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Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

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Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon starling » 21.03.2017 17:41

weiß jemand wie die Klangerzeugung genau funktioniert bei den elektronischen Pianos von Yamaha?
Eine einfache Pulswellenform ist es jedenfalls nicht.
Und Filterbank glaube ich auch nicht, bin aber nicht sicher.

Die klingen ganz interessant.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon fanwander » 21.03.2017 18:11

starling hat geschrieben:weiß jemand wie die Klangerzeugung genau funktioniert bei den elektronischen Pianos von Yamaha?
Eine einfache Pulswellenform ist es jedenfalls nicht.
Und Filterbank glaube ich auch nicht, bin aber nicht sicher.

Die klingen ganz interessant.

Service Manual mit Schaltplan hier:
http://www.bleeps-and-peeps.com/images/ ... manual.pdf

Nach kurzem drüber kucken: Das sind ganz normale Top Octave Generatoren und hinter jeder Taste ein T-Filter und in der Summe nochmal eine Bank von 6 Filtern. Und zum Schluss nochmal eine einfache Kuhschwanz Klangregelung.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon VEB_soundengine » 21.03.2017 18:31

es ist gut möglich, dass CP30 baugleich mit dem CP35 ist. Letzteres habe ich.

(E Pianos waren immer in meinem Focus. Schon 1982 das crumar DP50.
Diese Kisten werden vollkommen ignoriert ( ähnlich der Orgeln ) . Jeder 1 VCO Primisynth erfährt mehr Begeisterung in Funk und Fernsehen. :roll: )

Der Klang des Yamahas ist mit Sicherheit der "beste" in dieser Gattung. Evt ist das Baldwin 88 noch klang-schöner.
Verschiedene Wellenformen und Filter lassen sich in 2 unabhängigen Blöcken anwählen. Das klingt alles sehr analog.
Vermutlich ist ein Deepdeep12 zu ähnlichen Sounds in der Lage.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon starling » 21.03.2017 19:39

Danke.

Also doch Filterbank.

Hier ist mein Versuch mit Oktavedivider Oszis,
zwei davon verstimmt, und 5 Bandpass und ein Lowpass und ein Hi Shelf.
Sind jetzt zufällig Ladder Filter aber das bleibt sich letztlich gleich denke ich.

Klingt recht anders, und das liegt glaube ich nicht nur anderen Frequenzen.
Ich krieg diesen direkten und knochigen Sound vor allem in den Tiefen leider nicht hin.
Deswegen dachte ich daß da vielleicht eine andere Technik benutzt wird...

Eigentlich wollte ich mir ne Stringmaschine bauen aber die klingt auch nicht so toll irgendwie
Bin etwas auf der Suhe nach Klängen gerade



play: https://www.sequencer.de/synthesizer/download/file.php?id=22623
transistorpiano 1.mp3
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon starling » 21.03.2017 20:33

VEB_soundengine hat geschrieben:es ist gut möglich, dass CP30 baugleich mit dem CP35 ist. Letzteres habe ich.

Falls Du mal dazu kommst von dem eine lange einzelne tiefe Note aufzunehmen,
am besten ohne die Detune Verdoppelung, und das zu posten würd ich mich super freuen.

Da könnte ich mir mal die Filterfrequenzen und Wellenform anschauen.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon VEB_soundengine » 22.03.2017 07:31

alle wellenformen einzeln ?

also es gibt 2 oszis a 4 stück. kann die auch einzeln anwählen.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon starling » 22.03.2017 11:52

Ja, Wellenformen einzeln, das wäre total super. Wobei mich vor alem der Klaviersound interessiert,
aber dann hat man mal alle im Netz.
Es reicht ein Ton, möglichst tief.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon VEB_soundengine » 22.03.2017 12:32

nach Klavier klingt da nix :) ok, ich machs die tage
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon starling » 22.03.2017 12:41

Super, eilt nicht.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon VEB_soundengine » 22.03.2017 13:39

starling hat geschrieben:
Hier ist mein Versuch mit Oktavedivider Oszis,
zwei davon verstimmt, und 5 Bandpass und ein Lowpass und ein Hi Shelf.
Sind jetzt zufällig Ladder Filter aber das bleibt sich letztlich gleich denke ich.

Klingt recht anders, und das liegt glaube ich nicht nur anderen Frequenzen.
Ich krieg diesen direkten und knochigen Sound vor allem in den Tiefen leider nicht hin.
Deswegen dachte ich daß da vielleicht eine andere Technik benutzt wird...

Eigentlich wollte ich mir ne Stringmaschine bauen aber die klingt auch nicht so toll irgendwie
Bin etwas auf der Suhe nach Klängen gerade



play: https://www.sequencer.de/synthesizer/download/file.php?id=22623
transistorpiano 1.mp3



das klingt EXAKT wie das Crumar DP80 bzw.
dort waren 2 Oszillatoren und eine CEM Filterbank ( Hoch & Tiefpass mit Resonanz ) implementiert
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon freidimensional » 16.06.2017 12:16

Hola,

Ich klink mich mal hier ein. Wie anfällig sind denn die cp - Geräte, also cp- 25, 30 und 35 so...? Geht oft was kaputt? Schwierig oder kostenintensiv zu reparieren? Und ganz wichtig, werden die überhaupt verkauft? :D momentan finde
ich nur ein oder zwei cp 30 Angebote, von 25 oder 35 keine Spur...
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon fanwander » 16.06.2017 14:15

freidimensional hat geschrieben:Wie anfällig sind denn die cp - Geräte, also cp- 25, 30 und 35 so...? Geht oft was kaputt? Schwierig oder kostenintensiv zu reparieren?

Gebraucht findest Du sie kaum, da sie sich auch damals hier nicht besonders toll verkauft haben.
Was die Qualität angeht vermute ich, dass sie den Orgeln und Synthesizern von Yamaha aus der damaligen Zeit entsprechen. Und das war alles Zeugs, das für die Ewigkeit konstruiuert war.

Allerdings ... sollte tatsächlich mal was kaputtgehen, so wird es schwierig. Die ICs sind Yamaha-eigene Spezial-ICs. Auch die ganze Elektromechanik (Klaviatur, Schalter, Regler) ist spezielles Yamaha-Zeug.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon Tonerzeuger » 16.06.2017 17:25

Das Hohner Elpiano (R) aus den 70ern hatte ein ähnliches Konzept.

12 Top-Octave-Oszillatoren und Frequenzteiler für die übrigen vier Oktaven. Die "Hüllkurve" bestand aus einem Kondensator, der sich pro Taste über zwei (als VCA dienende) Dioden entlud und damit einen klavierähnlichen Sound erzeugte. Das Ausklingen konnte durch ein Sustainpedal verlängert oder beim "Honky-Tonky" Preset verkürzt werden.

Die Basiswellenform war, vermute ich, das Rechteck aus dem Frequenzteiler - oder gabs einen primitiven Sägezahnformer?

Vor dem Ausgang gabs noch einen einfachen, aber effektiven Klangregler, der u.a. eine Spule enthielt und zwei Einstellungen bot: Warm klaviermäßig oder nasal Clavi-artig. Die Klangregelung war für alle Oktaven gemeinsam - das gab es anderswo auch aufwendiger...

Damit gab es genau vier Klangvarianten: "Piano" oder "Cembalo" jeweils mit längerer oder kürzerer ("funky") Hüllkurve. War halt ein einfaches Modell.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon Sequialter » 16.06.2017 18:45

Sicherlich könntest Du ein ein ähnliches altes EPiano von Roland ausprobieren ,z.Bsp das 5 Oktaven Roland EP 6060 mit sogar noch einem eingebauten Arpeggiator.
Sie werden aber wohl auch nicht häufig angeboten.
Hier Bsp. bei youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=oc5HlY0ulbE
Rodgers-Roland MX200 128 MB Top Sacral Orgel+Orchester+GM2 Sounds Expander, mit einem SRX Borard erweiterbar, Neupreis 1200 Euro für 650 Euro abzugeben
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon fanwander » 16.06.2017 20:14

Sequialter hat geschrieben:Sicherlich könntest Du ein ein ähnliches altes EPiano von Roland ausprobieren ,z.Bsp das 5 Oktaven Roland EP 6060

Nee nee, das ist eine andere Kategorie (obgleich sicher nett). Das Yamaha hatte eine durchaus akzeptable, gewichtete Klaviatur, das 35er und das 30er eventuell sogar Holztasten.

Tonerzeuger hat geschrieben:Das Hohner Elpiano (R) aus den 70ern hatte ein ähnliches Konzept.

Das Konzept hatten alle Epianos (und mit anderen Envelopes Strings) damals. Das Hohner ist vermutlich im Original ein Crucianelli aka Crumar.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon ppg360 » 16.06.2017 20:34

fanwander hat geschrieben:
Sequialter hat geschrieben:Sicherlich könntest Du ein ein ähnliches altes EPiano von Roland ausprobieren ,z.Bsp das 5 Oktaven Roland EP 6060

Nee nee, das ist eine andere Kategorie (obgleich sicher nett). Das Yamaha hatte eine durchaus akzeptable, gewichtete Klaviatur, das 35er und das 30er eventuell sogar Holztasten. [...]


Das 30er hat, soweit ich mich richtig erinnere, wenn nicht dasselbe, dann doch ein mechanisch recht ähnliches Innenleben bei der Tastatur wie der CS80, also diese sehr lange, aus phosphatierten Metallprofilen hergestellte Hebelmimik, an deren hinteren Enden die Tastaturkontakte sitzen und auf deren vorderen Ende die weißen und schwarzen Kappen der Tasten aufgesteckt oder aufgeklebt sind. Holz ist da keines drin.

Selbiges läßt sich vermutlich auch über das CP35 und den GS2 sagen.

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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon VEB_soundengine » 16.06.2017 23:15

CP35 - Keine Holztastatur, auch wenn das Fachblatt das seinerzeit ( 1982 ) im Test behauptet hat.

Diese Kisten ( Crumar , Baldwin und Yamaha ) waren sehr teuer und selten.
Soweit mir bekannt, gab's im Raum Köln / Bonn kein CP35/25 anzuspielen. In den Niederlanden waren Yamahasachen sehr viel öfter anzutreffen,
und eben im damaligen "Yamaha Center" Treppendorf.

Das allgegenwärtige Fender Rhodes machte es den elektronischen E -Pianos recht schwer. Rund 1000,- DM billiger war das Rhodes auch der bessere Kauf.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon ppg360 » 17.06.2017 10:15

Hier noch ein Bild von der Tastaturmechanik des CP30:

Bild

Und hier vom CS80:

Bild

Scheint auf derselben Basis zu beruhen.

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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon fanwander » 17.06.2017 11:28

ppg360 hat geschrieben: also diese sehr lange, aus phosphatierten Metallprofilen hergestellte Hebelmimik, an deren hinteren Enden die Tastaturkontakte sitzen und auf deren vorderen Ende die weißen und schwarzen Kappen der Tasten aufgesteckt oder aufgeklebt sind. Holz ist da keines drin.

Das meinte ich schon. Sind die Kappen nicht aus Holz? Wenn ich schon mal einen CS80 offen vor mir hatte, konnte ich es mir bisher immer verkneifen, an den Tasten zu ziehen.... ;)
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon ppg360 » 17.06.2017 11:29

fanwander hat geschrieben: [...] Sind die Kappen nicht aus Holz? [...]


Nö, Plaste und Elaste.

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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon freidimensional » 17.06.2017 17:03

Vielen Dank für Eure Einschätzungen und Statements :supi:
Dann hoffe ich wohl nicht auf ein 25 oder 35, sondern schaue mal nach einem cp 30...
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon Tonerzeuger » 17.06.2017 18:28

Das Konzept hatten alle Epianos (und mit anderen Envelopes Strings) damals. Das Hohner ist vermutlich im Original ein Crucianelli aka Crumar.


Hatten die aufwendigeren Modelle wie das CP35 denn Anschlagdynamik? Und wenn ja - wie wurde die realisiert? Vielleicht irgendwie die Zeit messen zwischen dem Öffnen / Schließen des Umschaltkontakts pro Taste? Das stelle ich mir aufwendig vor - für jede Taste separat :roll:
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon freidimensional » 19.06.2017 10:40

Ich habe gelesen dass es eine Art Velocity gibt die dynamisches Spiel ermöglicht.

Btw: 225€ für technisch und optisch tip top cp30 ist doch ok vom Preis her? Oder ist das
Eher noch zu hoch....?
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon starling » 19.06.2017 12:30

Preis weiß ich nicht, ich würde mir jedenfalls gut überlegen ob Du so ein Teil wirklich willst.
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Re: Yamaha CP30 etc - Klangerzeugung?

Beitragvon freidimensional » 19.06.2017 12:56

Hmmm....was ich will ist ein gut und abwechslungsreich, gerne rhodes <<ähnlich>>, klingendes, gut im Bandkontext
einsetzbares E Piano mit gut spielbarere wenigstens halbwegs gewichteter Tastatur (oder sich zumindest so anfühlend)
zu einem akpeptablen Preis.
Leider habe ich nie ein CP30 gespielt, ich kenne die Soundvielfalt bisher nur durch Youtube, aber da waren einige
schöne Sounds bei...
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