CV-"Hold" Funktion gesucht

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von osterchrisi, 22. November 2009.

  1. Hey!

    Ich bräuchte mal wieder eure professionelle Unterstützung. :D

    Ich möchte in einem von mir entworfenen CV-Controller, welcher bis zu +/- 5V Signale ausspuckt, einen "Hold" Schalter einbauen, so dass der letzte "gesendete" CV-Wert gespeichert und weiterhin ausgespuckt wird. Man kennt das ja. Zum Beispiel aus Sample&Hold Funktionen.
    Nur möchte ich eben ein "Control&Hold" Funktion. Es handelt sich um eine Art Pressure Controller, deswegen fällt der Wert auf 0V zurück, sobald nichts mehr gedrückt wird.

    Aber ich möchte gerne haben, dass man drauf rumdrückt, den Finger drauf hält, dann HOLD drückt und dann den Finger weggeben und sich die schöne CV-Voltage weiterhin anhören kann! Auch interessant wäre eine Schaltung, die sozusagen "immer aufpasst" und sobald man den Finger weggibt, automatisch den letzten Wert speichert und weiterhin ausgibt, aber ich denke, das wird analog schwierig zu lösen sein...

    ich hoffe, ich hab mich verständlich ausgedrückt.
    Bin dankbar für jede Idee, bin im Netz nämlich nicht fündig geworden...
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das ist ja im Prinzip eine S&H Schaltung - (elektronischer) Schalter, Kondensator und hochohmiger Puffer-OP.

    Der Auto-Hold hat das Problem, das er immer einen kleinen Tick vom Signal verlieren wird, bis er reagiert - ist aber im Prinzip durchaus möglich.
     
  3. Mhm, da hast du eigentlich völlig recht... :denk: ............................ :D
     
  4. Mhm, so. Hab jetzt 'n bisschen rumprobiert und bin dabei aber auf folgendes Problem gestoßen. Offensichtilch handelt es sich dabei auch um das grundsätzliche Dilemma einer Sample und Hold Schaltung: Je größer der Kondensator, umso länger zwar die Haltezeit, desto länger aber auch die Aufladezeit. Ich möchte aber einen Aufbau, der mir erlaubt, eine bestimmte Spannung auch über mehrere Stunden hinweg zu halten.

    Gibts denn nicht eine Schaltung, die - per Knopfdruck - eine bestimme Spannung "speichert" und erst wieder damit aufhört, wenn man des nächste (oder auch das gleiche) Knöpfchen drückt? Vielleicht irgendwas mit Transistoren, aber da kenn ich mich ja so schlecht aus...
    Jemand 'ne Ahnung?
     
  5. ??? sample + hold....
    das macht das..?????
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Sample = Probe nehmen.
    Hold = Wert festhalten.

    Hat einen Steuereingang "mitlaufen oder festhalten", einen Eingang und einen Ausgang.

    Im Synthie ist der Eingang z.B am Rauschgenerator angeschlossen und der Steuereingang kriegt (ganz kurze) Impulse vom LFO. Dann wird bei jeder LFO-Periode ein neuer Wert aus dem Rauschen gesamplet, das gibt dann diese netten zufallstreppchen am Ausgang.
     
  7. Ja, richtig. Das macht das - aber nur für kurze Zeiten. Ich habs mal mit einem 2200uF Elko ausprobiert, da fällt die Spannung aber eben auch mit der Zeit kontinuierlich ab. Man nennt das Haltedrift oder Droop Rate.
    D.h. du hast eine Spannung von z.B. 4,8V und nach 10 Minuten sinds aber nur noch 4V. Das kann ich nicht brauchen, weil ich zum Beispiel ein ganzes Konzert den Wert dann gehalten haben möchte. Wenn der aber über die Zeit immer ein kleines bisschen abfällt, find ich das blöd.

    Falls ich immer noch falsch liege, bitte mich zu berichtigen.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Große Kondensatoren sind der falsche Weg - du brauchst einen hochohmigen Aufbau. Elkos haben für sowas zu große Verluste.
    Eventuell helfen dir Tantal-Elkos weiter, ansonsten ein fetter Folienkondensator. Außerdem solltest du spezielle Operationsverstärker mit geringen Leckströmen verwenden. Ein Aufbau auf einer Platine ist auch kritisch, da brauchst du zumindest einen Guard-Ring (findest du in den App-Notes zu den besseren Burr-Brown Ops), man setzt das aber auch gerne auf Teflon-Lötstützpunkte. Der Aufbau muss sorgfältig gereinigt werden, wenn du da einmal anfasst ist es wieder vorbei mit dem "Hold".

    Wenn du den Wert länger gehalten haben willst muss man heute aber mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn man das nicht digital macht.
     
  9. Mhm, ja ich dachte so.
    Es gibt solche "infinte S&H chips" aber ich dachte eben, vielleicht kann man das auch anders lösen...
    Danke trotzdem!
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Naja - wenn du es nur so ungefähr brauchst (1%) dann kannst du das mit jedem kleinen Mikrocontroller, der einen Wandler drin hat machen. Mit zunehmender Genauigkeitsanforderung steigt dann der Aufwand.
     
  11. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Sogar der Tünker hatte damals sein Keyboard digital ausgelegt, genau aus diesem Grunde...
     
  12. Wer isn der Tünker?
    Und wie ist "mit jedem kleinen Microcontroller" gemeint? Ich hab doch so wenig Ahnung von diesem 0-1 Zeug...
    Bin aber gerne für einfache und/oder preiswerte Lösungen zu haben!
     
  13. So, dass Ding mit der Hold-Schaltung hab ich gelöst, per LM398 übrigens.

    Jetzt steh ich aber vor folgender Denkaufgabe, die ich selbst noch nicht lösen konnte: Ich habe also an meinem OpAmp Ausgang meine CV-Spannung, welche per Addiererschaltung mit dem Ausgang des Hold-LM398 zusammengerechnet wird. Daraus ergibt sich aber folgendes Problem: Die Hold-Funktion wird logisch per 0-5V Trigger am LM398 ausgelöst. In dem Moment, wo man den Taster drückt, addieren sich aber dann für einen kurzen Augenblick (bis man eben den Druckcontroller wieder losgelassen hat) beide Spannungen: Also die "ursprüngliche" CV-Spannung mit der - dann - identischen - gespeicherten Hold-Spannung. Blöd!

    Ich will das skizzieren: OP1 = TL072 (CV Out), OP2 = LM398 (CV Hold Out)


    Vor dem Drücken des "Hold" Tasters:
    OP1: z.B. 4.78V
    OP2: 0V
    Ausgang: 4.78V

    Während des Drückens :
    OP1: z.B. 4,78V
    OP2: jetzt ebenfalls 4,78V
    Ausgang: 9,56V!

    Nach dem Drücken:
    OP1: 0V
    OP2: 4,78V
    Ausgang: 4,78V


    Ich bin noch auf keine gescheitere Lösung gekommen. Aber ich sitz auch glaub ich schon zu lange davor...
    Bin für jedes Gramm Hirnmasse, dass sich hier beteiligt dankbar!!!
     
  14. Mhm, mir fällt eigentlich grad nur eine Lösung ein und die wäre aber super genial.
    Gibt es einen Schalter (Taster), welcher einen Momentary mit einem "normalen" (NO) verbindet. Also draufdrücken bewirkt: Ein Pol springt von A nach B und bleibt dort und der andere Pol springt von C nach D und danach von selbst wieder zurück.
    Damit ich zum gleichen Zeitpunkt, in dem gesampelt wird auch den Ausgang auf OP2 umschalte. Hab mich ein bisschen durch Farnell durchgesucht, aber nicht wirklich was gefunden. Vielleicht weiß eine/r von euch ja was...? Wie nennt man so eine Konfiguration?

    Oder gibt es nicht auch solche Schalter, welche zwar wie normale SPST Switches agieren, aber in der Mitte - sozusagen "im Vorbeigehen" - einen kurzen Kontakt schließen? Wie heißen die? Oder bild ich mir nur ein, sowas mal gehört zu haben...? Wäre das ON-(ON)-ON?

    Hiiiilfeeeee! :cry:
     
  15. Problem gelöst... :supi: :D
     

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