Bei Religion bin ich mir da nicht so sicher.
Unter anderem, aber nicht nur.
Stephen
Wer denkt sich den sowas aus….Überleg doch. Das denken hat die Religionen geschaffen, und all die Rituale und Bräuche die dazu gehören. Das denken hat auch Kommunismus geschaffen oder Nationalismus usw.
Was Du nicht willst was man Dir tut, das füg auch..., das Doppelgebot?subjektive Wahrhaftigkeit, welche dann zur Universalen mutiert
Wer denkt sich den sowas aus….
Ich habe mir damit schon eine Menge Feinde geschaffen.
Damit, und mit gnadenloser Ehrlichkeit bei völligem Mangel (bzw. Desinteresse) an Diplomatie.
Da verwechselst Du etwas; Häme, Verballhornung der Namen erfolgreicher Musiker, Beleidigung von Leuten, die andere Meinungen oder Kritik äußern, ist keine Wahrhaftigkeit ...
"Wahrhaftigkeit" ist für mich eher ein Begriff aus der geschriebenen als aus der gesprochenen Sprache. Okay, vielleicht in philosophischen Debatten oder bei der Predigt von der Kanzel wird es vielleicht mal gesagt, aber ansonsten ist es eher in Büchern zu finden.Um zu versuchen die Threadfrage zu beantworten: "Wahrhaftigkeit" taucht m. M. n. deswegen in der Sprache so selten auf, weil es eigentlich keine Situationen gibt, in der das Wort benötigt wird oder eine bestimmte real relevante Funktion erfüllt. Wenn einer sagt oder (be)schreibt dieses oder jenes sei "wahrhaftig", dann können die anderen Beteiligten nicken oder es sein lassen und es passiert in beiden Fällen nix besonderes. Wird vermeldet dieses oder jenes sei "wahr", können schon mal echte Köpfe wirklich rollen.
Wahrhaftig ist, was man für wahr hält und nicht, was wahr ist.
Wenn man Wahrhaftigkeit als Einstellung zur "Wahrheit" sieht, spechen wir hier also gar nicht über Wahrhaftigkeit.
Das Denken hat alles hervorgebracht.
Wahrhaftigkeiten gibt's meiner Erfahrung nach viele, und die sind oft höchst
gegensätzlich, widersprüchlich.
Ich bin wahrhaft nicht arbeitsscheu und zwinge mich wahrhaftig jeden Morgen aufzustehen...die mit ihr verbundenen Wahrheiten.
intellektuelle Redlichkeit, das klingt gut. Thomas Metzinger ist mir nicht bekannt. Dass wir biologisch auf Überleben aus sind macht ja Sinn, und (demzufolge) nicht der Wahrheit verpflichtet sind. Der Status, das Überleben, kommt zuerst. Wie auch die Fortpflanzung, wenn man in dem Alter ist. Alles andere ist Zugabe. Wahrheitssuche, Wahrheit, ist ein Luxus, den sich nur wenige leisten können. Und auch nur enstprechend der Situation (schon genug Kinder in die Welt gebracht, hohes Alter, Zeit für philosophische Betrachtungen, etc.). In der späteren Jugendzeit, im Erwachsenenalter, oder im Unwissen, ist dieser Luxus nur in Ausnahmefällen möglich. Was völlig normal, und nicht schlecht ist.Wahrhaftigkeit muss man zunächst in den richtigen Kontext dessen setzen, was der Mensch wirklich ist. Wir sind keine Wesen, die durch lebenslanges Lernen all ihre Verhaltensweisen ändern könnten. Das nennt man intellektuelle Redlichkeit (Thomas Metzinger). Metzinger argumentiert, dass wir das Produkt unserer neuronalen- und epigenetischen Prozesse im Gehirn sind, dass auf Überleben ausgelegt ist und nicht auf Wahrheitssuche. Erkennt man an, was daraus folgt (und was auch die Psychologie bezüglich unserer kognitiven Verzerrungen beschreibt), ist Wahrhaftigkeit eher als ein Prozess zu verstehen, der vor allem diese Biases anerkennt und die Grundlage für Reflektion und Selbstkorrektur bildet. Insofern könnte man also sagen, dass Wahrhaftigkeit die Kunst ist, die eigene Unzulänglichkeiten nicht länger zu leugnen. Daraus folgt dann vielleicht ein individueller Anspruch, sich von Zeit zu Zeit korrigieren zu wollen...
der erste Satz ist wahr, und schön formuliert. Der Schlussfolgerung im zweiten Satz scheint mir unlogisch. Es ist wahr, dass die Realität durch die Wahrnehmung verzerrt wird.Wahrhaftigkeit ist solange Illusion, bis Realität nicht mehr durch Wahrnehmung verzerrt wird.
Ergo: Schöne Worte ohne Bedeutung.
oh ja. Wahrhaftigkeit ist ja ein Luxus, den man sich selber, und in der Gesellschaft nur selten leisten kann; es handelt sich primär um eine persönliche Haltung. Mit dem Ziel, mit möglichst wenigen Widersprüchen herumzulaufen, und in Freiheit zu leben. Diplomatie ist eine notwendige Kunst, die zu beherrschen ist. Jeder Weise hat höchstes Talent in Diplomatie. Man darf die Widersprüche von anderern nicht antasten. Einen Hinweis hie und da mag erlaubt sein, wie Du das so schön praktizierst. Humor ist da ein treffliches Werkzeug. Aber man darf nicht eingreifen. Man hat keine Authorität dazu.Ich habe mir damit schon eine Menge Feinde geschaffen.
Damit, und mit gnadenloser Ehrlichkeit bei völligem Mangel (bzw. Desinteresse) an Diplomatie.
Stephen
zum ersten Satz: mit Wahrhaftigkeit meine ich die Wortbedeutung an sich. Ohne emotionale Aufladung oder persönliche Bedeutung.Wahrhaftig ist, was man für wahr hält und nicht, was wahr ist. Auf mich wirkt es, als hättest du diesen Begriff emotional irgendwie aufgeladen und beziehst das auf wohl eher auf deine innere Einstellung zu dir selbst.
Wenn man Wahrhaftigkeit als Einstellung zur "Wahrheit" sieht, spechen wir hier also gar nicht über Wahrhaftigkeit.
Hat auch nichts mit Wahrheit zu tun. Ich persönlich bevorzuge aber auch den ehrlichen Menschen. Rücksicht auf Gefühle anderer zu nehmen, halte ich aber auch für sinnvoll. Es ist nun mal eine Wahrheit, dass Menschen mit Ehrlichkeit häufig nicht gut klar kommen.
Die Wahrhaftigkeit ist nicht eine Einstellung zu irgendwas.
Wahrhaftigkeit ist ja ein Luxus, den man sich selber, und in der Gesellschaft nur selten leisten kann; es handelt sich primär um eine persönliche Haltung.
Ich finde das widersprüchlich.mit Wahrhaftigkeit meine ich die Wortbedeutung an sich. Ohne emotionale Aufladung oder persönliche Bedeutung.
das weiss ich nicht. Das können die meisten von uns sozusagen auch nicht wissen. Wir mögen eine Ahnung davon haben. Besonders wenn wir uns an unsere frühe Kindheit erinnern. Da waren wir noch juventil, im Einklang, jedoch in einem Körper, der der Fürsorge bedurfte.Was ist Wahrheit?![]()
das ist eine sehr gute Frage. Man könnte ein Buch zu dem Thema schreiben , und es gibt sicherlich schon genügend Bücher zu diesem Thema.Was ist Wahrnehmung?
auf eine Art trifft das zu. Es gibt jedoch, ausserhalb unseren gedanklichen Konzepten immer die Wahrnehmung oder Ahnung, dass es eine Wahrheit gibt. Religion heisst ja Wiederverbindung. Re-ligio. Wieder-Verbindung. In alten Zeiten gab es keine Religion. Unseren Vorfahren war die Sache klar. Sie hatten diese Verbindung. Jedoch keine Technologie wie sie wir heute haben. Obwohl die Ressourcen schon da waren. All die Erze waren ja schon vorhanden, aber unsere Vorfahren hatten einfach nicht das Wissen, die intellektuelle Entwicklung war noch nicht da. Sie brauchten es auch nicht, da sie noch im "Paradies" lebten. Das ist etwas kurzgegriffen, es gab noch manche Prozesse und Entwicklungen dazwischen. Man kann diese frühe Stufe der Menscheit mit der embionalen Entwicklung eines Menschenwesens vergleichen. Unsere Vorfahren waren in einem Kindheitsalter. Lebten in dem Paradies, was die Erde ja ist.Wenn man sich damit mal befasst hat wird man feststellen, dass wir die Wahrheit niemals erfassen werden können und es somit für den Menschen gar keine Wahrheiten geben kann.
So sieht's leider aus.
da möchte ich fast beipflichten, mit dem Hinweis, dass das Bewusstsein nicht verloren geht. Das Bewusstsein ist eigentlich das, was wir Seele nennen. Das Bewusstsein geht nicht verloren. Alles andere geht verloren, da es ja keine Bedeutung hat.Nicht wirklich. Alles wird in Strahlungsenergie transformiert und existiert deswegen ewig. Du verlierst lediglich irgendwann dein Bewusstsein. Letztendlich gehen wir alle in die große Entropie. Und die kann durch nichts zerstört werden.
genau.Wahrhaftigkeit bedeutet für mich keinen Glauben zu besitzen.
ja.Wahrhaftigkeit bedeutet für mich, Reden und Handeln in Einklang zu bringen.
Positiv wie negativ.
Glauben heißt nicht wissen, deshalb rate ich dringend, vom Glauben zum Denken zu konvertieren.
Stephen
genau. Das ist die Essenz. Viel besser, als ich es hätte formulieren können. Vielen Dank.Reden und Handeln darf nicht widersprüchlich sein. Bedeutet für mich wahrhaftig sein.
Das Denken hat den Glauben erschaffen.
Das Denken hat ja alles erschaffen was wir so heute kennen. Ob es Religion ist oder eine Ideologie oder ein Ideal.
Das Denken hat alles hervorgebracht.
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