? wie nen CV Offset Generator bauen ? mit TL 071-Buffer ?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Anonymous, 25. Oktober 2006.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo zusammen

    ich bräuchte nen CV Offset generator um den CVOffset vom MAQ Sequenzer und auch die beiden Offsets des dual Quantisierungsmoduls auszugleichen.
    ( klar braucht dann halt 3separate Schaltungen )

    __Mein Gedanke ist ob sich dies vielleicht über die Offset möglichkeiten des TL071 realisieren lässt. ( habe leider nirgends ein Datenblatt angezeigt bekommen )


    __Frage:
    1. ) kann man am TL O71 den Offset positiv und negativ regeln ?


    2.) Wenn ja, dann kann ich ja einfach ein buffermodul bauen mit nem TL071, richtig ?
    Halt einfach mit dem Offset Regler als Poti ausgeführt
    Wäre ideal, da ein Buffer eh super wäre.

    3.) Wie viel Offset kann man denn inetwa einstellen mit dem TL071. Ich glaube ich bräuchte bis gegen ein halbes volt
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ist blöd das über den Offset zu machen, der Abgleichpunkt gibt den nötigen Stellbereich nicht her.
    Bau einfach eine Summierschaltung (mit einem TL072).

    [​IMG]
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    gut ja, merci

    Ich glaube ich verstehe es, Bernds Synthbasics sei dank...........
    Ist ne mixerschaltung, quasi zweimal invertierend ( ich denke laut...... )
    D. h. ich kann nen Invertierenden out genuaso realisieren wie bei der mixerschaltung die ich habe 8 nehme ich an 9.

    die Funktion des Potis was zwischen + und - Spannung hängt verstehe ich noch nicht, was ja jetzt auch nicht so wichtig ist.
    Aber doch ne Frage um sicher zu sein :

    1.) Das Poti arbeitet nur spannungs addierend, ja ?
    2.) Und die Frage der dimensionierung: ich brauche ca. ein halbes volt.
    Ou ! und es sollte mit 12V laufen, d. h. da ändern sich ja dann gewisse werte.

    einerseits hätte ich gern bis 1.5 Volt addierungsbereich, aber in dem zusammenhang jetzt müsste es möglichst exact einzustellen sein.

    3.) Ich nehme an je kleiner der widerstand ist, wo jetzt der 470k ist, desto gröber wird die Schaltung reagieren, bzw. desto mehr "Offset" kann ich addieren , richtig ?

    Bei 12V spannungsversorgung, wie gross soll ich den machen um ca. 0.5 Volt addieren zu können ? oder ist der 470k schon deine empfehlung ?
     
  4. serenadi

    serenadi Tach

    Der "summing node" (Pin2 vom ersten OpAmp) summiert alle Ströme, die ihm über die Vorwiderstände reingegeben werden, wie bei einem Mixer mit mehreren Eingängen.

    Es ist gleich, ob das Wechselspannungen sind (Audio) oder Gleichspannung, die wie hier von Fetz gezeigt, vom Poti geliefert wird.

    Wenn Du eh schon Steuerspannungen addierst, oder auch Audiosignale, dann brauchst Du die Schaltung nicht extra aufbauen, Du ersetzt einfach einen Eingang der Mixerschaltung durch das Poti.

    Am Schleifer des Potis liegt hier eine Spannung von -15V bis +15V an, also ist die Spannungsdifferenz 30V.
    Die Verstärkung des jeweiligen Eingangs wird ja durch den Rückkopplungswiderstand (zwischen Pin2 und Pin6) geteilt durch den Vorwiderstand bestimmt.

    In obiger Schaltung heißt das für den Eingang:
    100k/100k = 1, also Eingangssignale werden genauso am Ausgang wieder erscheinen.

    Für das Poti gilt Verstärkung = 100k/470k = 0,21.
    D. h. die Ausgangsspannung, die vom Poti zu erwarten ist, ist 0,21 * 30V = 6,4V

    Willst Du nur 0,5V regeln können, dann muss die Verstärkung 0,5V / 30V = 0,016 betragen,
    der Vorwiderstand damit 100k / 0,016 = 6 MOhm.

    Schwierig zu bekommen, so ein Widerstand.
    Du kannst den Rückkopplungswiderstand aber auch um den Faktor 10 kleiner machen, also 10k.
    Damit wird auch der Vorwiderstand für das Poti entsprechend kleiner, hier 600k.
    Mit einem Wert aus der Normreihe = 560k erreichst Du (10k / 560k) * 30V = 0,53V.

    Die 0,53V teilen sich, genau wie das Poti auf den negativen und positiven Bereich auf.
    Du hast damit also am Ende einen Regelbereich von -0,27 bis+0,27V.

    Mit einem Vorwiderstand von 270k erhälst Du von -0,55V bis +0,55V.

    P.S. Den Vorwiderstand für den Eingang musst Du dann natürlich auch 10k machen, damit die Verstärkung 1 bleibt.

    Edit: sehe gerade, daß Du ja mit 12V arbeitest.
    Spannungshub also = 24V.
    Bei nem gewünschten Ausgang von +/- 0,5V (=1V) heißt das:

    V = 1V/24V = 0,04
    Vorrwiderstand = 10k / 0,04 = ca. 240k (ist zwar nicht mehr Standardwert, aber als Metallfilmwiderstand erhältlich).
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das wird dann langsam blöde, denn der Eingangswiderstand ist dann auch nur noch 10kOhm.
    Also entweder einen Puffer setzen - oder das Poti nicht direkt an die +/-12V hängen sondern da noch Widerstände zwischenbauen. Z.b. ein Poti mit 47k und je 100kOhm gegen + und -12V. Dann macht das Poti nur noch ca. +/- 2V.
     
  6. serenadi

    serenadi Tach

    Jo, hast Du recht, an den Eingangswiderstand habe ich erstmal nicht gedacht.

    Aber 100k-Potis sind doch so beliebt :D

    Also, ohne groß zu rechnen würde ich dann 2 330k vor das 100k Poti setzen und einen 1M Trimmer als Vorwiderstand, dann kann man es sich einstellen, vielleicht in einem Testaufbau, danach den Trimmerwert ausmessen und durch 'nen Widerstand ersetzen.
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    ohoh, doch nicht gaaanz einfach.


    das wichtigste ist aber definitif geklärt:
    Ich kann das Teil selber bauen und bekomme alle Teile hier.


    Ich werde mir die -angaben mal zu gemüte führen und mir das mal bildlich vorstellen.
    Potis habe ich beides hier.
    die Frage ist jetzt ob ich warten soll bis ich die Steckboards habe.
    Ist vielleicht auch gleich das passende Übungsobjekt um mich mit Steckboards vertraut zu machen.
    eilen tuts ja nicht

    Also vorerst mal besten Dank, weitere Fragen sind aber gewiss.
    Muss mir jetzt auch überlegen wie ich das modulmässig löse,
    und an welcher stelle im signalweg ich die Offsetgeneratoren einsetzen muss.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    ok, habs mal auf Lochraster aufgebaut, und zwar gleich mit nem Buffer verschaltet und mit TL 084, also zweifach.
    Ich hoffe es ist jetzt nichjt zuviel des guten vonwegen Anzahl fehlerquellen.

    Fehlt jetzt nur noch die Potis anzuschliessen.
    Dazu ne dumme Frage, hab mich noch nicht damit auseinander gesetzt (bzw. es ist schon wieder zu lange her, hatte nur noch mit Fadern zu tun )

    1.) Der Schleifer, das ist der anschluss in der mitte ja ?
    2.) Mit 47k Linear poti, wie gross soll ich die Widerstände machen die zusätzölich zum OffsetPoti kommen machen
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    1: Ja.

    2: Selber Rechnen:
    Poti 47k mit je einem Widerstand 100k 'oben' und 'unten' davor. Das iss 'ne Reihenschaltung mit 100k+100+47k=247k.
    Gesammtspannung an dem Gelumps: 24V. (2x12)

    24V/247k macht so knappe 100µA.

    100µA mal 47k (der Potiwert) macht 4.7V.

    Das ganze ist symmetrisch => ca. +/- 2.4V um den Nullpunkt.

    Den 470kOhm (gegen den Minus-Eingang[1]) hab ich einfach mal weggelassen, der ist ja 'viel' grösser als die anderen Widerstände fällt als gar nicht so doll auf.

    Die 2.4V werden mit 100k/470k= ca 1/5tel vertärkt, das sind so knapp +/- 0.5V Einstellbereich (2.4/5).

    Vermutlich willst du etwas mehr, also rechne es mal mit 47kOhm nach oben/unten durch...

    (Sorry für die gerundeten Zahlen, aber dann kann man es im Kopf rechnen.)

    [1]da liegen ca. 0Volt an, den kann sich (in einer sehr guten Näherung) wie eine Masse vorstellen.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    hier liegt das Problem, ich muss es sehr fein einstellen können, da ich verstimmungen im centbereich ausgleichen muss.
    Die Möglichkeit auch noch die den Offset der im Bereich von glaube ich 3 halbtönen ist einstellen zu können wäre dann der Luxus.

    Ok, dank den vorgegebenen Formel bin ich jetzt in der Lage zu rechnen ( natürlich auch gerundet )

    Was ich letztendlich haben muss wird die Praxis zeigen, aber ich weiss jetzt was ich da baue.
    Sehr schön merci.

    Ich glaube nicht dass ich für die Zukunft schon alleine rechnen kann, aber ich habe jetzt nen sehr guten eiblick gewonnen wie man rechnet.
    Amp verhältnisse kann ich ja schon rechnen.

    Ich denke ich baue das jetzt mal auf 0.3V ausgelegt

    Merci an euch beide ( morgen gibts ne Frontplatte. Wobei, bin grad am überlegen ob ich jetzt noch schnell...................., (hier fehlt der smili mit dem Pressluftbohrer )
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Kannst ja zwei Potis machen, eins grob, eins fein.

    Der 'Knoten' am - Eingang vom OP kann beliebig viele Ströme summieren, d.h. wenns sein muß kannst du ein halbes dutzend von den 'Potischaltungen' dort anschliesen.
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die Geschihcte mit den zwei Potis hatte ich mir auch überlegt, aber ganz anders ...*lol*

    sorum ists natürluch sehr cool, perfekt.
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    sodele,
    habe gestern und heute unedlich oft die Widerstände gewechselt ( das mit dem Trimmer muss ich erst noch lernen, war auch kein Platz ),
    was auf Lochraster etwas mühsam ist, und nun läuft mal die erste CV Offset einheit.
    Habe das Modul zweikanalig gebaut.
    Jeweils mit Offset-tune und zusätzlichem finetune, und zusätzlich hab ich das signal über nen buffer geführt.



    Den 470k Vorwiderstand habe ich zu 390k gewechselt im letzen schritt, und gleichzeitig auch die beiden 50k zu +/- mit 10k ersetzt.
    Bei diesem schritt habe ich mir aber nen "festen" minus Offset eingehandelt.
    Zudem hat sich der verstellbereich des "fine Tune" auch verändert.
    Der wurde grösser, was allerdings grad passend ist.
    ( ich denke zumindest dass der fein Tune durch das wechseln der widerstände am Haupttune geändert wurde......... Wie gesgt: passt, gibt mir aber zu denken )

    Da ich das Modul sowieso speziell für den Quantiser und MAQ baue, geht das mit dem minusoffset, denn ich muss eh ins minus regeln.
    Allerdings wärs cooler ohne damit ich das modul auch universell nutzen kann.
    gibt da noch einiges zum üben..........


    Ich hab allerdings das Gefühl das was nicht stimmt, denn die rechnerei führte zu nichts. ( sicher ich hab teils falsch gerechnet, ).

    Kann es sein dass durch den Buffer sich was ändert in den spannungsverhältnissen ?
    aber ok, ist nicht soo wichtig, zudem werde ich ne Platine ( nochnmals neu ) zeichnen und ätzen lassen und dann alles nocmals aufbauen.

    ein erstes erfolgserlebnis hatte ich jetzt schon mal.
    Besten Dank schon mal euch beiden.
    Im weiteren werde ich dann Platinen machen lassen und dann weiter darn rumfeilen ...........


    ( Musste jetzt allerdings auch feststellen dass man mir den Quantiser kaputtrepariert hat...........................,Ist wohl schwierige nen Quantiser zu bauen nicht ? ;-) )
     

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