Analoger Bandsättigungsemulator

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von droelf_, 27. April 2008.

  1. Hallo,

    leider hab ich grade keine Zeit zu basteln, aber trotzdem jede Menge Gehirnfürze im Kopf... Also vielleicht kann jemand folgende Anregung gebrauchen:

    Bei der Diskussion um Röhrenkompressoren las ich irgendwo, daß ein guter Teil des Sounds nicht von den Röhren, sondern von den Übertragern kommt. Auch bei den passiven Summierern gibt es solche, die zwar schon passiv (bis auf den Aufholverstärker) sind, aber an den Eingängen Trafos dranhaben...

    Jedenfalls die Idee: Ist ein Trafo (Übertrager) nicht quasi schon eine Simulation einer Bandmaschine? Die beiden Spulen entsprechen den Köpfen, der Kern dem Band. Nun könnte man einen solchen in eine kleine Box bauen, davor ein Verstärker mit ordentlich Power, so daß man das Magnetfeld stark in die Sättigung bringen kann und damit eben den Bandsound hat, ohne Tonköpfe justieren zu müssen usw. Hat das schon mal jemand probiert?

    In dem Zusammenhang bin ich auch auf den "Brownizer" gestoßen:


    http://www.prodigy-pro.com/forum/vi...rder=asc&highlight=transformer+sound&start=15

    (allerletzter Beitrag in diesem Thread)

    Der schlägt da vor, zwei Trafos über ein Drehpoti miteinander zu verbinden, wobei der erste wohl nur zur Eingangssymmetrierung da ist, wenn ich das korrekt verstanden habe (?). Sobald durch das Poti in entsprechender Stellung der Ausgangswiderstand von T1 (und damit der Eingangswiderstand von T2) hoch wird, soll T2 dann schön anzerren. Kann das jemand erklären, warum das so sein soll?

    Noch eine letzte Idee: Kaputte Festplatte aufmachen und die Tonköpfe von nem Kassettenrecorder (Lesen, Schreiben, Löschen) mit nem Brettchen direkt über der Platte montieren. Geschwindigkeitsregelung für den Festplattenmotor (dazu kann man evtl. den Steuerchip für den Motor noch zweckentfremden) und man hat ein schönes Band- äh Scheibenecho.

    edit:

    Evtl. sind die benötigten Feldstärken zu groß für normale Tonköpfe, bei Festplatten schweben die Köpfe ja über ner hauchdünnen Luftschicht über der Platte. Vielleicht kann man die original-Köpfe mißbrauchen. Oder aber man nimmt einfach eine Diskette!

    edit2:

    Hier hatte schon jemand die Idee mit der Festplatte:

    http://www.prodigy-pro.com/forum/viewtopic.php?t=21256&highlight=floppy

    http://forum.hackedgadgets.com/viewtopic.php?t=1158&sid=4c5e78caa3ede056f487978e1ca05017

    Anscheinend ist die Oberfläche von Festplatten nicht für analoge Aufzeichnung gedacht. Aber ich denke mit ner Diskette könnte das schon eher klappen.


    Gruß,
    droelf
     
  2. So, ich antworte mir mal selbst, hab noch was gefunden. Diese Schaltung hier:

    http://home3.netcarrier.com/~lxh2/tapesat.html

    Das soll quasi ein analoges Bandsättigen simulieren. Im Grund recht simpel: Vorverstärker mit Preemphasis (damit die Höhen stärker angehoben und damit auch stärker "gesättigt" werden, was ja auch bei Bandaufzeichnung passiert) und dann ein Limiter (bzw. Kompressor mit sehr starkem Knick) aus einer etwas obskuren Diodenreihenschaltung, dann wieder Deemphasis und ein Ausgangspuffer.
    Auch hier wieder die Frage, würde es nicht "authentischer" klingen, wenn man die Dioden einfach durch einen Übertrager ersetzen würde, wie im ersten Beitrag geschrieben?

    Gruß,
    droelf
     

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