Cubase 12 Recording - Hybrid-Setup - Re-Render - Bounce Audio Back - 10 VSTs + 20 MIDI Instrumente

Flagstaff
Flagstaff
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Hallo zusammen!

Ich möchte weg von analogen Mischpulten, da ich keine Lust mehr habe auf die Kabel-Umsteckerei (Audio Out aus einem ext. Midi-Instrument--> Line in Audiointerface) für die Aufnahme einzelner Midi-Spuren (Bounce Audio back to Cubase12/Re-Render).
Suche quasi ein "All-In-One"-Gerät (Audiointerface inkl. USB MIDI/MIDI klassisch, Effektgerät, Digitalmischer, Digitalaufnahme). Bei > 20 MIDI Instrumenten würde ich gerne ~32 INs nutzen können (sicherer für die Zukunft). Ich habe mal hier im Forum gestöbert und im Internet ein bisschen recherchiert. Für so ein "All-in-One" würde ich aber nicht mehr als 2500€ ausgeben wollen. Mein Augenmerk ist dabei auf Behringers X32 gefallen. Der Nachfolger Wing hat allerdings deutlich weniger Analog-INs als sein Vorgänger (und teurer). Die Threads hier über den X32 sind allerdings schon etwas älter.

Frage: prinzipiell ist doch der X32 das, was ich brauche (oder ? andere Idee?),- oder gibt es mittlerweile bessere Alternativen zum gleichen/ähnlichen Preis?
Für eine mögliche spätere Erweiterung dachte ich an eine Midas DL32 Stagebox über AES50 (aber das liegt noch in weiter Ferne).

Sorry,- ich glaube das Thema X32 ist für viele bereits ausgelutscht hier,- aber wer weiß?
Vielleicht gibt es ja was Frischeres/Neures zu diesem Problem (Hybrid-Setup + Cubase12 Recording).

Danke fürs Lesen und ggf. für Tipps!

Bleibt gesund!
 
Zaphod
Zaphod
how can you expect to be / taken seriously?
Ich nutze ein X32Rack (nur 16 Inputs) mit Cubase 12 und habe keine Probleme. Latenzen können andere Interfaces bestimmt noch knackiger, aber mir hat es immer gereicht.
Ich glaube, andere Hersteller sind durchaus tapfer hinterhergezogen und kann mich irren, aber in Preis-Leistung-Bang-For-The-Buck ist das X32 weiterhin unerreicht. Ich möchte aber nicht verschwiegen, dass ich mal zwei Elkos in der PSU tauschen lassen musste, nach etwa 4 Jahren in Benutzung.
Vielleicht kommen hier noch die Leute rein, die mit dir über "Klang" sprechen wollen, deren 909-Kick ohne Macke-Mixer keinen Sinn ergibt. Du musst selber wissen, was du daraus machst, aber - bereite dich besser auf so etwas vor :)
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
Ich habe ein X32 über ADAT an einer RayDAT im PC. Dazu noch zwei SD8 Stageboxen.

Die X32 hat auf dem Signalweg ohne interne Effekte eine Latenz von 0.8ms, über RayDAT in Cubase und zurück ohne VST Effekte komme ich auf unter 4 ms. Damit ist dieses Setup auch im Vergleich zu anderen Interfaces ganz vorne mitdabei.
Über das X32 USB Audio Interface ist die Latenz dann doch ein ordentliches Stück grösser.

Das Ganze funktioniert super stabil, hatte bisher weder Zuverlässigkeitsprobleme und Qualitätsproblem auf dem Audo Kanal.

Preis-Leistung stimme ich @Zaphod zu 100% zu: Da gibt's keine Alternative.
 
Flagstaff
Flagstaff
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Guten Morgen Herr Flagstaff :banane::banane::banane::banane: hahahahaha
..ich werd bekloppt...Du auch hier ?....lustig :)
Aber das gehört ja in den Privatchat :)

Danke @Zaphod und @ analog guy für die Antworten!
Also hab ich da gar nicht so falsch gelegen mit..... :)

Die X32 hat auf dem Signalweg ohne interne Effekte eine Latenz von 0.8ms.
Über das X32 USB Audio Interface ist die Latenz dann doch ein ordentliches Stück grösser.
Denkfehler?...läuft doch alles über das X USB interne Audiointerface beim X32.......wieso weshalb dann "ein ordentliches Stück größer" ?

Gruss!
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
Denkfehler?...läuft doch alles über das X USB interne Audiointerface beim X32.......wieso weshalb dann "ein ordentliches Stück größer" ?

Gruss!


Ich habe eine ADAT Karte in mein X32 eingebaut.
Und am PC eine RayDAT. Das gibt eine sehr tiefe Latenz.


Die Anbindung über die USB Karte des X32 hat eine höhere Latenz.

Die USB Latenz reicht gut für "normales" Recording.
Ich habe ein Setup, bei dem ich Signale live vom X32 auf den PC und wieder zurück route. Darum brauche ich eine möglichst tiefe Latenz und dafür reicht dann die USB Anbindung des X32 nicht mehr aus.
 
ollo
ollo
*****
Suche quasi ein "All-In-One"-Gerät (Audiointerface inkl. USB MIDI/MIDI klassisch, Effektgerät, Digitalmischer, Digitalaufnahme).

Die Effekte können nicht aufgenommen werden. Das Signal wird im Kanal direkt hinter dem Gainregler abgenommen und per USB an den Rechner geschickt. Auch Sachen wie der eingebaute EQ oder Comp sind dann nicht bei den Einzelspuren drauf.

Natürlich wird man das ehh alles mit Plugins in Cubase machen aber wenn man denkt, okay, das Teil hat einen Hall, wieso nicht den nutzen, es geht nicht soweit ich weiß.
 
Flagstaff
Flagstaff
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Hallo analog guy!

Danke für die Info!

Ich habe ein Setup, bei dem ich Signale live vom X32 auf den PC und wieder zurück route. Darum brauche ich eine möglichst tiefe Latenz und dafür reicht dann die USB Anbindung des X32 nicht mehr aus.
Stichwort "live",- wenn Du also z. B. PC/MAC-interne Effekte/Filter etc. nutzt und diese (live!) zurück zum X32 routest (und dabei aufnimmst...),- dann kann das zu höheren Latenzen führen. Ok.
Wenn man aber nicht live arbeitet,- so wie ich,- und den X32 "nur" zur digitalen Aufnahme von alter Analog-Gear in einer DAW nutzen möchte (dementsprechend auch erst im postprocessing Effekte etc. über die aufgenommene Spur legen möchte),- dann ist doch die von Werk eingebaute USB ausreichend, wenn ich das richtig verstehe.


@Zaphod
Vielleicht kommen hier noch die Leute rein, die mit dir über "Klang" sprechen wollen, deren 909-Kick ohne Macke-Mixer keinen Sinn ergibt.
Soll das heissen, dass der X32 ein trockenes 909-Signal (oder whatever analog Drumgear) nicht auch pimpen kann ?


Besten Gruss
 
Flagstaff
Flagstaff
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@ollo
Die Effekte können nicht aufgenommen werden. Das Signal wird im Kanal direkt hinter dem Gainregler abgenommen und per USB an den Rechner geschickt. Auch Sachen wie der eingebaute EQ oder Comp sind dann nicht bei den Einzelspuren drauf.

Natürlich wird man das ehh alles mit Plugins in Cubase machen aber wenn man denkt, okay, das Teil hat einen Hall, wieso nicht den nutzen, es geht nicht soweit ich weiß.
Ahhhh sehr wichtige Info!!!!

Frage dazu: ich habe ein Video gesehen, wo einer by the fly auf einen USB Stick während einer session mit dem X32 aufnimmt.
Und dann sind da auch keine Effekte/EQ/Comp drauf bei der Aufnahme ? (kann ich mir nicht vorstellen).

dh., Du meinst damit "nur" die Signalübertragung von z.B. einem externen Midi-Instrument, die "trocken" weiter vom X32 an die DAW gesendet wird und dort quasi "trocken" ankommt und "trocken " aufgenommen werden kann und erst dort im Nachgang in der DAW bearbeitet werden kann. Wenn man aber quasi "live" direkt auf SD/USB mit dem X32 aufnimmt (also mit niedriger Latenz Stichwort ADAT/RayDAT siehe oben), dann wird alles "gepimpt" mit allen Effekten/EQ/Comp aufgenommen, richtig verstanden ?

Vielen Dank!
 
ollo
ollo
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Frage dazu: ich habe ein Video gesehen, wo einer by the fly auf einen USB Stick während einer session mit dem X32 aufnimmt.
Und dann sind da auch keine Effekte/EQ/Comp drauf bei der Aufnahme ? (kann ich mir nicht vorstellen).

dh., Du meinst damit "nur" die Signalübertragung von z.B. einem externen Midi-Instrument, die "trocken" weiter vom X32 an die DAW gesendet wird und dort quasi "trocken" ankommt und "trocken " aufgenommen werden kann und erst dort im Nachgang in der DAW bearbeitet werden kann. Wenn man aber quasi "live" direkt auf SD/USB mit dem X32 aufnimmt (also mit niedriger Latenz Stichwort ADAT/RayDAT siehe oben), dann wird alles "gepimpt" mit allen Effekten/EQ/Comp aufgenommen, richtig verstanden ?

Vielen Dank!

Ich habe ehrlich gesagt noch nie direkt einen USB Stick angeschlossen und dort aufgenommen. Das ist dann aber auch nur eine Stereoaufnahme, dort sind die FX und alles andere sicherlich dabei.

Mit Adat ist vermutlich diese Einbaukarte gemeint oder? https://www.behringer.com/product.html?modelCode=P0B1F
Ich denke, die spuckt das selbe aus wie die normale USB-Karte auch, also direkt hinter dem Gain im Kanal abgegriffen ohne alle anderen Bearbeitungsschritte.

Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren wenn es doch irgendwie geht.
 
Flagstaff
Flagstaff
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@ollo
Die Effekte können nicht aufgenommen werden. Das Signal wird im Kanal direkt hinter dem Gainregler abgenommen und per USB an den Rechner geschickt. Auch Sachen wie der eingebaute EQ oder Comp sind dann nicht bei den Einzelspuren drauf.

Natürlich wird man das ehh alles mit Plugins in Cubase machen aber wenn man denkt, okay, das Teil hat einen Hall, wieso nicht den nutzen, es geht nicht soweit ich weiß.

In einem anderen Forum hab ich folgende Konversation gefunden:

X 32 Recording EQ und Effekte aufnehmen​

Guten Abend,
ich benötige Hilfe.
Schaffe es nicht den EQ und die Effekte mit aufzunehmen. Das DAW nimmt nur die reinen Spuren (1xGit,2xGesang u.s.w.) auf. So muss ich dann die Spuren nachbearbeiten. Weiss jemand, ob es und wenn ja wie man einzelnen Spuren so aufnimmt, dass EQ und Effekte mit aufgenommen werden.

Danke für eure Hilfe

Gruß

Antwort:

Eigentlich solltest du sagen 'Super, weil ich die reinen unbehandelten Signale aufnehme kann ich sie dann in Ruhe in der DAW nachbearbeiten.'
Aber wenn du z.B. nur maximal 16 Spuren gleichzeitig aufnehmen willst kannst du die DirectOuts der gewünschten Eingangskanäle auf P16 Kanäle routen und dort per Tappoint wählen wo du das signal abgreifen willst. Die P16 Kanäle kannst du dann bei Cardout verwenden. Prinzipiell geht das auch mit den Analog outs. Nur dann musst du für Monitoring und so mit den Aux Out zufrieden sein.

:)

(?)
 
Zaphod
Zaphod
how can you expect to be / taken seriously?
@Zaphod

Soll das heissen, dass der X32 ein trockenes 909-Signal (oder whatever analog Drumgear) nicht auch pimpen kann ?


Besten Gruss
Klar kannst du. Dass Ding ist ja primär als Live-Mixer konzipiert und kann annähernd alles. Wie dann das Recording funktioniert, s.o.
Ins Clipping fahren (daher das Mackie-Beispiel) würde ich mein X32 aber eher nicht.
 
Flagstaff
Flagstaff
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Hallo zusammen,

ich vergleiche aktuell die Digitalpulte Wing und X32 von Behringer bezogen auf das Thread-Thema hier.
Und beim Lesen zahlreicher User-Beiträge hier und auch in anderen Internet-Foren bin ich leider etwas verunsichert.

Grundsätzliche Verunsicherung durch folgende Aussage:
„Die Wandler arbeiten mit 24 Bit und 44.8 bzw. 48 Kilohertz.“
–> schon das ist ein Ausschlusskriterium für das Studio, wenn man gerne mit 192 kHz aufnehmen möchte.

Wing und X32 sind vor allem Live-Pulte, aber auch gut einsetzbar im kleinen Homestudio. Was ist an o. g. Aussage dran?

User:
Ich benötige einen Hinweis, wie man es schafft, mehr analoge Signale als die 8 Kanäle ins Pult zu bekommen? Möglichst nicht nur mit XLR. Die Buchsen im Wing sind Kombibuchsen, das ist gut.
Antwort:
Du kannst übrigens auch problemlos die acht Aux-Returns für Synths nutzen. Sind symmetrische TRS-Buchsen. Damit wäre man dann schon bei 16 analogen Eingängen. Dann noch eine oder zwei SD16 dran und Du hast sicherlich genug.


User:
Was ich persönlich (!) ein bißchen schade finde, ist, dass Behringer auf den allgemeinen Trend aufgesprungen ist und die Verwendung einer Stagebox fast schon zum Muß erklärt … weil an der Konsole selbst (Wing) die Anzahl der physischen Inputs drastisch reduziert wurde.
Antwort:
Naja – lieber wenige aber dafür gute Preamps anstatt viele billige Tedi-Preamps. Wenn die dementsprechend gut sind, dann sehe ich hier kein Problem. Bei dem Preis ist auch noch eine Stagebox für paar Scheine drin. Sehe da auch kein Problem. Ich nutze die WING Konsole und bin mehr als zufrieden.

Sind die Preamps des Wing deutlich besser als die des X32?
X32 liegt aktuell bei ca. 2.2k € (hat aber 32 Mono Line-INs onboard), Wing kostet ca. 3.2k €. Eine Stagebox SD16 liegt bei 640€ (ohne Kabel). Sollte ich also die 8 AUX-Returns + die 8 Line-INs im Wing für Synthies nutzen UND nochmal 16 Line-Ins via Stagebox SD16, komme ich auf 32 Line-INs (Mono) für 4k € (Wing)!

Wing: 1 x Motorfader für Stereo-Source (Kanal),- X32 belegt 2 Motor-Fader.
Wing: Helleres und deutlicheres Touch-Screen Display: X32 nicht so hell und auch kein Touch-Screen.
Wing: mehr Effekte, etc.

Frage: wenn man das hier so liest und vergleicht, lohnt sich dann überhaupt ein Aufpreis von fast 2k für ein Wing-Pult PLUS Stagebox PLUS Kabel,- wenn man "nur mit 24 Bit und 44.8 bzw. 48 khz" aufnehmen kann?
Oder sind Preamps, Effekte, Display (plus Stagebox/Kabel) im Wing die Sache Wert ?

Irgendwie erscheint mir das X32 irgendwie praktischer, kleiner,- und vom Preis/Leistungs-Verhältnis im Vergleich zum Wing auch besser. Die Latenzen scheinen sich im Vergleich auch nichts zu nehmen. Und ich benötige auch keine zig Stereo-Eingänge (vielleicht für 5 Synthies),- der Rest bleibt mono (wegen der 1x-Fäder-pro-Stereo-Kanal im Wing).

Vielleicht hat hier ja jemand eine Meinung oder Tip dazu.

Danke fürs Mitlesen und ggf. für ein paar Tipps!


Gruss in die Gemeinde!
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
„Die Wandler arbeiten mit 24 Bit und 44.8 bzw. 48 Kilohertz.“
–> schon das ist ein Ausschlusskriterium für das Studio, wenn man gerne mit 192 kHz aufnehmen möchte.

Das gilt für beide Pulte.
Warum will man im Heimstudio mit 192kHz aufnehmen?

Wing und X32 sind vor allem Live-Pulte, aber auch gut einsetzbar im kleinen Homestudio. Was ist an o. g. Aussage dran?
Stimmt genau so.

Ich benötige einen Hinweis, wie man es schafft, mehr analoge Signale als die 8 Kanäle ins Pult zu bekommen? Möglichst nicht nur mit XLR. Die Buchsen im Wing sind Kombibuchsen, das ist gut.
In ein X32 bringt man 40 analoge Signale rein. Allerding hat das X32 nur 8 Line In, 32 Eingänge sind XLR. Die XLRs kann man in den meisten Fällen auch für Line Signale verwenden. Ansonsten gibt's dann noch die Stageboxen mit Line In.


X32 liegt aktuell bei ca. 2.2k € (hat aber 32 Mono Line-INs onboard)
Es hat 40 analoge Eingänge, davon 8 Mono Line In und 32 XLR In on Board.


Wing: 1 x Motorfader für Stereo-Source (Kanal),- X32 belegt 2 Motor-Fader.
Im X32 hast du für jeden Kanal genau einen Fader und alle Kanäle sind zugreifbar. Um Zugriff auf alle Kanaläe zu bekommen musst du bei beiden Pulten "umschalten", da die Anzahl Fader < Anzahl Kanäle. Im X32 linkst du zwei Mono Kanäle zu Stereo und kannst einen von beiden bedienen, der andere fährt mit.

Sind die Preamps des Wing deutlich besser als die des X32?
Weiss ich nicht.
Was ich weiss ist:
- Beide sind von Midas, die werden nicht grundsätzlich anders sein
- Für Synths reichen mir jene im X32 problemlos, die sind gut, sicher keien Weltklasse, für eine Gitarre oder Gesang nutzen ich höherwertiges, zweikanaliges Outboard Gear. Und entsprechend teureres. Was ja der Grund ist, warum man high-end pre-amps nichts für normale Line und Mic Eingänge verbaut.
- Und wenn du eine SD16 einsetzt.... spielt's gar keine Rolle mehr, weil die SD16 mit dem X32 resp. dem Midas Vorgänger auf den Markt kam und wenn du eine SD16 an eine X32 hängst klingt die genau gleich wie wenn du sie an ein Wing hängst.


Wing: Helleres und deutlicheres Touch-Screen Display: X32 nicht so hell und auch kein Touch-Screen.
Das Display im X32 kann man sehr hell stellen, kein Thema. Brauchst du aber gar nicht, weil das Pult im Normalfall, selbst im Home Studio, eher im abgedunkelten Bereich steht. Ist eher noch, dass du mal schlechtes Licht Live hast, wo die Sonne voll draufknallt. Für das gibt's dann Sonnenschirme.

Im meinem Workflow spielt der Touchscreen gar keine Rolle, weil ich die X32 eh über die Software kontrolliere. Ich habe auch ein Setup mit vielen Synths und DAW, ich vermute stark, dass du genau gleich arbeiten wirst. Soll heissen - du brauchst den Touch Screen des Wing nicht, Software ist eh schneller und präziser zu bedienen.


Wing: mehr Effekte, etc
Für dein Setup wohl unbedeutend, weil du die Effekte vermutlich eh nicht in die DAW ziehen wirst, alleine schon, weil du damit Input Channels verlierst.

Frage: wenn man das hier so liest und vergleicht, lohnt sich dann überhaupt ein Aufpreis von fast 2k
Ich für mich beantwortete diese Frage mit "nein".
Für dein Anwendungsszenario unterscheiden sich die Pulte nur sehr wenig und keiner der Unterschiede scheint überhaupt einen Aufpreis Wert zu sein. Die 2k würde ich mir sparen resp. die sind in anderen, zusätzlichem Gear besser investiert.


Noch eine Anmerkung zu den Stageboxen:
- Nimm keine SD16 sondern 2x SD8. GErade bei vielen Synths kannst du diese dann verteilt positiereren, d.h. näher an den Rackst/Stands und damit kannst du mit kürzeren Kabeln arbeiten. Dann führen nämlich nicht 16 x 3 Meter Kabel durch den Raum sondern nur noch ein AES Kabel zwischen den beiden Stageboxen und von einer Stagebox zum Pult.
- Rechne mal zusammen, was dich die Kabel Kosten, wenn du ohne Stagebox arbeitest. Bei mir bräuchte ich, zumal ich auch noch sauber verlegen will, 16x 10m und 16x 15 Meter. Mit 2 x SD8 habe ich jeweils noch 2 Meter kabel direkt bei den Racks. Die Differenz bei hochwertigeren Kabeln sind locker ein paar hundert Euro, das refinanziert dir mindestens die Hälfte der Stagebox.
 
Flagstaff
Flagstaff
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Vielen Dank, analog guy!! Das liest sich sehr aufschlussreich!! Danke für Deine Hilfe und Zeit!!!

Nur ein paar kleine Nachfragen/Anmerkungen:
Die XLRs kann man in den meisten Fällen auch für Line Signale verwenden.
Nicht in ALLEN Fällen? Bekannte Beschränkungen?

Ich habe auch ein Setup mit vielen Synths und DAW, ich vermute stark, dass du genau gleich arbeiten wirst.
Stimmt.

Für dein Setup wohl unbedeutend, weil du die Effekte vermutlich eh nicht in die DAW ziehen wirst, alleine schon, weil du damit Input Channels verlierst.
Nicht zwingend. Nein. Trockenes Signal in der DAW werde ich dort mit Effekten nachbearbeiten. ABER: ggf. möchte ich doch ein im X32-Pult bearbeitetes Signal (Effekte, EQ, Compr, etc. ) in die DAW aufnehmen, dann geh ich doch den (theoretischen) Weg "Analoges Eingangssignal --> Direct Out-->routen auf P16-Kanal (Abgreifpunkt festlegen) --> CardOut/AnalogOut (Monitoring über AUX-out). Warum verliere ich dann einen INPUT? (Denkfehler?)

Frage: wenn man das hier so liest und vergleicht, lohnt sich dann überhaupt ein Aufpreis von fast 2k
Ich für mich beantwortete diese Frage mit "nein".
Für dein Anwendungsszenario unterscheiden sich die Pulte nur sehr wenig und keiner der Unterschiede scheint überhaupt einen Aufpreis Wert zu sein. Die 2k würde ich mir sparen resp. die sind in anderen, zusätzlichem Gear besser investiert.

Genau das habe ich mir vom Gefühl her auch schon genauso gedacht. Also liege ich mit dem X32 bei einem deutlich besseren Preis/Leistungsverhältis im Vergleich zum Wing. Danke für Deine Meinung hierzu.

Noch eine Anmerkung zu den Stageboxen:
- Nimm keine SD16 sondern 2x SD8. GErade bei vielen Synths kannst du diese dann verteilt positiereren, d.h. näher an den Rackst/Stands und damit kannst du mit kürzeren Kabeln arbeiten. Dann führen nämlich nicht 16 x 3 Meter Kabel durch den Raum sondern nur noch ein AES Kabel zwischen den beiden Stageboxen und von einer Stagebox zum Pult.
- Rechne mal zusammen, was dich die Kabel Kosten, wenn du ohne Stagebox arbeitest. Bei mir bräuchte ich, zumal ich auch noch sauber verlegen will, 16x 10m und 16x 15 Meter. Mit 2 x SD8 habe ich jeweils noch 2 Meter kabel direkt bei den Racks. Die Differenz bei hochwertigeren Kabeln sind locker ein paar hundert Euro, das refinanziert dir mindestens die Hälfte der Stagebox.
Right!! Da gebe ich Dir völlig Recht!! Danke für die Anmerkung!!

Vielen Dank!!!!!
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
Die XLRs kann man in den meisten Fällen auch für Line Signale verwenden.
Nicht in ALLEN Fällen? Bekannte Beschränkungen?


Im Grundsatz sollten wohl alle Synths mit symmetrischen Klinken-Ausgängen auf XLR funktionieren. Allenfalls könnte es Synths geben, bei denen du das Gain auf dem XLR Eingang sehr hoch drehen musst, was dann den Rauschanteil im Signal erhöht. Dort wäre dann eine DI Box allenfalls vorzuziehen. Ich hatte mit meinem Gear bisher keine solchen Probleme.

Ich hatte das in der Musictribe Community mal einen Supporter von Behringer gefragt und der hatte da eine sehr detaillierte Antwort gegeben. Ich kann den Thread aber leider nicht mehr finden...

Hier ein andere Thread, der auch in die Richtung geht:

Kleiner Tipp: Wenn du mit einem Synth auf XLR auf der X32 gehst, deaktiviere vorher per Software die Phantomspeisung auf dem Channel. Dann kannst du ihn auf der Konsole auch nicht per Zufall unbeabsichtigt einschalten. Einfach um sicher zu gehen, dass dein Gear keine 48 Volt abbekommt.



Für dein Setup wohl unbedeutend, weil du die Effekte vermutlich eh nicht in die DAW ziehen wirst, alleine schon, weil du damit Input Channels verlierst.
Nicht zwingend. Nein. Trockenes Signal in der DAW werde ich dort mit Effekten nachbearbeiten. ABER: ggf. möchte ich doch ein im X32-Pult bearbeitetes Signal (Effekte, EQ, Compr, etc. ) in die DAW aufnehmen, dann geh ich doch den (theoretischen) Weg "Analoges Eingangssignal --> Direct Out-->routen auf P16-Kanal (Abgreifpunkt festlegen) --> CardOut/AnalogOut (Monitoring über AUX-out). Warum verliere ich dann einen INPUT? (Denkfehler?)

Wenn du anstatt das trockene Signal, das post effect signal in die DAW routest, dann hast du Recht, dann verlierst du keinen Eingang. Wenn du aber fallweise ein Synth trocken oder wet routen möchtest, wirst du vermutlich beide Kanäle parallel routen und in der DAW dann jeweils selektieren, welches Signal du fallweise bearbeiten möchtest. Der Vorteil davon ist, dass du im Prinzip vom Mischer in die DAW ein stabiles/statisches Setup hat, der Nachteil dann wäre, dass du einen Input pro Wet-Kanal verlierst.
Für's Home Recording würde ich persönlich immer beide Signale parallel auf zwei unabhängige Spuren aufnehmen, weil du dann nämlich bei Mischen immer noch auf das Originalsignal zurück kannst.
 
Flagstaff
Flagstaff
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Kleiner Tipp: Wenn du mit einem Synth auf XLR auf der X32 gehst, deaktiviere vorher per Software die Phantomspeisung auf dem Channel. Dann kannst du ihn auf der Konsole auch nicht per Zufall unbeabsichtigt einschalten. Einfach um sicher zu gehen, dass dein Gear keine 48 Volt abbekommt.
MEGA TIPP!!! Vielen, vielen Dank! auch für musictribe-link!! Danke!

Für's Home Recording würde ich persönlich immer beide Signale parallel auf zwei unabhängige Spuren aufnehmen, weil du dann nämlich bei Mischen immer noch auf das Originalsignal zurück kannst.
Auch hier: Danke für den Tipp! Sehr schlau,- jedoch eine kleine Frage:

Du bist ja X32 Nutzer,- wenn Du die EQ/Compr./Effekt etc.-Möglichkeiten im X32 mit denen aus deiner DAW vergleichst, würdest Du dann die Postprocessing-Möglichkeiten einer rohen Aufnahme in der DAW vorziehen,- oder anders gefragt, sind die "Aufpimp"-Möglichkeiten eines Analogen-Eingangssignals in das X32-Pult so gut (z. B. trockene 808 Kick/909 Kick) (und ggf. so viel einfacher zu realisieren), dass Du (vom flow, Schnelligkeit und Endergebnis) lieber dein X32 dafür nutzt? Falls Du sagst: nimm lieber Deine DAW-Tools,- stell ich mir die Frage: wozu dann diesen Schnickschnack im X32 für elektronische Musik nutzen? Dann ist das doch eher etwas für Gitarren/Gesang etc etc. oder ist der Umkehrschluss in diesem Falle doch Blödsinn ? PS: sorry ich besitze (noch?) kein X32,- daher die Frage.

Danke Dir (/Euch)!

Gruss!
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
Falls Du sagst: nimm lieber Deine DAW-Tools,- stell ich mir die Frage: wozu dann diesen Schnickschnack im X32 für elektronische Musik nutzen? Dann ist das doch eher etwas für Gitarren/Gesang etc etc. oder ist der Umkehrschluss in diesem Falle doch Blödsinn ?

Ich denke, du könntest bei deinem Setup technisch gut auch ohne Pult auskommen, sprich deine Synths direkt auf ein Audio Interface stecken und von da in die DAW.

Warum habe ich mich für ein Pult und das X32 entschieden?
  • Das X32 ist auch ein 32 Kanal Audio Interface. Ich finde, ein gutes. Es gibt sicher bessere, aber für das, was ich mache, reicht es.
  • Als ich mein X32 kaufte, hätte ich für ein Audio Interface mit 32 Kanälen in vergleichbarer Qualität etwa 2/3 des damaligen Preises eines X32 bezahlt. Z.b. 2 x https://www.musicstore.com/en_OE/EUR/Behringer-UMC1820-U-PHORIA/art-PCM0014077-000 und 2 x https://www.musicstore.com/en_OE/EUR/Behringer-ADA8200-ULTRAGAIN-DIGITAL/art-REC0010391-000.
  • Ein Setup "analoger Mischer + Audio Interface" habe ich ausgeschlossen, das hatte ich lange und ich konnte in dem Preisbereich, in dem ich investieren wollte, keine Kombi finden, die mir 32 Kanäle bot. Wenn Mischer, dann blieb nur ein digialer Mischer. Bei den digitalen Mischern gab es nicht viel Alternativen und die X32 hatte punkto Ausstattung und Preis mit Abstand die Nase vorne.
  • Ich wollte, und das war dann der entscheidende Punkt für ein Pult, mein Gear auch ohne DAW spielen können. Und zwar ohne Umstecken/umkonfigureren zu müssen. Zwar kann man das auch mit vielen Audio Interfaces, aber ohne einen laufenden Computer kann bei fast allen die Konfiguration nicht geändert werden. Das sprach bei mir klar für ein Pult.

Wenn letztere Punkt für dich nicht wichtig ist, dann könntest du bei deinem Setup technisch gut auch ohne Pult auskommen, sprich deine Synths direkt auf ein Audio Interface stecken und von da in die DAW.

--

sind die "Aufpimp"-Möglichkeiten eines Analogen-Eingangssignals in das X32-Pult so gut (z. B. trockene 808 Kick/909 Kick) (und ggf. so viel einfacher zu realisieren), dass Du (vom flow, Schnelligkeit und Endergebnis) lieber dein X32 dafür nutzt?

Ich mache es so:
  • Die Grundeinstellung jedes Synths mache ich in der X32 - Pegel, Pan, Grund-EQ, Comp (wo sinnvoll und nötig).
  • Grundeinstellung ist für mich die Einstellung, die ich auch in einer DAW nie anders machen würde, die gehört quasi fix zum Synth/Instrument. Das ist für mich aus Sicht der DAW dann quasi das "raw" Signal.
  • Alles andere, was dann eben auch vom jeweiligen Synth-Patch und Song abhängt, mache ich in der DAW. Also Fein-Equing, Comp, allenfalls PAN, Effekte, ..
  • Einzige Ausnahme: Spezielles Outboard Gear, das ich über den Mischer über die Send/AUX einbinde. Allerdings holen mir diese Signale separat in die DAW, ich habe dann also 1 x "raw" Signal + 1 x "effect" Signal.
  • Die Effekte der X32 sind für Live für viele Anwendungsgebiete ausreichend, aber sie sind nicht so umfangreich, nicht so flexibel konfigurierbar, nicht so gut konfigurierbar (UI) wie VST Effekte. Ausserdem nicht oder nicht gut automatisierbar. Zudem mag ich es, wenn ich die raw Spur bis zum finalen Mix zur Verfügung habe, weil ich dann bis zuletzt an allen Parametern inkl. Effekten schrauben kann. Darum verzichte ich auf die X32 Effekte komplett.

Kurzum: Der Unterschied zwischen einem Audiointerface und einer X32 liegt bei rund 500 Euro. Für das, was du mit der X32 in deinem Setup/Workflow allenfalls mehr und/oder besser machen kannst, must du einfach schätzen, ob es dir die 500 Euro mehr Wert sind.
 
Flagstaff
Flagstaff
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Hallo analog guy,
sorry,- konnte nicht früher antworten.

Also erstmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar!!!
Ich bin (noch) Nutzer mehrerer Analog-Mischer (einige sind "Satelliten"-Mischpulte), mit denen ich meine Synthies und aber auch die Signale aus meinem PC mixe. Aufnahme ging bislang ziemlich rudimentär in ein externes Digitalaufnahmegeträt. Mein Audiointerface ist ein kleines UR44 von Steinberg,- mehr habe ich bislang für meine Zwecke gar nicht gebraucht. Die Idee EIN Audiointerface mit 32 Eingangskanälen zu nutzen, hatte ich auch,- aber dann würde das händische Mixen am Analog-Mixer wegfallen,- was ich aber gerade schätze und mir Spass macht,- und ich müsste dann mit einem Digitalmixer in der DAW mit Controller und/oder Maus-Steureung vorlieb nehmen, was mir aber nicht gefällt. Ganz davon abgesehen habe ich kein Audiointerface mit 32 Inputs gefunden! Du hast oben 2 Multi-In-Kanal-Audiointerfaces verlinkt (danke dafür) (und alle 4 hintereinander/zusammengeschaltet?),- ich wusste aber nicht,- dass man mehrere Audiointerfaces hintereinander schalten kann und somit am Ende 32 Inputs hat (?),- ich dachte der PC/MAC muss sich für EINE Karte als Soundquelle "entscheiden",- das war mir neu (sorry),- ist aber (es schein ja zu klappen) wirklich eine theoretische Alternative zu einem "All-In-One-Audiointerface-Digital-Pult",- WOBEI: dann wiederum fehlt mir die Haptik beim Mixen, wie bereits oben beschrieben.

Im Prinzip geht es mir nicht darum (was für Dich sehr wichtig war),- alle meine Geräte auch ohne den PC verwenden zu wollen, was mit dem X32 möglich ist, und es dadurch auch einen extra Mehrwert bekommt,- sondern dass ich weiterhin an einem Mischpult sitzen kann UND zusätzlich ein 32Input-Audiointerface nutzen kann, um meine Analog-Gear auch direkt in die DAW aufnehmen zu können (und dabei auch noch händisch mixen zu können). Danke auch für den Hinweis mit den Effekten und für die Beschreibung deiner Arbeitsschritte....echt interessant.....

Was mich aber sehr hellhörig werden ließ, war die Geschichte mit der Phantomspeisung.
Kleiner Tipp: Wenn du mit einem Synth auf XLR auf der X32 gehst, deaktiviere vorher per Software die Phantomspeisung auf dem Channel. Dann kannst du ihn auf der Konsole auch nicht per Zufall unbeabsichtigt einschalten. Einfach um sicher zu gehen, dass dein Gear keine 48 Volt abbekommt.
Das X32 hat nur XLR Eingänge,- keine XLR/Klinke Kombi.
Nun,- ich bin da restlos überfragt und habe auch keine blasse Ahnung von Spannungen etc,- ich habe allerdings verstanden,- dass ich auf allen Inputs, wo Analog-Gear dranhängt,- auf jeden Fall die Phantomspeisung ausschalten sollte,- damit meine Geräte keine 48V abbekommen soll und dadurch irgendwas zu Schaden kommt.

Für Doofe: liegt das jetzt an den reinen XLR-Input-Buchsen im X32 ? oder müsste ich das auch machen, wenn es Klinke/XLR-Klinke-Kombi-Inputs wären?
Und sollte man (bei einer solchen "Gefahr") nicht direkt auf allen Inputs die Phantomspeisung per Software deaktivieren (ausgenommen Mikrophone und Aktive-Boxen??)

Wiki/Internet:
Phantomspeisung bezeichnet in der Tontechnik eine besondere Art der Fernspeisung für Signalquellen, die auf eine Spannungsversorgung angewiesen sind. In der Regel sind das Kondensatormikrofone und aktive DI-Boxen. Die Phantomspeisung besteht aus einer Gleichspannung, die über das Mikrofonkabel übertragen wird und eine höhere Zuverlässigkeit bietet als Batterien oder Akkus im Gerät selbst. Phantomspeisung ist eine Spannungsversorgung zwischen 12 und 48 Volt. Es handelt sich hierbei um Gleichspannung, die über das Mikrofonkabel übertragen wird. Die Spannung liegt bei einem XLR-Kabel an den Pins zwei und drei an. Pin eins dient zur Erdung.

Steht dieser Hinweis eigentlich FETT in der X32 Anleitung irgendwo??...ich meine, dass Synthies im XLR Input bei eingeschalteter Phantomspeisung Schaden nehmen können,- oder ist das etwas, was eigentlich jeder hier schon lange weiß,- nur ich nicht ?


Kurzum: Der Unterschied zwischen einem Audiointerface und einer X32 liegt bei rund 500 Euro. Für das, was du mit der X32 in deinem Setup/Workflow allenfalls mehr und/oder besser machen kannst, must du einfach schätzen, ob es dir die 500 Euro mehr Wert sind.
Ja! Definitiv!
500 dafür, ein Mischpult zu haben, mit dem man weiterhändisch mixen kann UND ein 32/32 Kanal Audiointerface dazu,- das ist es mir wert.

Und Du hast Recht:

Das X32 ist auch ein 32 Kanal Audio Interface. Ich finde, ein gutes. Es gibt sicher bessere, aber für das, was ich mache, reicht es.
...ich konnte in dem Preisbereich, in dem ich investieren wollte, keine Kombi finden, die mir 32 Kanäle bot. Wenn Mischer, dann blieb nur ein digialer Mischer. Bei den digitalen Mischern gab es nicht viel Alternativen und die X32 hatte punkto Ausstattung und Preis mit Abstand die Nase vorne.

Ich werde mir wohl (auch) ein X32 zulegen......so wie es aussieht...Danke für die gute Beratung @analog guy (@all)!.

Aber diese XLR-Phantomspeisungs-Sache macht mir Sorgen.......zu viele, alte Vintage Gear.....

LG!
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
Nur schnell zur Phantomspeisung: Meines Wissens hast du auf Kombibuchsen die 48 Volt nur auf XLR zuschaltbar, auf dem Lineeingang nicht. Damit gibt es das Problem bei Kombieingängen dann nicht.

Wenn du aber bei X32 mit einem Line-Signal aus einem Synth auf XLR In gehst, dann könntest du da aus Versehen 48 Volt drauf geben. Das könnte Schaden erzeugen. Darum der Hinweis, wenn du das so machst -> man kann die Phantomspeisung beim X32 per Software ausschalten, dann kann man den Knopf für die Phantomspeisung drücken und es passiert nichts.
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
Ganz davon abgesehen habe ich kein Audiointerface mit 32 Inputs gefunden! Du hast oben 2 Multi-In-Kanal-Audiointerfaces verlinkt (danke dafür) (und alle 4 hintereinander/zusammengeschaltet?),- ich wusste aber nicht,- dass man mehrere Audiointerfaces hintereinander schalten kann und somit am Ende 32 Inputs hat (?),- ich dachte der PC/MAC muss sich für EINE Karte als Soundquelle "entscheiden",- das war mir neu

Das Setup, das ich oben erwähnt habe, sind 2 Audio Interfaces, die jeweils 16 Kanäle bereitstellen können, aber nur 8 Inputs haben. Deshalb habe ich dann noch jeweils ein ADAT Interface zur Erweiterung der Eingänge der Audio Interfaces rangehängt. Soll heissen, du gehst mit 8 Kanälen in das ADAT Interface, dieses verbindest du über ADAT mit den Audio Interface, auf den Audio Interface hast du nochmal 8 Eingänge und das Audio Interace verbindest du mit dem PC. Und das 2 Mal. Im PC wird das Gerät (Audio Interface) dann als zwei Instanzen bereitgestellt und in der DAW kannst du die dann bei den Eingängen udn Ausgängen mit jeweils 16 Kanälen einbinden.

Das mit dem "einen" Audio Interface pro PC war früher so, lag aber vermutlich weniger am OS als an den Treibern der Hersteller, die nicht in der Lage waren, mehrere Instanzen einer Hardware gleichzeitig bereitzustellen. Ist heute aber in der Regel kein Thema mehr.
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
Steht dieser Hinweis eigentlich FETT in der X32 Anleitung irgendwo??...ich meine, dass Synthies im XLR Input bei eingeschalteter Phantomspeisung Schaden nehmen können,- oder ist das etwas, was eigentlich jeder hier schon lange weiß,- nur ich nicht ?

Steht nicht in der Anleitung. Und muss nicht unbedigt Allgemeinwissen sein, weil für Synths ja eigentlich Line-Eingänge vorgesehen sind und zu Zeiten der analogen Pulten war es auch kein Thema jeden Eingang mit Jack und XLR auszurücken. Und die Phantomspeisung war nur auf XLR, darum gab's damals das Problem gar nicht.
 
Kristallprinz
Kristallprinz
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Nur zum bedenken : xlr kabel für ca 10 synths und 3- 4 Effektgeräte kosten auch nicht gerade billig .
Ich stehe auch gerade vor dem Problem ein neues Mischpult oder eben mehrere Audiointerface anzuschaffen .
Aber bisher sehe ich auch kaum Alternativen zum x32 ( zumindest in dieser Preisregion ) .
Einzigst das Allen & Heath QU 32 würde für mich passen ... ( etwas teurer , um die 3 K rum aber mit Klinke zu bestücken !!! )
Falls das jemand hier nutzt ... Ich wäre dankbar für ein Erfahrungsbericht ...
 

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Flagstaff
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@analog guy:
Das mit dem "einen" Audio Interface pro PC war früher so, lag aber vermutlich weniger am OS als an den Treibern der Hersteller, die nicht in der Lage waren, mehrere Instanzen einer Hardware gleichzeitig bereitzustellen. Ist heute aber in der Regel kein Thema mehr.
Sehr interressant!

Steht nicht in der Anleitung. Und muss nicht unbedigt Allgemeinwissen sein, weil für Synths ja eigentlich Line-Eingänge vorgesehen sind und zu Zeiten der analogen Pulten war es auch kein Thema jeden Eingang mit Jack und XLR auszurücken. Und die Phantomspeisung war nur auf XLR, darum gab's damals das Problem gar nicht.
Ergo:
Schalte die Phantomspeisung per Software für ALLE Synthie-Inputs am X32 aus! Fertig. (?)


@Kristallprinz:
Das Allen&Heath hat zwar Klinke, aber kein integriertes Audiointerface und kein Midi.
Und: man kann doch auch Geld sparen, indem man sich für Klinke-auf-XLR-Adapter entscheidet (??),- oder was spricht dagegen ?
Mono 6.3 Klinke auf XLR

Also dann doch X32 + Adapter.
Meinung dazu ?

Gruss!
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
Das QU 32 ist ein 32/32 Kanal Audio Interface, die 32 Hin- und Rückkanäle können via USB an den PC angebunden werden. Dito zu Midi (via USB oder Ethernet).

Ich persönlich war nie Fan der XLR-Klinken-Adapter. Wenn du solche Dinger verwendest, schau, dass du die Kabel hochbindest, damit die Buchse am Mischpult (zug)entlastet ist - diese Metalladapter vervielfachen mit ihrer Länge den Druck auf die Buchse (Hebelwirkung).
 
Flagstaff
Flagstaff
||
Die QU 32 Beschreibung war verwirrend. Hast Recht, @ analog guy.
Guck mal hier:

1.PNG

und jetzt hier bei features:

Audiointerface: nein.

2.PNG

Ich persönlich war nie Fan der XLR-Klinken-Adapter. Wenn du solche Dinger verwendest, schau, dass du die Kabel hochbindest, damit die Buchse am Mischpult (zug)entlastet ist - diese Metalladapter vervielfachen mit ihrer Länge den Druck auf die Buchse (Hebelwirkung).

Danke für den nützlichen Tipp!

Jetzt stellt sich die Frage: lieber doch ganze (teurere) Kabel...oder hochbinden...hmmmmmm.

Gruss!

PS:
Ich nutze eine ERM Multiclock zur Synchronisation.
Ich nutze Midi DiN5 in dem Zusammenhang.
Ich glaube, da ist die USB-Midi-Sache beim QU-32 nicht so passend....(?)


Gruss!
 
analog guy
analog guy
Stetig differenziert zwischen 0 und 1.
Die QU 32 Beschreibung war verwirrend. Hast Recht, @ analog guy.
Guck mal hier:

Anhang anzeigen 146957

und jetzt hier bei features:

Audiointerface: nein.

Anhang anzeigen 146959



Danke für den nützlichen Tipp!

Jetzt stellt sich die Frage: lieber doch ganze (teurere) Kabel...oder hochbinden...hmmmmmm.

Gruss!

PS:
Ich nutze eine ERM Multiclock zur Synchronisation.
Ich nutze Midi DiN5 in dem Zusammenhang.
Ich glaube, da ist die USB-Midi-Sache beim QU-32 nicht so passend....(?)


Gruss!

Für das Timining ist USB Midi nicht so ideal. Die Frage ist, ob das beim Mischer eine Rolle spielt: Plannst du, den Mischer via Midi zu automatisieren?
 
Flagstaff
Flagstaff
||
Hallo analog guy,

da ich meine DAW (Cubase) - wie jetzt auch - über die Multiclock mit den "alten" Midi-Synthies/Drummachines synchronisieren möchte, ist mir das Timing wichtig, ja.
Naja,- weil "der Mischer" (in dieser Diskussion X32 / A&H QU32 / Wing.....Alternativen ?) ja auch gleichzeitig ein intergriertes Audiointerface haben muss,- ist mir eben
Midi Din5 schon wichtig. Gruss.
 
 


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