ASM HydraSynth Explorer / Deluxe 8/16 Voices "Wave Morphing" - V2.0

sowohl als auch.
Wenn ich ein paar Tage nicht darauf gespielt habe, habe ich das Gefühl, dass die Tasten an der obersten Position ganz leicht "kleben" - das gibt sich dann nach ein paar Minuten Spiel (kann auch sein, dass sich das irgendwann ganz gibt). Die Tasten erzeugen m.E. auch ein etwas lauteres Anschlagsgeräusch als die Fatars oder die Tastatur vom Summit.

Das soll aber nicht heißen, dass die Tastatur grundsätzlich schlecht oder klapprig wäre - daher würde ich auf jeden Fall noch ein paar Kommentare von anderen Besitzern höhren wollen. ;-)

Super, danke schon mal für deine Antworten! 👍 Als letzte Frage wäre da noch der "Hub" beim Aftertouch: Der beträgt ja meistens nur zwei, drei Millimeter oder so und oft ist am Anfang ein Widerstand zu überwinden, der dann ganz plötzlich nachlässt, was der Dosierbarkeit entgegensteht. Wie schaut es da beim Hydrasynth aus?
 
Ich schaffe es irgendwie nicht, im Theremin-Modus zu spielen ... Der Ribbon funktioniert für Pitchbend und Modulation, aber wenn ich ihn auf Theremin umstelle, passiert einfach nichts, wenn ich das Ding berühre. Es wird auch nirgendwo erklärt, was man da genau machen muss.

Kann mir das einer der Experten vielleicht mal Schritt für Schritt erklären?
 
Und wie findest du jetzt die Tasten?

Die finde ich ziemlich gut und auch der Aftertouch lässt sich super dosieren, allerdings habe ich beides noch ein bisschen angepasst (ich glaube "Hard" und Threshold (oder so?) 1 für den Aftertouch plus Delay und Release auf 400 Millisekunden) und "Very Hard" als Velocity-Kurve.

Der Ribbon reagiert aber bei mir nicht gerade feinfühlig – ich muss da fester draufdrücken, als es mir lieb ist.
 
Die Tastatur des Take 5 finde ich zum Beispiel nämlich grandios!
So ist es und die des Hydra ist komplett anders , das Feedback ist ein wenig plastemässig, etwas träger,
aber man kann sich daran gewöhnen, ich würde sagen : Die Verbindung zum Klang ist bei der Hydra nicht so einheitlich und definiert, bei Take 5 ist sie 100%ig passend, es ist beim Spiel wie eine Einheit.
Klingt vielleicht komisch, habe ich aber so empfunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte lange mit mir gerungen ... aber am Freitag ist dann doch die Entscheidung für den Hydrasynth gefallen.
Heute kam er (der Thomann ist verdammt schnell!!!)... aber 8 lange Stunden "in Zustellung" (DHL ist verdammt langsam!).

Nun hab ich mich mal kurz losgerissen, um meine Begeisterung mitzuteilen. :banane:
Bisher hat es nur zum durchprobieren von ein paar Presets und ein bisschen pföteln an den Knöpfen gereicht, aber ich bin schon mal sehr sehr angetan.
Von den "gemischten Gefühlen" nach dem Absenden der Bestellung ist nur noch gaanz wenig übrig... aber um die zu zerstreuen braucht es wohl etwas Zeit.

Was mir dabei aufgefallen ist: Die Demos die ich bisher so gesehen habe, die können das eigentliche Spielgefühl und die Flexiblität des Geräts nicht ansatzweise rüber bringen.
Es gab im letzten Jahr mal so ein Online-Musikevent vom Thomann (leider nicht auf YouTube) und da hat Einer (ich glaube es war Steve Baltes) eine Hydrasynth-Session mit einem Keyboard und einem Desktop-Modul gemacht, die ich phantastisch fand, aber leider danach nirgends mehr wiedergefunden hab. Diese Session war bisher das Einzige, was für meinen Geschmack dem Gerät einigermaßen gerecht wurde ohne ewig langatmig zu sein.

Wie würdet ihr, Hand aufs Herz, die Tastatur einschätzen? Wie fein dosierbar ist der Aftertouch und wie gut schlägt sie sich auch in puncto Dynamikumsetzung und Spielgefühl im Vergleich zu anderen Tastaturen?

Dynamik-Umsetzung ist für eine ungewichtete Klaviatur OK. Die Fatar TP40L im Kurzweil PC3K8 ist diesbezüglich besser, aber das ist auch keine Kunst bei einer voll gewichteten Hammermechanik.
(Den Vergleich mit der Kawai RHIII verkneife ich mir mal, das wäre unfair :lol:)

Aftertouch ist von der Dosierbarkeit absolut über jeden Zweifel erhaben.
Einziger Nachteil im Vergleich zur Fatar im Matriarch: Da hat der Aftertouch tatsächlich noch ein bisschen "Weg", den man als haptisches Feedback etwas besser spürt.
Der Aftertouch des Hydrasynth hingegen scheint rein druck-sensitiv zu sein, ähnlich wie bei der Fatar TP40L des Kurzweil PC3K8.

Das Spielgefühl ist hingegen (für mich) geradezu berauschend, weil bei einigen Presets witzige Funktionen auf den Aftertouch gemappt sind (z.B. Oktav-Versatz oder LFO/Envelopeloop-Rate).
Das macht Effekte, mit denen man erst einmal nicht rechnet, insbesondere weil sie eben für jede gespielte Note im Akkord individuell steuerbar sind.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und mein G.A.S. wird getriggert @MoogelPackung .

Kleine GAS-Bremse gefällig? :twisted:

Also, zum Einen hab ich das Gefühl, dass es gerade die Klaviatur ist, die den Hydrasynth besonders macht.
Die Pads in der Desktop-Version sind dafür kein Ersatz (ich bin mir deshalb so sicher, weil das Akai MPC auch Pads mit Poly-Aftertouch hat und es ist definitiv kein Vergleich).
Und ob die 3 Oktaven-Mini-Tasten des Explorers sowas wie ein Spielgefühl aufkommen lassen ... hängt ein bisschen von den eigenen Vorlieben ab.
Mir wäre es nichts.
Mir wären 5 Oktaven lieber ... nur blöderweise hätte ich für die Deluxe-Version mit 6 Oktaven nicht genug Platz.

Und gleich noch ein bisschen Grundsatz-Nörgelei am Hydrasynth (mehr so zur Image-Pflege :huebsch: ):
Man merkt halt relativ schnell, dass es doch nur eine "gepfuschte Digital-Gurke" ist. Von AntiAliasing in den hohen Lagen haben die offenbar noch nichts gehört.
Ist sicherlich Jammern auf hohem Niveau, weil das in der Regel erst oberhalb der typischen Instrumenten-Tonlagen deutlich hörbar wird, aber es ist trotzdem ein bisschen schwach.
Zumindest diese Blöße hat sich der UDO Super6 nicht gegeben ... aber das Akai MPC leidet unter der gleichen Schwäche.
 


Um ehrlich zu sein, dieses Video gibt die Original-Klangfülle des Hydrasynth bzw. dieses Presets nicht annähernd wieder.
Überhaupt frage ich mich, wie Manche drauf kommen, er könne nicht XYZ (z.B. "warm" oder "fetten Bass").
Das klingt für mich wie das vorschnelle Urteil von Leuten, die bestenfalls mal kurz ein paar Presets durchgeklickt haben.

Allein das Preset A001 klingt (mit Gefühl gespielt) so schön warm ... und wenn man "Thicken" (Macro 5) hoch regelt, eine Oktave runter schaltet und dann den "Drive/Morph" Regler nach rechts dreht, dann wird es aber richtig fett, da bleiben keine Wünsche offen! :banane:

Das Bedienkonzept gefällt mir besser als erwartet/befürchtet.
War total easy, bei ausgewählten Patches ein Macro auf das Expression-Pedal zu legen oder die Funktion des ModWheel sinnvoller zu verwenden.
Das ist z.B. beim Kurzweil PC3 deutlich umständlicher.

Aber mal eine blöde Frage an die anderen Besitzer:
Ist das normal, dass alle 5 Patch-Banke mit Factory-Presets voll geballert sind?
Nach welchen Kriterien habt ihr euch von Presets getrennt, um Platz für Eigen-Kreationen zu schaffen?

Ich hab da beim Durchprobieren irgendwie schon nach kurzer Zeit den Überblick darüber verloren, was da unter Umständen redundant ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nach welchen Kriterien habt ihr euch von Presets getrennt, um Platz für Eigen-Kreationen zu schaffen?
in der Regel steppe ich die Presets durch, und was mir nicht behaltenswert erscheint, wird initialisiert/überschrieben. Meist (auch beim Hydrasynth) bleibt dann vielleicht eins von 20 oder 30 Presets (im Original oder abgewandelt) bestehen. Auch beim Hydrasynth fand ich die meisten Presets nicht so toll, dass ich sie behalten müsste (A001 habe ich z.B. recht schnell überschrieben). Bin aber auch jemand, der bei eigenen Tracks Wert darauf legt, einen Großteil der verwendeten Sounds from Scratch selbst zu erstellen. :dunno:

Ansonsten gibt es ja immer noch die Möglichkeit eines Software-Librarians.
 
Man merkt halt relativ schnell, dass es doch nur eine "gepfuschte Digital-Gurke" ist. Von AntiAliasing in den hohen Lagen haben die offenbar noch nichts gehört.

+1 - Man muß ihn dann eben für entsprechende Sounds nehmen wo das paßt oder sogar seinen Reiz hat. Ein bißchen erinnert mich das an den Virus Ti, den ich auch so ähnlich empfand.

Überhaupt frage ich mich, wie Manche drauf kommen, er könne nicht XYZ (z.B. "warm" oder "fetten Bass").
Das klingt für mich wie das vorschnelle Urteil von Leuten, die bestenfalls mal kurz ein paar Presets durchgeklickt haben.
Warm kann er auf jeden Fall gut. Gerade wenn man da einige passende Waves kombiniert und auch Stack oder Chorus dazu nimmt. "Fett" bekomme ich mit anderen Geräten deutlich leichter und besser hin, aber das kann gut an mir liegen. Ein tiefer Ton klingt bei Peak oder auch Argon einfach anders.
 
Man merkt halt relativ schnell, dass es doch nur eine "gepfuschte Digital-Gurke" ist. Von AntiAliasing in den hohen Lagen haben die offenbar noch nichts gehört.
Sowas hängt mittlerweile bei den meisten Synths mit der Filtersättigung etc. zusammen, zumindest kenne ich das so von der Ultranova, die ansonsten erstaunlich sauber klingende Oszillatoren bietet. Vielleicht kann das mal jemand probieren, bevor ich mir 'nen Explorer für den nächsten Sommer anschaffe ;-)
 
Viellleicht gibts ja Filtertypen ohne Sättigung oder sie lässt sich durch ändern des Input Levels minimieren.
 
Die Störungen die ich hier beobachtet habe, die haben mit Filtersättigung nichts zu tun.
Im Gegenteil, für mich klingt es, als ob das Problem bereits vor dem Filter entsteht, denn es klingt als ob die Störung durch das Filter nachträglich bedämpft wird.
Da der gesamte Signalfluss digital ist halte ich es aber für müßig, da über Ursachen zu mutmaßen.
Das Geräuschbild passt sehr gut zu Aliasing-Artefakten = Spiegelfrequenzen, deswegen würde ich dem Kind an der Stelle keinen anderen Namen geben.

Aufgefallen ist mir allerdings, dass es nur bei bestimmten Presets wirklich auffällig ist... und zwar komischerweise nicht bei denen, die auffällig aggressiv klingen.
Ich bin aber noch nicht tief genug in die Materie eingestiegen, um die genauen Unterschiede zwischen diesen Presets zu untersuchen und meine Motivation (dies zu untersuchen) ist momentan auch nicht hoch, weil das Problem ohnehin nur bei Lagen auftritt, die eigentlich nicht wirklich nützlich für richtige Musik zu verwursten sind und weil es einfach genug Alternativen gibt, dem Gerät wirklich schöne Klänge zu entlocken.

In den oberen Lagen finde ich den Hydrasynth recht dünne.

"Dünne" würde ich das nicht nennen.
Der Hydrasynth klingt in meinen Ohren bis zu dem Punkt, wo die Aliasing-Effekte einsetzen, genau wie es sich für diese Synthese-Engine gehört ... und darüber dann eben einfach gestört.

Ich sehe darin allerdings kein KO-Kriterium, man muss eben nur bei der Auswahl der Presets ein bisschen vorsichtig sein und für die gewollt schrillen Zwitscher-Effekte ein dafür besser geeignetes Preset wählen, bei dem diese Probleme nicht so offensichtlich auftreten ... oder gleich ein anderes Instrument.

Und um mal einen anderen Vergleich zu bemühen:
Gefälliger und natürlicher als z.B. das Physical Modelling aus dem "Elements" von Mutable Instruments klingt der Hydrasynth allemal!
 
Da der gesamte Signalfluss digital ist halte ich es aber für müßig, da über Ursachen zu mutmaßen.
Das eine hat mit dem anderen nix zu tun, es gibt sehr wohl Möglichkeiten (auch wenn sie nicht unbedingt von jedem Synth genutzt werden) aliasing freie Oszillatoren digital zu erzeugen. Es wäre schon interessant zu wissen ob es eine Quelle oder Funktion gibt, die für das Aliasing verantwortlich ist, passiert das auch wenn du Standard Wellenformen ohne Mutatoren (ich kenne die Funktionen ja nur aus der Anleitung) etc. nutzt? FM/Phase Modulation und Waveshaping ist eine häufige Quelle für Aliasing bei digitalen Synths.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wäre schon interessant zu wissen ob es eine Quelle oder Funktion gibt, die für das Aliasing verantwortlich ist, passiert das auch wenn du Standard Wellenformen ohne Mutatoren (ich kenne die Funktionen ja nur aus der Anleitung) etc. nutzt?
mich würde hier auch ein Audiobeispiel (mit angegebener Parametrisierung) interessieren.

Definitives Aliasing ist mir beim Hydrasynth bisher noch nicht begegnet, aber irgendwas "unnatürliches" schwingt für mein Gefühl immer in der Soundengine mit, das ich schwer eingrenzen, aber auch nur schwer ignorieren kann.
 
mich würde hier auch ein Audiobeispiel (mit angegebener Parametrisierung) interessieren.
Patch A001, 2 * Octave UP drücken, obere Oktave auf der Klaviatur mit Aftertouch spielen.

Ich hab keinen Bock, meinen YouTube-Account mit Negativ-Videos zu verbrennen.
Hab ich für den Super6 nicht gemacht und mach ich für den Hydrasynth auch nicht.
 
Patch A001, 2 * Octave UP drücken, obere Oktave auf der Klaviatur mit Aftertouch spielen.
Mist, genau den hab ich gleich gelöscht ... Aber ich werde es die Tage mal selbst mit einem Initsound probieren. Ein Preset-Patch ist idr. so komplex, dass die Ursache da überall stecken kann ...

Ich hab keinen Bock, meinen YouTube-Account mit Negativ-Videos zu verbrennen.
Verständlich, aber eine hier angehängte kurze mp3 dürfte sich darauf ja nicht auswirken. ;-)
 
Definitives Aliasing ist mir beim Hydrasynth bisher noch nicht begegnet, aber irgendwas "unnatürliches" schwingt für mein Gefühl immer in der Soundengine mit, das ich schwer eingrenzen, aber auch nur schwer ignorieren kann.
Hab' ich bei den Analogen auch schon gehabt, z.B. wenn ich regen Gebrauch vom Overload des Little Phatty für FMiges gemacht hab', Sachen die stark nach Aliasing erinnert haben.
 
Overload des Little Phatty für FMiges gemacht hab
ok, das ist jetzt aber nichts, was man in jedem Patch hören würde, sondern eher eine Spezialanwendung.
Werde wie gesagt gegen Ende der Woche mal Tests mit simplen Wellenformen und unterschiedlichen Filtereinstellungen machen und dann ggf. Soundbeispiele posten.
 
Hat jemand schon den kleinen Explorer? Wie ist er von der Bedienung her?
Ja ich, vorgestern bekommen. Also wenn man weiß wo was ist dann ist die Bedienung gut. Man braucht allerdings etwas um reinzukommen. Man muss auf jeden Fall öfters
in die Bedienungsanleitung kucken. Die Möglichkeiten sind so extrem, da braucht es seine Zeit. Bin Begeistert von dem Ding. Der Sound ist echt klasse.
 
Jetzt hab ich aber grad nen Bug gefunden oder ich stell mich zu doof an. Ich möchte Filter 1 und 2 Parallel betreiben. Also bei Filter 1 Parallel eingestellt.
Aber durch den zweiten Filter hört man nichts. So als wäre er jetzt deaktiviert. Ich finde keine Option wo man evtl. das Lautstärke-Verhältnis von Filter 1 und 2
einstellen kann.

Ist das bei euch auch so? Ich hab den Explorer.

Gruß Alex
 


Zurück
Oben