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Abhöre - Endgeräte mit versteckten Comps?

Hatten wir das schon? Fernab der heimischen Haupt-Abhöre im Studio:

Kann es sein, dass moderne Musik-(End)Geräte versteckte Tools haben,
welche es nahezu unmöglich machen, einen Mix alternativ zu beurteilen?

Beispiel TV: via Stick hab ich mein Mix abgehört.
Das Signal aus den Speakern des TVs kommt eindeutig komprimiert rüber.

Beispiel Smartphone: auch hier will ich einen Gegen-Check machen,
und das Signal aus dem Handy (Galaxy A55) ist ebenfalls deutlich komprimiert.
Am Handy selbst lässt sich nichts weiter einstellen, mehrere Player habe ich ausprobiert,
aber die Apps (Player) funzen ausschließlich komprimiert, fast sogar wie ein Master.

Auch bei meiner BT-Box habe ich den Eindruck, dass hier "nachgeholfen" wird.
 
Auch bei meiner BT-Box habe ich den Eindruck, dass hier "nachgeholfen" wird.
Bluetooth ist generell nicht lossless, unabhängig vom verwendeten Format. Hast du versucht mit deinen Endgeräten auf Wave Files im Netzwerk zuzugreifen oder als Files direkt aufs Gerät hochzuladen um die Komprimierung zu umgehen?
 
Kann es sein, dass moderne Musik-(End)Geräte versteckte Tools haben,
welche es nahezu unmöglich machen, einen Mix alternativ zu beurteilen?

Klar wird dort optimiert, anders könnten solche kleinen Boxen den Sound gar nicht so druckvoll rüberbringen, vorallem in den Tiefen. Allerdings hören viele Leute es eben genauso, also ist es doch ein guter alternativer Test.
 
Die Files sind direkt vom Gerät, ohne Umwege oder Zugriff auf Netzwerke.

Wenn ich Hersteller von z.B. Top Airpods, DAB-Radios, Soundbars o.ä. wäre, dann hätte ich wahrscheinlich auch Interesse,
dass die Dinger mit nicht vom Nutzer beeinflussbaren EQs und Dynamics gepimpt werkeln und einen guten Klang liefern.

Profi-Hits aus einer Playlist bekommen mittels Compressor auf meinem Handy folglich nochmal fett eins auf die Zwölf.
Man hört es aber kaum, da gemasterte Tracks eh schon oben am Limit grenzen.

Ziehe ich aber ein Mix mit Headroom Toleranz und leiseren Passagen 1:1 auf mein Handy (um mal beim Smartphone zu bleiben),
sind die leisen Passagen in der Player-App fast lauter als Bereiche im Mix, die ziemlich krachen.

Das ist jetzt nicht so tragisch wie z.B. Obsoleszenz bei smarten Boxen oder TVs (blödes Beispiel),
aber es reduziert die Möglichkeiten, Mixe mal neutral irgendwo anders abzuhören und gegen zu checken,
als auf der Haupt-Abhöre im Musikzimmer. Und Mixe machen ja bekanntlich oft ziemlich viel Arbeit.
Ärgerlich, dass gerade ein Smartphone das Signal pimpt, das erschwert die Charaktereigenschaften des Handys als Soundquelle
dauerhaft kennenzulernen.

Obsoleszenz​

 
Ärgerlich, dass gerade ein Smartphone das Signal pimpt, das erschwert die Charaktereigenschaften des Handys als Soundquelle
dauerhaft kennenzulernen.
Aber ich denke genau darum geht es.
Gerade weil Consumer Geräte nicht neutral sind soll man seinen Mix darauf testen.
Neutral ist nur das Studio Eqquippment.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Summa

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