Win 10 / 11 midi multiclient Problem?

hanselmann
hanselmann
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Hi,
bin nicht sicher, ob das hier an der richtigen Stelle ist, aber ich fang einfach mal an…

Folgendes Scenario - oller Sack fängt nach Jahren, Jahrzehnten wieder das Musikmachen ernsthafter an und stellt fest, das sich irgendwie etwas ungeplant so einige ebenfalls olle Hardware hier (ups;-))ansammelt. Es muß ein Midiinterface her, da das vorhandene Babyface pro nur 1x in und out bietet.

Nach langem Überlegen und anhand der schieren Anzahl von Geräten (und noch längerem Warten auf die Lieferbarkeit…) wird ein Miditech midiface 16x16 in Betrieb genommen.

Aber - was da unter Win 10pro nicht geht ist: Cubase pro als DAW, und dann mal eben SendSX starten um einem der Synths ein paar patches zu schicken (oder selbige sichern usw.), denn dann gibt es auf den miditech Kanälen eine Fehlermeldung, der Port würde schon von einer anderen Applikation genutzt.

Dies ist jedoch kein Problem beim Midi des Babyface pro, das lässt sich anwählen und funktioniert problemlos mit Cubase und SendSX gleichzeitig.

Das ist natürlich doof, weil die ganzen Synths am midiface hängen, und jedesmal Cubase runterfahren, um ein paar Sysex zu senden….ist doof. (dann geht es aber natürlich problemlos)

Gut - babyface hat dezidierte Treiber, midiface nicht, ist class conpliant.
Nach Kontakt mit dem miditech Support soll das midiface EIGENTLICH multiclient fähig sein, WENN wohl die Software entsprechend angepasst ist, des Weiteren wird vermutet, es könne am Mainboardtreiber liegen, der ein update bräuchte (glaube ich nicht, habe noch einen 4790k auf Asus Z97 Sabertooth, zumindest gibt es keine neueren Treiber mehr als jene die ich habe).

Was also jetzt tun? Gibt es andere, modernere sysex Software, die „angepasst ist? Doch anderes midiinterface? Neuer Rechner? (Muß eh bald sein, aber bis dahin???)
Win11 macht alles besser bzgl. Class complient multi client? Oder eher doch nicht?

Hm, schade, eigentlich ist dieses 16x interface praktisch für ein Geraffel-Szenario, aber das ist natürlich eine echte - von mir jedenfalls -unvorhergesehene Einschränkung, zumal das ja auch bei Editor Soft, die ich glaube ich bald dringend benötige, passieren kann.

Gibt es Erfahrungen? Work arounds?

Meinungen?
 
Zuletzt bearbeitet:
keenK
keenK
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Motu Midi Express 128, funktioniert problemlos multiclient, 8 Ein- und Ausgänge, USB
Das benutze ich mit Cubase 11 Pro und WIN10 64bit ohne Probleme. Sysex und/oder Standalone Editoren neben Cubase gleichzeitig bedienen mit alten Racksynths funktioniert tadellos.
 
hanselmann
hanselmann
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Hatte ich überlegt, habe aber bedenken bzgl. der Treiber und deren zukünftiger Unterstützung- siehe emagic unitor usw.
 
hanselmann
hanselmann
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Hi,
interessant, der „usbMididriver“ scheint ganz genau dieses Problem zu adressieren…..

Leider gibt es den aber wohl nur für die Hersteller von Hardware, da wohl der Treiber entsprechend angepasst werden muß.

Schade.
 
microbug
microbug
MIDI Inquisator
Der Klassentreiber von Windows ist nicht multiclientfähig, weshalb die meisten Hersteller eigene Treiber anbieten, sowohl bei Audio als auch MIDI.
Da hilft auch keine andere Software, denn wenn die Schnittstelle geöffnet wird, ist sie für alle anderen Anwendungen blockiert, außer eben der Treiber läßt ein anderes Verhalten zu.

Bei Audio gibts die Lösung mit ASIO4ALL, da kann man sich mehrere Geräte zu Einem zusammenfassen.

Für MIDI gab es mal einen ähnlichen Treiber von Korg, da weiß ich aber nicht, ob der noch aktuell ist.

Die größeren MIDI Interfaces von ESI haben gar einen extra Schalter auf der Unterseite, damit man 2 davon an Windows gleichzeitig betreiben kann, und es gibt einen Multiclient Treiber, obwohl die Interfaces auch so an Windows funktionieren.
 
Maronti
Maronti
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Man kann schon mit Software nachhelfen. Hier ein Workaround.
Ein Beispiel: LoopMIDI von Tobias Erichsen und ein Windows Midirouter z.B. ein Patchbay von https://soundigy.com/.
Mit LoopMIDI ein virtuelles Midi-Port erstellen. Dieses ist multiclientfähig. Dann das virtuelle Port über ein Patchbay mit dem Originalport verbinden und aus Cubase und SendSX das virtuelle Port ansprechen.
Das Ganze kann man, sofern man Software entwickeln kann, auch ganz easy mit den SDKs von Tobias Erichsen in eine eigene Anwendung stecken, die beim Rechnerstart geladen wird (habe ich gemacht).
 
hanselmann
hanselmann
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Hi, also das klingt ganz interessant, vielen Dank für den Tip. Selber proggen - eher nicht;-)
Aber ich werde mir das mal genauer ansehen.

Ich müsste dann vermutlich die physischen miditech ports im cubase deaktivieren und über die patchbay ansprechen?
 

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