Was ist euer "Weisheit letzter Schluss" in Sachen "Polyphoner Analog-Synth"?

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
Moin!



Ich wollte bloss mal gefragt haben:
Viele von euch haben bestimmt einen polyphonen Synth in ihrem Setup (...oder wünschen sich vielleicht einen...)

Was ist denn so der eine - alles überstrahlende - Polyphone für euch persönlich?
Also den, den ich euch mit roher Gewalt sprichwörtlich "aus euren kalten, toten Händen" (à la Charlton Heston) entreissen müsste?


Dicker Moog? Oberheim OB? Matrix? CS-80?
Voyetra? Jupiter? Omega? .


... bitte lasst mal eure Meinung hören...! :huhu:
 

Trylle

ÆLIEN
prophet 12: weil er quasi ein polyphones modularsystem in toller verpackung ist, mich ständig inspiriert und mir die 12 stimmen reichen.
 

Rastkovic

PUNiSHER
Dicker Moog? Oberheim OB? Matrix? CS-80?
Voyetra? Jupiter? Omega?
Mich lassen analoge Poly Synths absolut kalt, meiner Meinung nach total überschätzt.

Der einzige wofür ich mich noch begeistern könnte, wäre ein Juno-106, der olle Billigsynth. :lol:
Dieser DCO Japan Plastik Sound hat mich die Tage doch tatsächlich mal wieder überrascht....

 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Der Thraed steht im Analog Bereich des Forum, also nur analoge Synths?
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
Ich habe gar keinen echt-analogen Synthesizer – weder monophon noch polyphon.
Als Hardware-Klangerzeuger, wovon ich nicht viele habe, würde ich aktuell die AKAI MPC5000 an die erste Stelle stellen. Als Software hätte ich überwiegend NI Kontakt genutzt bzw. habe ich überwiegend genutzt.
Im Allgemeinen wären mir viel Polyphonie, Multitimbralität und guter Klang wichtig.
Und Samples sind mir wichtiger als sonstige Synthese-Formen.
Am besten kann der Synth mehrere Synthese-Formen.
Sehr gute Effekte in großer Anzahl und flexibel routbar wären auch wünschenswert. In der DAW kann man sie aber auch bequem in der DAW-Software anwenden, oder auf DSP-Plattformen, wer mag. In Hardware kann man auch z.B. echtzeitfähige DSP-Plattformen einsetzen oder digitale Mischpulte, falls der Klangerzeuger kein umfassendes Mixing ermöglicht. Ausreichend Einzelausgänge muss er dann aber wenigstens bieten!
 

Bernie

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Habe eigentlich keine analogen Polyphonen mehr, nur den Oberheim OB-Mx, den ich aber eigentlich nicht polyphon einsetze.
Memorymoog, Jupiter-8, Polymoog und einige andere Polysynthies hatte ich schon, aber irgendwie komme ich damit in meiner Musik nicht klar.
Das ist mir von allem immer zu viel, zu dominierend und es gelingt mir meistens nicht, die so hintergründig im Mix einzusetzen, wie ich das gerne mit digitalen Flächen mache.
 

Sunwave

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Den gibt es nicht, jeder hat seine stärke.

Roland Juno, Oberheim Matrix mag ich und brauche ich... Nach meiner Erfahrung genügt es auch was günstigsteres zu haben. Dazu mag ich aus der digitalen Welt Yamaha FM und Waldorf Wavetable.

Von den grösseren polyphonen VCO-Modellen, die ich bisher hatte, das sind Jupiter-6, OB-Xa, Andromeda und Sunsyn war ich eher enttäuscht. Und auch wenn ich mir bewusst bin die Geräte für den relativ hohen erzielten Verkaufspreis nie mehr kaufen zu können, die werden immer teurer, habe ich den Verkauf nie bereut.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bernie

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Jupiter8 ist überbewertet.. hat diesen Nürnberger Würstchensound.. irgendwie armselig..die Parameter suggerieren eine andere Realität..
stimmt, ich mochte ihn nie. ab ihn nur gekauf, weil er mit seinem bunten Fisher Price Design so schön zur 808 gepaßt hat.
Irgendwie mag ich den Sound der Prophets aber auch nicht, hatte mir daher zwei Memorymoogs auf den Ständer gestapelt.
War den Sound aber auch bald dicke, ist nicht meins.
Hatte mal eine Zeit Bombastrock gemacht, mit 12 Bläsern in der Band, so ala Chicago, Blood Sweat & Tears, da war der Memory recht durchsetzungsstark. Heute möchte ich ihn nicht mehr haben, zu viel Druck.
 

6Slash9

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Wenn er denn hier, ob seiner digitalen OSC´s gilt, würde ich den Waldorf Microwave I nennen wollen, der sehr dezent wie prägnand, charakterhaft und vor allem extrem vielseitig eingesetzt werden kann...
 

maak

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Ich hab nen Minimoog Model D der befriedigt alle meine polyphonen Wünsche scnr


-> Oberheim Matrix 1000 (Presetmaschine aber liebe den Sound und ist noch bezahlbar)
 

Horn

*****
Ich habe auch keinen analogen Polyphonen mehr. Von denen, die ich hatte, weine ich komischerweise dem simplen Juno 6 am häufigsten und ehesten eine Träne nach. Andererseits weiß ich natürlich auch, warum ich ihn damals verkauft habe. Heute mache ich polyphone analogartige Synthsounds mit dem Roland Boutique JX-03 oder mit Softsynths.
 
also ich kann aus eigenem testen mal eine Liste aufstellen:

Dave Smith Prophet 6 (moderner Analogsynthesizer der auch "alt" klingen kann)
Dave Smith & Tom Oberheim OB6 (moderner Analogsynthesizer der auch "alt" klingen kann)
Roland Juno 60 / 106 (super Maschine mit einfachem Layout aber immer gutem Sound)
Oberheim Matrix 6 (Schöner 80ies Sound, aber nur mit Controller genießbar z.B. Alpes Machines Matrix Ctrlr)
Roland Jupiter 6 mit Europa Upgrade (Die Krönung festverdrahter Analog Synties)
Waldorf Blofeld (deckt mega viele Sounds ab)
Korg MS2000 (schöne Maschine, kann geile Sachen, intuitiv)
Waldorf Microwave 1 (super geiler Klang, total techno, total eighties to nineties)
Nord Lead 3 (bestes Interface ever)
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Polyfone/paraphone analoge/hybride Synths die hier stehen: Sunsyn, 2x Poly Evolver Rack kaskadiert, Matrix 6, Poly 800.
 

Feinstrom

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"Der Weisheit letzter Schluss" kann ein Analog-Poly natürlich nur sein, wenn man nur genau den einen Mega-Lieblings-Sound will.
Da wäre bei mir der Korg Trident ganz weit oben, aber halt nur für bestimmte Sachen.
Da ich ein Liebhaber dynamisch spielbarer Synthesizer bin, hat mich schon vor vielen Jahren (Kufstein-Treffen!) der Chroma Polaris angefixt, und das ist auch nach wie vor ein ganz wichtiges Teil für mich.
Den Roland MKS-30 mag ich wegen seiner metallischen Texturen (und auch dynamisch!), und für satten, warmen, fetten Analogbombast wird sich demnächst ein Battle zwischen Matrix-6 und Bit01 ereignen (das durchaus mit "beide gelayert" als Sieger enden könnte).
Äh, und für ca. 80% meiner persönlichen Analog-Bedürfnisse reicht mir vollkommen der Reface CS, und der ist noch nicht mal analog...

Schöne Grüße,
Bert
 

freidimensional

Tastenirrtuose und Beste Antwort auf keine Frage
Den Andromeda fand ich eigentlich super, wenn er denn nen höheren Pegel gehabt hätte...Leider führte der geringe Pegel
dazu dass man die OSC's im Mixer so stark aufdrehen musste, und dadurch eine zerrige agressive Komponente dazu kam.
Und wenn die LFO's nicht so schleppend langsam gewesen wären...und die Efffekte etwas...besser...
Ansonsten top - zwei verschiedene Chordsounds, einen Bass, ein Lead, ein paar FX-Sounds...Einzelausgänge für alles...
Schon eine Top-Idee von Alesis gewesen...
 
Es gibt mehrere gute Polysynths, sehr viele. Von den älteren wären Rhodes Chroma, Oberheim Matrix 12 und Co. sicher dabei bis hin zum Jupiter, System 8 (nicht analog aber quasi in dieser Kategorie zuhause) und auch Maschinen wie der Andromeda für alle, denen viel zu wenig ist.

Aber das ultimative Ding gibt es so nicht, es gibt da nämlich eine Kleinigkeit zu beachten - welche Musik machst du genau? Was soll der so machen und da gibts Unterschiede. Für Synthpop sind die obigen toll, da zB der Oberheim FM über viele Oktaven schön macht. Aber die LFOs der oben genannten sind lahm bis superlahm, da wären die Jupiter und System Lösungen dann besser. Heute jedoch würde ich keine alten Geräte mehr empfehlen, es gibt auch den OB6, der zudem einen schnellen LFO hat, allerdings nur einen - leider - was ihn etwas unperfekt macht.

Es gibt noch mehr tolle Maschinen, aber ohne Ziele und so als Synths ohne alles "super" zu nennen ist schwer, weil diese Schwerpunkte dafür bekannt sein müssten, notfalls halbtechnisch wie - ich brauche dies oder das ..

Die LFOs sind ins neblige verlaufende Modulationen bis hin zu Rauschhaftem - wenn sie schnell sind.
Die FM mit Exaktheit ist für Tonalität wichtig, etwas was der Andromeda gar nicht, der Xpander/M12 sehr sehr gut kann.
Also für tonale schöne weiche Sounds sehr gut, Synthpop eben.

Würde ich heute Zeug kaufen, würde ich sicher keine Vintager kaufen wollen, ist idR zu schwer zu besorgen und teuer.
Ich finde bei den Jupitern den 6er gut, weil er zwar drahtig ist aber bei LFO und Env und so weiter ist der super - aber er ist nicht der "fetteste", ergänzt sich aber extrem gut mit Oberheim und Co.

Was der eine nicht kann, macht der andere.
Man braucht nichtendlich viele davon.

Übrigens kann man nur mit Fantum zu sowas wie dem Trident oder Juno kommen und dann auch sehr gut verstehen. Das sind ja nicht gerade Alleskönner oder stark reduziert. Aber alles hat Fans, wenn man weiss weshalb und eben das selbst auch gern hat. Daher - schwer schwer, wenn es nur um absolute Technik geht, nicht um Ziele und Musik. Die ist ja zudem noch schwer zu vermitteln, ich möchte diese Sounds und diese Ästhetik. Deshalb wundert es mich, dass wir nicht längst die Sprache und Zeit und unfassbar lange Posts zu dem Thema haben sonder eher "Das Oszillatorverhalten vom Zwommp ist nicht ganz das vom.."..
 
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hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
es gibt auch den OB6, der zudem einen schnellen LFO hat, allerdings nur einen - leider - was ihn etwas unperfekt macht.

Sieht das beim Prophet 6 besser aus?



Heute jedoch würde ich keine alten Geräte mehr empfehlen

Ich könnte die Frage anders stellen:
Welcher der alten polyphonen Geräte bräuchte ein (stabiles, funktional zuverlässiges, modernes) Update?



welche Musik machst du genau?

Ich wollte das eigentlich nicht einmal als Kaufempfehlung für mich auffassen ...eher so generell mal darüber quatschen...
aber wen es trotzdem interessiert, meine Signatur ist immer noch zutreffend:
--> Synthpop, Britzelpop, New Wave ...und natürlich die Whitesnake/Van Halen Schublade...


(:
 
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