Die Jam-tauglichste aktuelle Groovebox (ohne vorgefertigten Sets, mind 4 Melodien)


Ich suche jetzt schon lange eine Grovebox, für zwei Aufgaben: Einmal möchte ich meine Drones mit Samples und abstrakten Geräuschen garnieren, um damit mehr Kopfkino machen zu können. Und ich möchte glegentlich auch fließend von einer Dronefläche in rhytmische Parts wechseln können. Wenn eine Grovebox nur eines von beiden kann, könnte ich sie trotzdem lieb haben, wenn sie mich abholt sind weniger Features OK. Mir ist ein Gerät, dass drei Features hat, die ich wirklich benutze viel lieber als eines, das 10 Features hat, die ich gar nicht verwende, weil ich sie nicht finde…
Für mich klingt deine Vorstellung sehr nach Octatrack. Gibt hierzu einiges bei YT zu sehen, u.a. auch Ambient-Sets und ähnliche Sachen.

Im Vergleich zu aktuellen MPCs etc. vom Funktionsumfang deutlich eingeschränkter aber hierauf kommt es ja nicht an… Wurde ja hier schon erläutert.
 
Klasse Schilderung und verdammt nah an dem was ich hier eigentlich will. Dafür möchte ich extra danken, weil EmojiReaktion mir da zu klein für ist.
Und du schreibst viel über Musik - was mir unfassbar wichtig ist. Aber - ich zB mache "keine Tanzmucke" aber dennoch brauche ich beide Hände zum spielen und Seq-performanen und es könnten mehr Hände sein - dh - wir haben nicht gemeinsam wie wir die Sachen spielen

...aber gemeinsam, dass wir verschiedenes bearbeiten und dir ggf. Bedienfunktionen die Festhalte-Tastendruck-Bedienfunktionen nicht leicht zu erreichen machen - ich suche mir oft Geräte, die das mit einer Hand oder Handspanne schaffen, damit ich die andere für "was anderes" nutzen kann.

(Ein kleines Feedback)
Leider brauche ich für meine Musik zu meiner Schande relative viele "Features" - und sogar Eigenschaften. Deshalb ist aber total wichtig WAS man macht und wie - Bei mir gibts auch "Rhythmen" und Loops, Slices und alle das Zeug. Mein Set ist unterwegs klein, 2 Tribes alten Schlages - weil mehr darf man nicht mitnehmen ins Flugzeug. Und iPad als Synth - die Synth spielen aber eine supergroße Rolle in der KLANGVERBESSERUNG - zB für Drones, Melodien und "Noises".
Ich nutze sehr viel und was ich nicht mitnehmen muss, mach ich dann halt "damit" und was geht wird auch genutzt.



EIN BISSCHEN EGO BLABLA..
Deshalb kommt es schwer drauf an, was ist - das du am Ende "keine Groovebox" als bessere Lösung hast ist eigentlich interessant und für den Style vielleicht auch gut, ich hab über Looper für meine Live-Spielaktionen auch nachgedacht - weil ich hätte gern, dass da ein paar Flächen auch weiter laufen außerhalb der 4 mickrigen Takte - ansonsten scheint mir die Digitakt nach wie vor nahe zu sein - nicht aber 1-3 Bedienmethoden und diese unnötige Beschränkung - da hätten ein paar mehr LEDs schon noch hin gepasst - auf die Tribes X hätten auch 16 gepasst und ich hätte sie auch genutzt..
Aber da wir ja unsere Musik in Patterns aufteilen "sollten" ist das auch nur ein Modell.
Manchmal würde es wohl besser passen man hat noch ein drittes oder viertes Schema und Kombination.

Ich arbeite aber auch auch für mehr Dynamik und Polyphonie - die ich aktuell NUR mit dem Livesynth habe - und auch wenn nicht alles voller Melodien ist, so ist es ein Freiheitsgrad den man vermisst, wenn er nicht da ist.
Das Dinge nicht wie auf dem Album umgesetzt werden können ist dann noch das kleinere Übel.
Ich verändere alles - live muss alles neu und zum Raum passend sein, daher ist mir diese Änderung von allem wichtig - und ansich ist es das was mir die verschiedenen Angebote schwerer macht.

WAS MACHT MAN AUS DEM GROOVEBOX-GERÄT ODER / UND LOOPER Salat?
Dennoch kann ich mir auch auf eins einschießen und das beste draus machen - ich werde es vermutlich wieder bei 2 Geräten enden lassen.
die Synths sind hingegen leicht und klein - das ist nicht so schlimm - und man kann eben ein iPad als Ersatz nutzen.
Dennoch schraube ich gern als Teil der Performance und damit mein ich nicht "Cutoff drehen" - die Beispiele oben sind ja alle "Techno" - und ich habe "Songs" und habe auch "Techno" irgendwie teilweise drin - nur nicht so .. ja wie sag ich das ohne das wertend zu sagen - ich mag wenn es variiert, mal leicht mal nicht und es auch mal eine echt lange Melodie sein darf oder sich Beats scheinbar kaum wiederholen und dennoch interessant sind (für Body UND Brain).


WIE KANN MAN GROOVEBOXEN EINSETZEN UND WAS IST GUT?
Ich mag aber was hier abgeht und finde es auch gut zu sehen von euch was ihr unter einem guten Einsatz versteht - wie's bei mir aussieht siehe Artist Profil die neuesten Videos auf Youtube unter Moogulator - denn es geht ja um Musik - ich würde das aktuell als eine Mischung aus dark etwas ambient und industrial und idm sehen - Britzelpop ist es halt. Ich freu mich total, wenn ihr eure Performance auch in den Mittelpunkt stellt - das was ihr gut könnt mit einem gut gewählten tollen Set.
Das was passiert sieht man in einem Video recht gut - deshalb sind Videos sehr gut.
Wer da nicht ist, der ist natürlich kein Musiker und hat kein Studio ;-)

Ich mag deine Musik vor allem das hier höre ich manchmal beim Arbeiten:


https://www.youtube.com/watch?v=pso01-psAIM&t=518s&ab_channel=Moogulator


Die Passagen um Minute 22 und 35 herum, sind für mich das Highlight. Dass Du dafür viele Features brauchst, ist natürlich völlig klar. Deine Musik ist sehr orchestral, so würde ich es mal nennen. Ich verstehe auch, dass du da schnell und einfach zugriff auf viele Sachen brauchst.

Was ich nicht weiß, ist ob du nur Technik suchst, um weiterhin umzusetzen, was du ohnehin schon machst. Oder ob du mit der technischen Veränderung auch konzeptionelle Änderungen mit deiner Musik erreichen möchtest. Letzteres wird sich womöglich gar nicht vermeiden lassen. Wenn man beispielsweise eine Gitarre durch eine Harfe ersetzt, hat man zwar immernoch ein Saiteninstrument, wird aber sicher andere Musik machen, selbst wenn man dieselben Melodien und Akkorde spielen möchste, denn irgendwann fällt einem ein, dass man auf einer Harfe viel größere Akkordintervalle spielen kann und schon ist man in fremden Terrain und erforscht neue Wege, Ich will damit sagen, dass sich deine Musik ganz sicher sehr verändern wird, und zwar anders als Du vermutlich denkst, wenn du andere Groveboxen einsetzen wirst. Bleib neugierig!

Viele Grüße
Martin
 
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Das Stück heißt "Frage Antwort" und ist nur Electribe SX. Deshalb spiel ich das auf minimaleren Shows mit wenig Gear.

Der Thread ist nur weil ich es schön finde sich auszutauschen, ich erwarte "nichts" aber Spaß und ggf. Erkenntnisse für alle, hat nix mit "mir" zu tun.
Ich muss zugeben, dass ich zwar "Updates" plane aber ich bringe das nicht ins Forum - ich mache diese Entscheidungen halt einfach still. Doof ist dabei halt, dass man keine älteren Stücke mehr spielen kann oder muss diese nachbauen. I
st aber zu viel Egobla für hier -

ich gehe davon aus, dass sich die Leute nicht für Musik der anderen zu sehr interessieren sondern suchen was für sich (was total ok ist) - für mich ist das einfach keine Gearfrage sondern sehr individuell - deshalb will ich immer wissen WAS ihr macht und wieso damit und was genau damit.
eine Liste oder so würde mir NICHTS bringen.


daher habe ich einfach einen total anderen Findungsmodus und nachdenken -
zwar ist es auch technisches aber am Ende muss man sich selbst gut kennen und manchmal sich auch auf den Prüfstand stellen und so weiter. Ist aber nicht das richtige für hier - weil es einfach zu viel mit meiner Musik und meinem Stil zu tun hat. Das wird keinen hier interessieren. Musiker mögen idR nicht zu gern wenn jemand sowas tut, aber ich würde sehr gern viel mehr über sowas von euch hören und lesen. Manchmal schaffe ich es mit komischen Fragen.
 
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Haha, du machst schon was und du kannst es auch beschreiben - auch wenn du jetzt nicht der "typische" Groovebox-Typ bist so ist es doch interessant WAS du damit machst. Ich war gestern bei einem Festival wo die MC707/101 sehr konzeptionell genutzt wird und die machen das komplett anders als ich zB - es kommt daher drauf an was und wie man es macht.

@fanwander hat dafür seine Electrix Repeater am Start soweit ich weiß, leider nur schwer und teuer zu bekommen.
Ein recht altes Ding. Kenn ich auch, sogar gut zu bedienen - aber recht "groß". Lieber hätte ich aber "spielen und ändern". Looper sind natürlich Audio Tools, MIDI Looper geht - Loopa zB ist ok - aber ich mag wenn ich einspielen kann und es direkt einsetzen kann - MiditraC kann das ziemlich gut. Hab es aber nicht geschafft bisher Sync und MIDI zusammen zu kriegen - aber ich will eben minimal bleiben bei "Menge" - nicht mehr als ein Case voll Zeug und ideal gibt es eine Reduktion auf 1-2 Geräte die man mitnehmen kann - vielleicht auch 3 - unter 8kg zusammen.
 
auch wenn du jetzt nicht der "typische" Groovebox-Typ bist so ist es doch interessant WAS du damit machst.
Wohl wahr, was das typische angeht. Ich hab die MC-707 genau 1x bisher typisch genutzt, nämlich im Jamuary-Beitrag "Raindance" (dem schon erwähnten 90er Trance), da sogar incl. typischem, manuell ausgelöstem Snare-Roll mit Crescendo, was dank der Pads der MC-707 sehr gut funktioniert. Ansonsten nutze ich sie jetzt, wo ich sie das 2. Mal habe, mehr als Soundmodul als vorher, aus schon genannten Gründen, vor allem weil man ja pro Clip einen anderen Sound zuweisen kann (was zB beim Fantom nicht geht, der kann nur 1 Sound pro Zone/Track), was die MC-101 genauso beherrscht und das mit der Auswahl dort sogar noch besser gelöst ist, weil man da pro Track die 16 Pads zur Clipwahl zur Verfügung hat.
 
Auch auf die Gefahr hin, daß das ein bißchen Off Topic geht, möchte ich hier an dieser Stelle mal was von "EMX-Großmeister" Mistabishi reinwerfen, dessen Kanal übrigens mittlerweile in "Skarkreem" umbenannt wurde. Dabei steht zwar der Jam-Aspekt etwas hinten an, etwas anderes ist aber sehr faszinierend und zwar die Tatsache, daß es selbst bei vermeintlich schlichten Geräten unendlich viel zu entdecken gibt und wir die Instrumente, die wir benutzen, viel zu oft einfach nicht tief genug erforschen, um ihr Potential auch voll auszuschöpfen. Und weil hier bereits Metal erwähnt wurde und ich weiß, daß Moogulator, so wie viele andere Thread Teilnehmer sicherlich auch Interesse an der etwas härteren elektronischen Schiene in Richtung EBM und dergleichen haben und es ja auch um Grooveboxen geht... zieht euch doch bitte einfach mal das hier rein:


https://youtu.be/Tey-lmdCzxA


Und hier erklärt er es noch ein bißchen genauer:


https://youtu.be/munEhOMbmjA
 
Ich hab das Ding - 2x sogar, beide unterschiedlich kaputt ;-)
Kenn ich also, aber es ist noch immer so, dass viele die unterschätzen, weil die Klugheit steckt im Sequencing von supereinfach-Synthmodellen. Sehr gut auch um mit leerer Maschine beim Gig aufzukreuzen und doch "irgendwas" zu präsentieren. Leider ohne eigene Samples - sonst wäre es auch zu schön gewesen. Aber - 20 Jahre her. Meine Audioausgänge wackeln.
 
Wenn es jetzt doch mal mehr um den Aspekt des Jammens geht und was man darunter versteht - Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, halb vorproduzierte Sachen zu performen, also letztendlich mit Patterns zu arbeiten, die live gemuted, effektiert und transponiert werden, was dann auch mit Geräten möglich ist, deren Wiedergabe beim Schreiben öfter mal gestoppt werden muss. Das wäre wohl auch mein Ansatz, wenn ich live auftreten würde. Wir hatten ja in diesem Thread auch schon die (wie ich finde schwer unterschätzte) MC-303 erwähnt - damit ist das ja eigentlich auch gar nicht anders möglich. Sorry, daß ich hier immer mit diesen ollen Kamellen ankomme aber ich mag die einfach viel lieber als diese Loop-basierten Konzepte von Elektron und Co oder diese Launchpad-artigen Sequencer mit tausend Steptastern... Mit diesem Clip-basierten Krams wie MC-707 werde ich auch nicht richtig warm. Dann für mich lieber etwas mehr Vorarbeit mit MPCs, MCs oder QYs...
 
Groovebox Runde - 1

zum Thema.
Dabei geht es auch um Ziele wie eher Reproduktion, welche Maschine "denkt" wie und welcher Kompromiss passt ggf. besser, wir machen das hier eher spielerisch - und erklären nicht jedes Detail sondern deuten an für welche Musik was ist und sagen was wir so tun und zeigen ein bisschen - als ersten Ansatz für alle die sich neu aufstellen wie ich gerade oder aber was suchen was zur Musik und der Art der Musik passt.
 
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Mich würde auch interessieren, wie ihr eure Livesets unter Kontrolle habt, was ihr musikalisch damit macht und wie das gelöst wurde.
Habs ja schon im Probe-Podcast angetönt, aber hier gern nochmal ausgeschrieben; ich fahr da zweigleisig.

- Das Bandprojekt hängt an der Logic-Timeline (oder mittelfristig an einem Ableton-Set, zwecks Flexibilität). Da läuft alles drauf; Soundwechsel, Backings, Clicks, das Licht, jeder Controller und seine Zuweisungen an/aus und mittelfristig wohl auch noch eine Command-Spur, damit jeder weiss wann wo stehen. Das einzige was wir live noch tun müssen ist Spass haben und unsere Parts spielen - Vocals, Drums, Gitarren und vereinzelt E-Bass, sowie das Gehacke auf Pads und Tastaturen.
WICHTIG: das bedeutet nicht Reproduktionsauftritt. Vermutlich sind die Teile, die wir live spielen, noch am nähesten an den Originalversionen der Tracks. Der Rest schiesst, analog zu den teils grossartigen Rework-Shows eines Madeon, Porter Robinson oder Trent Reznor, völlig ins Kraut, aus vier Minuten werden dabei auch gerne mal acht. Selbst ich, der vorm Gig nochmal das Projekt überfliegt, hat nicht alles auf dem Schirm, ob jetzt da jemand aus Spass an der Laune einen neuen Drop gebastelt hat oder sonst Parts ausgewechselt. Ich sehe das ganze auch nicht als Betrug am Pöbel an. Die Teile, mit denen wir uns live austoben und die einen Gig von der Platte unterscheiden, gehen wir einfach zu ca. 50/60% bereits in der Vorbereitung an. Freakouts im Sequenzerkram kann auch der Timecode machen, groovt nämlich mehr. Die Live-Parts kann man noch genug an die Wand donnern und sich in den Boden schämen, wenn man will. Ansonsten geniesse ich es, reinzugreifen und mir keine Gedanken um meinen Sound machen zu müssen - oder bei allfälliger Müdigkeit einfach auf einen Switch kicken zu können und mich vorübergehend komplett Playback zu setzen (ausser die Gitarrenspuren, die muss ich live machen. Gruss an unseren Drummer, du arme Sau.)

- Das völlige Gegenteil mach ich an gezielten Elektrosessions; auch da eher ungern allein (dafür hab ich meine Jam-Reihe auf YouTube), aber dafür mit dem Ziel, den Moment zum Prinzip zu erklären. Hier sind teils noch nicht mal die Spuren gemappt, maximal noch in den Synths ein paar Marker gesetzt, wo schnell gute und universal einsetzbare Sounds zu finden sind (Gruss an Heckmann und sein glorioses Favosystem). Natürlich hat man seine bevorzugten Werkzeuge, ein paar User-Presets griffbereit, aber ich mag es, bei solchen Sachen wirklich mit nem blanken Set reinzustarten. Command+N und los, setz die Kick. Das wissen die Leute aber auch - da setze ich ihnen keinen nachdenklich böllernden Dreampop-EDM-Indie vor die Nase, der inhaltlich Fragen aufreisst, da ist das Set dann der Höhepunkt an sich, das Erleben des Beinahedurchdrehens der Typen an den Laptops (oder der Groovebox, ich sollte mir da beizeiten mal was mit Circuit und Summit stricken, das hat ziemlich geböllert neulich, aber transportier das mal. Bezahlt mir jemand zwei Peaks?)
 
Mein kleines Setup (MC707, MX1, Boutique D05, Boutique JD08, Aira TB-3, Aira VT-3, Novation SL 61 MK3, Roland W-30) läuft ohne Probleme wie geschnitten Brot. Auch die Zusammenstellung des gesamten Setups ist eine grundsätzliche wichtige Frage. Wenn man ergänzend zu seinem bestehenden Setup eine Groovebox sucht wird es bestimmt komplizierter als wenn man gleich mit einer startet und den Rest des Setups darauf abstimmt. So ist es nur logisch (und auch von Roland vorgesehen) das ich fast alles von Roland habe und problemlos über die MX1 läuft - so ergibt es nicht nur technisch einen Sinn sondern auch vom Workflow her. Das muss natürlich jeder selbst entscheiden.
 
Der Podcast ist ja noch nicht released, das können wir dan noch nachlegen, passt ja durchaus zum Thema, danke dass du hier nochmal nachlegst, da es voll im Thema ist und sehr helfen kann sich selbst zu finden.

@notreallydubstep

Supersicher, dass Stil und Vorstellung wie man etwas umsetzt natürlich eine Auswirkung hat - meine Wahl habe ich getroffen und auf viel Speicher und etliches andere verzichtet um viel Realtime SOFORT umsetzen zu können - kurzer Weg von Hirn zu fertigem Sound und Struktur - denn als Musiker muss man ansich 1-2 Takte vorher schon wissen was man machen wird - bei reiner Reproduktion auf hohem Level ist das anders - aber da ist ein hochwertiger Sound wieder sehr wichtig und da würde ich in der Tat auch andere Geräte verwenden.

Deshalb nutze ich (noch) die Tribes und liebäugele am meisten mit meinem Denken zu Digitakt und Octatrack plus Deluge oder MC707 - die MPC ist auch noch nicht total raus aus dem Rennen, da die einige Qualitäten liefert, die sonst fehlen würden. Aber mehr als 2 Geräte will ich nicht für das Sequencing. Alternativ kann man natürlich auch Hapax und Sampler und Synths andenken - bzw den als Ergänzung für zb eine MPC nutzen, die ja im Step-Sequencing nicht sehr stark ist - siehe auch unser Video, weshalb wir das sagen - und wir machen ja 3 verschiedene Stile und eigentlich sogar mehr, ich jamme zB mit einem Teilset.

Für ein 4 Kanal - Opus für Konzert würde ich auch anders planen als für einen Jam mit diversen Musikern.
 
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Na wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich eine GroupBox mit 4 Spuren rausbringen.
wenn sich die Leute davon zwei Stück kaufen, werden sie feststellen dass das immer noch zu wenig ist. Haha✌️👍🤣
 
Mich würde auch interessieren, wie ihr eure Livesets unter Kontrolle habt, was ihr musikalisch damit macht und wie das gelöst wurde.
So, und jetzt das Ganze nochmal Ernsthaft beantwortet.

Ich hatte ja schon an anderer Stelle über die Kombi aus Deluge (OLED) und MC-707 geschrieben und konnte diese Kombi am letzten Wochenende beim Nerdlich (Du warst ja dabei) in der Praxis austesten. Als Tastatur für dieses kleine Besteck diente ein altes Edirol PCR-300, welches mir aufgrund seiner Splitfunktion eine sehr schnelle Umschaltung der MIDI Kanäle ermöglicht. Das Ganze wurde mit einem CME U6 MIDIPro verschaltet, welches sich dabei bestens bewährte und keinerlei Aussetzer oder sonstige Probleme bereitete, ganz im Gegensatz zum performenden Musiker :). Ich hatte zur Sicherheit noch den MIDIHub dabei, der wurde aber nicht gebraucht. Zum CME schreibe ich im entsprechenden Thread noch etwas.

Audiomäßig war der Deluge an die MC-707 angeschlossen, die ja 2 Eingangspaare bietet, die man sich auf zwei oder mehr Kanalfader legen und in der Lautstärke regeln kann. Spart das Mischpult, und durch den getrennt regelbaren Kopfhörerausgang der MC-707 ist auch ein Vorhören möglich.

Der erste Track wurde komplett mit dem Arrangermode des Deluge gefahren und ich habe lediglich Fills und Soli beigesteuert, alle Sounds kamen aus der MC-707.
Beim zweiten Track kamen die Drums vom Deluge und der Ablauf wurde durch Umschalten der Gruppen im Songmodus des Deluge bestimmt, was auch prima funktionierte.
Diese Kombi werde ich dann wohl öfter mal einsetzen, also entweder mit der MC-707 alleine oder mit MC-101 und KS Rack plus Mischpult als Alternative, und mit wechselnden Tastaturen, je nach Anforderung.
Nachteil der Kombi sind die langen Ladezeiten bei der MC-707, wenn man das jeweilige Set als eigenes Projekt anlegt und dann dieses nachladen muß - da hatte ich im Vorfeld leider verschlafen, die beiden Projekte zu einem zusammenzulegen, das wäre ohne weiteres gegangen. So lernt man dazu. Ich hätte dann allerdings auch mit Program Changes fürs Umschalten der Scenes an der MC arbeiten müssen, was ich mit dem Deluge bisher noch nicht gemacht habe, das wird dann die nächste Stufe :)
 
Weiß nicht, ob das hier reinpasst. Aber Alex Fain scheint ausschließlich mit Grooveboxen als Hauptgerät live zu spielen. Er nutzt die Grooveboxen von Roland und Elektron plus dazu jeweils "Beiwerk-Synths" (TM) von Behringer und Moog. Ist zwar alles Techno und House, aber ich finde, dass dies auch einen guten Überblick gibt.

 
Ich sehe 2 generelle Konzepte, eigentlich etwas mehr,
nämlich die Matrix-Anzeige und die Lauflicht-Anzeige.

Ich habe leider festgestellt, dass die Matrix meist mehr Zeit braucht und Orientierung und daher oft schon weil die Anzahl der Zeilen oft eher 8 und nicht 12 ist man auch keine Oktave voll sehen kann. Das ist mit Ausnahme des Hapax mit seinem Display in dem man die anderen Töne im Umfeld sehen kann schwierig für einen Auftritt für Leute die Noten aus dem aktiven Arrangement nehmen möchten (bei mir ist das Standard und absolut nötig).
Für die Reproduzierenden ist das egal - und es hat den Vorteil, dass diese Konzepte nahezu alle bis auf den Seq12 ohne Limits arbeiten - beim Seq12 hat man aber eine Oktave im Blick weil es eben 12 Reihen sind.

Ich bin oft viel schneller mit einfachem Lauflicht - also das Konzept MC707 (stellvertretend für alle anderen bis Elektron und Co)

Es gibt noch Lauflicht und Nicht-Step-Schwerpunkt - das sind die MPCs und Die Force - dort gibt es zwar einen Stepseq, der aber kann nur monophon denken und ist damit eigentlich "raus" für Lauflicht/Step-Arbeiter. Ich nutze Steps oft zum löschen weil ich ja weiss wo der Akkord sitzt und zum wieder rein schieben von Tönen, die meisten Matrix-Systeme müssen natürlich auch beim SLicer da gesetzt werden wo der logische Punkt ist und das geht nicht intuitiv und schnell.

Das ist sicher ein großer konzeptioneller Unterschied, den man betrachten sollte. Das halb-Danken liegt mir nicht so sehr, also ich kann nicht gut mit was klar kommen wo es dann 4 Töne in einer Oktave gibt und zeige nur die an - das erfasse ich einfach nicht richtig.
Die Idee ist aber gut - nur eben nicht für mich.

Die Arranger der Matrix-Geräte und die Längen sind dafür aber für eine breitere Sicht oft nicht übel.
Es ist also schwer abhängig von jedem als Musiker welches Konzept man da nimmt und auf was man verzichtet. das Löschen von Tönen ist nicht überall gleich - und für mich wichtig - spiele meist live ein und lösche per Step.
bei der Force muss man dann auf dem Display die Events suchen und löschen und ggf. später wieder rein setzen - das ist schwierig - und und und.
Aber man kann sich auch an einiges gewöhnen und die VORTEILE dort nutzen.

Daher ist eine Kombination sehr unterschiedlicher Konzepte nicht schlecht.
Das endlos-Speicherkonzept des Deluge ist sehr verführerisch und auch die kompakten Maße. Die Effekte hingegen finde ich nur halbgut. ;-)
Also Backing ist er super, als Performance-Teil nur mäßig-

Und so hilft es hoffentlich dem ein oder anderen..
Auch die Sache mit den Substeps haben die Lauflichter inzwischen gut gelöst und schnellere Trigger eben so umgesetzt - bisher ist das cool, bei Matrix-Eingabe und genug Zeit ist damit aber auch feineres möglich und in Studio-Umgebung machbar - was in Lauflichtern zu viel Auflösung kosten würde, wenn man da diese hochdrehte, da viele ja eh nur 4 Takte haben - und das für mich eh schon zu wenig ist..
Aber da Trigger für Drums ausreichen kann man hier durchaus die Idee haben Digitakt und Co für Drums zu nutzen und für die Melodien und so etwas mit mehr Platz..
 
Da gibt es auch einen polyphonen Stepsequencer wenn mich nicht alles täuscht.
ja, gibts - die Force hat einen - die MPC Serie (rest) nicht, dort ist der Stepseq eigentlich monophon und eher dafür gemacht um einzelne Noten oder Werte zu setzen und sie schnell zu ändern. Force hat mehrere Views gegenüber der MPC für den Sequencer-Bereich und zeigt dir sonst Pianorollendarstellungen.

Aber in der Maschine gibt es dafür einen Lauflichtseq im klassischen Sinne - da ist es cool.
Da gibt es aber auch das große Vergessen wenn der Step gelöscht wird und wieder neu gesetzt
- neu setzen bedeutet "Default wird auf C4 fest gelegt", das ist gerade bei neueren StepSeq leider öfter so - die Tribes merken sich was vorher als Note vorher gesetzt war war und das ist außerordentlich sinnvoll für live.

Nebeninfo: Bin sicher, dass die nicht so arbeiten wie ich - das kann also für manche komplett ohne Relevanz sein - deshalb dieser Thread um zu prüfen wie ihr denkt / Musik macht und wie ihr Patterns, Noten und andere live ändert oder einspielt oder ob man eben nur Mutes aktiviert oder zB transponiert - besonders die die live arbeiten frage ich hier - weil im Studio ist die Zeit für das oder das ja da - zB löschen beim zweiten Durchlauf oder sowas.. oder man macht ein weiteres Pattern,..
dasselbe für Transpose - außer man hat den MiditraC - da geht pro Spur ein sehr cooles spielbares Transposing mit gewählten Spuren. Sowas ist auch verdammt hilfreich. besser als da hab ich das noch nicht gesehen.
 
Jetzt wo Push 3 dazu kam (und der Thread da ziemlich explodiert) und die MPC Serien One und X aufgewertet wurden durch mehr Prozessor-Kraft
Hat das was verändert an eurem Empfinden zum Thema?

Push halt ich nicht für DAS Jam-Tool aber die Maschinen werden stärker.

Beobachtungen von Bands und Livekram scheinen mir hilfreich zu sein und da sieht man bestimmte Geräte ja öfter und manche eher selten, da zu kann jeder gern was schreiben aus persönlicher Sicht und aus der eigenen Musik, die aber aus mehr als 1 Melodie und einem Beat bestehen sollte.

Anekdötchen: lustig ist, dass man da auch nicht so selten die ganz kleinen ganz einfachen Teile wie Volcas und Rolcas sieht. Spontaner Bodenjam auf der Superbooth zB - auch wenn man nicht AA Battery heißt sind da schnell möglich.


**Also Meinungen gern rein geben, nachdem es so das ein oder andere neue Zeug gibt..
 
Live Konzept von TribalNeed mit RC505, Juno 106, Mic, Djembe, Kaossilator und Toykeyboard. Also stundenlange Unterhaltung mit wenig Gear geht. Zentrale dürfte die RC sein.

 
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Ableton Push 3 erfüllt genau das für mich <3

man kann hier direkt in den Sound eingreifen und hat alles in griffiger nähe. "Keyboard", Soundbrowser, Effekte und das wichtigste man kann selbst entscheiden wie lange ein Loop / takt sein soll, darf, muss.
 
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Demzufolge Juno ist Groovebox ;-) Aber ich seh KP und Kinderdrummachine die den Job eigentlich tun.
Hier ist wohl der Boss RC505 die Groovebox... steht rechts unter dem 106.
Bin auch gerade auf der Suche nach einem Looper (vorzugsweise RC505 MK2), um mal zu schauen inwieweit man die Arbeitsweise mit dem Octatrack vergleichen kann...
 
Hat das was verändert an eurem Empfinden zum Thema?
Jo: Ich hab mir ne Maschine Plus gekauft, nachdem die Push 3 Sachen hat, die ich nicht brauche (MPE, Akku), aber ihr Sachen fehlen, die für mich wichtig sind (Richtiges MIDI, Arranger/Songmodus). Außerdem braucht man für Push 3 eine entsprechende Version von Live, wenn man ihn richtig nutzen will, und ich hab nur Lite (eine Sonderversion von Intro wird mitgeliefert), bedeutet also nochmal Geldausgabe, die brauchts bei Maschine nicht, da bekommt man die volle Software dazu.

Dazu kam jetzt noch die Jam, das ist eine durchaus vielseitige Kombination, ist aber erstmal fürs Studio und nicht für live gedacht, das kann sich aber auch ändern.
Muß mich erstmal in den doch sehr anderen Workflow der Maschine reinfuchsen.
 
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