Neu oder Alt? Was mögt ihr, am Sound alter Synthesizer? (mit Soundbeispielen!)

Ist dies kein Forum in dem man sagen kann was man gut findet und was nicht in Bezug auf Elektronische Musik und deren Gerätschaften? Klar kämpfe ich auch immer gegen meinen inneren Schweinehund und führe dahingehend Krieg gegen mich selbst - wenn man das so nenne möchte -, aber was hat dies mit meiner Meinung gegen das ewig Gestrige zu tun? So wie du in fast jedem Thread in Vintage-Sachen dein Bestes gibst, so bin ich ein Gegenpol, der dieses ewige Retro schrecklich findet. Es sollte in einem demokratisch geführten Forum beide Meinungen erlaubt sein, ich stelle ja deine Meinung auch nicht in Frage, ich habe nur eine völlig andere.

Wenn es dir damit besser geht...
 
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Ich möchte die Welt gar nicht ändern. Ich glaube du interpretiert da zu viel rein. Ich habe alles erklärt, es kommt davon nix an, daher auch von mir over and out.
 
Die Frage "Alt vs. Neu" stellt sich für mich in diesem Bereich nicht, da ich es einfach reizvoll finde, beide Welten zu verbinden... ich bastel gerade bspw. an einer Nummer, da verstehen sich Quantum und Summit m. E. sehr gut mit JP-8 und OB-Xa...
 
Bis auf den (echten!) MS20 alles neu. Der MS20 ist auch kein Synthesizer sondern ein Phänomen
 
Ist dies kein Forum in dem man sagen kann was man gut findet
MOD : Das Forum ist nicht dazu da über alles härtestmögliche mehrfache Bewertungen zu schicken (auch wenn man sie immerhin nur als eigene Ansicht kennzeichnet und damit anderen nichts vorgibt),
Der Threadstarter wünscht sich eine lockere Zelebration Elektronischer Klänge und zwar alt & neu - positiv.
Was findet man gut und weshalb. Die Diskussion gibt das aktuell nicht wieder. Was hier nicht gefragt war ist, was man alles nicht mag oder ablehnt (und das zu wiederholen würde nicht viel bringen). Es handelt sich nicht um eine Grundsatzdiskussion auf Leben & Tod, bitte zurück kommen, ist mehr wie in einem Elektro-Café…

Bitte generell in Threads erst einmal die Idee des Starters lesen und diese befriedigend beantworten.
Ein lockerer Austausch - so ist die Idee des Forums, Selbstdarstellung geht, aber steht nicht vor ALLEM - siehe: Reglen / Manifest. Bitte beherzigen.
Wenn man 1x gesagt hat was man meint (auch wenn nicht so gefragt), dann ist das ok - sollte dann aber auch reichen. Wie blöde man etwas findet ist ganz selten die Fragestellung.

Sei so lieb und mach daraus keinen K(r)ampf.

Zurück zum Thema bitte wie in #1 beschrieben und in einem normalen Ton bitte. Die maximale passiv aggressive Insistenz ist hier unerwünscht. Man weiss ja dann, wo wer steht. Danke.

Erinnerung Thema und Idee:

Hallo in die Runde!

Wenn man hier eine Weile die Diskussionen verfolgt, kommt man nicht umhin zu bemerken, dass da oft ein wenig Nostalgie mitschwingt, was Vintage Synthesizer betrifft. Oft liest man, dass aktuelle Modelle beispielsweise nicht mehr DEN Prophet Sound hätten oder dass die neuen Moog Modelle nicht mehr so wie in den guten alten Zeiten klingen.

Die Hersteller reagieren darauf und bauen diverse Vintage Potis in ihre Geräte ein und/oder ermöglichen die Verstimmung von Stimmen um den alten analogen Sound zu imitieren.

Mich würde interessieren, ob ihr Soundbeispiele habt, wo ihr meint, genau an der Stelle hört man etwas, wo solche Charakteristika bemerkbar sind (Gern YouTube etc mit Timecode). Und auch gern vergleichbare neue Modelle, wo sich das eben nocht mehr so anhört.

Und klar, das ist alles subjektiv und für jeden ist ein "vintage Sound" etwas anderes. Doch fänd ich es spannend zu erfahren, welcher Sound für euch so einzigartig ist und gern auch mit etwas Text, was genau ihr an eurem speziellen Sound so mögt.

Und ich fang dann einfach mal an:
Ein Beispiel von einem etwas exotischen Synth, der weder richtig alt, noch richtig neu ist, aber auf jeden Fall analog: Baloran THE RIVER
Hier die Website dazu.

Und hier das Soundbeispiel, wo mich besonders das Zusammenspiel von Tiefen und Höhen fasziniert. Auch, wie durch den LFO Schwebungen entstehen und sich wieder auflösen. Das macht schon Gänsehaut. (so ab min 1:40) Kopfhörer mach sich gut ....

Off-Topic: Wie füg ich hier eigentlich mp3-Links ein?
 
MOD: Das Forum ist nicht dazu da über alles härtestmögliche mehrfache Bewertungen zu schicken (auch wenn man sie immerhin nur als eigene Ansicht kennzeichnet und damit anderen nichts vorgibt), der Threadstarter wünscht sich eine lockere Zelebration Elektronischer Klänge und zwar alt und neu - also positiv. Was findet man gut und weshalb. Die Diskussion gibt das aktuell nicht wieder. Was hier nicht gefragt war ist, was man alles nicht mag oder ablehnt (und das zu wiederholen würde nicht viel bringen). Es handelt sich nicht um eine Grundsatzdiskussion auf Leben & Tod, bitte zurück kommen, ist mehr wie in einem Elektro-Café…

Bitte generell in Threads erst einmal die Idee des Starters lesen und diese befriedigend beantworten.
Ein lockerer Austausch - so ist die Idee des Forums, Selbstdarstellung geht, aber steht nicht vor ALLEM - siehe: Reglen / Manifest. Bitte beherzigen.
Wenn man 1x gesagt hat was man meint (auch wenn nicht so gefragt), dann ist das ok - sollte dann aber auch reichen. Wie blöde man etwas findet ist ganz selten die Fragestellung.

Sei so lieb und mach daraus keinen K(r)ampf.

Zurück zum Thema bitte wie in #1 beschrieben und in einem normalen Ton bitte. Die maximale Insistenz ist hier unerwünscht. Man weiss ja dann, wo wer steht. Danke.

Erinnerung Thema und Idee:
Ja, richtig und früher hatten die Pferde größere Köpfe oder waren es die Ochsen?
 
Ja, richtig und früher hatten die Pferde größere Köpfe oder waren es die Ochsen?
Das ist mir zu kryptisch, bitte erklären. Wenn negativ oder zerlegend ist - dann nicht - dann lieber im Sinne #1 einfach Sounds und Inspiration posten wie ursprünglich gewünscht.
 
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Das ist mir zu kryptisch, bitte erklären.
Gemeint ist vermutlich, dass früher mehr Lametta war ...

@Topic: ich mag neue Synthesizer mit "vintage"-Sound - seien es Nachbauten wie die Behringers (2600, Model-D), neu gedachte Vintagekonzepte wie die von DSI oder ganz neue Ideen wie den Polybrute.
Oder so was die den Dreadbox Nymphes: Das Konzept ist klassisch (Juno "Plus") und der Sound sehr analog und organisch.

Das Budget und die Arbeit, die man in originale Vintagesynths stecken muss, kann oder will ich mir in den wenigsten Fällen leisten. Die neuen Geräte haben auch eine prima Haptik und teilweise eigenen Flair.
Die ältesten Synths in meinem Setup sind aktuell vermutlich der D50 und der CZ-1. Vom Moog Rogue habe ich mich letztendlich getrennt (Grandmother reicht mir und bietet auch "vintage"-Sound), ebenso vom DW8000.

Soundbeispiele trage ich auch gerne welche bei (habe ich bisher meist in den entsprechenden Threads gemacht (z.B. beim Nymphes oder Polybrute)), muss mir aber die Zeit dafür nehmen.
 
Na die 80er Retrowelle ist ja grad am laufen z.B. Dua Lipa mit ihren letzten Album und der Tino Piontek aus Dresden (Puple Disco Machine) räumt ja die Charts ab mit seinen alten Equipment! Find ich aber nicht so den Brüller obwohl ich in den 80er Jahren groß geworden bin. Irgendwie stinkt mich das alles an das der alte Sound von damals jetzt wieder neu hoch gepusht wird. Naja ist wie mit der Mode, alles alte kommt früher oder später mal wieder zurück. Ich mach lieber mein eigenes Ding, bissel elektronische Instrumentale Musik - keine Ahnung was mein Stil sein soll? :achso: 😅 Hier mal nen Link zu meinen YouTube Kanal.

 
Nu ja, die 80er Retrowelle läuft doch gefühlt auch schon seit 20 Jahren...da war Anfang der 2000er bspw. ja schon dieses Electroclash-Ding, was kräftigst die 80er zitierte...
 
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Nu ja, die 80er Retrowelle läuft doch gefühlt auch schon seit 20 Jahren...da war Anfang der 2000er bspw. ja schon dieses Electroclash-Ding, was kräftigst die 80er zitierte...
Die 80er war nie richtig weg. Sie standen halt nicht mehr im Vordergrund. In den 90ern gab es noch Rockbands und -sänger, die AOR machten. Welle: Erdball (seit 1993) hielten Minimal Wave und NDW am leben.
Irgendwie stinkt mich das alles an das der alte Sound von damals jetzt wieder neu hoch gepusht wird.
Die junge Generation kennt die Musikjahrzehnte vor 2000 nicht (mehr). Für sie ist es der neue Sound.
 
Welle: Erdball ist natürlich auch mir bekannt bzw. ich war da auch schon bei zahlreichen Live-Sendungen ;-) Das Ding was ich meine, lief ja seinerzeit sogar in vielen Grpßraumdiskos: Miss Kittin & Hacker (1982), Tiga & Zyntherius, TokTok vs. Soffy O, Fischerspooner... das war gerade im Clubkontext schon deutlich größer...
 
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Irgendwie stinkt mich das alles an das der alte Sound von damals jetzt wieder neu hoch gepusht wird. Naja ist wie mit der Mode, alles alte kommt früher oder später mal wieder zurück.
Genauso sehe ich das auch 👍 Mit ein wenig Glück verschwindet diese Retrowelle auch wieder und man kann sich auf neue Musik und Sounds freuen.
 
Was zur Frustration beiträgt ist Ideenlosigkeit.
Genau diese Ideenlosigkeit sieht man in der Retrowelle, ewig dieselben ausgelutschten Sounds und weil das nicht reicht wird die Komposition der 80er-Musik oft auch noch ohne neue Ideen immer und immer wieder wiederholt, bis das auch der letzte Mensch nicht mehr hören kann. Gut für die jüngere Generation ist das nicht ewig der alte Brei, sondern neu, aber mir bluten da die Ohren wenn schon wieder ein 80er Track mit Lila-Neonvideo irgendwo angeboten wird.
 
Genau diese Ideenlosigkeit sieht man in der Retrowelle, ewig dieselben ausgelutschten Sounds und weil das nicht reicht wird die Komposition der 80er-Musik oft auch noch ohne neue Ideen immer und immer wieder wiederholt, bis das auch der letzte Mensch nicht mehr hören kann. Gut für die jüngere Generation ist das nicht ewig der alte Brei, sondern neu, aber mir bluten da die Ohren wenn schon wieder ein 80er Track mit Lila-Neonvideo irgendwo angeboten wird.

Wir haben es jetzt verstanden! :taetschel:
 
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aber mir bluten da die Ohren wenn schon wieder ein 80er Track mit Lila-Neonvideo irgendwo angeboten wird.
Das sind ja auch meistens schlechte 80er Abklatsch Nummern, gerade einiges der aktuellen Radiomusik.

und weil das nicht reicht wird die Komposition der 80er-Musik oft auch noch ohne neue Ideen immer und immer wieder wiederholt
Du unterstellst da einen Zusammenhang der gar nicht zwingend gegeben ist.
Klang ist nicht gleich Komposition, sondern nur ein Aspekt. Der Klang eines Instruments ist doch reine Geschmacksache und hat mit ewig gestrig nix zu tun.
Man kann doch einem Fan von klassischen analogen Synths nicht einfach unterstellen, bei 80s Musik hängengeblieben zu sein, auch wenn es in einzelnen Fällen zutreffen kann.
Du könntest ebenso gut rumschimpfen, du kannst Vivaldi nicht mehr erhören, nur weil jemand den Klang historischer Violinen lobt.
Ich nutze mit meiner Band z.B. alte Instrumente in völlig neuem Kontext, sowas kann man schon machen.

Klar, die alten Synthie Sounds sind sehr markant und vermögen es, instant 80s feeling zu triggern, aber das heißt doch überhaupt nicht, dass man damit nix frisches oder innovatives anstellen kann.
Der Punkt ist doch, dass die Musik auch keinesfalls allein dadurch innovativer oder origineller wird, weil man die neuesten wobwobdröhnknisterbratz Presets aus einem aktuellen vsti zusammenschmeißt. Zumindest kann man sich dann halbwegs sicher sein, dass es nicht nach altbackener 80s Musik klingt, ja das schon.

Es kommt immer drauf an, was man eben draus macht, ob die Instrumente alt sind oder nicht, ist dabei zweitrangig.
 
Es geht auch oft nicht darum, dass es nach Vintage oder alt klingen soll, sondern es werden Instrumente genommen,
weil sie gut sind, sich gut in ein Arrangement einfügen und einem Song das geben, was er benötigt.

Damals wie heute gab und gibt es schlechte Instrumente, mit denen man nichts anfangen kann, aber die großartigen
sind heute Klassiker... Einfach nur weil sie gut sind.

Man sollte hier also mehr zwischen gut gemachten Instrumenten differenzieren und nicht, ob sie neu, alt, software, hardware,
digital oder analog sind, obwenn hardware grundsätzlich den Vorteil hat, sich mit anderen Instrumenten leichter zu fügen,
wenn man analog bleibt und mischt. Aber diesen Vorteil kann auch ein Plugin bekommen, in dem man es einmal rausschickt
und durch einen guten Preamp bzw seiner "Launchbox" jagd.

Diese DIskussionen sollten mMn aus anderen Gesichtspunkten und Beweggründen geführt werden.
 
Gruselig unentspannt
Festgebissen, machste nix dran. Da ist die Weltsicht dann eben so dumpf wie der Sound mit Cutoff auf minus 3...
Als wenn es NUR die 80er-Retrowelle gäbe (an der meiner Meinung nach übrigens die - von mir sehr geschätzten - Air mit ihrem ersten Album schuld waren und diese andere Band - Name vergessen - mit den mehreren MS-20 auf der Bühne), und nicht noch tausend andere, beliebig altmodisch und modernistisch daherkommende Musikrichtungen innerhalb und außerhalb der elektronischen Blase. Klassische Musik wird ja auch noch gespielt, ohne dass es die allgemeine Entwicklung der Musik irgendwie hemmt, und ich habe vorgestern noch eine hervorragende örtliche Black-Metal-Band gehört (meine erste Black-Metal-Platte hab ich vor vierzig Jahren gekauft).

Zum Thema "alte/neue Klänge":
Bei Synthesizern, die gezielt alte Instrumente imitieren, emulieren, nachempfinden oder klonen wollen, legt der Hörer natürlich andere (strengere) Maßstäbe an als bei dem Versuch, auf einem Iridium "Jump" zu spielen. Das wird tendenziell übrigens besser klappen als der Versuch, mit einem OB-Xa irgendwelche Wavetable-Granular-Exzesse zu starten oder auch nur in eine ähnliche klangliche Richtung zu kommen. Klar so weit.
Für alt und vintage gibt es Spezialisten (Prophet-5/10, OB-X8, Voyager etc.), für Klangexperimente und nach vorn gewandten immer neuen Sound gibt es andere (Iridium, Eurorack etc.), und für "alles so'n büschen" gibt es Workstations. Ist doch prima, da haben alle was von.

Ich würde das aber gar nicht nur auf die Instrumente beziehen - gerade habe ich wieder mal ein Album eines sehr gut befreundeten Musikers wiedergehört, dessen Keyboardsounds immer sehr fett, warm, groß und ein bisschen altmodisch (er würde es bestimmt eher "zeitlos" nennen) klingen. Zu hören hier: https://eureka-music.bandcamp.com/album/shackletons-voyage

Anspieltipps: "Departure", "Grytviken Whaling Station" und "Elephant Island". Und da sind keine ausgesprochenen Klassiker am Werk.
Und andersherum gibt es bestimmt Musiker, die mit uraltem Equipment extrem modernen Sound machen.
Will sagen: Es kommt sehr auf die Musiker an, die hinter den Instrumenten sitzen, wie das Instrument und die gesamte Musik dann hinterher klingt. Und jeder Musiker findet irgendwann genau die Kisten, die ihn oder sie musikalisch in die richtige Richtung bringt. Und zwar desto schneller, je weniger er/sie sich von anderen ablenken lässt, die vermeintlich auf dem falschen Weg sind.

Schöne Grüße
Bert
 
Es ist kaum möglich über alte Synthesizer zu sprechen ohne auf Clichés zu reiten. Aber ja, ich bilde es mir auch ein: sie klingen wärmer, satter, organischer, lebendiger, haben ein Eigenleben. Die Sounds mögen altbacken und konservativ klingen, aber ich sehe das so wie ein Klavier: das ist was es ist und keiner sagt der Sound ist jetzt ausgenudelt. So gehts mir mit 3OSC Bruzzelbass, Sägezahnpad und Pulsearp.

Ich hatte das schon mal gepostet und will auch keinen langweilen: ein Video mit einem monotonen Arpeggio was niemals in the box in einem Ableton Clip funktionieren würde, mit dem ollen Oberheim aber irgendwie stimmungsvoll ist.


https://www.youtube.com/watch?v=66fI6dsjm-8
 
Genau diese Ideenlosigkeit sieht man in der Retrowelle, ewig dieselben ausgelutschten Sounds und weil das nicht reicht wird die Komposition der 80er-Musik oft auch noch ohne neue Ideen immer und immer wieder wiederholt, bis das auch der letzte Mensch nicht mehr hören kann. Gut für die jüngere Generation ist das nicht ewig der alte Brei, sondern neu, aber mir bluten da die Ohren wenn schon wieder ein 80er Track mit Lila-Neonvideo irgendwo angeboten wird.

Und um uns das mitzuteilen, stehst Du extra so dermaßen unchristlich früh auf?

Das nenne ich mal Einsatz.

[...] die 80er-Retrowelle gäbe (an der meiner Meinung nach übrigens die - von mir sehr geschätzten - Air mit ihrem ersten Album schuld waren [...]

Interessant, daß Du das so siehst -- AIR knüpft für mich absolut nahtlos an französischer Soft(porno)-Elektronik der 1970er an (Sauveur Mallia, Space Art, Didier Marouani etc.), daß es schon fast wehtut. Aber nur fast.

[...]

Ich hatte das schon mal gepostet und will auch keinen langweilen: ein Video mit einem monotonen Arpeggio was niemals in the box in einem Ableton Clip funktionieren würde, mit dem ollen Oberheim aber irgendwie stimmungsvoll ist.


https://www.youtube.com/watch?v=66fI6dsjm-8


Um diesen Two Voice beneide ich Dich.

Stephen
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant, daß Du das so siehst -- AIR knüpft für mich absolut nahtlos an französischer Soft(porno)-Elektronik der 1970er an (Sauveur Mallia, Space Art, Didier Marouani etc.), daß es schon fast wehtut. Aber nur fast.
Das mag gut sein, die kenne ich alle nicht (ich komm nicht viel raus). Ich hab das so wahrgenommen, allerdings sind die exzessiv genutzten Stringmaschinen und Vocoder tatsächlich ein Merkmal älterer Musik, da hast du recht.
Ladytron war übrigens die andere Band, die ich gemeint hatte (die MS-20-Band). Die hab ich mal bei AIR im Vorprogramm gesehen - vielleicht hat mein mürber Brägen deshalb einen Querverweis gesetzt.

Um diesen Two Voice beneide ich Dich.
Hast du nicht die beiden Patch-SEMs von mir noch?
Ist doch fast ein Two-Voice...
Hier nochmal zum Spaß (und um halbwegs on topic zu bleiben) ein Soundbeispiel vom Reissue-SEM (im Bass ein SH-101 mit eigenem Sequencer), gespielt vom Grp R24:

Ich finde übrigens, der Klang hat zwar einen satten Vintage-Schmelz, aber durch die ungleichmäßige Sequenz klingt es für meine Ohren schon wieder deutlich moderner.

Schöne Grüße
Bert
 
Und noch ein Klangbeispiel:

Ein CS80 ist es natürlich nicht - aber was ist es (ich hatte es damals hier schon mal gepostet - falls es jemand noch weiß, verkneift euch das Vorsagen bitte!)?
Es ist natürlich satt zu viel Hall drauf, aber ob's ein moderner oder Vintage-Synth ist, sollte doch trotzdem herauszukriegen sein, oder?
Und das zweite Filmthema hat auch noch keiner rausgefunden...

Schöne Grüße
Bert
 
klingt jetzt auch nicht unbedingt spektakulärer als ein kaputtes Klavier. Bekommt man mit nem kaputten Synth auch hin.
Sollte eigentlich nur zeigen dass der aktuelle Status eines Instruments nicht statisch sein muss, sowas lebt von Entwicklung. Das Klavier ist eine Weiterentwicklung aus div. ähnlichen Instrumenten. Da sind unzählige subtraktive Synths, die zum Teil vergleichsweise einfach aufgebaut sind und sehr ähnlich klingen und "wir" unterhalten uns über div. Nuancen, auf Dauer ist das einfach nur langweilig. Ich mag Sachen hören die mich überraschen.

 
Ich mag ja die aktuellen SynthWave Tracks. Das witzige an diesem Pseudo 80ies Revival Sound ist, dass da eine Ästhetik bedient wird, die so in meiner Welt gar nicht existiert hat.
Statt der Neon-Lamborghinis, die auf Lichtvektoren einem digitalen Sonnenuntergang entgegen cruisen sind meine Erinnerungen an die 80er eine braune Schrankwand aus dem Neckermann Katalog, die gläserne Salatschale, die aussieht wie ein Salat und "An der Nordseeküste" von Klaus & Klaus.
 
Da sind unzählige subtraktive Synths, die zum Teil vergleichsweise einfach aufgebaut sind und sehr ähnlich klingen und "wir" unterhalten uns über div. Nuancen, auf Dauer ist das einfach nur langweilig.
"Wir" unterhalten uns ja zum Glück auch noch über andere Sachen. Zum Beispiel, ob analog oder digital besser ist.

Ich mag Sachen hören die mich überraschen.
Ich manchmal auch, aber manchmal will ich auch etwas hören (oder spielen), das mich beruhigt, weil ich es schon tausendmal gehört (oder gespielt) habe.

die gläserne Salatschale, die aussieht wie ein Salat
Unbedingt!
wenn es die nicht auf jedem Flohmarkt gäbe (gehen die eigentlich gar nicht kaputt?), müsste Behringer die mal klonen.

Schöne Grüße
Bert
 


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