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DI-Boxen -> kommt kein sound in DAW an !? (gelöst!)

claudio

Alteisentreiber
Ciao @Palindrom
Also der SSL 18 ist ein reiner wandler - dann ist es egal ob ich mpc-line oder mpc-micro (XLR) rein gehe...
würde ich sagen, ja. Das gleiche meint auch @HairyHands
Meinen ersten vorverstärker habe ich und auch eine DI box mit Jensen übertragern :-)
was für einen Preamp denn? Nimmt mich rein interessehalber wunder. Radial baut sehr gute DI Boxen, ich nehme an Du hast eine passive JDI?
Du bist doch der übertrager - specialist :-) - hast du einen tipp...
Naja, Spezialist nicht unbedingt, ich brauche einfach einige. Wenn ich eine Band mische, habe ich eine Armada von Palmer passiv- und aktiv- DI boxen, die haben ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis und einiges bessere Übertrager als die billigsten DI. Für Spezialfälle habe ich zwei Eigenbauten, eine mit einem OEP-, die andere mit einem Lehle- Übertrager. Die mit dem Lehle ist bei mir im Studio am Sub Phatty. Für Bass nehme ich gerne die Röhren- DI meines SWR MM Preamps, für Gitarre und Stimme entweder 1073 oder UA 610.

Gruss, transformiert
claudio
 
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M.i.a.u.: Palindrom
was für einen Preamp denn? Nimmt mich rein interessehalber wunder. Radial baut sehr gute DI Boxen, ich nehme an Du hast eine passive JDI?
Ich hab mich an Espen Kraft gehalten: GoldenAge PRE-73 DLX Premier mit Carnhill übertragern und die JDI passiv von Radial mit Jensen übertrager- relativ günstig bekommen. ... bd ... klingt sofort richtig lecker (anders kann ich das nicht beschreiben...)

ps: Meine instrumente kommen alle aus der MPC 4k (Perlen vor die säue!?)

werde mir noch eine zweiten von GA kaufen und ich werde mir mal die PALMER anschauen...

ps: macht so etwas "sound" https://www.thomann.de/de/lehle_p_iso.htm?gad_source=1&gad_campaignid=1576042978&gbraid=0AAAAADuDMCX8rh6h1w6gfmInZbUTdx6yx&gclid=Cj0KCQiAqeDMBhDcARIsAJEbU9QCBasf1tAUaqGUjlRkzFlAGJxICO-T666zhIVatPYMkTm8o6_ux8YaAgVrEALw_wcB
 
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möglicherweise, meine DI Box mit Lehle habe ich aus einer passiven Millenium und einem Lehle ÜT gebaut. Ich bilde mir ein, dass das Signal untenrum dichter, kompakter klingt. Falls Du basteln willst und kannst, kauft Du eine billig passiv DI und ersetzt den Übertrager mit einem hochwertigen Modell. Die Lehles kosten 40-70€ plus Versand, OEP und Carnhill ebenfalls, Hammond und Neutrik sind etwas günstiger.
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: Palindrom
ich würde das machen lassen... bin kein bastler... (obwohl ich schonmal das display meiner MPC erfolgreich ausgetauscht habe)
oder ich warte noch auf kleinanzeigen... für die Radial passiv mit Jensens habe ich 170,- bezahlt statt neu 250,- oder so...
 
Die Millenium habe ich jetzt entdeckt... aber ich wüsste garnicht welche übertrager dann darein gehören - das angebot ist ja mal wieder überweltigend: von 40,- bis 400,- / eingangs oder ausgangsübertrage oder beide und passen die ins gehäuse... usw.

Vielleicht probiere ich mal so ein Palmer...
Und die NEVE ID box für 220 - aber die macht wohl keinen "sound" - Die ist zu "ehrlich" würd ich jetzt mal annehmen...!?

Das Radial teil wiegt ja gefühlt ne tonne - da war ich doch sehr überrascht... das erzeugt sofort vertauen.
Und beim ersten test klang meine KICK irgendwie "lecker" - more lecker als vorher :-) das war das woret was mir spontan einviel dazu.

Im übrigen denke ich, auch schlechte übertrager können "sound" machen, wenn er mir denn passt...
Qualität ist ja nur dann wichtig, wenn man viel für andere arbeitet...

- Es gibt wohl auch leute die kaufen sich nur die Übertrager und löten sich ein paar steckerbuchsen an und fertig ist die laube...
 
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Und die NEVE ID box für 220 - aber die macht wohl keinen "sound" - Die ist zu "ehrlich" würd ich jetzt mal annehmen...!?
gerade die macht Sound. Neve Equipment ist und war nie neutral, eher wohlklingend, mit vielen Induktivitäten ohne Röhren.

Die Palmer sind dafür recht neutral und einiges besser als die Preisstufe darunter, sowohl die PAN01 passiven als auch die PAN02 aktiven, auch die Mehrkanalkistchen. Es gibt natürlich bessere, die sind dann aber auch gleich um einen Faktor teurer. Deswegen habe ich einige Palmer, da sie sehr gut und charakterlos rein=raus können und kein Loch in die Kasse reissen.

Millenium kaufe ich zum schlachten, da die Hardware zwar robust, aber der Transformer billiger Chinakram ist.
 
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M.i.a.u.: Palindrom
- Es gibt wohl auch leute die kaufen sich nur die Übertrager und löten sich ein paar steckerbuchsen an und fertig ist die laube...
ich bin so einer, der gerne Übertrager kauft oder aus defekten Geräten ausbaut, um sie danach in geschlachtete Millenium DI Boxen einzubauen. Das hat noch einen Vorteil: Eine Millenium DI Box wird einem auf der Bühne nicht gemopst :grin:

Gruss & ein schönes Wochenende
claudio
 
  • HaHa
M.i.a.u.: Palindrom
  • #10
Hatte noch etwas taschengeld übrig und habe mal 2x Millenium DI Boxen bestellt :-)
Werde die erstmal so benutzen und dann - wenn mir danach ist - mal öffnen und schauen ob ich die transformer irgendwie upgraden kann.

Hättest du lust das mal hier zu veröffentlichen (Wie man da vorgeht) - wenn nicht habe ich da vollstes verständnis für - ist ja eine geheimwaffe...

Diesen text habe ich bei Thomann (zum artikel) noch gefunden:
Zitat: Produkt review eines users:
"
Da ich gerne weiss, womit ich es zu tun habe, habe ich die Box eingehender analysiert und ausgemessen. Die Resultate möchte ich hier teilen.
Der asymmetrische Eingang geht bei Schalterstellung "Instr" über einen 1k-Widerstand auf die Primärwicklung des Übertragers. Bei Stellung "Spkr" wird das Signal über Widerstände um einen Faktor 100 geteilt (-40 dB), wobei aber auch ein RC-Tiefpassfilter mit einer Grenzfrequenz von 3.4 kHz zugeschaltet wird. Die höheren Frequenzen werden also mit -6dB pro Oktave abgeschwächt. Was die Idee dahinter ist, kann ich noch nicht nachvollziehen.
Der Trafo hat ein Übersetzungsverhältnis von 5:1, d.h. das Ausgangssignal hat eine 5 x kleinere Amplitude als das Eingagnssignal.

Der Gnd-Lift-Schalter trennt neben Pin 1 auch den Gehäusekontakt des XLR-Steckers von der Box-Masse (= Gnd des asymmetrischen Signals). Das heisst, dass auch bei XLR-Kablen, bei denen Pin1 mit dem Steckergehäuse verbunden ist, der Gnd-Lift richtig funktioniert.
Meine Regel für den Gnd-Lift: Gnd nur dann unterbrechen, wenn die asymmetrische Signalquelle eine Netz-Stromversorgung hat, ganz besonders, wenn die Signalquelle mit dem Schutzleiter verbunden ist.

Der Pegel-Umschalter ist für mich der einzige Wehrmutstropfen dieser DI-Box. Er wird kaum je gebraucht, das Risiko für Fehlbedienungen ist gross und der Schaltkontakt birgt bei den kleinen Signalströmen das Risiko, dass der Kontakt mit der Zeit durch Oxydation schlecht wird. Deshalb habe ich den Schalter deaktiviert, indem ich den gelben Draht am Schalter abgelötet und ihn am Anschluss des roten Drahtes wieder angelötet habe. Somit ist der Schalter wirkungslos und kann keine Probleme mehr machen. Die Box arbeitet also immer in der Stellung "Instr".
"
Zitat ende
 
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  • #11
da ist gar nichts was ich verheimlichen müsste. Fang Du mit der Auslagerung des Themas DI Boxen an und ich werde mein bescheidenes Wissen da reinkippen und mit Bildern von selbst gebasteltem und gekauftem Kram ergänzen.
 
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M.i.a.u.: Palindrom
  • #12
So, da wären wir bei DIs.

Erst einmal, wozu braucht man DIs? Wenn man ein relativ schwaches Audiosignal durch ein Kabel sendet, besteht die Gefahr, dass trotz der üblichen Abschirmung des Kabels fremde elektrische oder magnetische Felder das Signal stören können. Geht man davon aus dass eine allfällige Störung auf alle Leiter gleichmässig einwirkt, bekommt man in etwa folgendes als Resultat:
Signals_nonsym.webp

Nimmt man nun einen zweiten Leiter, legt kein Signal drauf aber invertiert und addiert man diesen am Ende zum signalführenden Leiter, wird die symmetrische Störung ausgelöscht. Dies nennt man pseudosymmetrisch:
Signals_psdsym.webp
Die meisten symmetrischen Auxwege und häufig Direct outs moderner analoger Mischpulte sind so verschaltet.

Nimmt man das Signal, invertiert dieses für den zweiten Leiter vor und nach der Übertragung, hat hat man ein voll symmetrisches Signal. Um dieses zu erzeugen, benötigt man ein DI (Direct Inject) Box, welche das Invertierte Signal erzeugt und auf die Leitung sendet:
Signals_fulsym.webp
(die drei obigen Grafiken aus Wikipedia Von Patagonier - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, phaseninverse Signale zu erzeugen.
  1. Übertrager. In passive DI, da ist das zentrale Bauelement ein Übertrager, welcher idealerweise klanglich neutral zu sein hat, dies aber an den Rändern seines Frequenzgangs nicht zwingend ist und hier erwünschte oder unerwünschte Färbungen verursacht. Diese Übertrager können eine Überseztzung haben, können hoch- oder niederohmig sein, je nachdem was ihr Einsatzzweck sein wird. Ein positiver Nebeneffekt ist auch die galvanische Trennung zwischen Ein- und Ausgang. Wichtig: der Schirm darf bei XLR nicht auf das Steckergehäuse, sondern nur auf den Massepin.
  2. Röhren. Hier spielt eine Triode den Phasensplitter. Ähnlich wie in einer Class AB PushPull Verstärkerschaltung, aber mit anderen Biaswerten, wird hier an der Anode und der Kathode jeweils ein gegenphasiges Signal ausgekoppelt. Da die meist verwendeten 12AX7 Doppeltrioden sind, wird die erste Triode oft als Buffer vor dem Splitter verwendet. Röhren DIs sind bekannt dafür, harmonische Verzerrungen ins Signal zu streuen.
  3. Transistoren/OpAmps. Differentielle Verstärkerschaltungen mit meist hochwertigen Transistoren, JFET oder OpAmps. In Mischpulten werden für viele symmetrischen Summen- und Mixbusse idR. NE5532 Opamps dazu verwendet. Diese klingen absolut neutral, sind robust, rausch- und klirrarm.
  4. Sonderfall aktive DI mit Übertrager. Das sind passive Übertrager DI mit eingebauten linearen Pufferverstärkern.
Passive DI benötigen keine Speisung, aktive DI müssen mit Strom versorgt werden.

Welche DI ist nun die Richtige? Das kann nicht abschliessend bestimmt werden, aber es gibt prinzipiell zwei paradigmen: linear <-> nicht linear. Was für den jeweiligen Einsatz besser ist, ist zu verwenden ;-)

Passive DI Boxen sind sehr unproblematisch, haben aber wegen der Übertrager zwei mögliche Probleme: Hängen sie vor niedrigohmigen Quellen, greifen sie stark in den Sound ein. Das kann gewollt sein oder auch nicht. Wird der Übertrager in seiner Sättigung oder darüber betrieben, entstehen Verzerrungen. Auch das kann gewollt sein oder auch nicht. Sämtlicher Neve- Hardware- "Klang" beruht auf dem Charme vom "Eisen" in den Übertragern und Spulen.

Ausserdem sind - egal wie hochwertig die verbauten ÜT sind - passive DI Boxen ungeschlagen günstig.

Röhren DIs benutzt man heutzutage ausschliesslich Ihres Eigenklangs wegen. Röhren halt, man liebt sie oder mag sie nicht. Ich mag Röhrensound. Zu finden auch an Putnam- und anderen Vintagemischpulten, teuren Solopreamps usw.

Die heute gängigsten aktiven DI sind OpAmp symmetrierte Differenzverstärker. Die sind mit den entsprechenden Lownoise HiFi Chips neutral, aber auch charakterlos. Ideal für einen Mischpultausgang zum Beispiel oder wenn die Soundformung bereits stattgefunden hat und man einfach ein Signal auf die Reise in die nächste Stufe sendet.
 
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M.i.a.u.: argonaut und Palindrom
  • #13
Ok... vielen dank!

Was mich ja interessiert, wie und womit du die Millenium DI BOX upgeradet hast - da ist ja kaum platz drinne für was fettes!?

Wie bekomme ich raus welche transformer passen dort rein:
- Grösse des sockels oder ist das egal
- Welchen transformer nehme ich - muss der bestimmte werte haben
- Ausgangs oder eingangs-transformer

Wo kauft man übertrager am günstigsten in guter Qualität?
Es gibt ja Don-Audio.com - das scheint aber eine apotheke zu sein.
Sonst wohl Reichelt oder Conrad

MIllenium DI BOX

di1.webpSAM_1629.webpSAM_1630.webpSAM_1631.webp
 
  • #14
Ciao @Palindrom

die DI welche ich aus einem Millenium Schlachter für meinen Moog gebasstelt habe:
IMG_1260.webp

Ich sehe gerade, dass die Millenium ihr layout ein wenig geändert haben, sollte aber kein Problem sein. Ich habe einfach den vorhandenen ÜT ausgelötet und den HZ Lehle (HZ damit ich auch mal mit einer passiven Gitte rein kann, wegen der Impedanz) für 60€ plus Versand, gemäss Anleitung verdrahtet, fertig ;-) Audioübertrager sind keine Klopper. Bei Ausgangsübertrager denke ich gleich an Röhrenverstärker und dicke ÜT in der Fünfkiloklasse... Bei Dir passt locker ein normaler 1:1 oder 1:50 Audioübertrager rein.

Dann habe ich mir bei mouser, RS und Conrad noch ein paar Übertrager (OEP, Hammond, Neutrik, usw.) gekauft um ein wenig zu experimentieren. Der Klangunterschied zum billigen China OEM ÜT ist krass.

Die Palmer würde ich nicht schlachten, denn die sind qualitativ viel besser als die Kategorie China, auch und vor allem die Übertrager. Ich habe viele Palmer (für den Livebetrieb), die sind rein=raus und unzickig.

Gruss
claudio
 
  • ^
M.i.a.u.: Palindrom
  • #16
Ich zeig mal 4x bildchen: (Spontan ohne aufwand!)
das erste bild ist mit DI BOX MIllenium 15,-
die drei folgenden mit DI BOX RADIAL Engeneering JDI mit Jensen transformern. (Laustärke-anpassung - versuch) 250,-

Ich höre und sehe keinen unterschied - Weiss nicht ob das was gutes oder schlechtes ist :-) (weil meine ohren das nicht mitmachen)
DI BOX Millenium ist erstmal lauter

Bildschirmfoto 2026-02-24 um 15.40.18.webpBildschirmfoto 2026-02-24 um 15.40.44.webpBildschirmfoto 2026-02-24 um 15.43.43.webpBildschirmfoto 2026-02-24 um 15.45.08.webp
 
  • #17
Wie sehen Transformatoren von innen aus!?

Transformatoren- und Übertrager Herstellung bei Reußenzehn

 
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  • #18
wie hast Du das gemessen? Ich glaube nicht an Schlangenöl aber bilde mir durchaus ein, einen Unterschied zwischen verschiedenen DIs zu hören.
 
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M.i.a.u.: Palindrom
  • #19
... davon gehe ich aus!

Ich dachte man müsste das auch am frequenzbild sehen können...
(ich habe nichts gemessen - siehe screenshot - hab ne bassdrum aufgenommen)
 
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M.i.a.u.: claudio

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