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Bus-Kompressor Hardware - welchen kaufen 2026?

  • Ersteller Ersteller phunk
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  • #61

ich gehöre ja zu der fraktion von herrn feilritz:

zum kreativen herumspielen brauche ich keine hohe qualität, sondern viele regler und optionen.

ich habe hier 18 kanäle kompressor/expander, aber nur 2 davon sind wirklich "musiker" bzw. "industrie" qualität.
seriell, parallel, maxtrixmischer, alles was du willst - und ohne gleich einen kredit dafür aufnehmen zu müssen.
 
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M.i.a.u.: claudio
  • #62
Wie sieht es mit 2 Kompressoren hintereinandergeschaltet aus? Das komprimierte nochmals anders komprimieren? Würde mich als kompressor noob mal interessieren, werd auch gleich meine zwei günstig kompressoren damit befassen lassen..
Hab ich im Mastering quasi ständig gemacht, oft sogar mit drei Stück. Dazu dann noch auch obendrauf ITB Dynamikbearbeitung on top, wie zB Deessing, dynamische EQs, etc. Kenne das so auch von vielen Kollegen.
Dabei gehts aber weniger um technische Kompression, sondern um selektiven und spezifischen Einsatz der einzelnen Geräte.
Jeder Comp hat dabei halt, wenn überhaupt, max nur mit der Nadel gezuckt. Boxtone der Geräte war bei der Auswahl ein genauso wichtiger Faktor wie das Regelverhalten. Das funktioniert auf der Summe aber eigentlich nur mit richtig gutem Gear.
Wichtig das man hören kann was wirklich passiert, sonst wirds stochern im Nebel...

Also ein klares Ja. Erlaubt ist ja eh was gefällt.
 
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M.i.a.u.: Golden-Moon und claudio
  • #63
Wichtig das man hören kann was wirklich passiert, sonst wirds stochern im Nebel...
serielle Kompression hat für mich den Vorteil, dass man pro Stufe subtiler und zielgerichteter eingreifen kann und so zum Beispiel weniger wüste Artefakte oder ungewünschtes gepumpe im Resultat hat.

Parallele Kompression nutze ich je nach Signal durchaus auch gerne, oft bei akustischen Instrumenten, da ich meine, den Charakter der Instrumente damit weniger negativ zu verfälschen. Aber wie Du schriebst:
Erlaubt ist ja eh was gefällt.
 
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M.i.a.u.: Golden-Moon und Akai
  • #64
...ja, sowas macht man durchaus - und/oder zusätzlich noch parallel - man kann jede Menge Kompressoren in allen möglichen Kombinationen miteinander Verknödeln und sehr interessante Ergebnisse erhalten...
mit zweierlei Knödeln sozusagen.
 
  • #66
Jetzt hab ich Appetit auf Knödel... :D Bestimmt schon mehr als 10 Jahre her...
 
  • #67
Jetzt auch noch einmal ein etwas anderer Punkt. Ohne gute Wandler im Audiointerface* verschenkt und unterschätzt man meiner Meinung nach sehr viel von dem, was aus einer guten Signalkette tatsächlich herauszuholen ist. Letztendlich geht es dabei um die gesamte Klangqualität, und die Unterschiede zeigen sich teilweise schon sehr deutlich auch schon nur im Einsatz mit Plugins. Wollt enur mal erwähnen auch die teuerste Highend Harware an Kompresooren und etc bringt nihcts wenn alles durch ein Audiointerface* muss und das nur solala ist..

Hardware ist außerdem nicht automatisch gut, nur weil sie Hardware ist. Auch bei Hardware gibt es genauso viel Müll wie exzellentes High End. Gerade solche Unterschiede hört man häufig nicht unbedingt an einem einzelnen Gerät, sondern vor allem in der Summe der gesamten Signalkette. Ein wirklich gutes Audiointerface* in Kombination mit hochwertiger Hardware kann am Ende einen deutlich größeren Unterschied machen, als viele zunächst erwarten.

Wenn es um Kompressoren geht, ist deshalb immer die entscheidende Frage, wo genau der Kompressor eingesetzt werden soll und welches Signal er bearbeiten soll.

Bei Einzelsignalen, insbesondere bei stark perkussivem Material, muss ein Kompressor entsprechend schnell reagieren können. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob er möglichst clean arbeiten soll oder ob er bereits von Haus aus eine bestimmte Färbung mitbringen soll. Dabei spielen unter anderem die Eingangs und Ausgangsstufe, echte Röhrentechnik, Übertrager oder eine eher cleane Transistor beziehungsweise FET Schaltung eine Rolle.

Bei Vocals ist es beispielsweise nicht unüblich, zunächst einen EQ vor den Kompressor zu setzen. Dadurch kann man verhindern, dass tiefe Frequenzen den Kompressor bereits stark triggern. Gerade bei einer tieferen Stimme kann das durchaus sinnvoll sein. Hat jemand von Natur aus eine höhere Stimme, muss man sich technisch gesehen häufig weniger Gedanken darüber machen, dass der Kompressor durch den tiefen Frequenzbereich zu früh in die Gain Reduction geht.

Bei einer Drumgruppe stellt sich im Grunde dieselbe Frage. Zunächst muss man überlegen, was der Kompressor überhaupt machen soll. Soll er lediglich die Dynamik etwas kontrollieren oder soll er die gesamte Gruppe miteinander verkleben?

Wenn der Drumgruppenbus lediglich mehr kontrolierte Dynamik haben soll , kann ein FET Kompressor durchaus sinnvoll sein. Dann kommt es aber wiederum darauf an, aus welchen Signalen die Drumgruppe besteht. Ist beispielsweise eine Kick enthalten, hat diese im Vergleich zu vielen anderen Instrumenten eine sehr hohe Amplitude. Dadurch kann die Kick bei jedem Schlag die Gain Reduction deutlich anstoßen. Im schlimmsten Fall gewinnt man dadurch nicht wirklich etwas, sondern bekommt lediglich ein plattgedrücktes Signal oder ein deutliches Pumpen. Je nach Musikstil kann genau dieses Pumpen natürlich wiederum gewollt sein.

Besteht die Drumgruppe dagegen eher aus Snares, Congas, Bongos und anderen Instrumenten, die sich in einem ähnlicheren Frequenzbereich bewegen und eher aus kurzen, impulsiven Amplituden bestehen, kann ein leicht eingestellter FET Kompressor wiederum sehr gut funktionieren.

Es kommt also immer auf das Material und auf das gewünschte Ergebnis an.

VCA Kompressoren werden dagegen sehr häufig eher dezent eingesetzt, wenn es darum geht, mehrere Signale miteinander zu verbinden und sie als eine gemeinsame Einheit erscheinen zu lassen. Deshalb benutzt man in einer Drumgruppe auch die Kombination aus zwei unterschiedlichen Kompressoren FET +VCA oder FET + Opto Bei Vocals ist es oftmals auch EQ + FET + Opto ..Signal für den Kompressor etwas durch EQ vorbereiten dann spitzen leicht durch schnellen FEtt einfangen und mit dem Opto dann das ganze etwas smoothen..

Ein schneller FET Kompressor kann zunächst die Dynamik etwas einfangen und von flacherer Kontrolle bis hin zu bewusstem Pumpen alles ermöglichen. Danach kann ein VCA Kompressor sehr dezent eingesetzt werden, um die gesamte Gruppe noch einmal zusammenzukleben. Dadurch kann die Drumgruppe etwas runder und homogener wirken.

Ein kleiner Geheimtipp ist in diesem Zusammenhang beispielsweise der von Akai gennate BC1 THD . Der arbeitet im Grunde ebenfalls in Richtung Glue Kompression. Dadurch, dass er das Eingangssignal zusätzlich parallel zum komprimierten Signal beimischt, können je nach Dosierung auch wieder Transienten aus dem Originalsignal zurückkommen. Das kann interessant sein, wenn man einen aggressiveren Sound möchte, der stärker nach vorne kommt und gleichzeitig seine Transienten behält.
Ist im Prinzip zum Gluen mit etwas zusätzlicher funktionalität wie jetzt nur der Warm Audio BUS Kompressor der macht das gleiche klingt nur Runder etwas mittiger..während der BC1- THD dann eher seine stärken in der transparent hat und agressiveres auch sauberer abbildet..

Eine Kombination aus FET und VCA kann einer Drumgruppe deshalb schon sehr gut tun. Vor allem dann, wenn man nicht mit einem günstigen Clone und einer schwächeren Wandlerstufe arbeitet, sondern mit hochwertigem Equipment.

Und genau hier kommen wir wieder zum eigentlichen Punkt zurück. Die Unterschiede zwischen hochwertiger und weniger hochwertiger Hardware können sich gerade in der gesamten Kette sehr deutlich bemerkbar machen. Wenn Wandler, Übertrager und die einzelnen analogen Stufen sauberer arbeiten, bekommt man häufig eine bessere Räumlichkeit, straffere Mitten und mehr Brillanz und Definition in den Höhen. Gerade in der Summe können solche Unterschiede sehr deutlich werden. An einem einzelnen Gerät ist der Unterschied vielleicht noch relativ subtil, aber über die gesamte Signalkette hinweg kann sich das Ergebnis deutlich verändern. Irgendwann geht dann tatsächlich die Sonne auf.

Deshalb würde ich persönlich lieber Stück für Stück hochwertiges Equipment kaufen, anstatt möglichst schnell viele Geräte anzuschaffen, die man später wieder ersetzen möchte. Wie man so schön sagt: Wer billig kauft, kauft zweimal.

Beim Warm Audio muss man beispielsweise auch berücksichtigen, dass er eine gewisse Färbung mitbringt. Das ist nicht unbedingt etwas Negatives. Die entscheidende Frage ist vielmehr, ob man genau diese Färbung haben möchte.

Wenn man möglichst flexibel bleiben möchte, kann es sinnvoller sein, einen Kompressor zu wählen, der grundsätzlich sauberer arbeitet. Beim API Select T25 hat man beispielsweise einen sehr schnellen FET Kompressor, der relativ clean arbeiten kann und gleichzeitig durch seine Röhrenausgangsstufe noch etwas zusätzlichen Charakter und einen leichten Shimmer beziehungsweise eine gewisses harmonische höhen dem ganzen Signal hinzufügen kann, wenn man ihn entsprechend fährt.

Wenn man dagegen bewusst mehr Tape Charakter möchte, kann man beispielsweise später noch einen FATSO in die Signalkette integrieren. Dadurch hat man wesentlich mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung des Sounds und kann entscheiden, wann und wie stark man die Färbung einsetzen möchte.

Am Ende bleibt es natürlich immer auch eine Geschmacksfrage und hängt stark davon ab, welche Art von Musik man produziert.

Bei klassischer EDM möchte man häufig eher einen klaren und transparenten Sound mit sauberen, definierten und straffen Mitten sowie präzisen, punchy Kicks. In diesem Bereich tendiert man deshalb eher zu weniger färbenden Geräten.

Aber was ist überhaupt EDM? Auch innerhalb elektronischer Musik gibt es große Unterschiede. Gerade Gothic, Electro oder EBM leben teilweise von einer gewissen Färbung, Charakter und etwas mehr analogem Charakter. Dort kann ein Gerät wie der Heritage Successor durchaus interessant sein. Für einzelne Drums könnte man beispielsweise auch zwei Mono Geräte einsetzen und diese entsprechend linken.

Für den Anfang würde ich das allerdings noch nicht unbedingt als erste Anschaffung sehen.

Als ersten Schritt würde ich einen schnellen und cleanen FET Kompressor empfehlen, wie beispielsweise den IGS Volf, den Verstärker bereits erwähnt hat. Den würde ich tatsächlich nehmen.

Damit hättest du zunächst einen sehr hochwertigen FET Kompressor mit schneller Reaktion, guter Transientenbearbeitung, umfangreicher Funktionalität und einer wirklich hochwertigen analogen Signalverarbeitung. Außerdem ist das Gerät optisch und von der Haptik her ebenfalls eine ziemlich feine Sache.

Danach kannst du dir Gedanken darüber machen, ob du zusätzlich mehr Tape Charakter und Sättigung möchtest. Dann wäre ein FATSO als nächster Schritt interessant.

So baust du dir nach und nach eine wirklich hochwertige analoge Signalkette auf, bei der jedes Gerät eine bestimmte Aufgabe erfüllt und du nicht versuchst, mit einem einzigen Kompressor alle möglichen Klangcharaktere abzudecken.

Deswegen Vote ich hier mal für den IGS Volf als ersten Schritt in die High End Welt und als ersten FET Kompressor den du definitv erstmal brauchst, danach könnte als BUS Glue Kompressor auch der IGS Zen,, ja kostet Geld,,,aber das ist dann ganz ganz feines Zeug.
 
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M.i.a.u.: Akai, Stue, kernelkid und 4 andere
  • #68
Bei Vocals ist es beispielsweise nicht unüblich, zunächst einen EQ vor den Kompressor zu setzen. Dadurch kann man verhindern, dass tiefe Frequenzen den Kompressor bereits stark triggern. Gerade bei einer tieferen Stimme kann das durchaus sinnvoll sein. Hat jemand von Natur aus eine höhere Stimme, muss man sich technisch gesehen häufig weniger Gedanken darüber machen, dass der Kompressor durch den tiefen Frequenzbereich zu früh in die Gain Reduction geht.
nicht nur bei Vocals, auch Bass, Drums und komplette Busse können davon profitieren. Allerdings greift da eine Sidechain mit Hochpass dezenter in den Sound ein und wird daher auch oft und gerne so eingesetzt.
 
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M.i.a.u.: 5511823sUbbSC
  • #69
Ohne gute Wandler im Audiointerface verschenkt und unterschätzt man meiner Meinung nach sehr viel von dem, was aus einer guten Signalkette tatsächlich herauszuholen ist

Deswegen nehme ich bei wirklich wichtigen Stereo Mixes nicht digital (egal ob Audio-Interface oder HW Master Recorder) auf sondern auf 1/4" Tape.
Gibt zum Glück noch einige gute Mastering Studios , die 1/4" -Reels annehmen und vieeeeeel bessere Wandler als ich habe.
Und 'ne gute Master-Maschine wie z.b. 'ne Telefunken M15(A) kostet weniger als ein obere Mittelklasse Stereo Wandler.... allerdings braucht man den Platz & sollte sich technisch auskennen bzw. einen Techniker in der Crew haben.
 
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M.i.a.u.: Akai
  • #70
Deswegen nehme ich bei wirklich wichtigen Stereo Mixes nicht digital (egal ob Audio-Interface oder HW Master Recorder) auf sondern auf 1/4" Tape.
Gibt zum Glück noch einige gute Mastering Studios , die 1/4" -Reels annehmen und vieeeeeel bessere Wandler als ich habe.
Und 'ne gute Master-Maschine wie z.b. 'ne Telefunken M15(A) kostet weniger als ein obere Mittelklasse Stereo Wandler.... allerdings braucht man den Platz & sollte sich technisch auskennen bzw. einen Techniker in der Crew haben.
…das habe ich auch schon so gemacht. Der begnadete Master Engineer in Wien hat dann tolle Arbeit geleistet.
Durch die Aufnahme auf 1/4“ Band ändert sich meiner Meinung nach aber doch subtil der Klang des gesamten Mixes. Neben einem Kompressionseffekt (je nach Sättigung) wird der Mix irgendwie „wohliger‘ und „runder“. Der Unterschied zwischen Vorband und Hinterband, den man während der Aufnahme gut vornehmen kann, ist schon beeindruckend. Wobei es nicht grundsätzlich besser oder schlechter ist, sondern wie oben beschrieben anders.
 
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M.i.a.u.: 5511823sUbbSC
  • #71
...das war doch klar - es sind Werkzeuge, und ich habe auch nicht nur einen Schraubenschlüssel, der überall passt: man wird nicht umhin kommen, sich mehr als einen ins Rack zu schrauben...

...das ist dann der Moment in dem dann viele auf Software umsteigen...

...für Röhren-Kompression könnte ich Dir den (nicht mehr erhältlichen) TLA 5051 Ivory 2 - zwei Stück, einen Links, einen rechts oder, wenn Du das Signal aufbereitest einen Mid und einen Side - aus dem Rack schrauben und zum Testen rüber-reichen; habe erst vor kurzem neue, gematchte Röhren eingesetzt...


Ich habe den Ivory C 5021 hier und finde den sehr angenehm. Sowohl auf dem Bus, als auch auf der Summe.

In Software-Form kommen bei mir meistens API 500s zum Einsatz.
Ich finde die echt mega und als Hardware werden die noch brillanter sein.
Nen Urei finde ich auf dem Bus unpassend - eher für Drums und Percussions, wenn man richtig snappy gehen will.
Den Drawner sehe ich eher auf der Summe, weil der gut andicken kann.

Die SSL-Kompressoren finde ich auch sehr nice, kommen für mich aber nicht an die APIs ran. Als Channelstrip aber völlig okay.
Ich finde auch den Empirical Labs FATSO extrem geil. Mehr Glue wird man wahrscheinlich nirgends bekommen.
 
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M.i.a.u.: 5511823sUbbSC
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