Arranger-Keyboards: Jetzt mal die Hosen runter, wer hat eins?

klangsulfat

klangsulfat

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Ich war letztens bei Thomann und hab mal länger an zwei Mittelklassen-Tischhupen (Yamaha PSR-S670 und PSR-S775) rumgespielt. Ich war sehr überrascht, 1.) wie gut die Dinger klingen und 2.) was sich so alles einstellen/editieren lässt. Beide Kisten können mithilfe einer Yamaha-Software Multisamples importieren und sogar die MIDI-Settings sind ziemlich "deep". Da könnte sich manch ein Synth ne Scheibe abschneiden. Der 775er hat sogar einen Sequenzer mit Step-Eingabe.

Jedenfalls kann ich mir ein Arranger-Keyboard gut als Ersatz für eine Rompler-Workstation vorstellen - nachdem von Roland, Korg und Yamaha ja nix mehr zu kommen scheint.

Outet euch: Wer hat so ne Kiste bei sich rumstehen und wie sind eure Erfahrungen damit?
 
Michael Burman

Michael Burman

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Ich habe ein CTK-245 gekauft, allerdings nicht um Musik damit zu machen, sondern als Klimper-Keyboard, um Harmonien und Melodien damit auszuprobieren usw. Einfach schnell einschalten und klimpern, mit Akku-Betrieb und mit eingebauten Lautsprechern.

Von Yamaha brauche keinen weiteren Rompler – ich habe bereits einen MOX6. Begleitautomatik brauche ich nicht. Wenn ich Sequencing mache, möchte ich alles selbst einspielen.

Bei Workstations ist mir die Effekt-Sektion sehr wichtig. Und da bieten, soviel ich weiß, nur Kronos und Forte eine gute Qualität und Flexibilität, wobei ich es aber selber nicht ausprobiert habe. Yamaha will ich nach dem MOX6 nicht mehr. Ich habe ein Setup aus einer MPC5000 und mehreren Lexicon MX400 aufgebaut. Da muss man zwar viel selber basteln und einstellen, aber man erhält eine gute Klangqualität und Anzahl von Effekt-Instanzen, die eine Tischhupe nicht bieten kann.

Auf den ersten Blick schauen manche Keyboards lecker aus. Bei näherem Betrachten will ich dieses Spielzeug aber nicht. Ich habe meist klare Vorstellungen, wie ich Sounds mit Effekten belegen möchte, und da sind solche Keyboards zu restriktiv. Bei Yamaha zählt auch eher Quantität als Qualität aus meiner Sicht, und die Flexibilität beim Effekt-Routing ist auch eingeschränkt.

Eine Kurzweil Forte-Engine in kompakt könnte mir vielleicht gefallen. Preislich würde das aber nicht günstig sein.
 
fanwander

fanwander

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Ich war immer wieder mal in Versuchung. Genau aus den Gründen, die Du aufführst, dann hatte ich mal auch eines ausgeliehen, und hab dann festgestellt, dass ich das doch nicht nutze. Das bedeute aber nur, dass ich einen anderen "Workflow" habe - nicht dass diese Teile schlecht sind.

Ich hab keines, aber meine Hose ausgezogen. Was nun?
Bück Dich.
 
hairmetal_81

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
Technics KN-3000, zirka seit 22 Jahren.
Yamaha QY-20, zirka seit 15 Jahren.
Yamaha QY-700, zirka seit zwei Monaten.
Suche einen Yamaha EOS B2000 seit zirka zwei Jahren...
 
Zaphod

Zaphod

how can you expect to be / taken seriously?
Hier steht ein Korg MicroArranger. Verantwortlich dafür, dass wir uns tagtäglich über eine winzige Veröffentlichung auf Audiolith freuen dürfen :)
Und geliebtes Spielzeug meines Sohnes (15 Monate). Ich finde Arranger lustig, vor allem wenn die Schwiegereltern da sind und man mal eben Lotusblume von den Flippers raushauen kann :)
 
Max

Max

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Roland E-16! Mein aller-allererstes Teil Equipment... seit 20 Jahren nicht mehr angeschaltet, aber ich hab es wirklich gern gemocht.

Hab vor Kurzem auf Facebook eine Anzeige gesehen, in der afro-amerikanische Kirchenmusiker gezielt nach der Roland E-Serie suchen, womöglich wegen dem perlenden Piano?
 
MaEasy

MaEasy

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Oh ich habe ein Faible für Arrangerkeyboards, meist alte Dinger. Hier stapelt sich einiges:

Ein ramponiertes Yamaha PSR-9000 ohne interne Boxen, ein Schlachtschiff mit coolem Vocal Harmony Prozessor und tausend Funktionen, meine Lieblingsarranger von JVC, das vollanaloge KB-700 mit Supersound und das KB-800, die Instant Disco-Maschine, da hab ich sogar 2 von.

Dann ein Yamaha PS-20, bisschen limitiert, aber warmer Sound, ein Yamaha PSS-480 (FM-Synthesizer!), ein PSS-790 (AWM, Vektor-Synthese), dann die kleinen PSS-9 (sweet) und das PSS-100, quasi ein Squarewave-Synthesizer für Nintento/C64/8bit Sound) und einen Yamaha DJX.

Weiterhin das große Casiotone 7000 (analog und stereo), ein CT-410v (leider reparaturbedürftig), ein Casio AT-3 zur Völkerverständigung, ein Roland Pro-E (mein LA-Ersatz ;-)) und eine Solton B1000s (Disco64!). Das Casiotone 403 hatte ich auch mal, steht jetzt bei makrofotographie ;-) Das 201 habe ich auch hier im Forum verkauft.
 
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Voodoo

Voodoo

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Ich habe Anfang des Jahres ein PA1000 gekauft. Einfach, weil ich es mal ausprobieren wollte.
Es ist gut, um mal etwas rumzudaddeln. Aber irgendwie gehen mir dieses fertigen Styles auf den Puffer und lassen nur wenig Kreativität zu.
Die interne Struktur und Organisation ist komplex und erfordert Einiges an Einarbeitung.
Ansonsten ist das Ding vor allem potthässlich.

Aber es hat einen ganz guten Midisequencer und Styles lassen sich komplett frei neu erstellen. Und niemand sagt, dass ein Style, einen bekannten Song nachbauen muss. Ich versuche zur Zeit, die Styles als „intelligente“ Arps und Sequencer zu nutzen. Leider ist das ziemlich aufwändig, und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob der Aufwand lohnt. Der Squencer selbst ist ziemlich umfangreich und hat z.B auch einen speziellen Modus für Gitarren. Ausserdem kann er über eine KaossFunktion Songs ziemlich verwursten.

Mit dem Sound bin ich auch nicht so ganz einverstanden, so dass im Augenblick ein Montage am Midiport hängt. Am Pa lässt sich jeder kanal auch nach extern mappen, so dass ich soundmässig mit dem Yamaha doch einiges herausholen kann.
Der Monatge kann den PA als Sequencer nutzen.

Ich bin mir zur Zeit nicht sicher, ob das Gerät hier bleibt.

https://www.korg.com/de/products/synthesizers/pa1000/
 
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notreallydubstep

notreallydubstep

kein dubstep, wirklich nicht
Bin jahrelang mit einem Technics KN5000 als einziges Board ausgekommen. Damit ging aber auch schon ne ganze Menge. Erst als die Rechnertechnik dann den Sequenzer und das Bandspiel die Styles abgelöst hatten, ging das Gerät woanders hin zur musikalischen Förderung.
 
klangsulfat

klangsulfat

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Ich habe Anfang des Jahres ein PA1000 gekauft. Einfach, weil ich es mal ausprobieren wollte.
Es ist gut, um mal etwas rumzudaddeln.

1800 EUR sind ein Haufen Kohle zum Ausprobieren. Dass nenn ich mal "Nägel mit Köpfen" :supi:

Aber es hat einen ganz guten Midisequencer und Styles lassen sich komplett frei neu erstellen. Und niemand sagt, dass ein Style, einen bekannten Song nachbauen muss. Ich versuche zur Zeit, die Styles als „intelligente“ Arps und Sequencer zu nutzen.

Genau das ist auch meine Überlegung. Unser Sohnemann hatte mal ein Einsteiger-Keyboard, da konnte man einzelne Style-Spuren abschalten. Gezieltes Ausdünnen hat dem einen oder anderen Style schon ziemlich den Tischhupen-Charakter genommen. Allerdings habe ich eine ziemliche Hochachtung vor Leuten, die professionelle Styles bauen. Das muss eine Heidenarbeit sein -- allein schon um zu vermeiden, dass später Klangbrei rauskommt.

Wenn man an Styles einigermaßen komfortabel selbst Hand anlegen will, braucht es schon ein Keyboard ab 1000 EUR. Bei meinem Thomann-Besuch bin ich auch über das Casio CT-X5000 gestolpert. Das kostet so 350 Öcken, hat überraschend gute Sounds (wenn man mal von Bläsern absieht) und auch einen ziemlich mächtigen Style-Editor. Allerdings ist das Teil insgesamt unbedienbar und grottenhässlich. Kein Vergleich zu den Yamahas, deren Bedienung - jedenfalls für Yamaha-Verhältnisse - ziemlich selbsterklärend ist.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Mit dem Sound bin ich auch nicht so ganz einverstanden, so dass im Augenblick ein Montage am Midiport hängt.
Könntest du das etwas näher beschreiben, was dir bei dem Sound nicht ganz passt. Klar, der Montage hat FM-X. Bei KORG gibt es FM im Kronos, nicht aber in Arrangern. Wobei Yamaha FM-X auch noch nicht in ihre Arranger eingebaut hat. Aber ansonsten... Lassen sich die Sounds im PA1000 nicht umfassend editieren? Sind es die Effekte?... Eigentlich müsste die Engine dem Triton oder so entsprechen.
 
Tax-5

Tax-5

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Hab einige da.... Yamaha PSR225GM, DJX und PSR36
Technics KN5000 und einen auf 6500 aufgebohrten 6000

Nutze ich sehr gerne als Rompler, da die Möglichkeiten sehr vielfältig sind und die Geräte gut klingen
 
Voodoo

Voodoo

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Könntest du das etwas näher beschreiben, was dir bei dem Sound nicht ganz passt. Klar, der Montage hat FM-X. Bei KORG gibt es FM im Kronos, nicht aber in Arrangern. Wobei Yamaha FM-X auch noch nicht in ihre Arranger eingebaut hat. Aber ansonsten... Lassen sich die Sounds im PA1000 nicht umfassend editieren? Sind es die Effekte?... Eigentlich müsste die Engine dem Triton oder so entsprechen.

Also der Sound ist schlecht, ist so nicht ganz korrekt. Der ist schon gut. Aber die Latte vor allem in Bezug auf Dynamik und Wandlung liegt neben meinen anderen Geräten und vor allen VSTs schon ziemlich hoch. Der PA1000 ist ja ein abgespeckter PA4x. Und ich glaube schon, dass die Wandler im PA4x noch mal eine Stufe besser sind. Ähnlich wie Montage vs Modx.
Der Soundeindruck ist eher mein subjektiver. Aber gegen den Montage hat er keinen Stich und kling eher leicht "hohl". Es ist noch nicht nasal, aber .... , naja schwer zu beschreiben :)

Ich weiss nicht, ob es die TrtionEngine ist (gehe eher von der Engine aus dem Kronos aus). Das Gerät ist halt auf Multitimbres getrimmt und muss den Einzelsounds Platz lassen. Ansonsten ist der Klangvorrat natürlich eher klassisch. Wer Synths braucht, muss Hand anlegen.
Die interne Datenstruktur ist aber ziemlich komplex und ich habe nur wenig Spass daran, an den Sounds zu schrauben. Es ist gar nicht so einfach für einen Style die Leadsounds dauerhaft auszutauschen.

Wenn ich nicht anderes kennen würde, wäre ich vom PA1000 begeistert. ;-) Ist also Klagen auf hohen Niveau.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Ich weiss nicht, ob es die TrtionEngine ist (gehe eher von der Engine aus dem Kronos aus).
Kronos basiert auf einem Standard-PC mit Linux als OS und nutzt eine CPU von Intel. Es kann allerdings sein, dass die Algorithmen für das Sample-Playback und für Effekte aus dem Triton übernommen wurden.
Die Routing-Möglichkeiten sind auf dem Kronos auch was flexibler.
Und der Kronos hat natürlich noch weitere Sound-Engines, die auf der Intel-CPU berechnet werden.
Im PA1000 wird wahrscheinlich ein anderer Prozessor verbaut sein. Wahrscheinlich irgendein Custom-Prozessor von KORG, wo die Sound-Engine drauf ist. Wahrscheinlich wie im Triton & Co. Aber ganz genau wissen tue ich es nicht.
 
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Voodoo

Voodoo

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Ich redete hier von der SynthEngine (Software) -> HD-1 beim Kronos, EDS-X beim PA1000

Die Hardware darunter ist sicher mehr als Triton, aber kein Kronos.
Der PA kann ja z.B. Leads in MP3's on the fly entfernen, gleichzeitig die KaossFunktionen anwenden und 2 Songs parallel spielen, was wohl insgesamt die Prozessorpower eines Triton übersteigt.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Ich redete hier von der SynthEngine (Software) -> HD-1 beim Kronos, EDS-X beim PA1000
Ja – das meinte ich mit den Algorithmen, die wahrscheinlich übernommen wurden.

[...] was wohl insgesamt die Prozessorpower eines Triton übersteigt.
Da wäre es möglich entweder zwei Sound-Prozessoren einzubauen (siehe z.B. Triton Extreme) oder einen neueren Sound-Prozessor, der z.B. eine doppelte Leistung bereitstellt.
 
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hairmetal_81

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
Interessant zu wissen, dass auch bei den Arrangern gesuchte Vintage-Teile gibt.


...eigentlich ist das gar nicht ein "gesuchtes" Teil ...schon gar nicht "vintage" wie bei Synths.

Das sozusagen Verflixte am Yamaha B2000 ist vielmehr, dass es rein für den japanischen Markt produziert wurde - es hat den Weg zu uns Europäern erst gar nie geschaft... :sad:
 
Wuschelchen

Wuschelchen

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Habe eben auf der Korg-Site die Audios vom PA1000 gehört. Klingt eigentlich schon sehr ordentlich. Gut genug für Veröffentlichungen. Diese Geräte vereinen im Grunde ein komplettes Studio in sich. Aber angesichts all der Funktionen ist die Bedienung wohl nicht gerade einfach. Man muss sich wohl ein halbes Jahr einarbeiten.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Es fehlen umfangreiche Mixing-Möglichkeiten mit Effekten. Der Klang aus solchen Kisten ist eher roh und unausgegoren. Je nach Arrangement fällt es mehr oder weniger auf. Natürlich fehlen echt klingende Instrumente wie Bläser usw. Es klingt eben wie eine Alleinunterhalter-Tischhupe. Es kommt aber wieder auf die Instrumentierung an. Rompler-Synthesizer-Elektronik könnte ok klingen. Nach Neo-Schlager oder so.
 
Wuschelchen

Wuschelchen

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Wenn man die Werksrhythmen, also die Begleitautomatik sozusagen, verwendet, klingt es wohl alles etwas billig.
Aber man kann ja auch seine eigenen erstellen, wenn ich mich nicht irre.
Haben diese Geräte richtige Synthfunktionen eingebaut?
 
 


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