Cybersound T-1 (Taurus-Sound in Tretminengröße)

Feinstrom

Feinstrom

||||||||||
Kann es sein, dass es noch keinen Thread zum Cybersound T-1 gibt?

Das ist laut Hersteller ein sehr präziser Clone (bis auf ganz wenige Bauteile) der Klangerzeugung des Moog Taurus. Statt der Pedale wird der T-1 per MIDI angesteuert.
Eingebaut ist der T-1 in ein stabiles rotes Metallgehäuse, ziemlich genau doppelt so groß wie das exzellente Dark Room Reverb aus gleichem Hause.
Der A-B-Vergleich zum Taurus fehlt mir (der Taurus 3 klingt für meinen Geschmack weder besser noch schlechter, aber leicht anders), aber er klingt schon SEHR nach Taurus.
Vielleicht gibt's ja hier Leute, die den Vergleich machen konnten.

Viel mehr als Taurus kann der T-1 allerdings nicht (es gibt auch keine Presets oder Speicherplätze), das will und soll er wohl aber auch nicht.
Nachdem ich kürzlich den Minitaur verkauft hatte (weil er mir zu viele Zweitbelegungen und sonstigen Schnickschnack hatte), bin ich jetzt glücklich, wieder die Wände wackeln lassen zu können!

Schöne Grüße,
Bert
 
binary_idol

binary_idol

|
Ich bin nicht wirklich die Zielgruppe, ein Sound Demo würde mich aber trotzdem interessieren. Gibt es da irgendetwas im Netz? Bei YouTube und beim Hersteller habe ich nichts gefunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Feinstrom

Feinstrom

||||||||||
Nein, leider noch nicht.
Ich hab mal kurz eine ganz kurze Testsequenz bei Soundcloud hochgeladen.
Schon als MP3 aufgenommen, also nix Dolles.

Schöne Grüße,
Bert
 
Feinstrom

Feinstrom

||||||||||
Ja, der T-1 klingt beeindruckend.
Das Video ist allerdings MÄCHTIG übersteuert - ob das von der Aufnahme kommt (der Kurt sollte das eigentlich können), Absicht ist oder krasses Youtube-Artifakt, kann ich nicht sagen.
Und live über vernünftige Lautsprecher geht eh die Post ab.

Schade, dass der Taurus-Sound derzeit so wenig angesagt zu sein scheint.
Denn einen anderen Anlass, sich den T-1 zu kaufen, gibt es eigentlich nicht; etwas anderes kann er einfach nicht (und soll/muss er auch nicht).

Ich freue mich jedenfalls, nach dem Verkauf meines Minitaur wieder diesen Klang zur Verfügung zu haben!

Schöne Grüße,
Bert
 
moogist

moogist

|||
Vielen Dank für den Tipp! Den T-1 kannte ich zuvor noch gar nicht. Mir gefällt dieser rohe und mächtige Sound sehr gut.
 
binary_idol

binary_idol

|
Danke, klingt in jedem Fall beeindruckend, trotz Nebengeräuschen im Video. Muss mal am Behringer Model D probieren, wie nahe man dem Taurus kommt. Am Moog Little Phatty haben mir die Taurus Presets auch schon immer gefallen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Feinstrom

Feinstrom

||||||||||
Man kriegt mit dem Minimoog und dann vermutlich auch mit dem Model D einen vergleichbar kräftigen, moogigen Bass hin. Aber wie ein Taurus klingt das nicht.
Wobei das natürlich eine ähnliche Diskussion sein wird wie bei den vielen 303-Reinkarnationen - lassen wir's am besten gleich, jeder hat da seine eigenen Vorstellungen...

Schöne Grüße,
Bert
 
Lauflicht

Lauflicht

x0x forever
Der Vergleich zum Minitaur wäre natürlich spannend. Preislich sind der Moog und der T1 nämlich ungefähr gleich. Für mich sieht der Minitaur auch viel besser aus und bietet zudem komplette und sehr gut funktionierende Software-Steuerung und komplettes Presetmanagement. Da wäre mir Moog natürlich gefühlt mehr wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
swissdoc

swissdoc

back on duty
Entscheidend beim Taurus sind/waren die linearen Oszillatoren (also V/Hz und nicht V/Oct) und das daraus resultierene Schwebungsverhalten. Ich meine, dass alle anderen Taurus und Minitaurs das eben nicht haben und klanglich daher (und sicher noch aus anderen Gründen, wie z.B. die Hüllkurve) abstinken. Nur der Taurus mit dem Taurus-Preset-Sound bringt den Putz zum Rieseln.

Mist, wieder G.A.S.
 
Feinstrom

Feinstrom

||||||||||
Der Vergleich zum Minitaur wäre natürlich spannend. Preislich sind der Moog und der T1 nämlich ungefähr gleich. Für mich sieht der Minitaur auch viel besser aus und bietet zudem komplette und sehr gut funktionierende Software-Steuererung und komplettes Presetmanagement. Da wäre mir Moog natürlich gefühlt mehr wert.
Da kann man mal sehen - ich hatte den Minitaur genau wegen dieses ganzen neumodischen Schnickschnacks und all der Doppelbelegungen verkauft - leider ein paar Wochen vor dem Erwerb des T-1.
wenn du Wert auf diese Zusatzfunktionen legst, ist der Minitaur vermutlich die bessere Wahl. Wenn du Wert auf puren Taurus-Sound legst, eher der T-1. Aus der Erinnerung geht der Minitaur frequenzmäßig noch ein bisschen tiefer in den Keller, aber der T-1 klingt deutlich breiter.

Gut aussehen tut der Minitaur, das ist wahr - das Rot des T-1 ist Geschmackssache.

Schöne Grüße,
Bert
 
Feinstrom

Feinstrom

||||||||||
Entscheidend beim Taurus sind/waren die linearen Oszillatoren (also V/Hz und nicht V/Oct) und das daraus resultierene Schwebungsverhalten. Ich meine, dass alle anderen Taurus und Minitaurs das eben nicht haben und klanglich daher (und sicher noch aus anderen Gründen, wie z.B. die Hüllkurve) abstinken. Nur der Taurus mit dem Taurus-Preset-Sound bringt den Putz zum Rieseln.

Mist, wieder G.A.S.
Das Schwebungsverhalten war im direkten A/B-Vergleich beim T-1 und beim Taurus 3 leicht unterschiedlich. Beim Taurus 3 waren die Phasenauslöschungen nicht so stark ausgeprägt zu hören, der Sound wirkte dadurch NOCH breiter.
Woran das liegt, weiß ich allerdings nicht. Mit dem Grad der Verstimmung hatte es jedenfalls nichts zu tun.

Schöne Grüße,
Bert
 
qwave

qwave

KnopfVerDreher
Also,
der Minitaur muss linear gesteuerte VCOs haben, denn es gibt das Beating Parameter, was einen Offset der Frequenz einstellt und nicht einen Interval wie Detune. Ebenso der Taurus 3 den ich auch habe. Das ist ein Teil des Taurus 1 Klangs. Ein Beating Parameter bei exponentiellen VCOs kann es nicht geben. Da gab es zu diesem Thema mal einen langen Text von Jürgen Haible nur dazu.
Der zweite wichtige Teil des Taurus-Klangs ist, dass es weniger Phasenauslöschungen als sonst gibt (Lautstärke ist ziemlich konstant). Dadurch gibt es kein periodisches Ausdünnen. Wie das technisch funktioniert weiß ich nicht, aber da soll es eine besondere Schaltung im VCA geben, die da was kompensiert oder die beiden Ausgänge der VCOs gegenseitig in der Amplitude moduliert. Da muss mal jemand anderes den Schaltplan vom Taurus genau interpretieren. Der Moog Taurus 1 soll aber ein obertonreicheren Sägezahn haben als die modernen Versionen.

Der Taurus 2 war nur ein Moog Rogue mit kleinen Änderungen und definitiv V/Okt. Klang auch nie nach Taurus. Den brauchen wir also nicht hier weiter beachten.

Wie Moog das bei den neuen Taurus Versionen und der Sub-Serie technisch genau macht, weiß ich nicht. Es gibt ja gleichzeitig auch das normale Detune. Und das funktioniert technisch am einfachsten am exponentiellen V/Okt VCO. Das aber das Autotune alle Töne einzeln stimmen muss, vermute ich einen besondere Steuerung mit einer hinterlegten Tabelle und mit CPU. So geht offenbar auch der CV-Eingang beim Minitaur erst in einen A/D, also nicht direkt Nach Pufferung auf die VCOs wie sonst.

Meine Vermutung ist ein linearer VCO und eine Tabelle, die jeden Ton sauber am D/A ausgibt. Das Detone könnte mit einer Berechnung der Tonhöhe auch am linearen VCO ausgeführt werden. Die LFOs sind ja bei diesen Geräten alle Digital und können daher die erforderliche Asymetrie der Wellenamplitude für ein gleichmäßige Modulation eines linearen VCOs bereits einrechnen. So das z.B. eine Modulation nach oben und unten das gleiche Intervall und nicht die gleiche Frequenzänderung hat.

Übrigens: Der Moog Satellite hatte auch einen linearen VCO. Also Moog hatte sich definitiv damals damit befasst.
 
Lauflicht

Lauflicht

x0x forever
was ist denn da der unterschied?
Ich versuche es: Bei einem Intervall skaliert der Frequenzunterschied zwischen den Oszis (Haupt und Sekundär) mit der Oktave, also Faktor 2 pro 1 Oktave. Damit wird die Schwebung, die man hört, mit zunehmenden Tonhöhe "immer schneller". Anders ausgdrückt wandern die beiden Oszis immer weiter auseinander in der Tönhöhe wenn man zu höhren Tönen transponiert. Bei einem Offset dagegen ist der Frequenzunterschied des Sekundär-Oszis, den man als Schwebung wahrnimmt, immer konstant zum Hauptoszi. D.h. nimmt man dann über alle Oktaven als gleichbleibend langsame (angenehme) Schwebung wahr. Das Ohr kann diese Schwebung extrem genau erkennen.

Und das ist in der Tat cool, weil man nicht nachjustieren muss.
 
Feinstrom

Feinstrom

||||||||||
Danke dir, das klingt schlüssig!
Werd ich mal ausprobieren, wie sich das beim T-1 auswirkt.

Schöne Grüße,
Bert
 
Feinstrom

Feinstrom

||||||||||
Das Video ist allerdings MÄCHTIG übersteuert - ob das von der Aufnahme kommt (der Kurt sollte das eigentlich können), Absicht ist oder krasses Youtube-Artifakt, kann ich nicht sagen.
Ich muss mich GANZ TÜCHTIG DOLLE bei Kurt entschuldigen - gestern hab ich's mal ausprobiert.
Wenn der T-1 mit "Volume" auf Rechtsanschlag gefahren wird, dann klingen Sounds mit Resonanz genau so. Ich hatte dem Resonanzregler bislang keinerlei Beachtung geschenkt (Taurus mit Resonanz? Echt jetzt?), und das war mir einfach nicht aufgefallen...

Schöne Grüße,
Bert
 
swissdoc

swissdoc

back on duty
Sieht wohl so aus. Ich werde mich da mal melden, wie das nach CH das am besten funzt. Taurus muss schon sein...
 
 


News

Oben