Bass / Bassline - Sound, Stimmführung etc.

Dieses Thema im Forum "Ansätze / Konzepte" wurde erstellt von otto auch, 28. Juli 2015.

  1. Hallo,

    wollte mal fragen wie ihr das mit Bass gestaltet. Also ich habe diesbezüglich Bass gleich mehrere Probleme.

    Erstens bekomme ich selbst die vermeintlich einfachsten Basssounds nicht hin.

    Dann kommt dazu wenn ich mal nen halbwegs einen vernünftigen Basssound habe, dann ist der für hmm meinen Geschmack!? nur begrenzt funktional, also sprich spätestens nach der Quinte ist vom eigentlich Basscharakter nicht mehr viel übrig - vor allem bei Synthsounds (bei Samples von Akustikinstrumenten sieht es dann meist etwas besser aus). Ok ausser dem Blofeld habe ich ja nur Softsynths - kann nicht beurteilen ob dies dabei ne Rolle spielt. Während ich das schreibe und gerade durch ein paar "Referenzsounds" höre, fällt mir auf könnte schon ein wenig am Verhältnis Bass und Bassdrum liegen.. dort hört es sich eher so als würde dem Bass mehr Vorrang geleistet. Hmmm. Im Gegensatz dazu schwirrt mir schon seit langem "der Bass sollte nur wahrnehmbar sein und erst "auffallen" wenn er weg ist"...

    Und zweitens ja wie oben geschrieben mit der Stimmführung aber a) nicht nur mit Sprüngen und der damit verbundenen Soundveränderung sondern auch b) stilistisch - also was macht man bei eher nicht klassischer Musik. Also ich nutze für den Bass meist eher nur kleine Sprünge und oft halt den Grundton spielend. Allerdings ist das ja schon seit Bach out. Wobei ich denke zumindest im Rock & Pop findet man das doch als noch.. Nunja denke da könnte man vielleicht und eher einfachen, rhythmisch und melodischen Bass (Bach, Funk und so).

    Hier würde mich interessieren wie Ihr das macht, also ob Ihr den Bass in einem kleinen tonal Bereich spielt und vielleicht dabei dies auch "stark wandern" lasst also von Grundton, Terz etc. und wenn Ihr eher funkmässig unterwegs seid, auf welchen Tönen Ihr da zockt. Und wie ihr das dann von "Akkord zu Akkord" weiterführt, also eher dezente Anpassung einzelner Noten oder eher "komplette Transponierung".

    Vielen Dank im Voraus.


    Gruss
    Otto
     
  2. kl~ak

    kl~ak -

    ist natürlich musikabhängig - bei mir ist der bass meißt nur 1-3 sounds die auf alle ackorde passen würden, wenn denn welche wechseln würden ...

    als generaltip würde ich die postfiltersinuszumischung anführen als suboctave.
     
  3. Dass Dir der "Bass-Charakter" nach einer Quint verloren geht, könnte ein Problem Deiner Abhörsituation sein: der Bass klingt dann geil, wenn er zu Deiner Abhörposition passt, aber wenn der Wellbauch einen Meter weiter hinten ist, dann scheint plötzlich viel dünner zu sein.

    Zum Rest kann man kaum was sagen, wenn man nicht weiß, in welchem Musikstil Du Dich bewegen willst. Die bösen Undisputed-Truth-Bässe von Psicolor wollen ganz was anderes als als Mookies Drum'n'Bass-Lines.
     
  4. freidimensional

    freidimensional Tastenirrtuose

    Ist zudem doch auch oft eine Frage des Soundesigns...wenns unten rummst, und weiter oben nicht, könnte man z.B mit Keytracking
    und der Lautstärke von nem Subosc. oder der Resonanz von nem nachgeschalteten Filter arbeiten, wenn der Synth das hergibt.
    Vielleicht ist der Sound dann auch einfach zu hoch gespielt, und funktioniert einfach nur in den unteren Tonlagen.
    Naturinstrumente funktionieren ja auch nicht unbedingt in allen Lagen. Ein E-Bass klingt in den höheren oder mittleren Lagen auch oft Scheisse.
    Ein guter Bass-Sound muss nicht unbedingt in den mittleren Lagen funktionieren,
    ein guter Lead-Sound dagegen sollte schon ein recht breites Spektrum abdecken. Da ist dann wie gesagt gutes
    Sounddesign und vor allem Keytracking/Filter und Keytracking/Lautstärke gefragt.
     
  5. Danke euch :nihao:

    @: kl~ak: Ok interessant. Nur zwei Bässe bzw. Akkorde funktionieren (für mich auch) schon irgendwie gut - stört halt nix, aber umgekehrt finde ich es dann schwierig das das aussenrum spannend genug ist um die Einfachheit des Basses "abzufangen" bzw. habe ich mich damit weniger damit auseindergesetzt. Ok das ich es richtig verstehe, d.h. Du nutzt zwar Akkordwechsel.. aber Du verändert sie dann nicht!?

    Also mit dem Filter Sound zurechtfeilen und dann mit Sine drunter für die "Klarheit" und auch dem unteren Bauch zu stärken :mrgreen: !?


    @fanwander: Ok muss ich beobachten, höre auch viel über Kopfhörer möchte / kann aber nicht behaupten das mir das bei beiden Abhörsituationen aufgefallen wäre.

    Ok also für mich ganz weit vorn ist Hybrid - hinsichtlich sounddesign & musikalisch und das schon seit knapp 2 Dekaden, wenn auch mit Pause. Das Schöne dabei irgendwo mit ner art Parallelbewegung also stärker hin zu akustischen Instrumenten und bischen weg von "Dance".. Allerdings geht das schon an die Grenze welche Sounds mir so vorschweben und ich muss hier mal feststellen.. da liegen halt schon Welten dazwischen. Aber ja irgendwie braucht man ja ne Referenz.. Also das wäre so das Limit Richtung Heavy / Modulated.. oder so.


    src: https://youtu.be/xptIEkCHTZ4


    Ja schwierig sonst, ich meine ich könnte jetzt noch einige andere Basssounds zeigen, die mir da vorschweben. Oben genanntes Beispiel geht noch am ehsten hin, wenn ich mich in ne Schublade stecken wollte, aber dazu müsste die ein bis fast zwei Gänge runterschalten (und ich 3 Gänge sounddesign zulegen) und oft bewege ich mich zwar ich ähnlichen Gefilden aber mag/ bewege ich auch gern in etwas anderen.

    Oder umgekehrt gesagt würde gern unterschiedliche Basssounds draufhaben. Also Drum n Bass Gewitter Sounds oder auch Dubstep Sachen brauch ich nicht. Von HipHop (oder noch bischen früher) angefangen.. über diverse Station bis gestern... gibt es einige nette Basssounds. Und vonwegen wo es zeitlich angefangen hat und auch ein gutes Beispiel für wohl einfach gestrickte Bässe nachfolgende Beispiel. Das ja, falls Ihr es nicht so lange aushaltet, sogar den nackten Bass beinhaltet, was ich nicht auf m Schirm hat und deshalb gerade mal kurz angeschaut habe.


    src: https://youtu.be/8Kp3G8vwyIs



    @freidimensional: Ich vermute vor allem dieses "oben rum" habe ich vermutlich zu wenig auf m Schirm.. unabhängig davon das manche Sounds nicht so recht funktionieren mögen. Was ich mich hier Frage, wie sehr bearbeitet Ihr z.B. mit dem EQ den Bass? Kaum oder eher extrem? Also ich versuch den Sound direkt hinzubiegen, das er passt also eher nur filter und velocity, EQ nur wenig meist halt dann die Höhen weg. Aber ich denke neben dem bottom sind wohl die (unteren) Mitten entscheidend für den Charakter.. aber so ganz klar ist mir das nicht.

    Auf die Lage achtet ich meistens, fang auch oft mit dem Bass an. Werde aber das mal beobachten und schauen wo es eher fehlt. interessant ist das dem letzten Beispiel der Grundton schon bischen leiser ist (und die erste harmonische auch auf Grundton liegt).

    Kannst Du mir bitte auf die Sprunge helfen, wie Du das mit dem Keytracking meinst. Also Bsp. mehr mit Mitte gewünscht und LP eingesetzt dann das Keytracking runterfahren.. oder bin ich aufm falschen Weg?

    Und klar das mit den Akustikinstrumenten - habe da irgendwie bessere Erfahrung mit gemacht - allerdings mag ich Synthbässe mindest genauso und kommen auch eher zum Einsatz. Und auf der anderen Seite sehe und mag ich vor allem den Kontrabass - wobei ich da nicht mal ne vernüftige Samples habe, vor allem nicht "gezupft". Ich denk so ein Kontrabass hat halt auch mehr Balls als ein E-Bass, aber mehr als über die unteren zwei Oktaven ging/geht es dann hier eher nicht.

    Oder kurz ich denk eine der Problematiken liegt wohl nah am Sounddesign..


    Gruss
    Otto
     
  6. programchange

    programchange aktiviert

    Den Bass sollte man auch nicht zu sehr auf sich selbst reduzieren , ausser es ist fürs Genre notwendig.

    Ich habe früher immer zuerst Bassdrum und Bass simultan designed , quasi als Grundgerüst eines Songs. Ich war dann eigentlich immer unzufrieden mit dem Ergebnis, da meine Mixing-kenntnisse zu wenig waren um dem auch Leben einzuhauchen.
    Mittlerweile mache ich zuerst meist die Synths und mache den Bass dann so drunter , dass es passt .......
     
  7. Hallo Otto

    wenn Du Dir die Bassfiguren aus den beiden Beispielen anhörst, dann ist der Umfang der Bassfigur beim ersten Stück vier Noten (Ausnahme: der Akustikgitarrenpart, aber das ist ja ein komplett anderer Bass und eine viel "leereres" Arrangement), beim zweite drei Noten. Da kannst Du davon ausgehen, dass deren Bass nach fünf Noten auch so langsam "die Puste ausgeht".
    Ich finde übrigens, dass bei beiden Produktionen der Bass unprägnant unten rumwuschelt und eher schwach ist. Bei Hybrid gehört das allerdings zu Stil. Bei Awesome ist es vermutlich die miese Youtube-Qualität.

    Bei beiden Stücken wird übrigens ein Bass mit massive Schwebung (Chorus und ggf zwei VCOs) verwendet. Das muss mumpfen. Wenn Du Druck im Bass willst, dann nimm nur einen VCO, mit asymmetrischem Rechteck und(!) Sinus gleichzeitig - Sinus ggf als Suboszillator. Der Microbrute mit seinem Sinus Suboszillator kann so einen Bass wahnsinnig gut. Wenn Du den Schwebungseffekt willst, dann mit PWM. Aber Chorus ist Gift für einen prägnanten Bass.

    Florian
     
  8. Max

    Max aktiviert

    Wenn der Bass auf manchen Noten unterschiedlich laut ist, hilft auch ein Kompressor.
     
  9. freidimensional

    freidimensional Tastenirrtuose

    Fuktioniert nicht mit jedem Synth, aber manche sind modulationsmässig so gut aufgestellt dass Du mit keytracking/keyscaling
    ab einer bestimmten Note (Breakpoints) z.B. die Lautstärke eines Subosc. hinzufügen kannst...Als Beispiel: Ab Note f-2 steigt die
    Lautstärke eines Subosc.'s an, darunter ist sie = 0.
    Keine Ahnung ob Deine Synths sowas können...
     
  10. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Also einen Sinus als SubOsc drunterzulegen, ist mMn ein guter Tips. Leider können das die meisten Analogen nicht, so das ich hier meist Square nehme. Hat den Nachteil, das man den Filter immer relativ weit zumachen muß, da sonst nur Geknattere kommt. (Dreieck klingt irgendwie scheiße) Auch habe ich in letzter Zeit gute Erfahrungen mit FilterFM machen können, dadurch klingt es gleich viel organischer und "bassiger".
     
  11. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    ich bin zufrieden mit meinem bass, hab aber evtl auch zu kleine ansprüche. Mein Rezept für den sound: 1 sägezahn, 1 lpf, 0 attack beim filter env (bissi attack beim amp env damits nicht knackt), KEIN filter tracking! also absolut minimal. Ich finde dass der bass mit filter tracking seinen charakter verliert, wenn man ein paar hohe töne einwirft. Außerdem verliert er seine Wucht, wenn ein zweiter oszillator dazu kommt.

    Der Grundton is beim Bass natürlich wichtig, aber in den seltene Fällen in denen ich das nicht mit verzierungen aufmotze hat das sehr gute exklusive Gründe
     
  12. freidimensional

    freidimensional Tastenirrtuose

    Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder das macht wie er lustig ist :mrgreen:
     
  13. kl~ak

    kl~ak -


    was synthesetechnisch erstmal nebensächlich ist - wenns analog ist kommt da eigentlich "immer" gleicher strom an es ei denn dein sounddesigt (filter-keyfollow etc.) machen irgendwas damit dem nicht so ist. kompressor ist echt das letzte was man da nutzt. meißt liegt es an der abhöre die bei einigen frequenzen abkackt oder resoniert ...


    -> kompressor ist natürlich auch n supertool - aber in diesem zusammenhang eher hintendran
     
  14. Max

    Max aktiviert

    Würd ich so nicht sagen: wenn ich z.B. will, dass der Sound bei höheren Tönen etwas dumpfer, aber gleichzeitig nicht leiser wird kommen die meisten Synthesizer an ihre Grenzen. Im Modular könnte man sich natürlich was patchen mit einem VCA, der immer lauter wird je höher die Töne sind...
     
  15. Ich danke euch allen für die rege Teilnahme. :nihao:

    Werde die Antworten diesmal nicht eine packen..

    Ok - für welches Genre würdest Du sagen sollte der Bass auf sich selbst reduziert sein.

    Ja werde mal schauen das ich den Ansatz mal selbst versuche. Aufgefallen bzw. im Hinterkopf habe ich, das ja viele alle andere Elemente auch Bassanteile haben, selbst manche wo ich es nicht erwartet habe.


    Gruss
    Otto
     
  16. Hallo Florian,

    danke das Du mir ob nun bewusst oder nicht, zutraust so etwas hören zu können. Für mich war es vor nicht allzulanger Zeit ein kleines Erfolgserlebnis.. bei rumklimpern auf ne Bassline "gekommen" zu sein, die ich immerhin schon lange nicht mehr gehört hatte, allerdings auch ne Zeit (lange her) relativ oft. War auch nur ein 4 Ton Bassline.

    Würdest Du mir bitte die 4 Noten nennen? Und kennst Du Hybrid?

    Bei dem zweiten Stück muss ich Dir leider wiedersprechen - ging vermutlich nur unter auf jeden Fall wird die kleine Sequenz ja irgendwann mal hochtransponiert (wenn ich es jetzt noch recht in Erinnerung habe) ich tippe mal auf die Quinte. Rausgehört habe ich die Sequenz nicht, ist aber auf jeden Fall wohl C-A#-G - allerdings passiert da zwischem dem letzten C und dem A# noch was.. kein Ahnung ob da nur kurz mal das Pitchwheel hochgeschoben wurde oder ob da ein C# gespielt wird, gerade dieser Part find ich noch bischen tricky zudem.. dazu später evtl. noch mehr.

    Ok.. naja vielleicht hätte es bessere Referenzen (Plump DJs oder Crystal Method vielleicht) gegeben, aber wenn ich das mal hinbekomme bin ich schon happy. ;-)

    Werde das aber mal beobachten, also ob es eher an dem Sound oder der Prägnanz liegt, die ich bei meinen Sachen vermisse. Im Moment würde ich sagen: Beides. Von Awesome 3 Stück hätte ich evtl. wohl ne bessere Version, aber glaub bringt ja jetzt auch nichs mehr!?

    Sorry, was meinst Du mit mumpfen? Chorus kam bisher nur und das eher "unterbewusst" beim Imposcar zum Einsatz - und klar der Hinweis ist gespeichert. Hmm ich vermute so einen Synth habe ich nicht. Was passiert da negatives wenn man zwei VCO nimmt? Aber für asymtrisches Rechteck + Sub mit Sinus habe ich wohl das ein oder andere..

    Also ich hatte noch versucht das nachzubauen, waren dann irgendwann 2 Osc + Sub im Einsatz, vorallem weil ich eigentlich den zweiten Osc um 7 bzw. 5 halbtöne verstimmen wollte. Waren dann gegen Ende doch alle wieder in tune und nur mit Sinus und bischen Overdrive; mit dem Keytracking habe ich auch bischen gepsielt. Naja am Ende wollte ich es speichern, hat dann aber wohl nicht geklappt - aber Ergebnis war eh mehr: Er hat es versucht... Achso ja habe beide Filter genutzt einen um Grundton leiser zubekommen und den anderen um die höhen und mit zu beschneiten. Werde das bald mit nur 1 Osc + Sub probieren. Auf jeden Fall hat irgendwas gefehlt, fällt mir auch schwer das zu beschreiben, was da noch passiert - am ehsten würde ich so beschreiben/vermuten das da evtl. noch was gelayert wurde oder so. Vielleicht lade ich ja mal den Bassloop hoch, dann könnte Ihr selbst ein Bild davon machen. Tempo ist "nur" 127bpm wenn ich es noch recht auf m Schirm habe..

    Muss jetzt ersmal paar Sachen erledigen - bis später.


    Gruss
    Otto
     
  17. kl~ak

    kl~ak -

    2vco = schwebung

    chorus = 1vco mit delay = schwebung

    schwebung = lautstärkemodulation oder interferenzauslöschung/anhebung _ wie du es nennen möchtest

    => sound wird breit

    breiter sound = unpgägnant




    selbes gilt für hall etc.




    generell würde ich viel einfacher an die sache rangehen _ wahrscheinlich auch eher digital versuchen mit massive oder so ...
     
  18. Hallo,

    so erstmal was zur Unterhaltung / Erheiterung.. 4 bescheidene Versuche Sound-/Charaktermässig nahe zu kommen. Habe versucht ein Teil (hat noch nicht die Zeit "alle" zu probieren) der Tipps umzusetzen. Leider ist der Midiinput etwas unterschiedlich.. also sind nicht alle aufm gleichen Stand.. habe es mal wieder versemmelt mit dem speichern. Allerdings die Version, die mir am besten gefällt, ist gespeichert. Naja mag nicht soviel vorab erzählen, würde mich interessieren wie Ihr das seht/hört.

    src: http://soundcloud.com/otto-auch/not-awesome

    Gruss
    Otto
     
  19. So erst nochmal Danke an euch :nihao:

    @dbra: Zu dem Sinus drunter legen bin ich bis jetzt noch nicht gekommen.. bzw. mir ausgefallen das einige der Softsynths die ich habe gar kein Sinus haben.

    @freidimensional: Hatte schon vermutet, das da dann noch was fehlen würde, hmm vemutlich habe ich so nen Synth nicht.

    @psicolor: Ein Teil deines Rezeptes in Kombination mit dem von Florian hat für mich das beste Ergebnis geliefert (wobei man hier anmerken sollte, das da bischen die Effekte mit eingespielt haben, die das ganze "näher" haben rücken lassen). Was bei den anderen 3 fehlt ist dieses ich sage mal growln. Ich denk das kam im Original auch eher durch Postprocessing!?

    Ich schätze mal, wenn Florian Dich schon erwähnt, werden die Bässe so schlecht nicht sein... Mein Ansprüche sind nicht hoch, bin da nur eher Realist und weiss das ich vom Sounddesign nahezu keine Ahnung habe - was ich ändern möchte.

    @max/kl~ak: das mit dem Kompressor ist so nen Thema. Zwei Dinge sind mir aufgefallen a) ist - zumindest bei den ersten Versuchen, nach den Tipps von Florian - das egal was ich versuche, gewisse Frequenzbereiche wesentlich stärker abfallen, als im Original und b) das allerdings der Anfangspegel im Original mehr Punch hat

    So aus m Bauch raus würde ich ersteres versuchen mit ein Multiband-Kompressor anzugleichen und letzteres mit ner normalen Kompressor der dann aber u.a. zumindest nur sehr kurz Releasezeit haben dürfte. Achso bei zwei der Versuchen habe ich versucht diesen Lautstärkenverlauf direkt am Synth hinzubekommen.. allerdings fehlt da ein gutes Stück.

    Achso und abhängig von der Lautstärke/Dynamik denke ich ist der Bereich 200-800 hz interessant..

    @kl~ak: ich habe (leider) eh keinen analogen Synth. Die kompakte Beschreibung ist gespeichert.


    Achso sollte Osc mit Sub in sync laufen?


    Gruss
    Otto
     
  20. Anonymous

    Anonymous Guest

    Flo, der Minibrute hatte den Sinus Sub Osc. Der Microbrute kann nur Säge IIRC.
     
  21. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Also das die Schwebungen eines zweiten Oszis die Power rausnehmen stimmt schon. Das passiert allerdings nicht, wenn es ein Suboszillator ist, de ja phasenstarr zum Hauptoszillator ist. Bei Synths, wo das nicht geht (bei mir Slim Phatty) mische ich den zweien Oszi immer nur sehr leise bei. So halten sich die Schwebungen in Grenzen und der Klang wird zusätzlich lebendiger.

    Muß aber auch zugeben, daß ich beim Housebattle-Track genau Psicolors "Rezept" verwendet habe. Kommt eben immer drauf an, was man erreichen will...
     
  22. Danke Dir :nihao:

    Vielleicht könnte man ja ein kleines Rezeptbuch entwickeln.

    @psicolor: Ein Frage habe ich noch. Du schreibst Grundton, meinst Du bezogen auf das Sounddesign oder eher Ton/Harmonie mässig?

    Achja und kein Ahnung wie Ihr das einschätzt, also V4 finde ich kommt dem am nächsten auch wenn noch ein gutes Stück fehlt. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, da fehlt noch immer was entscheidendes. Growled anders.. Aber mit V4 oder evtl. auch V2 könnte ich eigentlich leben bischen das rotzige fehlt dann halt. Hmm.

    Da wäre die anderen Sache mit jeder Synth klingt anders, mit dem 4. Synth war es am "einfachsten", also klar irgendwo hört es auf wo man ein Klang näher kommt. Aber a) weiss ich nicht wieviel Luft da noch ist und b) ob halt doch noch was grundlegendes fehlt bzw. c) wie sehr das Postprocessing bei den oben gezeigten Bässe entscheidend ist.


    Gruss
    Otto
     
  23. kl~ak

    kl~ak -

    ein subosci ist eigentlich immer im sync mit dem dazugehörigen treiber-vco ... ansonsten wäre es ein weiterer osci mit -12halbtonschritten Verstimmung. wenn der subosci zu nem syncbaren vci gehört würde ich nur mit diesem arbeiten und den masterosci weglassen = im mixer stumm schalten.
     
  24. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Cool, is ja wie ein Ritterschlag ;-) Nee. Meine Sachen sind sich einfach alle sehr ähnlich, außerdem für jeden zugänglich (siehe Signatur) und eignen sich daher gut zur Beschreibung eines bestimmten Sounds.

    Ich meine in dem Zusammenhang die Grund-Note, also die Taste, die du aufm Synth drückst.
     
  25. programchange

    programchange aktiviert

    Gibt genug Songs , wo die Bassline zusätzlich zum Bass auch noch die Hook mitmacht.

    src: https://youtu.be/mvexKA4_xsI
    als Extrembeispiel.
    Da muss der Mix vom Bass halt wirklich sitzen.
     
  26. Bathead

    Bathead Synthbat242

    Meiner Meinung nach spielt es eine gewaltige Rolle ob du nun VSTs verwendest oder analoge Hardware-Synths verwendest, besonders was die Basslines betrifft. Viele VSTs sind zu klar und quantisiert, dass sie diesen Schwurbeleffekt nicht liefern den du mit einem (analogen) HW-Synth auf die Reihe kriegst. Obertonreichtum und entsprechende Filter spielen da schon eine große Rolle, damit die Hüllkurve auch gut über die Sequenz gleitet.

    Zuerst generiere ich eine Sequenz und stelle diese entweder mittels HW-Sequenzer je nachdem was zur Verfügung steht (Döpfer Dark Time, Korg SQ-10, Arturia Beatstep) ein und stelle diese ein. Optional kannst du auch Midi-Daten verwenden welche du an den Synth sendest den du wiederum via Line abgreifst um die Sequenz aufzunehmen, während der Aufnahme kannst du natürlich die Klangfarbe variieren und fenijustieren. Damit habe ich bisher für meine Aufnahmen beste Erfolge gezogen.

    LG
     
  27. Danke euch :nihao:

    @kl~ak: Ok ist gespeichert.. wobei ich das beim Blofeld nicht schnalle.. dachte der dritte Osc wäre ein Sub - auf jeden Fall kann man beide (OSC 2 &3) halt (zudem) syncen!? Aber am nächsten bin ich, für meine Ohren, mit Imposcar & Razor gekommen.

    @psicolor: wird wohl vermutlich was dran sein.

    @programchange: Ok verstehe. Spontan würde mir da kein vergleichbares Lied einfallen.

    @bathead: Ja dann wird es wohl an der Zeit das ich das mal (ausgiebiger) teste.. also mal einen analogen Synth. Ehrlich gesagt kann halt auch nicht abschätzen wieviel so ne Schub an Sounddesignskills halt doch auch stark entscheidend sein könnte. Klar ist hingegen das halt doch (selbst) die (VSTi-)Synths unterschiedlich klingen. Vielleicht wäre auch zu erwähnen das hauptsächlich die Bassgeschichten aus UK mir vorschweben. Orbital hat wohl auch mal Presets für Moog gemacht, hat mir gut gefallen. Und ja irgendwie hat es so verstanden die Jungs aus UK machen halt auch viel Postprocessing.. allerdings waren besagte Presets da teil schon sehr nah dran und umgekehrt bin ich mehr jetzt aber nicht sicher ob das auch alles live war.. Oder kurz: die wurden wahrscheinlich auch die Sounds mit dem Blofeld hinbekommen, ...

    Ich vermute so Multifragen sind auf jeden Fall mal schwierig in nem Forum zu lösen.. sind halt zwei (Haupt)Themen. Aber vieleicht klappt es ja auch bzw. ist sinnvoll.

    Ja gerade vor kurzem habe ich mich gefragt, wie das mit den Hardware Sequenzern bezüglich Tonart einhalten/definieren, aussieht. Denke viele arbeiten da ja eher ohne. Also Sequenzer hätte ich schon gern vor allem weil auch ohne Rechner Musik machen will, aber nicht weil dort mich die Sequenzmöglichkeiten irgendwie dazu bewegen würden.

    Interessant ist halt neben dem Sounddesign, die unterschiedliche Nutzung/Gestaltung des Basses. So ein Sequenzer kann man unterschiedlich füttern. Ich mein hier gibt es sagen wir mal mindestens zwo Eckdaten (meiner bescheidenen "Erfahrung" nach) Klassik, Funk & R'n'B bewegt sich der Bass meist auf sehr vielen Tönen (tonal) und verändert sich (wobei bei der Klassik vielleicht bischen mehr) u.a. von Takt zu Takt nunja und dann hauptsächlich aus dem elektronischen Lager (allerdings habe dort weniger mir das bewusst angehört /angeschaut). Also wenn ne Bassline nur auf dem Grundton schrummelt oder halt sich max. drei mal ändert kann ich das einschätzen. Einfache Arps evtl. auch noch aber bei so stärker melodischen Sachen dann nicht mehr so sehr.. allerdings ist das sehr unterschiedlich, bei manch komplexen Sachen fällt es mir als schwer mich nur auf einen Sound zu konzentrieren.

    Naja und zum einen mag ich elektronische Musik aber so Rezepte wäre auch hier gut. Müsst ja nicht unbedingt eure Geheimnisse preisgeben, bzw. ja so allgemeine Rezepte bzw. Philosophie wäre halt auch interessant. Achso ja aus dem elektronischen Sektor mag ich Breaks und Elektro (hinsichtlich Basssound) nebst paar 80er Geschichten und Ambient.


    Gruss
    Otto
     
  28. Möchte mich nochmal vor allem bei Florian aber auch alle die hier (aber auch in anderen Threads/Themen) hilfreich waren/sind. :nihao:

    Ich habe den Eindruck langsam geht es voran, wobei nicht nur wie in dem nachfolgenden Teil hauptsächlich auf den Mix bezogen. Habe den Bass leicht 4 dB abgesenkt, mittleren Q an der Stelle wo die BD sitzt.. Siehe/Höre Bass ist immer noch da und vorallem das war oft mein Problem ist die BD klarer - ohne, was ich einfach mal hoffe, zu laut zu sein. Am längsten habe ich mich dabei an dem kurzen "FX" Sound gewidmet, und dann dem Bass in Kombi mit den Beats, erste EQ.. und dann noch kurz bischen Mitte und halt Strings hinzugefügt. Um zu sehen was da noch an Platz denke könnte was werden. Dann noch bischen Hall und ja und dann hab ich zum Spass mal noch Kompressor auf die Summe gehauen und den kurzen Loop mal an "fertigen Track" behandelt. Und ja ursprünglich gabe es noch ein zweiten Bass.. aber gerade mit Kompressor an hat man da gemerkt das nur mit einem Bass halt klarer bzw. mehr drückt.

    Achso ob ich den Bass jetzt noch weiter unten bewegen kann habe ich noch nicht getestet denke da ist irgendwo die gefühlte Grenze von dem was im unteren Bereich noch irgendwie "rund" ist..

    src: http://soundcloud.com/otto-auch/bass


    Gruss
    Otto
     
  29. Bathead

    Bathead Synthbat242

    Also wenn du dich auf einer Synthebene mit Keys bewegst bzw. ein Midi-Keyboard an deinen Synth angedockt hast würde ich erst mal ein wenig von Hand probieren welche Sequenzen denn gut klingen würden und experimentieren. Übung macht auch da bekanntlich den Meister.
    Das "Problem" (was eigentlich kein Problem ist sondern nur eine Tatsache) mit Analogsequenzern, welche kein MIDI besitzen ist, dass sich das Ganze für eine Aufnahme wiederum schwer timen lässt bzw. würdest du dann eher experimentellere Gestaltungen hinbekommen und deine klaren Definitionen weniger setzen können. Für freies Improvisieren sind jedoch Analogsequenzer super. Wenn du damit einen Track aufnimmst können ganz verrückte Sequenzen entstehen, die einen "natürlichen" Touch besitzen. Das ermöglichen vor Allem noch Modularkisten zusätzlich durch ihre Klanggestaltung. Wenn du dann einen Track aufnimmmst würde ich jedoch ein- und ausfaden und dementsprechend schneiden weil es sonst für den Hörer anstrengend werden kann.

    Hier ein Beispiel für klar definierte digital ausgearbeitete Sequenzen:

    src: https://youtu.be/RKhQKRMIYIA


    Hier ein Beispiel für sehr experimentelle Analogsequenzen:

    src: https://youtu.be/oRyUcMtJseU


    Kommt halt auch immer auf dein Ziel an.

    LG
     
  30. Danke Dir :nihao:

    Ja da mit dem üben und einspielen stimmt. Mit Leadsounds mach ich das schon - Basslines auch als, aber deutlich weniger. Aber gut reicht ja auch erst mal mit einer Hand einzuspielen. Bei Leads habe ich festgestellt.. man kann zwar viel notieren.. aber einspielen ist halt zumindest anders.. direkter, lebendiger .. schwer zu beschreiben. Aber so im Moment denk ich mir ganz gut damit Spass haben zu können.. also vieles Notieren aber halt auf jeden Fall Lead (Harmonien meist auch) einzuspielen... warum also nicht mehr Bass!?

    Achja vielleicht entseht hier dein Eindrück ich wollte nur fremde Ideen mir ein eignen wollen oder so.. Nope!

    Ich probier sehr viel selbst aus, lese sogar oldskool mässig.. komme ich nicht weiter schau vielleicht ein paar videos an probiere es nochmal. Und ja die andere Sache ist, ich habe schon seit längerem eigentlich nur ein Person, mit der ich über Musik reden kann, die zudem halt selbst Musik macht bzw. musiziert..

    Und:
    x: Spiel den Bass mal schneller
    i: den Bass..?
    x: Ja den Bass
    i: der Bass welchen Bass .. achso du meinst die Bassdrum

    so sachen bringen nur bedingt weiter.

    Wobei ich sag hinter manch einfach erscheinenden Idee kann durch aus mehr verbergen als ...

    Und nunja habe ich schon (relativ) viel probiert, bei triolen war bisher schluss von wegen Rhythm (notation), nutze Ghostnotes und oder ne Synkope :lollo: und klar Marschmusik bzw. Techno"offbeat" kennt man.. einfache Arps kann ich sogar spielen.. allerdings bei so sachen die dann halt mehr in Richtung Melodie gehen oder Griffbrett runter und wieder rauf... habe ich noch nicht so sehr aufm Schirm. Aber denke das ist jetzt auch nicht entscheidend.. probieren werde ich dies wohl auch.

    Kleiner Schub war z.B. schau dir Regga pattern an.. punktierte Noten (ok hatte ich schon - aber vielleicht "Bestättigung") aber halt doch auch mal den 2. Schlag zu nutzen und erst dann auf den unbetonten weiterspielen.. 2. 1 auslassen.. ist übrignes bei dem Awesome 3 Beispiel (s.o.) auch so..

    Ebenfalls guter Schub - wie bereits beschrieben - war der Tipp von Florian..

    Bildlich: Schüler sucht Mitschüler Wahlfach: Bass

    Swing darf es schon haben allerdings sollte aber schon im sync sein. :mrgreen:

    Aber wenn es um eigenwillige Sound geht, darf es auch anders sein.. bei wiedererkennbarem Muster, bekomme ich das schon gerade gebogen..

    Denk beim zweiten Besipiel von Dir, kommt der "human touch" halt auch von der Stimmführung.. und wohl was ich noch nicht so lang aufm schirm hab, ist die Sache mit dem teils doch eigenwilligen Sound, bei dem ich zugeben muss, das er mich schon reizt, also modular.. kein Plan aber befürchte könnte kostspielig(er) werden...

    Das erste Beispiel werde ich mir nochmal reinziehen hat mir "musikalisch" bzw. von den Sounds gut gefallen.. wobei ich f.m. Vokals nicht mag.


    Klein Edith sagt: Und klar ist auch, nebst dem Drummer spielt/sollte der Bassist auf den Punkt spielen.. und nunja wichtig beim "nachspielen" ist halt auch wann die Taste losgelassen wird.. gerade wenn es Richtung geslapped gehen soll.


    Gruss
    Otto
     

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