Noch ein kleines Update auch zu diesem Thread: wir haben ja schon des öfteren festgestellt, dass es heilige Grale und eierlegende Wollmilchsäue im Bezug auf Synthesizer eigentlich nicht gibt, aber der Nord Modular G2 ist schon verdammt nah dran ...
Mit der Wahl des
Moog Little Phatty war ich schon sehr zufrieden, aber der NM G2 ist einfach atemberaubend. Ich wüsste nicht, welche Anforderung an einen Synthesizer, die ich persönlich für meine Zwecke habe, damit nicht realisierbar wären. Das Ding ist einfach ein Wunder-Werkzeug ...
Kurzum, ich bin mit meiner Wahl sehr glücklich: der Little Phatty ist ein Performance-Tool, ein Instrument im eigentlichen Sinne des Wortes - dabei stimmt das Haptische - die Klangmöglichkeiten sind begrenzt, aber was der LP kann, kann er perfekt. Der NM G2 ist dagegen fast eine eierlegende Wollmilchsau, das Schweizer Taschenmesser unter den Synthesizern und Klangprozessoren. Die Kombination dieser beiden Synths erfüllt alle meine Wünsche restlos.
Aber warum nur ist der NM G2 für
clavia kein kommerzieller Erfolg? Ich verstehe das nicht. Selbst wer mit der modularen Synthese nicht zurecht kommt und gar nicht in der Lage ist, den NM G2 selbst zu programmieren, müsste doch schon mit der Auswahl an verfügbaren Presets höchster Qualität glücklicher sein als mancher Mensch/ Musiker mit so manchem langweiligen und im Vergleich zum G2 minderwertig klingenden Rompler ist ...
Andererseits habe ich selbst lange gebraucht, mich zu der Investition in einen G2 durchzuringen und kann jetzt mein Zögern überhaupt nicht mehr verstehen ... seltsam ... das G2 Keyboard erschien mir unübersichtlich, die Struktur erschloss sich mir nicht richtig, obwohl sie nach kurzer Benutzungszeit vollkommen klar ist, ich hatte Sorge, der G2 könnte zu kalt und digital klingen oder nur für komplexe FX-Sounds taugen - was vollkommener Blödsinn ist ... wenn die Leute wüssten, wie gut der NM G2 wirklich ist, hätte ihn jeder, oder nicht?