Conny Plank Productions

A

Anonymous

Guest
Ich fände es prima, wenn ihr eure Lieblings Conny Plank Produktion
posten würdet und vielleicht sogar kurz dazuschreiben könntet, warum
ihr die so gut findet, oder was ihr denkt, wie Conny das oder das gemacht haben könnte.

Es gibt viel von ihm, darum fände ich es gut, wenn "nicht einfach" irgendwas gepostet würde,
denn er war so ein klasse unangepasster Produzent und viele von seinen Produktionen
sind einfach Labsal und grosse Anregung, um eigene Klangwelten in der Produktion zu entwickeln;-)
auch weil er ja so eine spannende Arbeitsweise mit Synths, Drum Machines und Effekten hatte.

Was sind für euch die Highlights?
 
Schwer ne Rangliste zu machen..
Irgendwie fast alles was besonderes von dem guten Conny Plank

Nicht nur Autobahn von Kraftwerk, oder Eurhythmics oder Ultravox.. auch Heinz-Rudolf Kunze's "Dein ist mein ganzes Herz"
... alles gute Produktionen :)
 
ich weiß, aber mir geht's wirklich drum , etwas auch euren Posts zu lernen,
denn bei sovielen Titeln wüsste ich gern, wie hat er diesen Raum wohl gemacht oder
warum klingt das jetzt grade so oder warum wirkt das auf mich so anders.

Helft mit, ihm posthum in die Karten zu schauen;-)
 
Produzieren sollte keine hochformale angelegenheit sein.da passiert auch viel auf wirkung.. und die wirkung ist stimmungsabhaengig. Stimmungen wiederum berufen sich aus einem aesthetischem empfinden das man entweder in die wiege gelegt bekommt oder anderweitig sich "ankonditioniert" ..
oder schlicht und ergreifend autoditakt seine eigenen standarts dazu setzt.
Rauschen und BD mit hall?
Geht nicht? Wer sagt das?


Man sollte seine eigene handschrift entwickeln ..
Wobei: sich inspirieren zu lassen keine schande ist..wenns den fahrlaessig passiert und nicht mit vorsatz.waere ja dann nacheifern und kopieren.
Das kann mM nach nicht gutgehn und wird vermutlich wenig soul und spirit haben.
Den mzsikslische werke spiegeln eine persoenlichkeit. Vornehmlich die eigene und keine aufgesetzte.. es sei es ist konzeptionelles homagieren.^^

Best
 
Ich liebe die Sachen, die er zusammen mit holger Czukay gemacht hat.
Da ist er ja auch oft nicht als Produzent, sondern als Musiker gelistet.
Die seltene "Vampyrettes"-Maxi von Czukay und Plank ist übrigens gerade auf Vinyl wiederveröffentlicht worden.
 
Also mir fällt da spontan das Killing Joke Album "Revelations" ein, in ganz besonderem Maße der Song "Empire Song" weil er doch genau den speziellen Killing Joke-Sound darstellt und man ihn auf diesem Album zum ersten mal imho eindeutig erkennt, man kann sogar sehr gut die Verbindung zum später von Nirvana geklauten "Eighties"(bei Nivana "Come as you are") erkennen, dieser spezielle Gitarrensound tauchte da zum ersten mal auf. und sehr sehr agressiv ohne Punk, Metal oder sonst etwas zu sein. Komplett was eigenes.
Leider weiß ich nicht inwieweit Conny als Produzent zu diesem Album beigetragen hat.
Ich war jedoch sehr ergriffen als Jaz Coleman 1987 im öffentlich rechtlichen Fernsehen zum Tode von Conny ein selbstkomponiertes live am Klavier/Orgel/Synthesizer(weiß ich nicht mehr so genau) zum Besten gab. ich wußte damals nicht wer Conny Plank war.

Hammersmith 82, man riecht förmlich die Agression des Liedes in der Luft(geilo wie kurze Haare in den 80ern aussahen)':


Rockpalast Loreley 85':
 
...dann fällt mir natürlich das Album "Vienna" von Ultravox ein, was bei und von Conny aufgenommen wurde.
Man fand ich das damals geil, das war auch ein ungehörter neuer Sound:

 
...da ich ein Kind der 80er bin darf dieses Ding natürlich nicht fehlen, es war wohl Connys größter Hit und ich finde es immer noch toll und der Song bewegt mich irgendwie sehr obwohl ich sonst nix von dem Typen höre. Songtechnisch ganz großes Kino :supi: :

 
Glaube nicht, dass dies weltweit ein größerer Hit als Kraftwerks Autobahn war!
 
Für mich persönlich ist es das Album Vienna. Ist quasi mein Conny Plank Erstkontakt und es prägt meinen Geschmack bis heute.
 
Für mich war - neben "Autobahn" und so Sachen wie DAF oder Rheingold - die "On the Way to the Peak of Normal" mit Czukay die erste bewußt gehörte.
Als Producer bekam Czukay die Credits (wie Herr Berzborn schon angedeutet hat) , aber abgemischt hat das Conny Plank, das hört man.
So spooky und wie immer so großartige Räume. Großes Kino ;-)

Hier mit ihm am Synthesizer!

 
Ich bin auch kein großer Krautrock Kenner (geschweige denn Fan;-)
Aber es wäre super, wenn ihr ein paar Links zu euren von Plank produzierten 70er Highlights hättet!
 
//V// schrieb:
Xpander-Kumpel schrieb:
Hammersmith 82, man riecht förmlich die Agression des Liedes in der Luft(geilo wie kurze Haare in den 80ern aussahen)':
[ http://www.youtube.com/watch?v=UU11YyKo8sU (•Youtube VIDEOLINK) ]

Rockpalast Loreley 85':
[ http://www.youtube.com/watch?v=GOL8e_WZhO8 (•Youtube VIDEOLINK) ]

Hast du keine links direkt zu Plank Produktionen?

Nein, sorry das ich hier was gepostet habe!
PS: Ausserdem hat er genau das Album produziert.
 
Es stört mich nicht, ich hab doch gesagt, ich habe nur nachgefragt, ob du auch Studio links weißt.
War nicht böse gemeint. Mag selbst die alten Killing Joke Sachen sehr!
 
Ich kann keinen Finger auf eine einzelne Produktion oder eine Reihe von Tracks legen. Mich inspiriert sein Motto "Alles verbiegen, alles verkurbeln!". Ich würde Michael Hoenigs "Departure from the Northern Wasteland" als meinen Favoriten nennen(Mischung von Plank und Dave Hutchins).

Plank, Panne und Dierks waren damals die ersten, die dynamisch gemischt haben und die Abmischung ebenso als Bestandteil der Musik wahrgenommen haben wie die Komposition selbst -- die Anordnung der Elemente im Mix ist nicht statisch, sondern immer wieder Veränderungen unterworfen, damit sich das Ohr neu orientieren muß. Finde ich toll -- und das alles ohne Computer, sondern mit zehn Fingern (oder mehr) am Pult.

Stephen
 
//V// schrieb:
Als Producer bekam Czukay die Credits (wie Herr Berzborn schon angedeutet hat) , aber abgemischt hat das Conny Plank, das hört man.

Ich wollte das eigentlich anders herum sagen: Dass bei Czukays "Der Osten ist rot" und "Les Vampyrettes" beispielsweise Conny Plank als Musiker geführt ist und nicht lediglich als Produzent oder Tonmeister.

Das Cover der "Peak of Normal" - seit drei Jahrzehnten einer meiner liebsten LPs überhaupt - stammt übrigens von Planks Sohn , der damals im Kindergartenalter war.
 
Wer's noch nicht kennt:



Die sehr gute Klangqualität des Vinyls lässt sich sogar über Internet schon erahnen.
Wie gesagt, gerade nach Jahrzehnten als Reissue wieder erhältlich.
 
"Midge Ure, Sänger und Gitarrist von Ultravox liefert ein perfektes Beispiel für die radikale Arbeitsweise von Conny Plank. Bei den Aufnahmen für das Album U-Vox von 1986 ließen Ultravox für den Song, „All In One Day“ von Beatles-Produzent George Martin ein Orchesterarrangement schreiben. Midge Ure: „Dieses sehr teure Arrangement hat Conny dann durch einen Verzerrer geschickt, weil er der Meinung war, so müsse ein Orchester klingen. So war Conny, er hat die Dinge in etwas Einzigartiges verwandelt, er war ein Musiker, ein Künstler.“

;-)
 
http://www.uncannyvalley.de/radio/uvfunk014/

For those of you who don’t know: Conny Plank was a German record producer, musician, audio engineerer and secret member of many of those so-called Krautrock Bands until he died way too early in 1987. One of his early friends and collaborators was Hans-Joachim Roedelius, long-time member of Cluster and Harmonia and now – even at the age of 78 – hyperactive with both his solo work and in various collabos like Qluster or his recent project with Lloyd Cole. When Roedelius was in Dresden to play his live set at a special Conny Plank tribute night at Altes Wettbuero, Philipp had the opportunity to talk to him about his relationship to Conny and his work in general.

Before that, the Leipzig based DJ and promoter esclé (who was hosting the Conny Plank tribute show with some friends) played a great DJ set with Conny Plank related songs. In fact, every record he played is from Conny Plank’s very own record collection. His son was so kind to lend esclé the records for the whole tribute tour. Last but not least you can listen to a track from Credit 00 that he produced for his special Conny Plank live set. Credit could get his hands on a large collection of sample material out of Conny’s studio for those tracks. And boy, this live set was hot! But for now, enjoy the radio show!

There are slight sound skipping issues on the show every now and then due to the recording system at coloRadio. Sorry for that!

UV Funk is a radio show which is broadcasted every third Friday from 9:30 pm to 11:00 pm on Dresden based community radio station coloRadio. Radio listeners in Dresden can tune in to the program on 98,3 or 99,4 MHz. Any other listeners can recall it here. The show is hosted by Philipp Demankowski and is all about stories, interviews and tracks out of the world of Cosmic Electronic Music. And watch out! It’s in German.

This show was aired on 17th May 2013.

Tracklist:

esclé in the mix

Mœbius & Plank – Two Oldtimers (Sky)
Mœbius & Beerbohm – Clarks Shiraz (Sky)
Cluster – Fotschi Tong (Brain)
Mœbius & Plank – Osmo-Fantor (Sky)
Fad Gadget – State Of The Nation (Mute)
Stahlnetz – Matrosen (Ariola)
Tommi Stumpf – Contergan Punk (Giftplatten)
Rheingold – Stahlherz (CBS)
Joachim Witt – Ich Fahr’ Nach Afrika (WEA)
Schaltkreis Wassermann – Zeit und Raum (Space)
Rheingold – Fantasie (CBS)
Holger Czukay – Witches’ Multiplication Table (Welt-Rekord)
Mœbius & Plank – Missi Cacadou (Sky)
Rita Mitsouko – La Fille Venue Du Froid (Virgin)
Ultravox – Vienna (Chrysalis)
Cluster – Dem Wanderer (Sky)
Neu! – Seeland (Brain)

Interview with Roedelius
Credit 00 – Conny Plank Rework Session Teaser (Unreleased)

src: http://soundcloud.com/uncanny-valley-dresden/uv-funk-014-conny-plank

die Reworks Sessions box die am Schluss angeteast wird scheint auch ziemlich interessant zu sein
http://www.amazon.de/Whos-That-Tribute- ... B00AO7CDU4
 
Roedelius finde ich auch ziemlich großartig. Wollte ihn auch mal nach Aachen einladen, aber inzwischen war es sowieso schon da an anderer Stelle.
Leider hat er mich aus seiner FB-Freundeliste gestrichen, da wir offenbar eine diametral entgegengesetzte Meinung zum Israel/Palästina-Konflikt haben. :D
 
sehe ich da grade das große samtene Schweigetuch von der Decke schweben...? Ja, tatsächlich, da ist es...

:floet:
 
ppg360 schrieb:
Ich kann keinen Finger auf eine einzelne Produktion oder eine Reihe von Tracks legen. Mich inspiriert sein Motto "Alles verbiegen, alles verkurbeln!". Ich würde Michael Hoenigs "Departure from the Northern Wasteland" als meinen Favoriten nennen(Mischung von Plank und Dave Hutchins).

Plank, Panne und Dierks waren damals die ersten, die dynamisch gemischt haben und die Abmischung ebenso als Bestandteil der Musik wahrgenommen haben wie die Komposition selbst -- die Anordnung der Elemente im Mix ist nicht statisch, sondern immer wieder Veränderungen unterworfen, damit sich das Ohr neu orientieren muß. Finde ich toll -- und das alles ohne Computer, sondern mit zehn Fingern (oder mehr) am Pult.

Stephen

Ja, besagtes Hoenig-Album find ich auch gut :)

Aber, waren nciht schon Alan Parsons und Pink Floyd die ersten, die live udn dynamisch gemischt haben?
Ich meine, dass ih das mal in einem Making-Of über The Dark Side Of The Moon gesehen habe.
 
Fast Immer wenn man denkt, jemand ist der erste, findet sich einer, der ähnliches noch früher gemacht hat.
Im vorliegenden Fall z.B. die ganzen Musique Concrète Leute schon in den 50er Jahren.
 
fb7310.gif


Das dem Album namensgebende Titelstück "Autobahn", das mit einer Laufzeit von 22 Minuten die erste Seite der Vinyl-Ausgabe des Albums ausfüllt, wurde entgegen Einschätzung vieler Fans nicht von Conny Plank produziert. Richtig ist, dass Hütter und Schneider nach den aus ihrer Sicht unloyalen Verhandlung von Conny Plank mit der Plattenfirma beim dritten Album "Ralf & Florian" lediglich die Planksche Aufnahmeapparatur für mehere Wochen mieteten und in ihrem eigenen Studio in Düsseldorf "Autobahn" aufnahmen. Gemischt wurde der Titel dann von Conny Plank mit Hütter und Schneider in Conny's Studio. Von daher ist es richtig, Conny Plank bei Autobahn lediglich als ausführenden Toningenieur zu bezeichnen.

Dazu noch die Schilderung meines ersten Kontaks zu Conny Plank.

Gleichzeitig hatte Dirk Kontakt zu Conny Plank, dem legendären Produzenten, aufgebaut und wollte ihm den ARP Odyssey vorführen. In Riebe's Fachblatt wurde ausführlich über Conny Plank und sein neues Studio Nähe Bonn berichtet. Dirk hat ihn ganz einfach angerufen: "Hallo Conny, hier ist Dirk Matten von ARP. Darf ich mal mit dem Odyssey vorbeikommen?" In der Retrospektive ein durchaus denkwürdiges Treffen, denn Conny meinte, ob er nicht mal was ganz Abgefahrenes hören wolle. Man hätte bis nachts um 3 Uhr gemischt, und jetzt sei's endlich fertig. In seinem Beisein montierte Conny einzelnen Musikabschnitte von Einzelspulen zusammen und zog davon eine Kopie als Masterband, was man dann gemeinsam anhörte. So hatte Dirk als erster die Möglichkeit, das legendäre Musikstück AUTOBAHN von Kraftwerk direkt nach dem Entstehen zu hören, Monate bevor das Album dann endlich erschien. "Conny Plank hat mir auf meinen Wunsch hin noch eine Kopie in Stereo-Halbspur-Technik in Studioqualität von der geschnittenen Arbeitskopie (natürlich ausschließlich für den privaten Gebrauch) gemacht. Die klingt mit großem Abstand besser als die Veröffentlichungen der Vinyl- und CD-Erstausgaben." Conny zeigte Dirk auf dem EMS AKS von Florian Schneider noch diverse elektronische Geräusche von vorbeifahrenden Autos, die er mit dem Joystick regelrecht spielte.
Quelle: http://www.elektropolis.de/ssb_vorgeschichte3.htm

Das Band habe ich dann Kraftwerk für das Autobahn Digital Kling Klang Remaster von Autobahn überlassen, da das Originalband nicht mehr im Zugriff war und nur eine digitale Überspielung aus den Anfangstagen der digitalen Audiotechnik zur Verfügung stand.
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http://www.elektropolis.de/plank_todesanzeige.jpg
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http://de.wikipedia.org/wiki/Schallplattenproduzent
 
RAL5021 schrieb:
ppg360 schrieb:
Ich kann keinen Finger auf eine einzelne Produktion oder eine Reihe von Tracks legen. Mich inspiriert sein Motto "Alles verbiegen, alles verkurbeln!". Ich würde Michael Hoenigs "Departure from the Northern Wasteland" als meinen Favoriten nennen(Mischung von Plank und Dave Hutchins).

Plank, Panne und Dierks waren damals die ersten, die dynamisch gemischt haben und die Abmischung ebenso als Bestandteil der Musik wahrgenommen haben wie die Komposition selbst -- die Anordnung der Elemente im Mix ist nicht statisch, sondern immer wieder Veränderungen unterworfen, damit sich das Ohr neu orientieren muß. Finde ich toll -- und das alles ohne Computer, sondern mit zehn Fingern (oder mehr) am Pult.

Stephen

Ja, besagtes Hoenig-Album find ich auch gut :)

Aber, waren nciht schon Alan Parsons und Pink Floyd die ersten, die live udn dynamisch gemischt haben?
Ich meine, dass ih das mal in einem Making-Of über The Dark Side Of The Moon gesehen habe.

Ich hätte vielleicht sagen sollen "in Deutschland im Pop- und Rockbereich". Klar sind frühe Floyd-Sachen ("Ummagumma" oder frühe Singles wie "Arnold Layne") schon ein Musterbeispiel für kreative Gestaltung einer Hörbühne (und das noch z. T. in mono), und auch die Beatles haben viel mit akustischen Illusionen gearbeitet, aber hier in Deutschland waren es m. E. die drei Tontechniker, die diese Art zu arbeiten eingeführt und deutsche Produktionen auf ein internationales Niveau erhoben haben.

Alan Parsons arbeitet auch viel mit Soundstages, aber ich finde ihn ziemlich langweilig -- sowohl als Tontechniker für Floyd, als auch als Produzent unter eigenem Namen. Plank und Dierks sind für mich die Abfahrer, während Parsons eher der Gediegene ist -- sein Sound ist edel wie ein Bentley, aber genau so langweilig.

Stephen
 


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