Xpander Oberheim

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von sacratti, 21. September 2013.

  1. Hab heute meinen Xpander geschossen, wollte ein OS update machen, aufgeschraubt und das 2polige Kabel von den voices zur Prozessor platine- über dem Flachband- fiel ab, ich habs dann wieder dran gesteckt, aber jetzt ist alles dunkel und geht nichts mehr. Hab ich den Prozessor geschrottet oder was ist passiert? Er hatte einen spleen, weil er mehrere Jahre unbenutzt herumstand, die Programme waren durcheinander, Hyrogliephen und seltsame Werte -teilweise plus 500- wird wohl die Batterie im Eimer sein. Die VCO 1 LED leuchtet kurz auf beim einschalten, die Vakuumröhren leuchten ganz schwach und da "läuft was durch". Netzteil gehört wohl auch erneuert, die C`s. Aber wie gesagt, der Obi bleibt dunkel.
     
  2. VEB_soundengine

    VEB_soundengine recht aktiv

    beileid. da muss ein fachmann ran. evt. nur was mit der spannungsversorgung
     
  3. microbug

    microbug |||

    Ist der abgefallene Stecker richtig rum drauf und sind da auch keine Pins verbogen?
     
  4. Klar sitzt der Stecker richtig drauf.
    Weiss jemand, was das Kabel verbindet? Es ist ein ziemlich loses Teil, wie die PC Verbinder für LED, poweron, etc.
    Das mit dem "Fachmann ran" lieb ich, es gibt kaum mehr "Fachmänner" und für Oberheim schon 2x nicht. Wegen dem Betriebssystem update hab ich mich auch umgehört bei den "Fachleuten", viele antworten gar nicht, ein Anderer "hab kein OS mehr", etc. Ausserdem kann ich mir das nicht leisten und die Elkos tauschen kann ich selbst. Eprommer hab ich gefunden, fehlen nur noch die IC`s, aber die gibts, allerdings mit horrenden Preisunterschieden. Hat das von euch schon mal jemand durch? Bringt das update was oder ist es nur marginal?
    Der xpander war gleich nach dem Kauf wieder beim Händler, die Regler spackten- es hiess, die R-C Glieder seien nicht korrekt-, er hat mehrere R`s "aufgelötet", da sind jetzt 2 abgefallen, weil die nur oben aufgesetzt wurden, nicht durchgelötet!!!!!!!!!!!Ich sach nur- nicht sehr Produktiv.
    Ich hatte mich damals mit allem angefreundet, für 84 war der sensationell, aber heut nervt mich die Editiererei. Wenn er wieder "läuft" kommt er entweder weg oder ich hol mir die Ed-soft xplorer.
    Weiss jemand was zu den "Hieroglyphen" in den Modulationsanzeigen und den Komikerwerten- bspw. steht da ein 500Q, also am Schluss ein 0 mit einem Strich durch. Ich hab das ganze System resettet, getuned, aber die Anzeigen blieben und ich musste das manuell ändern. Werd mal die Speicherbatterie tauschen, wird wohl auch schwierig, die zu bekommen??
     
  5. microbug

    microbug |||

    Wenn Du löten kannst und Dich bissl auskennst, dann solltest Du auch das Servicemanual laden, sonst stehst Du auf verlorenem Posten.

    Das gibts zB. hier:

    http://manuals.fdiskc.com/tree/Oberheim/

    Als EPROMer empfehle ich das Ding von mcumall.com, order Dir am Besten den Mega-Adapter mit, wenn Du sowas öfter machen willst, es lohnt sich. Das Teil hab ich selbst, braucht halt Windows als Host-OS.

    Den Prozessor geschrottet glaub ich eigentlich nicht, da stecken zwei 68B09 drin, keine CMOS von Hitachi, und die sind keine Mimosen, an denen hab ich auch schon übelst rumgefuhrwerkt.

    Dem Service Manual fehlt leider sowas wie ein Wiring Scheme, man muß sich die ganzen Kabel aus den aufgeteilten Zeichnungen einzeln raussuchen.

    Der fragliche Verbinder müßte so ein 3poliges Ding sein und laut Servicemanual ein Taktsignal übertragen. Diese speist den zweiten 68B09 auf dem Voiceboard, der sich ausschließlich um die Klangerzeugung kümmert, während der auf dem Prozessorboard für Bedienfeld, MIDI und Klangspeicherung zuständig ist. Das Taktsignal ist der mittlere Pin, den kann man daher nicht falschrum draufstecken.

    Ohne dieses Taktsignal tut der Prozessor auf dem Voiceboard rein garnichts.

    Die Batterie ist eine 2,9V Lithium-Rundzelle (440-SPC G 32/13), die kannst Du gegen eine 3V Lithium austauschen, sollte aber besser keine CR2032 sein, sondern eine mit mehr Kapazität, da die ein paar mehr RAMs speisen muß, die nicht die sparsamste Ausführung sind (6264 Standard).
    Eine CR123 mit Halter sollte eigentlich direkt auf diesen Platz passen.

    Die EPROMS mit den Firmwares sollte es als Archiv im Netz geben, heißt "XPANDER_EPROMS.zip", mindestens in der entsprechenden Yahoo-Gruppe.

    Auf dem Voiceboard sitzen 2 Stük 2764, also je 8K, und auf dem Prozessorboard 4 Stück davon. Da man diese kleinen EPROMs inzwischen eher schwer und nur für teures Geld bekommt, kann man auch die nächstgrößeren nehmen und nur zum Teil programmieren, die sind ja pinkompatibel. Das wären dann 27128 (16k) oder 27256 (32k).
    Allerdings gilt es hier, die Selectleitungen entweder zusammenzuführen oder anders abzugreifen, damit alles wieder stimmt. Außerdem sicherheitshalber die nicht genutzten Adreßleitungen der größeren EPROMs auf Masse legen, falls sie es nicht eh schon sind.

    Das Zusammenführen der Selectleitungen, die ja Nullaktiv sind (also auf Masse gelegt werden), geht über eine einfache Diodenschaltung, die sich "Wired-AND" nennt und dafür sorgt, daß wenn an einem der Eingänge eine Null anliegt, ebenfalls eine Null ausgegeben wird. Das ist einfacher als die Dekonderschaltung zu analysieren und die Signale vorher abzugreifen, die in diesem Fall sowieso sehr verschachtelt aufgebaut ist.

    EPROMs haben zwei Selectleitungen: /OE und /CS, letzteres ist der Chipselect und der Andere der Output Enable. /CS bestimmt, über welche Adresse der Chip angesprochen wird und /OE den Zeitpunkt innerhalb des Clocksignals, an dem die Daten zum Auslesen bereit sind bzw gelesen werden dürfen.
    /OE wird daher nicht adreßabhängig gebildet, so auch hier, /CS dagegen sehr wohl, und genau die /CS-Leitungen muß man bei Verwendung der größeren EPROMs zusammenführen, dazu eignet sich diese Schaltung hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wired-AND

    Hab ich selbst schon so bei Eigenbauten gemacht bzw. bei Modifikationen, um Lücken in der Decodierung zu nutzen ohne einen Chip dranfrickeln zu müssen.

    Auf dem Voiceboard müssen die Pins 7 und 6 von U915 (LS139) an die Dioden der Schaltung gelegt und an Pin 20 des neuen EPROMs gelegt werden, auf dem Prozessorboard sind es die Pins 5,6,7 von U22 (LS139) und der Pin 6 von U20 (LS32).

    Das neue, größere EPROM setzt man dazu am Besten auf den Platz des ROM1 und in einen Zwischensockel mit gedrehten Pins, kappt dort Pin 20, stellt mittels Papier oder Isolierband sicher, daß kein Kontakt nach unten zum eingelöteten Sockel erfolgen kann und lötet den Ausgang der Diodenschaltung direkt an den gekappten Pin 20 des Zwischensockels.
    Warum dieser Aufwand? Hat zwei Vorteile: Erstens ist das Ganze reversibel und zweitens kann man jederzeit das EPROM tauschen ohne löten zu müssen. Die Dioden und den Widerstand verdrahtet man fliegend auf dem LS139 und sichert sie so, daß sie sich nicht lösen können (zB mit einem Tropfen Heißkeber oder mit einem Stück Powerstrip oder hitzebeständigem Klebeband auf dem LS139), dann ist das Ganze auch transportstabil.

    Die besagten Adreßleitungen, die 27128 und 27256 gegenüber dem 2764 mehr haben (A13 und A14), liegen auf den Pins 26/27 und diese sind im Xpander auf +5V gelegt - das muß man beim Programmieren der EPROMs berücksichtigen, denn dadurch verschiebt sich der Adreßbereich, in dem die Daten liegen müssen!

    Beim Voiceboard muß man daher die Daten von ROM2 ins obere Ende des Adreßbereichs legen, darunter dann die des ROM1.
    Beim Prozessorboard beginnt man mit ROM3 am oberen Ende und endet mit ROM0 unten.

    Man kann sich das mit einem der im Netz verfügbaren, kostenlosen Logiksimulatoren sehr schön ansehen, zB mit diesem hier: http://www.tetzl.de/java_logic_simulator_de.html

    Das ist aber Zukunftsmusik, zuerst gilt es, den XPander im derzeitigen Zustand wieder flott zu bekommen. Ich hoffe, Du konntest mir bis hierher folgen, falls was unklar ist, frag einfach :)
     
  6. Hi Dietmar
    Löten kann ich schon, aber mit dem Nachmessen einer Schaltung hab ich Probleme, lässt sich aber auch lösen.
    Also ich hab heut den Prozessor auf dem PB ausgesteckt mit dem Ergebnis, dass der Xp sich gleich verhält, wie mit Prozessor, schliesse daraus, dass er hinüber ist, insbesondere wenn er, wie Du sagst, für die Midisteuerung, Bedienfeld und Klangregelung zuständig ist.
    Prommen will ich eigentlich nicht selbst, hab zwar noch ne Drumtraks mit Eproms, die man tauschen kann, aber ist halt nur ein Kultteil, ansonsten bringt es mir nichts bei meiner musik. Arbeit.
    Das Serv. Manual war schon beim Kauf dabei, bringt mich aber nicht wirklich weiter, weil man ja von jeder Schaltung und Bauteilen wissen muss, was die machen.
    Der Stecker ist 3pol, ja, und dass der den Prozessor schrottet, nur weil ein paar Taktsignale drüberlaufen. Ich muss da trial and error vorgehen und kann nur hoffen, dass nicht auch ein Curtis geblasen ist, da die richtig teuer sind.
    Hast Du eine Ahnung, woher ich den 68B09 herbekomme? Sieht so aus, als sei der auch in alten Spielekonsolen und was weiss ich verbaut gewesen. Kann ja auch nicht teuer sein. Auf ebay gibts grad einen von Thomsen für 6,95€, aber die Bezeichnung ist EF8609EP, ich weiss nicht, ob der "gut genug" ist, wenn Du sagst, Hitachi sei Schrott resp. empfindlich.
     
  7. microbug

    microbug |||

    Hitachi ist nicht Schrott, sondern die haben eine CMOS-Version des 6809 gebaut, die schneller ist als die NMOS-Varianten von Motorola. Nennt sich 6309.

    Der 68B09 ist der schnelleste aus der NMOS-Variante, also 2MHz, der 63B09 dagegen konnte bis zu 4 MHz. Den findet man in nicht wenigen japanischen Synths verbaut, vor allem bei Yamaha, Roland und auch Korg.

    6809 kam leider zu spät, da war der Markt schon zwischen 6502 (Commodore, Apple II) und Z80 (CP/M) aufgeteilt, die wenigen Rechner mit 6809, zB von Thomson oder der Dragon 32/64, hatten Exotenstatus.

    Den 6809 findet man daher vorwiegend in Industriesteuerungen, aber auch in Musikinstrumenten, vor allem Wersi und Böhm setzten den in allen damaligen Digitalorgeln ein.

    Der EF6809 von Thomson ist die 1MHz-Variante, der paßt nicht. Du brauchst den 68B09 von Motorola (MC68B09), Thomson (EF68B09) oder Hitachi (HD68B09) im 40Pin DIP Gehäuse, die sind austauschbar, der 6309/63B09 von Hitachi ist es IIRC nicht zu 100% - muß ich nachschauen, ist zu lange her.

    Ich glaube aber immer noch nicht, daß es der Prozessor ist, der nicht will. Achillesferse sind bei amerikanischen Synths immer die Steckkontakte und IC-Fassungen, gerade bei Oberheim. Ich hab damals bei meinem ganzen Computern und Selbstbauschaltungen wüst an den Bateilen rumgegrapscht und gelötet (Fädeltechnik). Außerdem hab ich aus meinem damaligen Heimcomputer sowohl den Prozessor als auch den Portbaustein ausgelötet, und beide woanders verbaut, die funktionierten noch einwandfrei.

    Ohne ein Oszilloskop wirst Du, fürchte ich, nicht weit kommen, denn wenn ein Rechner nicht startet, kann das einige Ursachen haben, und denen muß man auf den Grund gehen. Das kann am fehldenen Clocksignal liegen. Dieses wird, obwohl der 68B09 ja einen eingebauten Oszillator hat, extern erzeugt, aus gutem Grund: man braucht den Systemtakt von 8MHz ja noch für den zweiten Prozessor, also werden beide extern gespeist und das Taktsignal über einen Teiler (U10) geführt, der daraus etliche Varianten erzeugt, von denen aber nur 3 genutzt werden.

    Mit dem Oszilloskop schaut man erstmal nach, ob der Resetimpuls kommt, dieser wird nicht mit einem der üblichen Chips wie TL7709 erzeugt, sondern mittels Teilen von U13 und U14 inck. Q2.

    Da Du sicher kein Oszi hast, überprüfe mal den Sitz und die Kontakte der EPROMs auf dem Prozessorboard, einfach mal einzeln rausnehmen und wieder reinstecken, ich hab für sowas immer einen flachen, breiten Schraubendreher genommen und an beiden Seiten rausgehebelt, damit kann ich besser arbeiten als mit einem sogenannten Chip-puller, wo das Bauteil auf einmal ruckartig nachgibt.
    Schau Dir die Kontakte der IC-Fassungen an. Sind die irgendwie angelaufen oder dunkel, kann das schon ein Problem sein. Gleiches gilt für die Beinchen der EPROMs. Die dürfen nicht dunkel aussehen, sondern metallisch hell eben, maximal bissl angelaufen, aber eben nicht wie eine Bleistiftmine. Falls die Beinchen so aussehen, kann man sie mit einem Radiergummi vorsichtig säubern.

    Neue 68B09 kann man über alibaba.com bestellen (interessant, seit wann sehen die denn genau aus wie ebay?). Ich muß mal schauen, irgendwo hatte ich auch noch mindestens einen 6809 rumfliegen, finde die Kiste nur gerade nicht, wo die Dinger drinsind. Bin eh die Woche am Räumen, vielleicht stoße ich noch drauf.
     
  8. Hi Dietmar
    Ganze Menge Informationen, vielen Dank. Ich hab tatsächlich ein Oszi rumstehen, leider kann ich damit nicht umgehen und hab auch keine Prüfleitungen dazu, das Teil hab ich mal irgendwoher bekommen, bin da etwas messiehaft und hebe alles auf.
    Ist halt schon seltsam, dass der Xp sich ohne Prozessor genauso verhält, wie mit. Ok, die IC`s werd ich mal entsockeln und schauen, was sich sonst noch so tut. Dann mach ich mich ans Netzteil und tausche die C`s, vielleicht sind die in die Knie gegangen, man liest das ja, dass die nach Jahren hinüber sind und alle getauscht werden sollen. Ich dachte gerade, gelesen zu haben, dass nur die 1Mhz Variante passt, muss mal morgen nachsehen, wo das war, ich glaub da, wo man das 1.4 OS runterladen kann. Bis dann, danke noch mal.
     
  9. microbug

    microbug |||

    fehlende Strippen (genannt Tastköpfe) sind kein Problem, die gibts zur Not bei Reichelt oder Conrad.

    Umgang mit dem Oszi kann man erlernen, zB hier:

    http://www.hobby-bastelecke.de/messen/o ... sungen.htm

    oder hier:

    http://www.elexs.de/oszi1.htm

    Was hast denn für eins rumstehen? Die Tastköpfe sind eigentlich universell, bei meinem Hameg waren zwei dabei, die man von 1:1 auf 1:10 umschalten kann. Sollte es auch bei ebay geben, oder eben neu, siehe oben.

    Falls Du keine Binaries für die EPROMs findest, melde Dich nochmal, dann schaue ich mal bei mir, hab auch bissl gesammelt.

    Bevor Du die Elkos tauscht, miß erstmal die Spannungen und schaue dann mit dem Oszi, wenn Du Tastköpfe dazu hast, ob die Spannungen auch sauber sind, also keine Restwelligkeit aufweisen. Wenn da zuviel Restwelligkeit ist, dann besser die Elkos tauschen, einfach auf Verdacht rumbasteln und tauschen macht nur Arbeit und ist nicht zielführend, bei sowas muß man systematisch vorgehen.
     
  10. Hallo Dietmar
    Ist ein Phillips. Da ich auf dem Land wohne, muss ich die Sachen bestellen, werd mal nach so Tastköpfen schauen.
    Welche Binaries meinst Du, die Voice und OS Dateien 1.2 und 1.4 hab ich runtergeladen, die Werkssounds dürften allerdings nicht mehr zur Verfügung stehen, aber das macht nichts. Bisher hab ich Spannungen immer mit einem digimeter gemessen, aber die hüpfen ja nur in der Gegend rum, wenn es keine Professionellen sind. Das mit dem Oszi zieh ich mir mal rein, danke für die links. Systematisch bin ich selten bei Reps vorgegangen, trial and error hat bislang meist gereicht oder es waren Bauteile verbrannt, was man dann gesehen hat. Die heutigen Geräte haben aber inzw. so kleine Bauteile, dass man da fast nichts mehr machen kann, wie beim Auto auch.
     
  11. microbug

    microbug |||

    Heute sind selbst die billigen Digitalmultimeter tauglicher als solche aus den 80ern, meins stammt noch aus dieser Zeit, tut aber noch prima. Hat damals so um die 100DM gekostet und war eins der besseren Modelle für Hobbyisten. Heute ist man mit dem Gebrauchtkauf eines ehemaligen Profigerätes aber immer noch besser bedient als mit einem neuen Billigteil.

    Die Werkssounds solltest Du im Netz finden können, da bin ich mir recht sicher.

    Philips Oszis sind ok und besser als deren Unterhaltungselektronik.Vor Inbetriebnahme spiele am Besten mal an allen Reglern und Schaltern wiederholt rum, um diese innen zu entstauben, dann hast Du auch keine Sprünge beim Messen. Mein Oszi ist ein Hameg, das war damals als Neugerät für mich unbezahlbar, heute bekommt man diese Dinger für ca. 100€ und ist damit für die meisten Sachen sehr gut gerüstet.

    Der Xpander ist ein durchaus komplex aufgebautes Gerät, da kommst Du mit Trial und Error nicht weit. Ich weiß, wovon ich spreche, hab ja auch mal so angefangen, mir dann aber eine Systematik angewöhnt, was sicher den einigen Herstellerschulungen in meiner Zeit als EDV-Servicetechniker zu verdanken ist.

    Bei Geräten mit Trafonetzteilen und Längsregelung überprüfe ich als erstes alle Spannungen mit dem Multimeter, sowohl unter Last als auch im Leerlauf, dann schaue ich mir die Spannungen mit dem Oszi an, ob die Siebelkos noch korrekt arbeiten. Bei Geräten, die lange ungenutzt gestanden haben, besonders aus den 90ern, tauscht man die besser gleich aus, gerade Geräte aus Mitte der 90er haben schon minderwertigere Elkos verbaut als Geräte älterer Baujahre.
     

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