Brainstorm Mindestbudget für eigene Musikproduktion?

Es ist doch selten das Budget, an dem eine brauchbare Musikproduktion scheitert, denn im Prinzip reicht ein ganz normaler PC dafür aus.
Software in allen Variationen gibt es massig für sehr kleines Geld, manches ist mit ein paar Einschränkungen sogar völlig kostenlos zu bekommen.
Wer jedoch schon mit Minimalequipment nichts gebacken bekommt, der wird auch mit dicken Synthesizerburgen nur schnöde herumdudeln.
Oft trefffe ich Leute, die sich als den obercoolsten Kunstmaler bezeichnen, aber mit einem Kuli in der Hand auf einem Bierdeckel fürchterlich scheitern.

Nicht Jeder hat ein ausgeprägtes musikalisches Verständnis und wirklich wichtig ist das Können eine Portion Erfahrung und der Blick aufs Ganze.
Ich glaube, dass da ein Widerspruch in Deiner Aussage steckt. Einerseits sagst Du, dass ein normaler PC mit Freeware für Musikproduktion ausreicht. Dann ziehst Du einen Vergleich zur Kunst und sagst, man müsse auch mit einem Kuli und einem Bierdeckel Kunst machen können. Übertragen auf Musik bedeutet das aber genau, dass man vielleicht erst mal in der Lage sein sollte, mit der eigenen Stimme, einer Trommel, Blockflöte oder Gitarre Musik zu machen statt mit einem PC und Software.

Meiner Erfahrung als Musiklehrer nach sind Herz, Hand und Verstand drei Facetten unserer Persönlichkeit als Mensch, die immer parallel angesprochen werden müssen. Daher bin ich eigentlich überzeugt, dass man Musik besser an akustischen Instrumenten erlernen kann als an elektronischen und - wenn man dann weiter ist - besser an Hardware als an Software. So wird dann genau der umgekehrte Schuh draus. Wer mit einer Burg von Hardware-Synths Musik machen kann, könnte es wahrscheinlich auch mit Software. Umgekehrt sehe ich das nicht. Ich glaube nicht daran, dass man Musik "digital" erlernen kann. So wie ich auch überzeugt bin, dass beim Lernen des Lesens und Schreibens nichts daran vorbei führt, erst einmal mit dem handschriftlichen Schreiben zu beginnen.
 
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wahrheitsanspruch ist mein zweiter fake vorname.

das ist brutto übrigens. damit´s da keine mistverständnisse gibt.

Dann bleibt ja sicher noch Geld übrig. Wahrheit ist wichtig! Ich fahre dann morgen mit der U-Bahn von unserem 300 Seelen Ort nach Ibbenbüren zu Musik Produktiv und lasse mich mal richtig gut beraten. Muss zwar in Quackenbrück umsteigen, aber das hat man davon, wenn man auf dem Land wohnt. Das von Kevinside genannte Angebot von Edeka mit 5.99 erscheint mir suspekt. Die Midi-Spaghetti von denen schmecken auch immer so entsetzlich nach Plastik, aber recht knusprig an den beiden Enden.

So, Spaß beiseite. Das Thema ist mal wieder so etwas von ungenau formuliert, da würden 743 weitere Antworten kein Ergebnis finden. Nicht mal 42 als Antwort passt, denn die Frage dazu war recht genau formuliert.
ABM für das Forum? Vorgezogenes Sommerloch? 🤔
 
hol dir ein 9 euro ticket, damit kannst dann hinterher bis nach sylt durchfahren und noch einen assi-urlaub dranhängen.

mit glück triffst du dort auch das ein oder andere sommerloch, das dich mit sinnlosen fragen zu deinem neuen 16,95 studio sommerlöchert.


Daher bin ich eigentlich überzeugt, dass man Musik besser an akustischen Instrumenten erlernen kann als an elektronischen

das ist, weil jeder immer erst mal von sich ausgeht. ich kann mir auch immer nicht vorstellen, wie jemand überhapt mit einer DAW umgehen kann, wenn er nie einen atari, einen inline mischer, ein multritrack tape hatte und wenn er nicht mal klavier spielen kann.

und dann treffe ich 22 jährige, die seit 3 jahren ableton benutzen, und ganz hevorragend damit - wenn auch sehr merkwürdig und unverständlich für mich - umgehen können. wenn die dann bei mir gucken wie ich das gleiche mit max mache, dann verstehen die wieder nix mehr.

und wieder jemand anderes benutzt einfach immer noch seine bandmaschine von 1975, und das funktioniert auch.
 
Ich glaube nicht daran, dass man Musik "digital" erlernen kann.
Ach da gibt es so einige Computermusiker aus den 80er die das gut geschafft haben, meine ich. Gut sind auch viele Sachen abgekupfert usw. aber wenn man auf solche SiD und Trackermusik steht, dann ist das schon ok. Dann gibt es noch Künstler wie Deadmouse, der hat keinen großen Schimmer von Instrumenten oder gar Harmonielehre usw. und schubst lieber Klötzchen solange hin und her bis es passt, mithilfe von ein paar Tools vielleicht noch, aber das reicht anscheinend aus.

Ich denke in der elektronischen Musik kann man weniger klassischer Musiker sein als in anderen Musikrichtungen, aber das ist nur eine Vermutung.

Ich habe mit einem Synthesizer und ein Buch übers Keyboardspielen angefangen, da waren dann so Erklärung über Akkorde, deren Umkehrungen, Grundton, Dur- Moll usw. drin. Das hat mir dann geholfen wenigsten einigermaßen klar zu kommen. Das erste Jahr gab es auch gar nichts wo mit ich hätte MIDI aufnehmen können, der AtariST kam viel später dazu, also war noch mit zwei Kumpels üben angesagt und dann auf Kassette aufnehmen. Einen Amiga hatte ich auch noch, da liefen dann Drumbeats und FX ab und das war unser Metronom sozusagen. Ok in der Grundschule hatte ich noch Blockflöte und konnte ein paar Weihnachtlieder nach simplen Noten spielen, aber ob das als musikalische Ausbildung gilt, wage ich zu bezweifeln 😂
 
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Ich glaube, dass da ein Widerspruch in Deiner Aussage steckt. Einerseits sagst Du, dass ein normaler PC mit Freeware für Musikproduktion ausreicht. Dann ziehst Du einen Vergleich zur Kunst und sagst, man müsse auch mit einem Kuli und einem Bierdeckel Kunst machen können. Übertragen auf Musik bedeutet das aber genau, dass man vielleicht erst mal in der Lage sein sollte, mit der eigenen Stimme, einer Trommel, Blockflöte oder Gitarre Musik zu machen statt mit einem PC und Software.
ich bezog das nur auf das Talent.
Wer absolut null Taktgefühl hat und auf einer Tischplatte mit seinen Fingern schon nichts hintrommeln kann, dem nützt auch das teuerste Ludwig Drumset nichts.
Matürlich kann man mit Ehrgeiz und Übung viel erreichen, aber Musikalität ist eben nicht Jedem in die Wiege gelegt.
Das ist beim Malen doch nicht anders. Wem jegliche Kreativität fehl und so gar kein Gefühl für Farben, Perspektiven, Formen, usw. hat, der kann später immer nur abmalen
Meiner Erfahrung als Musiklehrer nach sind Herz, Hand und Verstand drei Facetten unserer Persönlichkeit als Mensch, die immer parallel angesprochen werden müssen. Daher bin ich eigentlich überzeugt, dass man Musik besser an akustischen Instrumenten erlernen kann als an elektronischen und - wenn man dann weiter ist - besser an Hardware als an Software. So wird dann genau der umgekehrte Schuh draus. Wer mit einer Burg von Hardware-Synths Musik machen kann, könnte es wahrscheinlich auch mit Software. Umgekehrt sehe ich das nicht. Ich glaube nicht daran, dass man Musik "digital" erlernen kann. So wie ich auch überzeugt bin, dass beim Lernen des Lesens und Schreibens nichts daran vorbei führt, erst einmal mit dem handschriftlichen Schreiben zu beginnen.
Das kann ich nicht beurteilen, da ich keinen Unterricht gebe.
Man doch an einem E-Piano oder Masterkyboard auch die Basics für das Klavierspiel erlernen, oder waru geht das nicht?
 
Ich finde die Frage wenig zielführend und auch die generelle Aussage, man braucht nur einen PC. Es gibt genügend Leute, die Musik mit Instrumenten machen möchten.

Daher meine conclusio: Jeder, der Musik machen möchte, überlegt vorher, welche Musik er machen möchte, welche(s) Instrument(e) er dazu mindestens braucht, danach geht es ans Rechnen.

Das Ergebnis reicht dann von Open Source Software auf vorhandenem PC bis hin zur Großbestellung bei Analogia.pl, um den Espen oder Pooley zu machen ;-)
 
Das ist beim Malen doch nicht anders. Wem jegliche Kreativität fehl und so gar kein Gefühl für Farben, Perspektiven, Formen, usw. hat, der kann später immer nur abmalen

Mein subjektives Empfinden ist, das in der Moderne die Maler mit dem geringsten Talent den größten Reibach machen.

Konnte man in der DJ Kulter dem ein oder anderen in den 90ern auch „vorwerfen“.
 
Ich finde die Frage wenig zielführend und auch die generelle Aussage, man braucht nur einen PC.
Ich kenne halt damals von der Amiga-Szene viele, die einfach nur den Amiga mit Protracker und der Computertastatur hatten, einer macht das heute noch so und dem ist eine Klaviatur gänzlich fremd. Es gibt daher meiner Meinung nach schon die Möglichkeit nur mit irgendeinem PC und 0,-EUR anzufangen und am Ende muss das nicht schlechter klingen als wenn man sich ein Heimstudio mit Synth und Rackburg eingerichtet hat. Aber das ist nur meine Meinung als Nichtprofi hier. Ich komme mit beidem zurecht, also mein Midi-Keyboad und eben auch zur Not einfach die QWERTZ Tastatur, habe ich gar kein Problem mit. Gibt auch Leute die spielen über so Pads mit diesen Ableton Push Geräten ein, oder lassen sich Tasten automatisch so legen, dass sie gar nicht die Tonart verlassen können usw. Es gibt heute soooo viele Möglichkeiten seine Noten in die MIDI Spur zu bekommen. Die klassische Klaviertastatur ist nur noch eine von vielen Arten, wenn auch die häufigste.

Vielleicht bin ich da mit meiner Computer Begeisterung seit den 80er auch etwas extrem.
 
Eine gute Abhöre (inkl. etwas Budget für Steinwolle) hilft sehr!
Ansonsten ist sicherlich Erfahrung/Talent das Wichtigste.
 
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Daher meine conclusio: Jeder, der Musik machen möchte, überlegt vorher, welche Musik er machen möchte, welche(s) Instrument(e) er dazu mindestens braucht, danach geht es ans Rechnen.
das glaube ich so nicht, denn das trifft gerade auf die vielen Modularuser oft nicht zu.
Man kauft das gerne, weil man sich mehr für technische Dinge interessiert.
 
ich bezog das nur auf das Talent.
Wer absolut null Taktgefühl hat und auf einer Tischplatte mit seinen Fingern schon nichts hintrommeln kann, dem nützt auch das teuerste Ludwig Drumset nichts.
Matürlich kann man mit Ehrgeiz und Übung viel erreichen, aber Musikalität ist eben nicht Jedem in die Wiege gelegt.
Das ist beim Malen doch nicht anders. Wem jegliche Kreativität fehl und so gar kein Gefühl für Farben, Perspektiven, Formen, usw. hat, der kann später immer nur abmalen
Nun, was ist Talent und was ist frühkindliche Prägung? Das ist höchst umstritten. Sicher gibt es so etwas wie angeborene, genetisch bedingte Begabungen. Entscheidender aber für die Musikalität (und im Grunde auch für alles andere) ist die Förderung im Alter bis zu 10 Jahren ... Was Hänschen da nicht lernt, ist für Hans später nur schwer aufzuholen.

Man doch an einem E-Piano oder Masterkyboard auch die Basics für das Klavierspiel erlernen, oder warum geht das nicht?
Ja, kann man. Und wird auch oft gemacht - allein schon aus Kostengründen, da ein akustisches Klavier vielen Menschen zu teuer ist. Aber Du wirst feststellen, dass ein akustisches Klavier in einem Raum Kinder magisch anzieht, ein E-Piano nicht. Ganz genau erklären kann ich das Phänomen nicht - ist halt langjährige Erfahrung und Beobachtung.
 
Gibt auch Leute die ….. lassen sich Tasten automatisch so legen, dass sie gar nicht die Tonart verlassen können

Die gibt es, bin zufällig einer davon. Egal was du drückst, es passt. Beste Erfindung ever!
Genaus wie (open-) Chord Generatoren. Stellst zum Beispiel B Dur (Bmin) ein und ab geht’s. 😊
Ist ja nicht verboten näää ✌️🤣
 
Einen direkten Preis kann man hier nur schwer angeben. Es kommt zum einen auf persönliche Vorlieben drauf an, und zum anderen wie weit man bereit ist zu gehen-bzw selber zu bauen in Punkto Raumakustik.
Grundsätzlich kann man aber sagen: entsprechend großer Raum nur zum Musikmachen, Rechner+Co, Audiointerface, gute Boxen, in deinem Fall Mikro mit Ständer und so...und natürlich auch die zu behandelnde Raumakustik gehört eigentlich schon zum Pflichtprogramm.
Ein Fahrrad, eine Waschmaschiene oder eine Tischkreissäge brauchst du dir da wohl nicht reinstellen

Aja, und KABEL...Kabel sind wichtig! Gute Kabel kosten auch schon bissl was
 
weil er es kann und ich nicht
Doch...irgendwann wirst auch du es schaffen. Ich hör da jetzt nichts raus was nicht relativ einfach zu machen wäre. Natürlich ist so eine Demo nicht in 10 Minuten fertig geschraubt.
Der Typ würde selbst mit dem uralten FreeVST Synth1 wundervolle Musik machen
Solche "Typen" hats schon gegeben, bzw gibts ja immer noch.
Das sind halt größtenteils jene, die sich von Foren fernhalten und ihre Zeit lieber in die Musikproduktion und anderes stecken.
 
Nun, was ist Talent und was ist frühkindliche Prägung? Das ist höchst umstritten. Sicher gibt es so etwas wie angeborene, genetisch bedingte Begabungen. Entscheidender aber für die Musikalität (und im Grunde auch für alles andere) ist die Förderung im Alter bis zu 10 Jahren ... Was Hänschen da nicht lernt, ist für Hans später nur schwer aufzuholen.
Ich bin da anderer Meinung.
Wir hatten gaaaanz früher in der Schülerband (so mit 14, 15, mal einen Drummer, der jahrelang 2x wöchentlich Unterricht nahm und in jeder freien Minute wie doof am trommeln war.
Irgendwie hatte er ein total mieses Timing drauf, er konnte das einfach nicht. Wenns rauf ankam ging dann unser unerfahrener Gitarrist ans Schlagzeug, der war um Längen besser und hatte das nie gelernt.

Ja, kann man. Und wird auch oft gemacht - allein schon aus Kostengründen, da ein akustisches Klavier vielen Menschen zu teuer ist. Aber Du wirst feststellen, dass ein akustisches Klavier in einem Raum Kinder magisch anzieht, ein E-Piano nicht. Ganz genau erklären kann ich das Phänomen nicht - ist halt langjährige Erfahrung und Beobachtung.
Das stimmt, rein akustische Instrumente haben schon etwas magisches an sich.
 
Ich kenne halt damals von der Amiga-Szene viele, die einfach nur den Amiga mit Protracker und der Computertastatur hatten, einer macht das heute noch so und dem ist eine Klaviatur gänzlich fremd. Es gibt daher meiner Meinung nach schon die Möglichkeit nur mit irgendeinem PC und 0,-EUR anzufangen und am Ende muss das nicht schlechter klingen als wenn man sich ein Heimstudio mit Synth und Rackburg eingerichtet hat. Aber das ist nur meine Meinung als Nichtprofi hier. Ich komme mit beidem zurecht, also mein Midi-Keyboad und eben auch zur Not einfach die QWERTZ Tastatur, habe ich gar kein Problem mit. Gibt auch Leute die spielen über so Pads mit diesen Ableton Push Geräten ein, oder lassen sich Tasten automatisch so legen, dass sie gar nicht die Tonart verlassen können usw. Es gibt heute soooo viele Möglichkeiten seine Noten in die MIDI Spur zu bekommen. Die klassische Klaviertastatur ist nur noch eine von vielen Arten, wenn auch die häufigste.

Mein Statement war in keinster Weise als Abwertung gegen PCs gemeint. Was mich nur oft nervt, ist das Argument, mache das mim PC, kostet ja nichts. Wenn einer Gitarre, Klavier oder Autofahren lernen will, sagt auch niemand, nimm nen PC für den Anfang. Viele sind auch einfach von PCs als Musikinstrumente abgeschreckt. Nach 20 Minuten Garageband war ich total genervt; nach 20 Minuten TR-8S war es umgekehrt.

Die Debatte um guten/schlechten Klang führe ich nicht, da ich weiß, dass beides gut klingt. Mir geht es rein um das haptische Argument. Habe selbst vor zwanizig Jahren mit Traktor aufgelegt und mir alle Steurbefehle auf die Laptop-Tastatur gelegt und das Publikum hat keinen Unterschied zum Vinyl gehört.

Im Übrigen habe ich der Fraudeshauses auch erstmal vorgeschlagen ein Keyboard zu kaufen, als sie Klavier lernen wollte. Da sie in dem Punkt genauso denkt wie ich, hat sie nicht auf mich gehört ;-), sondern auf ein richtiges Klavier gespart und ist nun hochzufrieden.

Vielleicht bin ich da mit meiner Computer Begeisterung seit den 80er auch etwas extrem.

Ist doch genauso legitim, solange du Spaß daran hast!

das glaube ich so nicht, denn das trifft gerade auf die vielen Modularuser oft nicht zu.
Man kauft das gerne, weil man sich mehr für technische Dinge interessiert.
Das mag sein und klingt auch plausibel, aber mir ging es nur um die Beantwortung der Eingangsfrage zum Thema Musikproduktion. Andere Leute, andere Zwecke.
 
Was Hänschen da nicht lernt, ist für Hans später nur schwer aufzuholen
Ich kenne diesen Spruch, und halte ihn für einen Mythos. Sicher...in jüngeren Jahren lernt man leichter fürs Leben. Soweit versteh ich das als bald 50er auch. Aber es heißt nicht, das man nicht auch in späteren Jahren noch etwas lernt was man als Kind nicht gelernt hat.Man kennt auch den Spruch: "man lernt eben nie aus"...da bin ich schon eher dabei. Man lernt im Grunde sein ganzes Leben lang. Das schwierigste ist aber für ältere-das vorherige teilweise vergessen oder verdrängen zu müßen um was neues zu lernen. Sei es jetzt im Alltag, oder was uns die Politik so aufdrängt bis zum Hobby usw.
Wichtig ist: immer weiter zu machen solang es geht. Egal wie
 
Indianerspuch: "Wenn Du merkst dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab."
 
Was mich nur oft nervt, ist das Argument, mache das mim PC, kostet ja nichts. Wenn einer Gitarre, Klavier oder Autofahren lernen will, sagt auch niemand, nimm nen PC für den Anfang.
Was vielleicht daran liegt, dass ein Computer kein Auto ist und auch keine Gitarre und kein Kalvier. Aber er ist ein digitaler Synth. Techno müsste am PC gut gehen, ein Stück für Posaune nicht.

Die Debatte um guten/schlechten Klang führe ich nicht, da ich weiß, dass beides gut klingt. Mir geht es rein um das haptische Argument. Habe selbst vor zwanizig Jahren mit Traktor aufgelegt und mir alle Steurbefehle auf die Laptop-Tastatur gelegt und das Publikum hat keinen Unterschied zum Vinyl gehört.
Vermutlich ist das bei der Akustik in solchen Läden total egal. Das Publikum wird sich auch nicht dafür ineressieren, ob ein Sound mit einem sauteuren Synth X oder einem preiswerten Klon Y oder einem Plugin Z gemacht ist, darum gehen die da nicht hin.
 
Ich kenne diesen Spruch, und halte ihn für einen Mythos. Sicher...in jüngeren Jahren lernt man leichter fürs Leben. Soweit versteh ich das als bald 50er auch. Aber es heißt nicht, das man nicht auch in späteren Jahren noch etwas lernt was man als Kind nicht gelernt hat.Man kennt auch den Spruch: "man lernt eben nie aus"...da bin ich schon eher dabei. Man lernt im Grunde sein ganzes Leben lang. Das schwierigste ist aber für ältere-das vorherige teilweise vergessen oder verdrängen zu müßen um was neues zu lernen. Sei es jetzt im Alltag, oder was uns die Politik so aufdrängt bis zum Hobby usw.
Wichtig ist: immer weiter zu machen solang es geht. Egal wie
Das ist alles richtig. Aber glaube mir, die ersten 10 Lebensjahre sind für die Grundlagen - wie z.B. die Musikalität - absolut entscheidend. Dazu gibt es vielerlei gesicherte Erkenntnisse. Ist übrigens einer der Gründe, warum unser Bildungswesen in Deutschland nicht optimal ist. Wir investieren sehr viel in die Oberstufe, die Berufsbildung und die Universitäten, aber zu wenig in Vorschule (Kindergarten) und Grundschule.
 
Wir hatten gaaaanz früher in der Schülerband (so mit 14, 15, mal einen Drummer, der jahrelang 2x wöchentlich Unterricht nahm und in jeder freien Minute wie doof am trommeln war.
Aber Du weißt doch nicht, welche musikalischen Anregungen der eine oder der andere als Vier- oder Fünfjährige bekommen haben. Es kann also sein, dass deren unterschiedliche Begabung Veranlagung war, aber es kann genauso gut sein, dass der eine in den frühen Kindesjahren viele musikalische Anregungen bekommen hat und der andere nicht.
 
die ersten 10 Lebensjahre sind für die Grundlagen - wie z.B. die Musikalität - absolut entscheidend

Stimmt, aber um ganz ehrlich zu sein: der wichtigste Lehrer bzw Lehrerin in diesen Jahren sollten die Eltern sein. Leider sind die meisten aber meistens selber noch halbe Kinder und können den Kindern gar nichts richtig lernen oder sie haben keine finanziellen Mittel
 
Generell sehe ich den PC als gutes, sehr modulares und vielseitiges elektronische Instrument an. Selbst für Orchestrale Sachen kann man den PC durchaus nutzen. Ich glaube manche machen damit sogar Filmmusik und wenn es dafür reicht, dann für vieles andere auch, oder?

Zur Abhöre kann ich nicht viel sagen, da ich keine habe. Ich habe für mich entschieden, dass Kopfhörer mir viel mehr bringen, als was ich in so einer Mini Musikecke hier im Wohnzimmer jemals erreichen könnte. Also war meine Entscheidung entweder einen richtigen Raum mit guter Abhöre usw., was sicher ein paar Scheinchen gekostet hätte, von der neuen Wohnung mit extra Zimmer mal abgesehen, oder aber Kopfhörer nutzen. Also habe ich mich für einen 30,-EUR SuperLux Kopfhörer entschieden und denke das Preis-/Leistungsverhältnis ist für meine Zwecke unschlagbar. Man soll zwar nicht mit Kopfhörern Mixen usw. aber da ich darüber auch alles an Musik höre und Filme schaue usw. ist das für mich total natürlich darüber auch Musik zu machen. Ich nutze Kopfhörer schon seit den 80er, von daher ist das also meine Art Musik zu hören.
Also wenn man einen PC hat und keine Kopfhörer, dann kämen zu den 0,-EUR nochmal 30,-EUR dazu und vielleicht noch mein kleines Arturia Keyboard für 99,-EUR, ein großes MIDI-Keyboard habe ich auch noch, das setze ich aber extrem selten ein, mir gefallen inzwischen diese Minitasten recht gut, nur mehr Oktaven könnte es haben.
Ich habe auch noch zwei Analog Kisten von Behringer. Die hatte ich mir gekauft um mal selbst zu Erleben wo denn der Unterschied zwischen Real Analog und Haptik und eben der PC mit Plugin ist. Der Ergebnis ist ziemlich ernüchtert, die Plugins machen schon einen sehr guten Job, auch wenn es doch kleine Unterschiede gibt, die ich aber mehr beim Spielen merke als dann später in der Aufnahme. Dafür ist es extrem nervig mit externem Gear, jedenfalls bin ich ITB sehr viel schneller. Also nervig nur wenn man Extern und In The Box gleichzeitig macht und das alles nicht perfekt eingerichtet ist usw. Nur ITB ist easy und nur Extern ist auch einfach, aber beides hat mich sehr gestresst. Deswegen will ich noch ein reines externen Setup ohne DAW irgendwann haben, in einer kleinen Ecke, daher sollten die Geräte auch alle recht platzsparend und gut verstaubar sein, da ich eben kein Raum für Musik habe und nie haben werde. Sollte dann alles in einen große Koffer oder so passen. Damit ich das mal schnell auf dem Esstisch aufbauen kann.

Ok, ne Menge Offtopic gerade wieder. Aber von Prinzip her bleibe ich bei der Meinung wenn PC und Kopfhörer vorhanden dann reichen 0.- die ersten Jahre locker aus, bis man die Möglichkeiten alle ausgeschöpft hat vergeht ne Zeit. Ein MIDI Keyboard wäre sicher für den ein oder anderen hilfreich, gibt aber auch Leute die einfach direkt die Chord usw. per Maus ein malen, so wie früher die Leute Noten aufgeschrieben haben.
 
Aber glaube mir, die ersten 10 Lebensjahre sind für die Grundlagen - wie z.B. die Musikalität - absolut entscheidend. Dazu gibt es vielerlei gesicherte Erkenntnisse.
Meine Eltern haben mir damals was geschissen.
Wir hatten kein Geld und schon gar nicht für so unnützes Zeugs wie Musikinstrumente oder Klavierunterricht.
 
Meine Eltern sind auch total unmusikalisch. Ich hatte den ersten Kontakt mit Musikinstrumenten wirklich erst in der Grundschule mit halt der typischen Blockflöte und nach Noten spielen. Aber so mit Synthesizern usw. habe ich dann erst mit 17-19 Jahren in etwa angefangen.

Ich denke Lernen geht immer, nur wird es mühseliger je älter man wird, aber nun auch nicht unmöglich. Es gibt so einen schönen Spruch: "Lebe es wäre es dein letzter Tag auf Erden aber lerne als würdest du ewig leben."
 
Ich kenne halt damals von der Amiga-Szene viele, die einfach nur den Amiga mit Protracker und der Computertastatur hatten

das ist halt dieses problem mit der wie üblich sinnlosen fragestellung.

denn was ist "musikproduktion"? die durchschnittliche? alle? hobby oder beruf?

ob man es zwingend braucht vermag ich gar nicht zusagen, aber üblich und nett ist halt doch, wenn man räume dafür hat.

in profesionell betreibene studios, in denen es auch einen aufnahmeraum geben muss, sind das oft gewerblich genutzte räume außerhalb des privahauses. da ist dann - mit ausnahme von bunkern o.ä. - die miete und die heizkosten der größte kostenfaktor.

ein rockband nimmt man einfach nicht mit dem laptop im wald auf.
 


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