Wie kann ich einen Beat schneller erscheinen lassen ohne BPM zu erhöhen!?

Nick Name
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Vielleicht kennt ihr das: Es gibt so Standart-Grooves (zb im House) und der eigene Beat klingt bei 120bpm gegenüber anderen - eventuell professionellen 120bpm Beats - irgendwie langsamer!
Letzterer wirkt dann irgendwie flotter, lebendiger. Wie kommt das?

Ich habe mal von einem StarMixer gelesen, das er ein Delay benutzt um den Eindruck der Verlangsamung oder Beschleunigung zu erzielen, damit der Beat sich besser in den Mix einfügt.
Ist mir selber aber noch nicht gelungen.
 
frixion
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Shuffle bzw. "shuffliges Delay" auf einige Drumparts kann da oft helfen.
Hast du ein Beispiel von einem Beat der schneller wirkt?
 
Nick Name
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Shuffle bzw. "shuffliges Delay" auf einige Drumparts kann da oft helfen.
Hast du ein Beispiel von einem Beat der schneller wirkt?
Ja, shuffle ist gut! Und auch verschieben der elemente gegeneinander.

Hoffe ich finde noch ein beispiel - Mir ist das halt immermal wieder aufgefallen, aber leider zu der zeit nicht abgespeichert.
Wenn dich das interessiert werde ich das machen...

ps: Gerade bei House ist das so das der beat überhaupt nicht grooved und aber irgendwie "hüpft" - finde ich ganz schrecklich :) - mit den gleichen elementen kann der aber auch grooven - Aber das nur am rande...
 
Nick Name
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Meinst Du vielleicht „vorziehen“ bzw. „schleppen“?

Dabei werden bestimmte Schläge im Takt (z.B. die Snare auf der 2 und der 4) immer ein paar Ticks früher oder später gespielt: Früher gespielt, wirkt der Beat eher treibend, später dagegen schleppend.

Willkommen zurück!
Nein, das meine ich nicht - würde ich eher unter "Grooven" ablegen - Ich meine hier wirklich den subjektiven Eindruck, das der Beat schneller wirkt...

Oder veilleicht doch :cool:

Das problem ist, das ich das auch mache - die ergebnisse aber mal stimmen und mal wieder nicht.

Muss ich mehr drauf achten...
 
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Tom Noise
Tom Noise
Doppeltom
Ergänzend zu dem was schon erwähnt wurde:
- Die Länge (Gate oder ggf. Decay/Release Zeiten) der verwendeten Sounds und deren Lautstärke zueinander haben einen ordentlichen Anteil daran.
- Liegt die gefühlte Betonung eher auf 1/2/3/4 oder nur auf 2/4 oder irgendwo dazwischen?
- Werden Kompressoren verwendet, tragen die Einstellungen auch dazu bei.

Ein Beispiel/Vergleich wäre wirklich hilfreich, damit man nicht so ins Blaue raten muss und das ggfls. gemeinsam analysieren kann.
 
fanwander
fanwander
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Nein, das meine ich nicht - würde ich eher unter "Grooven" ablegen - Ich meine hier wirklich den subjektiven Eindruck, das der Beat schneller wirkt...
Nachdem ich glaube mitbekommen zu haben, dass Du von dem Mark Knight & Beverly Knight Stück in https://www.sequencer.de/synthesize...k-fusion-gute-laune-musik.104308/post-2506252 drauf kommst: Ich denke dass diese Beschleunigungs-Anmutung auch ganz wesentlich mit der Phrasierung der Gesangslinie in diesem Track zu tun hat. Der Gesang sitzt meist auf den geraden Schlägen (Leadvocal 8tel, Chor 4tel), um dann bei einer Note der jeweiligen Phrase (meist der letzten Note) um ein 16tel vorgezogen zu werden. zB beim Chor das "gonna" in "everything's gonna be alright".
Da zudem das ganze eigentlich mit Swing/Shuffle gespielt wird, schiebt diese eine Note unglaublich an.

Das trifft ja auch auf die Prince-Nummern zu, die Du im gleichen Thread gepostet hast. Musik von Prince grooved und treibt unglaublich, obgleich man oft zunächst meint, dass alles komplett auf den geraden Beats phrasiert. Aber genau die wenigen Noten, die den Swing aufblitzen lassen, treiben das ganze dann ungemein an.
 
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fanwander
fanwander
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PS zu den Prinzip des schneller gefühlten Tempos: ich hab die letzten zwei Wochenenden auf Parties aufgelegt, und jeweils exakt nach diesem Track ist es unmöglich, nochmal ein Stück im gleichen Tempo zu spielen. Alles was danach kommt, kackt gefühlt ab. Es gibt übrigens eine Extended Version, bei der für mein Gefühl dieser Beschleunigungseffekt durch den Gesang recht gut wahrnehmbar ist. Im Intro ist das noch eine ganz normale Nummer, sobald der Chor bei ~01:00 mit dem "Oh oh oh" einsetzt, zieht die Nummer los.
 
Nick Name
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"eine Extended Version, bei"

Kann ich jetzt leider nicht (laut) hören... warte auf den postboten...

Schei$$ auf den boten - ich will hören - bin schon seid gestern angefixxxt!

:)
 
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Ganz schöne spektakel ziehen die da ab - und ein kompliment an den der das alles so abegmischt hat!!!!

Schade das die nummer mit einem banalen hall aufhört... da gehörte ein krasses gruppengelabere hin :)
 
Nick Name
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Intro: Hier ist auch "gefühlt schneller" = "intensiver"

Der grundbeat klingt ein wenig nach STYLUS RMX (Nicht böse gemeint :)
 
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fanwander
fanwander
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Ganz schöne spektakel ziehen die da ab - und ein kompliment an den der das alles so abegmischt hat!!!!
Ja. Und auch für die Produktion. Allein schon die Imagination zu haben, dass diese auf gehouse'te Version der Good Times Akkorde perfekt zu dem Gospel-Ding passt, zeigt schon den Könner. Für mich ist das der Track des Jahres. Und Mark Knight macht zwar sehr mersh'es Zeug, ist aber einfach begnadet gut.
 
Nick Name
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@fanwander

Würdest du mir einen gefallen tun!?
Und mal einen x-beliebigen MOODYMANN track im gleichen themo (124bpm?) hier ablegen?

(Ich tu´mich schwer immer das thempo rauszufinden - mit meinem Taktel ist das nix)

Wäre mal interessant das zu vergleichen oder? (Moodmann hört sich bestimmt dagegen wie ne langsame bluesnummer an :)
 
Audiohead
Audiohead
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& womöglich kommt zum Eindruck auch noch bei dem Track dazu, das der Gesang dort etwas Timestrech "angeschoben" wirkt, weil der Gesang womöglich ein anderes Tempo im Original hat den ich auch sehr mag.

Er erinnert mich vom Schub her auch etwas an Get Lucky von Daft Punk, & auch wegen der Nile Rodgers Gitarre die zusätzlich noch Schub gibt in der Kombi.

Tolle Produktionen einfach auch, jo.

juut_
 
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Soljanka
Soljanka
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Oder veilleicht doch :cool:

Das problem ist, das ich das auch mache - die ergebnisse aber mal stimmen und mal wieder nicht.

Definitiv "doch"
Der Eindruck, dass die einen 120 bpm schneller sind, als andere 120 bpm kann NUR durch den Groove kommen.

Wichtig ist dabei aber: Der Rest muss auch dazu passen.
D.h. nur die Snare vor ziehen hilft nicht, wenn restliche Instrumente trotzdem weiter schleppend spielen.

In einer Band spricht man dann von "Tight" oder "In the pocket" wenn der Zustand erreicht wird, wo alle tight auf den Groove spielen.
Ganz wichtig.

Für mich immer ein gutes Beispiel für treibenden Groove sind die frühen Cure-Songs. A Forrest zum Beispiel.
Lol Tolhurst – der Drummer zieht die Snare gut nach vorne. Ich habe mir das mal im Grid angeschaut.
 
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fanwander
fanwander
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Soljanka
Soljanka
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Ergänzend zu meinem Kommentar:

Ich beziehe mich mal wieder auf "echte Musik" – da ist der Drum-Groove die absolute Grundlage.
Ein normaler 4/4 Takt kann sich da alleine nach Disco, Funk, Reggae oder Heavy Metal anfühlen. Je nach Spielweise. (Groove)

Bei elektronischer Musik sind es wohl eher andere Komponenten.
Geht man mal hypothetisch davon aus, dass die Drums von einer bspw 808 kommen, mit immer gleichem Timing.
Da gibts unendlich viele Stellschrauben und alles nimmt auf einander Einfluss.
Alleine die Release-Zeit der Noten in einer Bassequenz können einen riesigen Unterschied machen. Nur mal als EIN Beispiel einer Stellschraube.

Man muss den Groove meiner Meinung nach von Anfang an im Blick haben. Bei jedem Part, den man einem Track zufügt.
Später im Mix ist das meiner Meinung nach nicht mehr zu korrigieren.
 
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Oder doch gleich -> Ich habe
https://www.youtube.com/watch?v=0KrFelB-0Hw

genommen, ist im Original 121, ich habs auf 124 hochgeschoben:
florian-anwander.de/temp/moody. mp3 (auf meinem Server, damit Mic keine rechtlichen Troubles kriegt).
Wird nach 24 Stunden automatisch gelöscht.
Klingt irgendwie mehr nach "Live"

danke!
....

Aber zählt das? Ich würde in einem anderen tempo etwas auch anders abmischen...

Kann auch sein, das es keinen MOODYMANN in 124bpm gibt - ist schon ein anderes lebensgefühl - mehr party und uplifting und auch etwas kommerzieller!?
 
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Ergänzend zu meinem Kommentar:

Ich beziehe mich mal wieder auf "echte Musik" – da ist der Drum-Groove die absolute Grundlage.
Ein normaler 4/4 Takt kann sich da alleine nach Disco, Funk, Reggae oder Heavy Metal anfühlen. Je nach Spielweise. (Groove)

Bei elektronischer Musik sind es wohl eher andere Komponenten.
Geht man mal hypothetisch davon aus, dass die Drums von einer bspw 808 kommen, mit immer gleichem Timing.
Da gibts unendlich viele Stellschrauben und alles nimmt auf einander Einfluss.
Alleine die Release-Zeit der Noten in einer Bassequenz können einen riesigen Unterschied machen. Nur mal als EIN Beispiel einer Stellschraube.

Man muss den Groove meiner Meinung nach von Anfang an im Blick haben. Bei jedem Part, den man einem Track zufügt.
Später im Mix ist das meiner Meinung nach nicht mehr zu korrigieren.

Absolut "Ja" - wollte auch nicht dagegen sprechen - eher ergänzen...

und anders gesagt: Du kannst den guten groove im MIX kapput machen - das geht.
 
 


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