1010Music nanobox lemondrop und nanobox fireball

Ich könnte mir vorstellen, dass man die Firmware der beiden Geräte bei Bedarf tauschen kann
wenn sie sagen nein, dann wollen sie es vielleicht einfach nicht ?
( soweit ich beim überfliegen von posts gelesen hatte, kann man nicht wechseln)
aber vielleicht kann man es, ......und schieben es dann nach wenn die Verkaufszahlen sinken ? *
* das ist das was so kleinbuden heute jeder marktstratege empfehlen würde, ne ?


könnte, vielleicht,..........tönt gut, ich kaufs ! :lollo:
so läuft der markt heute ?
 
Ich könnte mir vorstellen, dass man die Firmware der beiden Geräte bei Bedarf tauschen kann (ich glaube bei einigen 1010-Modulen ist das sogar ganz offiziell möglich). Das würde den hohen Preis dann wenigstens etwas relativieren.
in dem SOS-Video wird das auch erwähnt, auch die Ähnlichkeit der Hardware (wenn ich das richtig verstanden habe) und es ist wohl nicht erwünscht, die Software auszutauschen. Wenn man Granular und Wavetable will, soll man halt beide Geräte kaufen.
In dem Video wird auch erwähnt dass der USB-Anschluss nur für die Stromversorgung da ist. OS-Updates werden dann wahrscheinlich per SD-Card installiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ürgs. 449 Geld. Tut weh. Hab die schon als superkompakte Begleiter meines Circuit Tracks gesehen. Na ja, mal sehen was dir Strasse hergibt. Konzepte sind geil, Formfaktor der Hammer.
 
Hallo zusammen,

ich versuche mal ein Paar der angesprochenen Punkte zu beantworten oder zu kommentieren.

- Firmware wechseln: Das ist aktuell nicht vorgesehen. Es gibt seit langem bei der Bitbox Mk2 die Möglichkeit drei verschiedene Firmwares zu installieren. Das macht die Box extrem flexibel ... aber ... die wenigsten User machen Gebrauch davon und es macht es sehr schwer die Teile zu vermarkten (reden wir über den Sampler, den Effekt oder den Synth?). Der Handel hat das größtenteils gar nicht verstanden und "übersieht" das komplett. Und selbst viele Besitzer der Bitbox sind sich der Option kaum bewusst. Für den Hersteller sind daher zwei getrennte Boxen deutlich besser als nochmals so ein Kommunikationsdesaster wie bei der Bitbox.

- Interne Batterie: Da gehen die Meinungen sicher auseinander, ich persönlich finde ein externe USB Powerbank wesentlich flexibler. Die gibt es in allen Größen und Leistungsklassen und lassen sich bei Bedarf sofort wechseln. Für den Einbau eines Akkus oder eines Batteriefachs sind die nanoboxen zudem viel zu klein, die sind wirklich seeeehr kompakt. :cool:

- User Interface: Die Bedienung ist sehr gradlinig und schnell zu erlernen (wie eigentlich bei allen *boxen). Aktuell gibt es aber sicher auch noch an einigen Stellen "Luft nach oben". Wie auch bei Sonic State erwähnt braucht es z.B. einen Shortcut für die Lautstärke. Ich verwende in der Regel zur Navigation gar nicht das oberen Poti, sondern das Touchdisplay ... für die Parameterwerte dann das untere Poti.

- Der Preis: Hier stehen sicher der erste Eindruck und die Optik im krassen Gegensatz zum Preis. Die nanoboxen wirken auf den ersten Blick wie Spielzeug und daher erwartet man auch einen entsprechenden niedrigen Preis. Allerdings sind weder der Sound, noch die verwendeten Bauteile billig und es gibt meines Wissens keinen Synth in dieser Größe, der auch nur annähernd so gut klingt wie die nanoboxen.

Bleibt also vor allem die Frage "warum kosten die 399 USD?". Der Preis ist extrem durch die aktuelle Krise in der Halbleiterbranche bedingt. In den letzten zwei Jahren sind einzelne Bauteile extrem im Preis gestiegen. Ist ein Hersteller auf solche Bauteile angewiesen gibt es nur zwei Möglichkeiten, a) teuer einkaufen und die Preise anpassen oder b) warten bis die Preise (eventuell in 2023) wieder fallen und bis dahin gar nicht produzieren. 1010music hat sich für Variante a) entschieden und ich bin mir sicher, dass wir auch bei anderen Herstellern weiter steigende Preise sehen werden. Ob einem das Ganze den Preis wert ist bleibt natürlich eine ganz persönliche Entscheidung, mein Tipp hier: don't judge this book by it's cover. ;-)

- Granular in der blackbox: Die nanobox lemondrop geht deutlich über das hinaus, was in der blackbox möglich ist. Zudem ist dieser Teil in der blackbox nur monophon und nur für ein Sample verfügbar. Im lemondrop gibt es zwei unabhängige Layers plus OSC, mehr Parameter, mehr Grains und das alles vierfach polyphon.

- Firmware und Funktionsumfang: Ich bin grundsätzlich dafür, Produkte nur nach dem aktuellen Stand der Firmware zu beurteilen. Unsere Erfahrung mit 1010music hat aber gezeigt, dass Produkte im Laufe der Zeit oft weitere Funktionalität erhalten haben. Ich würde einfach mal frech behaupten, dass es auch hier nicht bei Version 1.0.x bleiben wird.

- Verfügbarkeit: Beide nanoboxen sind bereits im Fachhandel erhältlich, bzw. werden im Laufe der kommenden Woche bei den Händlern eintreffen.
 
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Ich finde es super mit USB-C, kein riesiger Anschluss und man kann einfach eine flache Powerbank mit Klett Klebeband unter die Nanobox machen.
Das ging mit der Blackbox durch den USB-B Anschluss nicht so einfach.

Für ein Liveset sind die zwei kleinen ja optimal. Einen Digitakt (oder was ähnliches) und die zwei kleinen als Zuspieler die über Midi angesteuert.
Mt dem XY Pad kann man sogar noch Live blind performen. Selbst mit Kabeln wäre dann immer noch Platz für einen weiteren Synth in den meisten Rucksäcken. Jeder der sein Gear öfter umhertragen muss versteht was ich meine.

Ich hab zwar einen Decksaver für meinen Gr-1 aber selbst dann bin ich kein großer Fan davon mit dem unterwegs zu sein, zumal man immer ein extra Audio Interface braucht um Live etwas aufnehmen zu können.


Ich hab in letzter zeit oft mit Entwicklern / Herstellern gesprochen. Die Zeit wo alles immer günstiger wird ist wohl erst mal vorbei, selbst ein DIY Synth wie die Jeannie kostet halt 300€ und da verdienen die Herren von TubeOhm nicht viel daran. Die Hardware ist ja auch das eine, die Entwicklung der Software und die richtigen Teile erst mal zu finden kostet ja auch eine menge Zeit und Geld.

Ab und zu müssen wir gerade auch bei kleineren Firmen sehen das man eben nicht nur die reine Hardware bezahlt sondern auch die Menschen dahinter.
Geräte die sich nur durch den Bonus Content finanzieren (Playstation 5 ist ein gutes Beispiel) sind halt für solche kleinen Projekte nicht machbar.
 
Die Kritikpunkte Plastik statt Metall, Bildschirm mit riesen Rand wie vor 20 Jahren, Firmware nicht tauschbar, sind durch das Argument "Die Zeit wo alles immer günstiger wird ist wohl erst mal vorbei" nicht vom Tisch zu wischen. Dann macht's halt noch teurer. Aber bitte nicht schlechter. Ich bin wirklich enttäuscht, dass 1010music scheinbar Apple und Teenage Engineering sein will.
 
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Hallo zusammen,

ich versuche mal ein Paar der angesprochenen Punkte zu beantworten oder zu kommentieren.

- Firmware wechseln: Das ist aktuell nicht vorgesehen. Es gibt seit langem bei der Bitbox Mk2 die Möglichkeit drei verschiedene Firmwares zu installieren. Das macht die Box extrem flexibel ... aber ... die wenigsten User machen Gebrauch davon und es macht es sehr schwer die Teile zu vermarkten (reden wir über den Sampler, den Effekt oder den Synth?). Der Handel hat das größtenteils gar nicht verstanden und "übersieht" das komplett. Und selbst viele Besitzer der Bitbox sind sich der Option kaum bewusst. Für den Hersteller sind daher zwei getrennte Boxen deutlich besser als nochmals so ein Kommunikationsdesaster wie bei der Bitbox.

- Interne Batterie: Da gehen die Meinungen sicher auseinander, ich persönlich finde ein externe USB Powerbank wesentlich flexibler. Die gibt es in allen Größen und Leistungsklassen und lassen sich bei Bedarf sofort wechseln. Für den Einbau eines Akkus oder eines Batteriefachs sind die nanoboxen zudem viel zu klein, die sind wirklich seeeehr kompakt. :cool:

- User Interface: Die Bedienung ist sehr gradlinig und schnell zu erlernen (wie eigentlich bei allen *boxen). Aktuell gibt es aber sicher auch noch an einigen Stellen "Luft nach oben". Wie auch bei Sonic State erwähnt braucht es z.B. einen Shortcut für die Lautstärke. Ich verwende in der Regel zur Navigation gar nicht das oberen Poti, sondern das Touchdisplay ... für die Parameterwerte dann das untere Poti.

- Der Preis: Hier stehen sicher der erste Eindruck und die Optik im krassen Gegensatz zum Preis. Die nanoboxen wirken auf den ersten Blick wie Spielzeug und daher erwartet man auch einen entsprechenden niedrigen Preis. Allerdings sind weder der Sound, noch die verwendeten Bauteile billig und es gibt meines Wissens keinen Synth in dieser Größe, der auch nur annähernd so gut klingt wie die nanoboxen.

Bleibt also vor allem die Frage "warum kosten die 399 USD?". Der Preis ist extrem durch die aktuelle Krise in der Halbleiterbranche bedingt. In den letzten zwei Jahren sind einzelne Bauteile extrem im Preis gestiegen. Ist ein Hersteller auf solche Bauteile angewiesen gibt es nur zwei Möglichkeiten, a) teuer einkaufen und die Preise anpassen oder b) warten bis die Preise (eventuell in 2023) wieder fallen und bis dahin gar nicht produzieren. 1010music hat sich für Variante a) entschieden und ich bin mir sicher, dass wir auch bei anderen Herstellern weiter steigende Preise sehen werden. Ob einem das Ganze den Preis wert ist bleibt natürlich eine ganz persönliche Entscheidung, mein Tipp hier: don't judge this book by it's cover. ;-)

- Granular in der blackbox: Die nanobox lemondrop geht deutlich über das hinaus, was in der blackbox möglich ist. Zudem ist dieser Teil in der blackbox nur monophon und nur für ein Sample verfügbar. Im lemondrop gibt es zwei unabhängige Layers plus OSC, mehr Parameter, mehr Grains und das alles vierfach polyphon.

- Firmware und Funktionsumfang: Ich bin grundsätzlich dafür, Produkte nur nach dem aktuellen Stand der Firmware zu beurteilen. Unsere Erfahrung mit 1010music hat aber gezeigt, dass Produkte im Laufe der Zeit oft weitere Funktionalität erhalten haben. Ich würde einfach mal frech behaupten, dass es auch hier nicht bei Version 1.0.x bleiben wird.

- Verfügbarkeit: Beide nanoboxen sind bereits im Fachhandel erhältlich, bzw. werden im Laufe der kommenden Woche bei den Händlern eintreffen.
Achtung Wääärbung.

Sorry fr@nk du machst einfach viel zu viel davon.


für mich war nach 30 Sekunden klar - preis Leistungsverhältnis ist nicht in Ordnung.

auch wenn die preise gestiegen sind. zeigt doch das Behringer Beispiel der 2600 er so viel Bauteile verbaut sind . ganz zu schweigen von Chassis. Platinen und nur knapp das doppelte kostet- hinkt für mich der vergleich.

und ich will auch noch auf den Microfreak verweisen der für das gleiche Geld über den Ladentisch geht. der kann mittlerweile auch Wavetables dumpen. und die Bedienoberfläche ist besser und ein analoges Filter und unrund.
 
Achtung Wääärbung.
findest Du? Ich lese dort nur Antworten auf die gestellten Fragen... :dunno:
Zum Preis, das ist nicht der Preis für die Hardware, sondern auch für die Software. Ohne diese Software hätten diese Geräte keine Funktion. Das ist nicht wie einen analogen Synth nachzubauen und zu verkaufen, da ist halt auch SW-Entwicklung dabei und die muss auch bezahlt werden.
Und schließlich: Behringer kann Behringer-Preise machen weil diese Firma allein aufgrund ihrer schieren Größe dazu in der Lage ist. Von 1010music dasselbe zu verlangen, finde ich unfair.
Wem es zu teuer ist, der solls halt nicht kaufen...so what
 
Nur weil klein ist, sollte heutzutage kein Argument mehr sein.
Beim Dirtywave M8 (ähnliche Display Größe) bist du bei rund 600€ plus Steuern (weil aus USA und wenn was ist, gibt's auch keinen europäischen Support) und die Leute freuen sich ein Bein ab.
Ich brauch auch kein Metall wenn der Kunststoff gut gemacht ist. Und gerade beim screen kann man bei 1010 nicht meckern, die funktionieren gut und die Oberflächen haben sich super entwickelt.


Je nach dem was man will / braucht... da immer gleich was böswilliges zu unterstellen finde ich irgendwie, ich sag mal, nicht cool.
Dann lieber abwarten, gibt ja Geräte die gerade durch Updates so richtig interessant werden (ging mir so mit der Akai Force)
 
Der Preis ist wirklich 'ne Hürde, weil der einzige Bonus die Kompaktheit ist. Nehmen wir den Roten. Für 230 € mehr gibt's schon einen Modwave. Irgendwie hilft der Niedlichkeitsfaktor nicht viel.
 
Meine Kommentare werden immer ein wenig durch meine Vertriebstätigkeit gefärbt sein und ich hoffe das bisher genug deutlich gemacht zu haben. Das disqualifiziert aber nicht automatisch alle meine Aussagen oder macht sie unglaubwürdig. Zumal unsere Informationen in der Regel aus erster Hand stammen und nicht auf bloßen Vermutungen beruhen. Ich finde es daher völlig in Ordnung, wenn man meine Kommentare kritisch sieht, möchte die aber nicht als pure Werbung verstanden sehen.

Der Vergleich mit Behringer und dem 2600 hinkt meiner Meinung nach aus zwei Gründen: die Hersteller sind zum einen absolut nicht zu vergleichen - eigene Fabriken, eigene Chips versus kleiner Hersteller ohne eigene Fertigung-, zum anderen geht es nicht um Potis, Platinen und Fader, sondern um Microprozessoren und hier gab es vereinzelt Preissteigerungen um bis zu 70% in den letzten Monaten. Die nanoboxen basieren auf diesen Chips während der 2600 eher konventionelle Elektronik beinhaltet.

Auch der Vergleich mit dem MicroFreak passt nicht so ganz ... so sehr ich den Freak mag, so ist die Wavetablesynthese im fireball einfach eine ganz andere Klasse, ich rate zum Hörvergleich.
Beim fireball gerne auch mit anderen, teureren Wavetablesynths, schließlich zählt "was hinten rauskommt". ;-)

Zum Display: Der Rand ist Teil des Displays und lässt sich nicht wegdiskutieren. Ich habe leider wenig Infos ob es da bessere Optionen in dieser Baugröße und Qualität gegeben hätte. Ich denke aber 1010music hatte gute Gründe sich für genau diesen Typ zu entscheiden.

Preis/Leistungverhältnis: ja ich verstehe dass das kritisch gesehen wird und mir wäre auch lieber, die Teile würden deutlich weniger kosten. Der Formfaktor war bisher bei praktisch allen 1010music Produkten ein entscheidender Faktor. Die blackbox und die bluebox bieten viel Funktionalität und benötigen dabei nur einen Bruchteil der Fläche der nächsten Mitbewerber, und bei den nanoboxen ist es ähnlich. Ich möchte einfach behaupten, dass es nichts in dieser Größe gibt, was so gut klingt. Ob einem das wichtig ist bleibt jedem selbst überlassen.

Firmwaretausch: ich denke die Entscheidung dies aktuell nicht vorzusehen hat nichts mit dem Preis der nanoboxen zu tun sondern basiert auf den schlechten bitbox Erfahrungen, bei denen das Angbot "drei Geräte in einem" einfach nicht funktioniert hat.
 
Der Fachhandel ist in Europa frei, den Abgabepreis für ein Produkt selbst zu bestimmen.
Das bedeutet auch, dass sich das was Du Verkaufspreis nennst, jederzeit ändern kann und oftmals nur eine Momentaufnahme darstellt. ;-)

Aber natürlich verstehe ich was Du meinst und ja, die nanoboxen haben in dieser Preisklasse einiges an Konkurrenz. Beim fireball sind das neben dem Korg Modwave auch der Argon8M, der kleine Hydrasynth und auch der blofeld. Klanglich muss er sich aber vor keinem dieser Synths verstecken, im Gegenteil.
 
Das bedeutet auch, dass sich das was Du Verkaufspreis nennst, jederzeit ändern kann und oftmals nur eine Momentaufnahme darstellt.
Ja, bei Jans Musikladen hätte ich ihn neulich für 629 kriegen können. Mittlerweile sind die Angebote vergriffen. Aber ich habe schon den Wavestate und für Großes definitiv keinen Platz mehr. Also von Größe/Formfaktor her käme mir der kleine Rote sehr entgegen. Bei 250 hätte ich wahrscheinlich vorbestellt. Vermutlich bei 300 auch noch. Aber 450 für ein One Trick Pony mit 2 Knöppen? Come on! Sie hätten beide im Bundle für 449 anbieten können. Oder beide in einem Gerät zum Preis und im Formfaktor der Blackbox. Wenn sie letzteres mal irgendwann bringen, wäre ich beim Preis entspannter.

Granular in der blackbox: Die nanobox lemondrop geht deutlich über das hinaus, was in der blackbox möglich ist. Zudem ist dieser Teil in der blackbox nur monophon und nur für ein Sample verfügbar.
Nichtsdestotrotz lassen sich mit dem Granularmode in der BB extrem spannende Sachen anstellen. Mal abgesehen von all den anderen Goodies. Das Ganze in 'nem ordentlichen Metall-Case. Wenn wir die Nanos als preislichen Maßstab nehmen, müsste die BB 899 kosten.
 
Der Knackpunkt beim Preis ist das gerade für kleine Hersteller die Preise extrem gestiegen sind. Egal ob es Bauteile oder Transport ist.
Ich hab mit mehreren Herstellern geredet, mit denen ich durch mein Job bei Exploding Shed oder den Talk zu tun hatte, die sagen alle das die Preise gehen durch die Decke.
Da kann ich es schon nachvollziehen wenn Geräte solcher Hersteller gerade im Vergleich zu den ganz großen Korg, Roland, Yamaha oder Behringer jetzt im moment einfach etwas preisintensiver sind als noch vor ein paar Monaten.

Denkst du nicht das gerade die kleinen ein Interesse haben, attraktive Preise zu machen. Ist schon ein unterschied ob man für 2000 oder 50000 Geräte Teile bestellt.

Das mit den One Trick Pony verstehe ich absolut nicht. Gerade weil die ja richtig was drauf haben. Lemondrop hat z.B. zwei Granular Samples und einen OSC mit mehreren Wellenformen, das hab ich so nicht mal in meinem Gr-1 der kann nur eine Wellenform und einen Sinus als Sub OSC (wenn ich mal das Multitimbrale weg lasse). Wie oben erwähnt brauche ich auch kein Extra Interface um zu Samplen oder das ganze als Effekt zu nutzen.

Die selbe Preis Diskussion könnten wir auch über Eurorack Module führen, wo ein einziges VCO Modul gerne mal 500€ aufwärts kostet. @Strelokk
 
Die selbe Preis Diskussion könnten wir auch über Eurorack Module führen
Nee, ich kann das nicht. Ich habe keinen Modularsynth und kenne auch den Markt, bzw. die Preise nicht.
Was ich aber weiß, dass nicht nur die Hersteller, sondern auch die Käufer (seuchenbedingt) finanziell ihre Mühen haben.

Denkst du nicht das gerade die kleinen ein Interesse haben, attraktive Preise zu machen.
Nee, ich denke, die setzen auf ihren Boutique-Status. So wie Harley Davidson. Oder Moog (um mal in unserem Umfeld zu bleiben). Neulich einen Strega gekauft. Make Noise ist ja auch so'n Boutique-Kandidat. Das Teil gäbe es bei Behringer für'n Hunni. Auch so ein One Trick Pony, aber halt ein sehr cooles. Dennoch, mir wär's lieber, Uli würde solche Teile bauen lassen. Ich würde das Teil keinen Deut weniger mögen, wenn das B-Dreieck drauf wäre.

Da kann ich es schon nachvollziehen wenn Geräte solcher Hersteller gerade im Vergleich zu den ganz großen Korg, Roland, Yamaha oder Behringer jetzt im moment einfach etwas preisintensiver sind als noch vor ein paar Monaten.
Jo, Rolands MC 707 kostet bei T jetzt 999.-
Wir erinnern uns, die gab es mal für unter 800. Wer noch keine hat, wird jetzt gewiss zuschlagen.

Und Behringer... nuja, die stellen sowas gar nicht her, weder Groovemaschinen, noch digitale Spezialisten. Wenn ich aber einfach nur einen Synthesizer will (im Sinne von Klangerzeuger), bekomme ich bei Behringer für den Preis eines Nanos 2 Geräte. Wenn du B-Stock-Gelegenheiten abwartest, sogar 3. Das ist ein ganz anderes Geschäftsmodell. Ich werde die Zeit auskosten. Denn das wird gewiss nicht immer so bleiben. Wenn erstmal alles geklont ist und eigene Kreationen auf dem Plan stehen (vielleicht sogar Digitale), steigen auch die Preise. Kuck dir Xiaomi an. Die bauten einst Billig-Smartphones. Nun sind sie nach Apple und Samsung Nr.3 und das Topmodell kostet 1300 €. Ich schätze, auch Behringer wird diesen Weg gehen.
 
Meine Kommentare werden immer ein wenig durch meine Vertriebstätigkeit gefärbt sein und ich hoffe das bisher genug deutlich gemacht zu haben. Das disqualifiziert aber nicht automatisch alle meine Aussagen oder macht sie unglaubwürdig. Zumal unsere Informationen in der Regel aus erster Hand stammen und nicht auf bloßen Vermutungen beruhen. Ich finde es daher völlig in Ordnung, wenn man meine Kommentare kritisch sieht, möchte die aber nicht als pure Werbung verstanden sehen.
War doch einfach nur Information bzw. du hast auf die Fragen geantwortet...


Der Fachhandel ist in Europa frei, den Abgabepreis für ein Produkt selbst zu bestimmen.
Das bedeutet auch, dass sich das was Du Verkaufspreis nennst, jederzeit ändern kann und oftmals
Als Käufer vergleicht man aber die aktuellen Preise im Laden.

Der Vergleich mit Behringer und dem 2600 hinkt meiner Meinung nach aus zwei Gründen: die Hersteller sind zum einen absolut nicht zu vergleichen - eigene Fabriken, eigene Chips versus kleiner Hersteller ohne eigene Fertigung-, zum anderen geht es nicht um Potis, Platinen und Fader, sondern um Microprozessoren und hier gab es vereinzelt Preissteigerungen um bis zu 70% in den letzten Monaten. Die nanoboxen basieren auf diesen Chips während der 2600 eher konventionelle Elektronik beinhaltet.
Das wird sicher ein Großteil der potentiellen Käufer nicht wissen bzw. sich auch gar nicht dafür interessieren.



Auch der Vergleich mit dem MicroFreak passt nicht so ganz ... so sehr ich den Freak mag, so ist die Wavetablesynthese im fireball einfach eine ganz andere Klasse, ich rate zum Hörvergleich.
Beim fireball gerne auch mit anderen, teureren Wavetablesynths, schließlich zählt "was hinten rauskommt".
Das auf jeden Fall! Ich würde aber mal sagen, bei kleinen, kompakten Geräten, die zwangsläufig bei den Bedienelementen Kompromisse machen müssen und besonders wenn das zentrale Element ein Touchscreen ist, ist die Bedien-Ebene fast genauso wichtig. Ein Touchscreen bietet viele Möglichkeiten, auch abseits von einfachen XY Pads.
Diese beiden Ebenen - Klang und Bedienung müssen auf jeden Fall passen. Wenn sich alles in sich stimmig und flüssig anfühlt und auch noch gut klingt relativiert sich auch der Preis schnell.

Haben die zwei Nanoboxen eigentlich volle Midi Implementation?
P-Locks und Modulation über Midi wären sicher eine schöne Spielwiese...

Besonders die kleine Granularkiste finde ich schon sehr interessant.
 
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Firmwaretausch: ich denke die Entscheidung dies aktuell nicht vorzusehen hat nichts mit dem Preis der nanoboxen zu tun sondern basiert auf den schlechten bitbox Erfahrungen, bei denen das Angbot "drei Geräte in einem" einfach nicht funktioniert hat.
Sorry ich will dir nicht unterstellen, dass du naiv bist oder 1010 Music in irgend einer Form nahe stehst, aber es ist doch klar, dass die wollen, dass man sich beide Geräte kauft. Und das ist nicht verwerflich und auch völlig legitim. Apple darf auch gerne weiter Smartphones für den 5-fachen Preis von vergleichbaren Androiden verkaufen. Kein Problem, kauf ich nicht, Thema durch.

Was mich aber stört, ist, wenn Firmen so kommunizieren, als würden sie den potentiellen Käufer für blöd halten. Im 1010-Forum hat einer genau diese Frage gestellt, warum die Firmware nicht tauschbar ist. Und die offizielle Antwort war Marketing-Sprech von wegen das wären "komplett unterschiedliche Geräte", und sie hätten "hart daran gearbeitet", dass das so ist. Darauf hat der User noch Mal nachgebohrt, er würde dieses "unterschiedlich" nicht verstehen, weil die Hardware komplett identisch ist. Und als Antwort darauf hat 1010 ihm empfohen, ein I-Phone zu kaufen.

Ich mag sowas eigentlich nicht so gerne, weil ich mir als Kunde etwas veräppelt vorkomme. Nochmal: Jeder Hersteller soll machen was er will, aber bitte nicht glauben, Kunden wären Kleinkinder, die an den Nikolaus glauben.
 
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Ich denke, wenn Fr@nk das so beschreibt, wird das auch Hand und Fuß haben - ich habe ihn eigentlich nie als Lügner oder auch nur Firmenslogans-Nachplapperer erlebt und würde ihm das auch nie unterstellen.
Das im 1010-Forum fand ich allerdings auch etwas unbefriedigend.

Veräppelt fühlen (!) sich Kunden aus zwei möglichen Gründen: Entweder sie werden tatsächlich veräppelt (das werden sie aber nie erfahren), oder sie glauben allesamt jeder für sich an eigens zusammengereimte Nikoläuse und betrachten diesen als die Wahrheit, an der sich alles andere zu messen habe. Das geht mir selbst ja auch nicht anders, weil mir eben so gut wie jedwedes Hintergrundwissen fehlt.
Das ist genau der Grund, weshalb ich solche Preis- und andere Vergleiche nicht an der mir völlig unbekannten (und euch zu 90% auch!) Realität messe, sondern ausschließlich nach meinen persönlichen Präferenzen. Wenn ich den Fireball toll finde und bereit bin, dafür 450 Euro zu bezahlen, dann kauf ich ihn mir, und die Gründe für die Preisgestaltung sind mir völlig wurscht. Und wenn nicht, dann halt nicht.
Und wenn ich Behringer oder Moog oder Sequential doof finde, dann kauf ich deren Kram halt nicht - das hat dann aber eher nichts mit den Herstellern zu tun als mit mir und meinen Befindlichkeiten. Völlig gerechtfertigt, sollte aber nicht zur allgemeinen Wahrheit hochstilisiert werden.

Schöne Grüße
Bert
 
Sorry ich will dir nicht unterstellen, dass du naiv bist oder 1010 Music in irgend einer Form nahe stehst
Er arbeitet beim Vertrieb, steht denen also definitiv nahe.

Die Erfahrungen mit der Bitbox sind doch ne gute Erklärung. Wenn das eh kaum jemand nutzt, warum sollten die das unterstützen?
Würden User so ein Feature intensiv nutzen wäre es doch ein guter Aufhänger fürs Marketing und 1010Music hätte das dann evtl. auch gleich so aufgezogen. Hallo? Ein Gerät kaufen und quasi zwei bekommen?!
Hätte auch die Preisdiskussion im Keim ertickt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Erfahrungen mit der Bitbox sind doch ne gute Erklärung. Wenn das eh kaum jemand nutzt, warum sollten die das unterstützen?
Was heißt kaum jemand? Ich kenne die Story um die Bitbox nicht, aber in diesem Falle interessiert das zumindest mich und scheinbar ein paar andere durchaus. Wenn man die Software tauschen könnte, und wenn 1010 in Ausicht stellt, vielleicht irgendwann ne grüne Box mit ner neuen Synth-Engine raus zu bringen, von der die Käufer der roten und gelben profitieren würden, dann würde ich zumindest darüber nachdenken, zuzuschlagen, sogar bei dem Preis.

Und was heißt "unterstützen"? Das ist zu 100% dieselbe Hardware! Mir scheint, dass die aktiv verhindern, dass man über die SD-Karte die andere Software einspielt. Vermutlich ist im ROM eine Prüfung eingebaut, keine Ahnung. Man nenne mir einen technischen Grund außer dem, dass das nicht gewollt ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Erfahrungen mit der Bitbox hatte @Fr@nk ja oben erläutert.
1010Music muss auch schon ein bisschen mehr tun als einfach nur die Firmware zum Download bereitstellen. Von testen und Dokumentation mal abgesehen, sie müssen auch Support bereitstellen.


Ja, mich würde sowas auch interessieren, letztendlich sind solche Sachen doch wohl eher für Nerds interessant. Das ist auch was ich schon von anderen Firmen und Entwicklern zu vergleichbaren Themen gehört habe.

"Keiner" ist natürlich nicht richtig, ich denke man versteht was ich meine.
 
Ich habe diese Diskussion schon mit anderen Herstellern geführt, man verballert echt richtig Geld.
Lasst die doch erst mal machen, wenn die kleinen ein erfolg werden sieht die Sache ja vielleicht auch anders aus. Dafür gab es ja auch schon Beispiele und wenn nicht auch ok.
Die Qualität und der Sound ist gut und die Größe muss man erst mal hin bekommen. Der Gr-1 ist locker 5 mal größer als der Lemondrop.

Wo ist das problem wenn ein Entwickler für seine Arbeit bezahlt werden möchte?
Ja geiz is geil und bei nem 3500€ Roland Fantom finde ich 150€ für ein Expansion Synth auch happig aber wenn man mal überlegt wie viel Roland verkauft und was 1010music für eine kleine Firma ist werden da auch Relationen klar.

Ich würde es ja verstehen wenn hier was versprochen wird was nicht da ist aber so ein Aufriss und dann mit Behringer zu argumentieren finde ich bei aller Liebe irgendwie uncool. Ich würde mir auch gern mehr leisten können aber manchmal geht's halt nicht, da kann ich aber dem Verkäufer keine Schuld dran geben.

Ich hab ein Herz für kleine Firmen, denn ohne die gäbe es so manche coole Synth nicht für unser Hobby.
 
Gab es beim Elektron Model:Cyceles und Model:Samples auch solche Diskussionen wegen der Firmware?

Modal hat ja auch den Argon und den Cobalt und da geht es auch nicht. (hab ich nachgefragt gibt's sogar ne SQTalk Sendung dazu)

Korg hat es damals auch nicht gemacht mit den Electribes 2

Poly Effects hat es beim Digit und Beebo zusammen gelegt aber auch erst mal ne zeitlang beides verkauft

Sonicware gibt's auch die Liven 8Bit warps und die XFM auch das selbe gerät andere engine

... :beam:
 
Wo ist das problem wenn ein Entwickler für seine Arbeit bezahlt werden möchte?
Ja genau. Wo ist das Problem? Warum antwortet man auf die Frage nach der nicht tauschbaren Firmware nicht: "Der Preis ist so kalkuliert, dass sich Kunden beide Boxes kaufen müssen, damit sich die Entwicklung von zwei Synth-Engines wirtschaftlich rechnet". Warum statt dessen dieses diffuse Marketing-Blabla im Forum? Verstehe ich auch nicht.
 


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