sein Sounddesign mal auskitzeln kann und sollte.
 
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M.i.a.u.: Kai Chonishvili
  • #11
Sorry, etwas OT aber immer komisch, dass es nach so vielen Jahrzehnten Linux immer noch „Fachleute“ gibt, die Linux und Open Source nicht einordnen können. Nur weil irgendwas auf, bzw. mit einem freien OS läuft, heißt das nicht, dass es kostenlos oder günstig/billig sein muss. Einfach nur schamlos und ignorant gegenüber den Entwicklern. Nochmal sorry, over and out.
 
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M.i.a.u.: microbug
  • #12
900 gibts nimmer😢
Ich hoffe ja immer noch, dass es für den vielleicht nochmal ein Update gibt - die Sound Engine soll ja mit dem Vibes identisch sein. Ich wäre vermutlich sogar bereit, Geld für ein Hardware Upgrade auszugeben (so wie Waldorf das gerade für den Iridium/Quantum anbietet), um in den Genuss neuer Features zu kommen. Das Bedienfeld vom MD900 ist richtig luxuriös - insbesondere im Vergleich zum Vibes. Damit am Sound zu Schrauben macht einfach Laune.
 
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M.i.a.u.: Die Iden des Maerz
  • #13
Ich hoffe ja immer noch, dass es für den vielleicht nochmal ein Update gibt - die Sound Engine soll ja mit dem Vibes identisch sein. Ich wäre vermutlich sogar bereit, Geld für ein Hardware Upgrade auszugeben (so wie Waldorf das gerade für den Iridium/Quantum anbietet), um in den Genuss neuer Features zu kommen. Das Bedienfeld vom MD900 ist richtig luxuriös - insbesondere im Vergleich zum Vibes. Damit am Sound zu Schrauben macht einfach Laune.
Ich finde den 850 Vibes aufgrund der Bedienung für mich uninteressant, schade das der 900 wvF ist.
Den 900er hatte ich mir vor einigen Jahren auf der SB angeschaut, hatte ihn aber damals nicht als Groovebox erkannt. Vielleicht wars noch nicht so weit.
 
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  • #14
Sorry, etwas OT aber immer komisch, dass es nach so vielen Jahrzehnten Linux immer noch „Fachleute“ gibt, die Linux und Open Source nicht einordnen können. Nur weil irgendwas auf, bzw. mit einem freien OS läuft, heißt das nicht, dass es kostenlos oder günstig/billig sein muss. Einfach nur schamlos und ignorant gegenüber den Entwicklern. Nochmal sorry, over and out.
Niemand hat behauptet das das Gerät günstig oder billig sein sollte.
Aber wenn du es nun schon ansprichst:
Für knapp 2000€ gibt es eine Box mit Computer und einem Display mit ein paar Tasten. Der Rest ist Software.

Niemand würde 1600€ für Bitwig oder Live ausgeben. Und ICH war etwas arg verwundert als ich das erkannt habe. Das wollte ich hier mal teilen.

Die alte Version mit den ganzen Testen und Minidisplays war ja zur Bedienung noch ganz cool.
Und,ich finde grundsätzlich Computerfrei ( im Sinne von einemklassischen PC) Systeme gut.
 
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M.i.a.u.: UPSFBIFISHFeFCC234
  • #15
Für knapp 2000€ gibt es eine Box mit Computer und einem Display mit ein paar Tasten. Der Rest ist Software.

Niemand würde 1600€ für Bitwig oder Live ausgeben. Und ICH war etwas arg verwundert als ich das erkannt habe. Das wollte ich hier mal teilen.
naja - so ganz fair ist deine Rechnung aber auch nicht. Für Bitwig und Live benötigst du ja auch noch einen Computer (plus Audio Interface), den gibt es idR ja nicht umsonst. Und wer komplett ohne Rechner auf die Bühne gehen / Musikmachen will, für den sind Live etc. auch keine Option. Und dann schlagen Kosten für ein Gehäuse, Fertigung etc. auch noch einmal rein, gerade bei kleineren Stückzahlen.
 
  • #16
naja - so ganz fair ist deine Rechnung aber auch nicht. Für Bitwig und Live benötigst du ja auch noch einen Computer (plus Audio Interface), den gibt es idR ja nicht umsonst. Und wer komplett ohne Rechner auf die Bühne gehen / Musikmachen will, für den sind Live etc. auch keine Option. Und dann schlagen Kosten für ein Gehäuse, Fertigung etc. auch noch einmal rein, gerade bei kleineren Stückzahlen.
Die Kosten für einen kleinen PC habe ich bereits abgezogen.
Aber selbst 1000€ für Software sind am Markt halt viel.

Ich habe selbst ein modularen Drumcoputer weil ich Bock darauf habe. Ist auch teurer als ein Standalonegerät.

Klar, elektronische standalone Musikgeräte sind kein Massenmarkt. Es werden lange nicht so viele verkauft wie die Softwarehersteller Lizenzen verkaufen.

Ich war mal überrascht für wieviel mehr Geld man seine Software verkaufen kann wenn man ein kleines Gehäuse oder Modul drumrum baut.

Aber ich mache am WE mal ein Thread dazu auf.
 
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M.i.a.u.: UPSFBIFISHFeFCC234 und colectivo_triangular
  • #17
Naja, kann mir nicht vorstellen dass Maier mit dem Projekt eine Goldgrube gefunden hat.

In meinem Gespräch mit ihm kam heraus, wieviel Hirnschmalz und vor allem Zeit er in seine Produkte steckt...dazu die Produktionakosten, Mitarbeiter hat er auch, Steuern, dann die Marge von Händler. ...seine Geräte sind noch dazu sehr nischenhaft, soviel Absatz zahlen hat er , denke ich nicht....

Keine Ahnung was dem Sein Ziel ist ...
 
  • #18
Sorry, etwas OT aber immer komisch, dass es nach so vielen Jahrzehnten Linux immer noch „Fachleute“ gibt, die Linux und Open Source nicht einordnen können. Nur weil irgendwas auf, bzw. mit einem freien OS läuft, heißt das nicht, dass es kostenlos oder günstig/billig sein muss. Einfach nur schamlos und ignorant gegenüber den Entwicklern. Nochmal sorry, over and out.
Naja, es gibt so Teile wie Zynthian oder den ELZ1 - das befremdet vielleicht manche, der Iridium zb geht trotzdem gut.

Es geht am Ende mehr darum, wie gut man am Gerät etwas umsetzen kann. Touch ist anders als Pc (idr). Der Iridium Core vs. Iridium zeigt es ggf. - da sagen nicht so viele, dass das ein Rechner sei.

Die Sache „wie es klingt“ und was wie es umgesetzt ist, wird es bringen / entscheiden..
Wenn die Synthese mehr „schreit“, ungewöhnlicher ist, wird es vermutlich mehr klappen, die Synthese ist ziemlich ausgefuchst, erweitert das Bestehende.

Die Erkennbarkeit der Waves zb da drin ist besonders, das geht mir beim Iridium nicht so. Gilt auch für Nina, aber bei Vibes gibt es noch mehr Shaping, mehr spielen mit den Waves durch Verschiebungen in Echtzeit mit Morph und Co - was vermutlich auch eher den Experten auffällt.
 
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  • #19
Das MD900 Gehäuse ist schon recht aufwendig. Darüber hinaus ist das Kleinserie made in Austria. Für den Kasten muss Horst daher einen entsprechenden Preis verlangen.

Das Bedienpanel vom MD850 ist einfacher gehalten. Der Synth daher auch günstiger, bei mehr Rechenleistung, die mehr Voices und zusätzliche Features ermöglicht. Trotzdem ist der 850 für mich keine Alternative zum 900. Auf die umfangreichen Bedienelemente des MD900 möchte ich einfach nicht verzichten.

Mich persönlich freut es, dass auch digitale Synths mit hochwertigem Gehäuse und dementsprechender Haptik angeboten werden. Damit zu spielen ist für mich etwas anderes, als nach Feierabend wieder am PC zu sitzen.
 
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  • #20
Die Mengen sind sicher auch andere - aber verstehen kann ich auch, wenn man diese Mehrkosten nicht hat und bezahlen kann/will. Aber - trotzdem sind neue Firmen und Synths manchmal cool genug - so wie Nina zB. Hatte mich damals auch gut abgeholt und angesprochen.
 
  • #21
Heyho, sorry, hatte den Thread etwas aus den Augen verloren :D Aber erstmal vielen lieben Dank für den ganzen Input von euch!!!! Also den Vibes müsste ich jetzt echt mal hören, spielen und testen :*D So ein bisschen Klanglabor aber mit Groovebox-ähnlichen Dingen finde ich immer sehr reizvoll! Aber ich dachte echt, die Filter wären analog ... naja! Hatte mir den bei der Superbooth ja vorstellen lassen und war echt begeistert, von diesen kleinen cleveren Details, wie zum Beispiel die Anbindung per Netzwerk und dann hat man mit nem Tablet ne große Bedienoberfläche etc.
Bzgl. fehlender Parameterlocks nutze ich manchmal den Octatrack mit seinem MIDI Sequenzer und dessen Parameterlocks, das klappt manchmal ganz gut für externe Synths etc.

LG Kai
 
  • #22
Ja, der ist oft mehr durchdacht als man zunächst sieht. Manchen gefällt diese Computer-Bildschirm-Führung wohl nicht. Aber für mich ist das durch Horsts Gehirn nebst Wiener Dialekt gehen und die Sachen ausprobieren.

Es gibt schon ein bisschen von vielem - aber er hat eine total andere nerdige Ausrichtung und manches ist sogar sehr straight, wo ich gar nicht so wirklich in erster Linie dran denken würde.

Ich finde beeindruckend, wenn er mit dem RICHTIGEN Controller gesteuert wird - dann entfaltet er sich nochmal. Ich meine für das Lauflichtzeugs und Steuerung - das ist dann schon Performance - nicht mehr "drauf gucken".
 
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M.i.a.u.: DrDrey und feilritz
  • #23
Also ich hab dat Ding hier aufm Tisch stehen und 8 Monate damit Tag und Nacht verbracht und ich habe mich in der Zeit wirklich intensiv damit beschäftigt inklusive jeder Menge Sounddesign (habe u.A für Firmware 5.0 über 280 neue Sounds beigesteuert, Reverb und Vintage Mode Presets gemacht). Ich bin also nicht unbeteiligt, kenne die Kiste dafür aber ziemlich gut. Lest das hier entsprechend als persönlichen Erfahrungsbericht.

Im Kern ist er ein Wavetable-Synth, und genau darauf liegt auch sein Schwerpunkt. Wer Wavetables mag, sollte ihn sich meiner Meinung nach näher anschauen. Ich selbst bin spätestens seit Serum 1 großer Wavetable-Fan. Mein Einstieg kam also eher aus der Software-Ecke als über die Waldorf-Klassiker. Bin selbst baujahr 1988 😉

Klanglich empfinde ich die Engine als wärmer und fetter als viele andere Wavetable-Synths, die ich kenne. Das ist ausdrücklich subjektiv, auch wenn andere Besitzer diesen Eindruck teilen. Am Ende hilft nur selbst hören und ausprobieren. Wer in Berlin ist, kann gerne bei mir vorbeikommen (PM schicken) dann zeige ich die Kiste in Ruhe.

Zu „Linux“ und „VST in a box“: Mit diesen Etiketten kann ich als Kritik allein wenig anfangen. Sie sagen kaum etwas darüber aus, wie ein Instrument klingt, wie es sich bedienen lässt und wie viel Entwicklungsarbeit darin steckt. Wenn damit lediglich gemeint ist, dass Software auf spezialisierter Hardware läuft, könnte man dieselbe Grundsatzdiskussion auch bei Supernova, Virus, Nord oder JP-8000 führen (a la "ja pfui alles Motorola 56300 Chip") Für mich zählen am Ende Klang, Bedienung und das Zusammenspiel der Funktionen. Welches Betriebssystem, Chip etc darunter arbeitet, ist dabei ziemlich weit hinten auf der Liste.

Der SFZ-Multisample-Support ist für mich eines der stärksten Features. Alte Sample-Bestände, die auf der Festplatte Staub sammeln, lassen sich durch die Synthese-Engine inklusive Modulationen und Effekten schicken und klanglich neu gestalten. Mit 14 GB Speicher ist dafür auch ordentlich Platz vorhanden. Die Verbindung aus Multisamples und Synthese geht für mich ein Stück weit in die Richtung dessen, was ich früher am Prophet X spannend fand. Ich habe z.B ganz viele E-MU Samples bei mir rumliegen die wenig Speicherplatz verbrauchen und harmonisch sehr interessant sind, nur sind sie ein bisschen leblos da 1.) keine Filterbewegung, 2.) keine Velocity 3.) keine coolen Effekte. Und das kann man mit dem Vibes ganz einfach mit einem Template basteln und auf alle Sounds anwenden.

Wavetable Engine ist auch mächtig, 256 Cycles passen rein (a la Serum), nicht nur 64 cycles a la Modwave oder 3rd Wave (wäre für mich auch super eingeschränkt), verschiedene Morphing funktionen sowie noch ein Waveshaper den man entweder hinter OSC1, OSC2, oder hinter den Mix der 3 Oscilaltoren (insklusive Noise) schalten kann. Durch den Waveshaper klingt die Kiste auch richtig dreckig, weil die Frage oben wegen Techno etc aufkam.

Was im Alltag ebenfalls angenehm ist: Der Vibes hat LAN, WLAN und eine Web-Oberfläche. Multisamples, Wavetables, Patches und Performances lassen sich direkt über den Browser übertragen. Das funktioniert auch vom iPad oder Handy aus, ohne zusätzliche Software und ohne ständig mit einem USB-Stick hantieren zu müssen.

Natürlich braucht es etwas Einarbeitung. Das Bedienkonzept ist aber ziemlich geradlinig, sobald man es verstanden hat. Inzwischen bin ich beim Soundbauen teilweise schneller als auf meinen anderen analogen oder digitalen Synths, weil ich über die Taster 1–8 zügig an die jeweiligen Bereiche der Engine komme. Bei den Bedienelementen hatte ein MD900 ab Werk natürlich mehr zu bieten. Wer am Vibes mehr Regler möchte, kann beispielsweise eine Launch Control XL MKIII anschließen und Parameter per MIDI-CC steuern. Dafür ist der Vibes selbst so kompakt, dass er problemlos in einen Rucksack passt.

Die kiste ist vierfach multitimbral und bietet 24 Stimmen. Ein schönes Detail dabei: Unison auf den beiden Wavetable-Oszillatoren reduziert diese 24 Stimmen nicht zusätzlich. Dazu kommen eine Drummachine mit 14 Parts und ein Clip-Launcher im Ableton*-Stil. Das macht die Kistegerade für kompakte Live-Setups interessant und als Idee-Scratchpad für unterwegs. Einen Vibes nehme ich jedenfalls deutlich unkomplizierter zum Gig oder allgemein unterwegs mit als einen MD900 oder Iridium.

Externe Geräte: Über MIDI-Out kann der interne Clip-Launcher externe Synths ansteuern. Über den Stereo-Eingang kommen ein Stereo-Synth oder zwei Mono-Synths zurück in den Vibes und lassen sich durch den internen FX-Stack mit zehn Slots schicken. Der 19-Kanal-Mixer bietet dazu Sends und Returns. Ich würde ihn deshalb nicht gleich als DAW bezeichnen, aber für ein kleines Live-Setup lässt sich damit schon einiges innerhalb einer Kiste zusammenführen.

Hinter Mayer steht ein kleines Unternehmen aus Österreich. Man kann direkt mit den Leuten sprechen, auch mit dem Chef, und sich Funktionen oder Hintergründe erklären lassen. Auf Discord werden Probleme und Feedback ernst genommen, und man bekommt Antworten. Dieser direkte Austausch ist ein echter Pluspunkt und bei größeren Herstellern nicht selbstverständlich.
 
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M.i.a.u.: timkauf, rblok, Kai Chonishvili und 8 andere
  • #24
Klanglich empfinde ich die Engine als wärmer und fetter als viele andere Wavetable-Synths, die ich kenne
Kurze Frage, wenn auch mit OT-Potential: welche "viele[n] andere[n] Wavetable-Synths" kennst du denn, bzw. welche meinst du hier konkret (die also weniger "warm und fett" sind - wobei das womöglich auch einer näheren Definition bedarf)?
 
  • #25
Kurze Frage, wenn auch mit OT-Potential: welche "viele[n] andere[n] Wavetable-Synths" kennst du denn, bzw. welche meinst du hier konkret (die also weniger "warm und fett" sind - wobei das womöglich auch einer näheren Definition bedarf)?
Modal Argon8 (habe ihn hier stehen, sammelt Staub), Iridium (Superbooth ausgiebig gespielt), diverse Software Wavetable synths
 
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M.i.a.u.: niere
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