DIY VA-Synth: FPGA oder DSP?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von tscherno, 17. März 2009.

  1. tscherno

    tscherno Tach

    Hallo,

    ich will versuchen einen VA-Synth zu bauen. Gleich vorweg: Ich habe keine gossen Ambitionen und wäre erstmal damit zufrieden wenn ich einen Sinus Ton hören würde. Das ganze soll also quasi so ein "learning by doing" Ding werden.

    Jetzt stellt sich mir die Frage ob ich auf einem FPGA oder einem DSP aufbauen soll.

    Pluspunkte für einen DSP wären das er (für mich) einfacher zu programmieren wäre weil ich bereits einiges an Programmierkentnissen (diverse uCs) habe. Ausserdem kann man Matlab für Filterdesign etc. verwenden. Bei einem FPGA muss man halt eher Hardwarenah denken, und dann noch Verilog oder VHDL lernen. Problem an der DSP-Sache ist dass vernünftige Eval-Boards (Texas Instruments) ein heiden Geld kosten. FPGA Eval-Boards gibt es dagegen für unter 200€ (Xilinx Sparten 3E) ink. VGA Ausgang und massig I/O-Pins.

    Was würdet ihr empfehlen?
    Kennt ihr weitere Vor/Nachteile der jeweiligen Technologien?
    Wie leistungsfähig muss ein DSP für diesen Anwendungsbreich überhaupt sein?

    Gruss
    tscherno
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    DSP. Passt besser zu Audio.
    FPGA ist mehr was für simpel & stark parallel.

    DSP darf schon gerne eine Nummer fetter sein, die billigen lohnen sich eigentlich nur, wenn du Massenproduktion willst.

    Auf jeden Fall Floating Point - das ist sonst eine elende Fummelei mit Dingen, die den Sound nur schlechter machen, wenn man sich nicht drum kümmert.

    Nur ein paar Töne machen kann natürlich auch jede abgerockte DSP-Leiche, aber genug Rechenleistung macht viele Dinge leichter.
     
  3. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

  4. Moogulator

    Moogulator Admin

    so wie der hier? Der ist damit gemacht:
    https://www.sequencer.de/syns/airbourne/AVS04.html

    Aber DSP ist der üblichere Weg, ansonsten Prozessor
    Mainstream: Motorola (Freescale eigentlich jetzt)
    Mainstream II: Sharc oder Tiger Sharc (Analog Devices)

    Oder direkt auf Rechner, hat auch Vorteile.

    Die Rozzbox ist sogar auf nem PIC aufgebaut worden, weiss aber nicht ob die aktuelle Rozz das noch ist, Kilian?
     
  5. moogli

    moogli Tach

    Die RB läuft schon immer auf Atmels, nicht auf PICs, auch die aktuelle Version.

    @tscherno: Entweder DSP oder aufm Rechner. Microcontroller und FPGAs sind Insellössungen für Freaks, die es (ansonsten grundlos) halt so wollen :)
     
  6. Kest

    Kest Tach

    @tscherno: Entweder DSP oder aufm Rechner. Microcontroller und FPGAs sind Insellössungen für Freaks, die es (ansonsten grundlos) halt so wollen :)[/quote]

    also damit bin ich gar nicht einverstanden ("ansonsten grundlos") ;-)
    FPGA's bieten einfach sehr viel rohe Leistung, man kann vieles parallelisieren. Kurzes Beispiel:
    120 MHz Taktfrequenz, 44000 Hz Samplefrequenz --> ca. 2700 Takte pro Sample! Und nun, man stelle sich vor ein Altera Cyclone III 3c16 hat 56 Multiplizierer 18x18 Bit (man kann also 56 MAC-Einheiten aufbauen) -- alles parallel. Da kommt kein DSP mit :)

    Ja, stimmt, es gibt viele Nachteile:
    - schwerer zu programmieren, weil man total umdenken muss
    - nur fixed point Arithmetik
    - komplizierte Tools

    Dafür hat man aber Leistung satt.

    Ich bin gerade dabei sowas aufzuziehen, wenn es fertig ist, werde ich es hier sicherlich präsentieren.

    Grüße,
    Kest
     
  7. tscherno

    tscherno Tach

    Hallo,

    danke euch allen für die hilfreichen Kommentare es wird dann wohl ein DSP werden. Zumal das Symphony Board wohl genau das ist was ich suche.

    Gruss
    tscherno
     
  8. haesslich

    haesslich Tach

    vorsicht: eine anbindung durch midi ist damit nicht ohne weiteres möglich nech?
     
  9. tscherno

    tscherno Tach

    Naja, ich habe das Manual bis jetzt nur überflogen, vermute aber dass das über die GPIOs klappen müsste.


    Gruss
    tscherno
     
  10. changeling

    changeling Tach

  11. Moogulator

    Moogulator Admin

    Die Kollegen drüben haben schon über Java als Sprache für sowas diskutiert, allerdings gings natürlich um Software (Plugins).
     

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