Wo findet AD Wandlung statt, wenn Synth direkt am Computer hängt?

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Guest
Innerhalb der Ton Einstellungen des OS, kann man ja wählen, welches Eingabegerät verwendet werden soll. In meinem Fall das Audio Interface. Aber gilt das auch für Synths, die mittels USB Audiodaten an den PC übertragen und nicht direkt per Klinke am AI hängen? Das heißt, ist der Rechner schlau genug, das ankommende Signal wieder raus ans AI zu schicken, dort die Wandlung vornehmen zu lassen und es sich im Anschluss daran wieder zurückholt? Manche schalten ihre interne Soundkarte sogar komplett ab. Für was das gut sein soll, vestehe ich nicht.
 
Welches OS?

Diese Einstellung ist doch nur für die Tonwiedergabe des Betriebssystems relevant (Ich geh jetzt mal davon aus, dass es bei MacOS und Windows ähnlich ist), also Warntöne, Filme schauen, Musik hören, Internet Browser usw.
Da sowas an einem Audio Computer nur stört kann man es auch gleich komplett deaktivieren.
Für deine DAW ist relevant was du als Audio Interface in der DAW ausgewählt hast.

Bei Synths, die Audio über USB können, kannst du das Audio aus dem Synth ja über USB oder über dein Audio Interface abgreifen. Je nachdem was du machst hast du AD Wandlung (über das Audio Interface), oder nicht (USB Audio).

Kommt drauf an was du in der DAW genau machst.
 
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Wenn’s ein digitaler Synth ist, der Audio per USB streamt, findet in dem Fall keine Analog zu Digital Wandlung statt. Wenn’s ein Anologer Synth ist dann findet die Wandlung innerhalb des Synths statt. Das verhalten was du als schlau bezeichnest, würde ich als dumm betiteln, da jede AD/DA Wandlung Verlustbehaftet und mit Latenzen verbunden ist. Das abstellen der internen Soundkarte, hat den Sinn und Zweck, Treiberproblemen und DPC Latenzen entgegenzuwirken.
 
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Innerhalb der Ton Einstellungen des OS, kann man ja wählen, welches Eingabegerät verwendet werden soll. In meinem Fall das Audio Interface. Aber gilt das auch für Synths, die mittels USB Audiodaten an den PC übertragen und nicht direkt per Klinke am AI hängen? Das heißt, ist der Rechner schlau genug, das ankommende Signal wieder raus ans AI zu schicken, dort die Wandlung vornehmen zu lassen und es sich im Anschluss daran wieder zurückholt? Manche schalten ihre interne Soundkarte sogar komplett ab. Für was das gut sein soll, vestehe ich nicht.


Das ist das was ich gemeint habe...

 
Innerhalb der Ton Einstellungen des OS, kann man ja wählen, welches Eingabegerät verwendet werden soll. In meinem Fall das Audio Interface. Aber gilt das auch für Synths, die mittels USB Audiodaten an den PC übertragen und nicht direkt per Klinke am AI hängen? Das heißt, ist der Rechner schlau genug, das ankommende Signal wieder raus ans AI zu schicken, dort die Wandlung vornehmen zu lassen und es sich im Anschluss daran wieder zurückholt? Manche schalten ihre interne Soundkarte sogar komplett ab. Für was das gut sein soll, vestehe ich nicht.

was für eine wandlung? USB transportiert das digitale signal.
 
Aber gilt das auch für Synths, die mittels USB Audiodaten an den PC übertragen
In dem Fall wird nichts von A nach D gewandelt, sondern von D nach D direkt weiter geleitet wenn man so will.
Es findet erst eine von D nach A Wandlung statt, wenn das Audiosignal an die Boxen/Lautsprecher gesendet wird. Eine digitale Übertragung der Geräte via USB ist eher zu empfehlen.
 

In dem Fall meinte ich macOS. Und ich dachte tatsächlich, dass der Wandler dort in den Systemeinstellungen festgelegt wird. Denn:

Für deine DAW ist relevant was du als Audio Interface in der DAW ausgewählt hast.

Und daher dachte ich, dass auch der umgekehrte Weg möglich ist, indem ich festlege, dass alle eingehenden Signale grundsätzlich im AI gewandelt werden, unabhängig davon, ob der Signalgeber direkt mit dem AI verbunden ist. Ok, das geht anscheindend nicht, soweit ich das verstanden habe.

Aber ich kapier nicht, wie man darüber Herr wird, welcher Wandler zum Einsatz kommt, wenn mehrere Geräte in einer Kette einen DA Chip verbaut haben. Mal angenommen, ich gehe mit meinem Handy direkt in einen (hochwertigen) DA Converter, der wiederum mit einem Streamingverstärker verbunden ist, in dem ein weiterer DA Chip sitzt. Demzufolge gibt es drei Chips (Handy, externer Wandler und Verstärker). Wo findet jetzt die Wandlung statt?
 
angenommen, ich gehe mit meinem Handy direkt in einen (hochwertigen) DA Converter
Was meinst du mit direkt? Mit einem Audiokabel vom Kopfhörerausgang zu einem Audio In eines Audiointerfaces?
Wobei...das geht ja gar nicht, weil ein DA Converter ja nur von Digital nach Analog wandeln kann. Insofern gibt es da keinen anaolgen Input.
 
Aber ich kapier nicht, wie man darüber Herr wird, welcher Wandler zum Einsatz kommt, wenn mehrere Geräte in einer Kette einen DA Chip verbaut haben. Mal angenommen, ich gehe mit meinem Handy direkt in einen (hochwertigen) DA Converter, der wiederum mit einem Streamingverstärker verbunden ist, in dem ein weiterer DA Chip sitzt. Demzufolge gibt es drei Chips (Handy, externer Wandler und Verstärker). Wo findet jetzt die Wandlung statt?

Ich würde mal sagen, genau da wo die Wandlung von Digital nach Analog vorgenommen wird.
Erhält dein Streamingverstärker ein analoges oder ein digitales Signal?

Wenn er ein ein analoges Signal erhält, hast du im Schritt davor DA-gewandelt.
Wenn er ein digitales Signal erhält wird er es selbst wandeln, außer er verteilt es digital weiter.
 
Aber ich kapier nicht, wie man darüber Herr wird, welcher Wandler zum Einsatz kommt, wenn mehrere Geräte in einer Kette einen DA Chip verbaut haben. Mal angenommen, ich gehe mit meinem Handy direkt in einen (hochwertigen) DA Converter, der wiederum mit einem Streamingverstärker verbunden ist, in dem ein weiterer DA Chip sitzt. Demzufolge gibt es drei Chips (Handy, externer Wandler und Verstärker). Wo findet jetzt die Wandlung statt?
In einer Kette mit mehreren Wandlern wird überall dort gewandelt wo Wandler im Signalweg liegen. Ganz einfach.
Ein Beispiel; ein analoger Synth der in ein digitales Effektgerät geht, von da in den Octatrack und aus dem Octa in das Audio Interface würde 1x am Eingang des Effektgerätes gewandelt (analog -> digital), dann am Ausgang wieder von digital nach analog. Der Octatrack wandelt von analog nach digital (um das Signal verarbeiten zu können) und dann wieder nach analog (für die Ausgabe des Signals).
Das Audio Interface wandelt wieder in digital damit du in der DAW mit dem Audio arbeiten kannst.
Dein Audio Interface wandelt noch mal nach analog damit du das Signal über Lautsprecher oder Kopfhörer anhören kannst.
 
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Manche schalten ihre interne Soundkarte sogar komplett ab. Für was das gut sein soll, vestehe ich nicht.
Weil die internen Soundkarten für unsere Zwecke qualitativ zu minderwertig ist. Und das in jeder Hinsicht.

Grundsätzlich funktioniert das so: ein Audiosignal wird direkt am Audiointerface(Soundkarte) von analog nach digital und umgekehrt gewandelt. Der Rechner (PC, MAC) erkennt das Signal vom Interface und leitet es dann entsprechend weiter.
Wenn du vom Handy in das Audiointerface analog gehst, dann wird zuerst am Handy von digital nach analog gewandelt...über das Kabel an das Audiointerface geschickt, und dort dann wieder von analog zu digital gewandelt. Da zwar die Wandlung von analog nach digital nicht ganz so aufwendig technisch zu realisieren ist, würde ich hier dennoch über eine digitale Übertrag via Bluetooth zum Beispiel nachdenken.
 
Das Audio Interface wandelt wieder in analog damit du in der DAW mit dem Audio arbeiten kannst.
Du meinst digital-oder? Alles was innhalb des Rechners an Audiodaten bearbeitet wird, ist digital. Alles was direkt hörbar ist, ist dann analog. Also was aus den Boxen kommt, oder aus dem Kopfhörerausgang vom Synth...Klinkenausgänge natürlich auch usw...
 
In dem Fall meinte ich macOS. Und ich dachte tatsächlich, dass der Wandler dort in den Systemeinstellungen festgelegt wird.
Ich hab jetzt schon länger keinen Mac, letztendlich ist aber relevant was du in der DAW machst. DAW und Audio Editor haben ihre eigenen Einstellungen in denen das Audio Interface konfiguriert wird.

MacOS kann ja mehrere Audio Interfaces als Aggregate Device nutzen, was man soweit ich weiß im OS anlegen muss.


Weil die internen Soundkarten für unsere Zwecke qualitativ zu minderwertig ist. Und das in jeder Hinsicht.
Wobei wenn man komplett in der DAW arbeitet, also nichts aufnimmt die on board Sounskarte zum Abhören evtl. sogar ausreichen kann.
Latenzen spielen dann nicht so die Rolle.

Durch das Deaktivieren der on board Soundkarte minimiert man potentielle Fehlerquellen. Man kann im Betriebssystem ja sein USB Audio Interface einstellen, so können alle Programme darüber Ton ausgeben.

Die Soundausgabe für Systemtöne, Warnungen usw. aber am besten komplett abstellen. Wer will schon einen System Sound auf der Mikrophonaufnahme?


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*Edit

Je nachdem was man so verkabelt und wie man es verkabelt können da schon einige Runden von AD/DA Wandlung zusammenkommen bevor das Signal in der DAW ankommt.


Einige digitale Effektgeräte lassen das trockene Signal z.B. analog, nur das Signal, das tatsächlich durch den Effekt läuft wird AD/DA gewandelt, danach wird es dem analogen, trockenen Signal wieder zugemischt.
Da das digitale Verarbeiten im Effektgerät auch Latenz verursacht kann es speziell auf perkussiven Signalen von Vorteil sein wenn das trockene Signal unverarbeitet durchläuft.

Prinzipiell würde ich das Thema AD/DA Wandlung aber entspannt betrachten.

Kommt natürlich immer auf den Anspruch an...
 
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die antworten wirst du ähnlich schwer nachvollziehen können wie ich deine frage, aber wir machen das mal ganz systematisch.

Aber ich kapier nicht, wie man darüber Herr wird, welcher Wandler zum Einsatz kommt

das legt man durch die verkabelung fest.

wenn mehrere Geräte in einer Kette einen DA Chip verbaut haben.

eine solche verkabelung ist nicht möglich, da kabel für digitale signale nicht in die buchsen für analoge signale passen und umgekehrt.

Mal angenommen, ich gehe mit meinem Handy direkt in einen (hochwertigen) DA Converter, der wiederum mit einem Streamingverstärker verbunden ist, in dem ein weiterer DA Chip sitzt.

ich habe zwar keine ahnung, was ein streamingverstärker überhaupt ist, aber der wird nichts anderes von einem DA converter bekommen können als ein analoges signal, weil da ja nichts anderes rauskommt.

Demzufolge gibt es drei Chips (Handy, externer Wandler und Verstärker). Wo findet jetzt die Wandlung statt?

eine wandlung findet überall dort statt, wo eine eingebaut ist.
 
eine solche verkabelung ist nicht möglich, da kabel für digitale signale nicht in die buchsen für analoge signale passen und umgekehrt.
Ich weiß deine Bemühungen um eine Sortierung der ungeordneten Antworten auf die zugegebenermaßen noch unsortiertere Frage zu schätzen, aber ich befürchte, dass du mit solchen Vereinfachungen eher noch mehr Verwirrung stiften könntest. Denn z.B. Cinch kann wird sowohl für digitale als auch für analoge Signale genutzt.

Daher mein Versuch einer Einordnung:

Eine A/D-, bzw. D/A-Wandlung findet überall dort statt, wo ein Signalbruch von analog auf digital, respektive umkehrt, in der Signalkette stattfindet.

Analog-Out eines Synthies (oder sonstwas) in Analog-In eines wie auch immer gearteten digitalen Geräts (Audio-Interface, "Streamingverstärker, whatever)
-> Wandlung im Empfängergerät

Analog-Out eines Synthies (oder sonstwas) in Digital-In eines wie auch immer gearteten digitalen Geräts (Audio-Interface, "Streamingverstärker, whatever)
-> Geht nicht; Signalkette ist unterbrochen

Analog-Out eines Synthies (oder sonstwas) in Analog-In eines analogen Geräts (Kassettenrecorder, Tonbandgerät, Gitarrenverstärker,...)
-> Keine Wandlung, da das Signal analog bleibt

Digital-Out eines Synthies (oder sonstwas) in Digital-In eines wie auch immer gearteten digitalen Geräts (Audio-Interface, "Streamingverstärker, whatever)
-> Keine Wandlung, da das Signal digital bleibt

Digital-Out eines Synthies (oder sonstwas) in Analog-In eines Geräts

-> Geht nicht; Signalkette ist unterbrochen



Ich geb zu: Auch nicht sonderlich übersichtlich, aber besser kann ich es auch nicht.....


Edith: Farbkorrektur Hervorhebung
 
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