Wie funktionieren eigentlich analoge polyphone Synthies?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Servit, 16. März 2007.

  1. Servit

    Servit -

    Tach auch,

    ich heute mal beim Jürgen Haible die Polyclone-Seite durchstöbert und da kam mir sie Frage, wie funktioniert denn eigentlich die Steuerung mit den Frontplattenbedienelementen (Potis, Schalter,..) bei solch einem PS-3200? Also ich könnte mir vorstellen, dass z.B. bei einem Tune-Poti, an dem rechts und links je Plus-V und Minus-V angeschlossen sind, dann der Mittelabgriff über einen Bus zu allen VCO's läuft. O.K., aber wie funktioniert das z.B. mit dem Wellenform-Schalter? Oder Reso-Poti ? Eben diese Elemente, bei denen eine Spannung vom jeweiligen Schaltkreis abgegriffen wird und dann weitergeleitet oder verändert werden soll und dann zum Schaltkreis zurückgeführt wird. Ich hoffe jemand versteht mich :? (..und kann mir ne Antwort geben... :D )

    Andreas
     
  2. über vca´s
     
  3. Moogulator

    Moogulator Admin

    ist schon ein Unterschied zwischen PS Serie und CEM oder anderen, denn da wird digital Reglerabgefragt, während analog wirklich alles immer extra aufbauen muss, weshalb der PS auch so aufwendig ist, für die Stimmen gibts natürlich die Voice Assign Logik.. Schau mal beim Oberheim 2-8 Voice, da ist das zum ersten mal gemacht worden..
     
  4. http://vintagesynth.com/ schreibt zum PS-3200

    :shock: :shock:
     
  5. Moogulator

    Moogulator Admin

  6. Grundsätzlich ist es so, daß bei analogen Synths jedes Bedienelement durch eine elektronische Variante ersetzt werden muss.
    Also Schalter werden durch sog. Analogschalter, oder Multiplexer-ICs ersetzt, Regler durch VCAs - am Ende alles spannungssteuerbar, oder bei Schaltern halt durch digitale Logic-Signale.

    Bei den Curtis- oder SSM-ICs war es recht einfach, da diese auf einem Chip schon recht viele VCAs oder Analogschalter mitbrachten.

    Die Werte der "realen" Bedienungselemente wurden i.d.R. duch Prozessoren in schneller Reihenfolge abgefragt, der Wert gespeichert und beim Aufruf des Programms über D/A-Wandler und Multiplexer an die jeweiligen "Module" weitergegeben.

    Gegenüber rein analogen Schaltungen hatte dies den Nachteil, daß die Werte natürlich - mehr oder weniger - quantisiert wurden, d.h. man konnte bei einigen Synths Stufen hören, wenn der Regler bewegt wurde.
    War die Auflösung der Abfrage und D/A-Wandlung hoch genug, war es ok.

    Eine andere Sache war die Abstimmung der vielen VCAs, denn die konnten ja nicht alle per Trimmer geregelt werden, also war es von der Gleichlauf-Genauigkeit der ICs abhängig, ob letztlich die einzelnen Stimmen gleich klangen.
    Andererseits war es auch genau das, was die alten polyphonen Synths so "fett" machte - die geringe Ungenauigkeit eben, jede Stimme klang halt ein klein wenig anders.

    Beim den oben erwähnten Oberheim 2-4 oder 8-Voice war es jedoch etwas anderes, da dort jede Stimme durch ein eigenes SEM-Modul mit eigenen Reglern realisiert wurde, d.h., um einen polyphonen Sound zu erhalten, bei welchem alle Stimmen gleich klangen, musste man alle Regler für jede Stimme auch gleich einstellen - was bei der Toleranz der Regler aber unmöglich war.
    Genau dieses machte den Sound dieser Synths aus - unübertroffen einzigartig. Und leider nie wieder so oder so ähnlich realisiert worden.

    Spätere digitale Synths klangen bei jeder Stimme gleich, und oft genug auch deshalb ziemlich langweilig, oder mussten durch Effekte wie Chorus, Phaser etc aufgewertet werden.
     
  7. yo... so ist das..
     
  8. ....leider..wollen es die menschen immer perfekt-
    -Perfektionieren-.... tüfteln und tun und wenn sie es dann haben ist es langweilig und das nennt man dann fortschritt und das gewonnene...;-)
     

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