DX7 .. woher sounds nehmen?

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von inVrs, 15. Mai 2006.

  1. inVrs

    inVrs -

    hallo zusammen

    hab schon seit längerer zeit nen dx7 hier rumstehen. bisher hab ich ihn so gut wie nie eingesetzt, da ich mit dem programmieren überhaupt nicht zurechtkomme, und mich eigentlich auch nicht als wissenschaftler betätigen will.. fm synthese ist da ja nochmal was ganz anderes.

    nun meine frage: woher nehme ich gute presets? ich hab noch den ersten dx7, d.h. man kann nur über die speichercartridges presets laden.
    hab da mal auf ebay diese cartridge gesehn, aufd er 1024 sounds sein sollen.. wie soll denn das gehen? normal sind es 32 wenn ich mich nicht recht irre.
    liebe dx7 besitzer, helft mir! wo bekomme ich anständige sounds her? :sad:
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich hab mal im Internet DX7 sounds runtergeladen.
    Da war ein Paket mit glaube ich gegen 10'000 Sounds.

    ein Teil ( oder alles) stammt von jemandem der in Kalifornien in nem grossen studio gearbeitet hat und über viele Jahre Presets gesammelt hat.
    Da sind anscheinend auch Presets dabei die extra für aufnahmen ( von stars) gemacht wurden. Den wahrheitsgehalt dieser aussagen kann ich natürlich nicht prüfen.
    Aber es hatte tatsächlioch schöne sounds dabei.
    Ich glaub das ist auch gut sortiert.

    Ich schau mal ob ich dass noch habe und wie es damit ausschaut.
    Bitte etwas Geduld, geb dann hier bescheid.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Aber ansonsten dürfte es eh keinen Synth geben für den man leichter zu sounds kommt.
     
  4. inVrs

    inVrs -

    hmm.. ja. nur wie bekomme ich die auf die cartcridges?
    oder wie funktioniert das anders?
    sorry, das hört sich jetzt bestimmt super blau-äugig an :roll:
     
  5. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

  6. Moogulator

    Moogulator Admin

    s'gibt grade für den dx7 massig presets, auch free.. in hunderten.. aber besser bist du dran ,wenn du ein bisschen mit der fm rumspielst.. es ist leichter als viele sagen.. zumindest wenn die leute vom workshop hier kommen, haben sie selten mehr als 1-2 tage hier dran verbracht und können bereits viel gezielter sachen machen.. damit will ich sagen: einen tag damit befassen und du hast viel mehr vorteile und bist nicht angewiesen auf andere.. der kann mehr!..
     
  7. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Per Computer und Sysex, es gibt einige DX7 Editoren...

    z.B. hier...

    http://www.fm-alive.com/
     
  8. Moogulator

    Moogulator Admin

    die cards arbeiten über den dx7, sprich: du gibts dort das kommando die sounds en bloc in die card zu verschieben.. im alten dx7 sind das immer 32. alternativ einzeln.
     
  9. inVrs

    inVrs -

    super!

    vielen dank. dann werd ich mir das dingens mal vornehmen.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Je nachdem was du suchst sind solche Pakete mit 10.000 Sounds interessant oder auch nicht. Als Peter Krischker den Yamaha PD-Service gemacht hat, hat er sich mal hingesetzt und die ganzen Soundbänke durchforstet und dann eine Essenz als Collection zusammengestellt. Die kann man heute noch bekommen, auf seiner Website www.easysound.de findet man die. Ich finde, das lohnt sich für alles Bodenständige und man spart eine Menge Zeit. Wenn du aber eher abgedrehte Sachen suchst, dann wirst du dich besser durch alle möglichen Soundbänke durchwühlen. Denn das, was manche Leute als Soundschrott bezeichnen, ist für andere das Nonplusultra.
     
  11. Moogulator

    Moogulator Admin

    Faustregel: wer abgedreht will, wird eh selber bauen.. wer die bekannten sachen will, kann durchaus auf die Presetten™ zurückgreifen..
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Mir sind 100 gute sounds auch viel lieber als 10'000.
    Es kann aber auch ein spass sein sounds zu durchforsten und auf überraschungen zu hoffen.
    Aber noch viel schöner ist's natürlich wenn man die Überraschungen selber bastelt, aber beim DX7 solls ja etwas mühsam sein.

    @InVrs
    finde die Datei auch nicht mehr.
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja, ich bin ja auch für´s Selbermachen, andererseits findet sich wirklich extrem Abgefahrenes unter den Bänken, Sachen, wo ich nie auf die Idee gekommen wäre, sowas mal damit anzustellen. Weiß der Himmel, was manche Leute im Kopf haben und das dann umsetzen. Ich finde das jedenfalls gut.

    Guter Sound ist so eine Sache. In einer Produktion muss ich derzeit Sounds auf Wunsch manchen oder aus dem Bestand raussuchen. Man glaubt gar nicht, was da vom Produzenten als gut und schlecht bzw. unpassend bezeichnet wird. Gerade bei Flächensounds. Da lege ich die tollsten Sachen vor, und ernte nur Kopfschütteln. Dagegen sind es total unspektakuläre Flächen, die nicht mal einen Chorus drin haben dürfen, die da offensichtlich als passend empfunden werden.

    So ist das mit den DX Soundbänken ja auch. Wie gesagt, die Krischker Selektion ist zumindest ein schöner Anfang für alles Brot-und-Butter, alles originelle sucht man sich dann am besten selber zusammen. Oder kümmert sich halt um die DX-Programmierung, die sooo kompliziert nun auch wieder nicht ist. Man muss sich halt mal ein paar Nächte um die Ohren schlagen, dann sind aber die Grundzüge doch bald verstanden und es ist einfach ganz praktisch, auch fertige Sounds dann mal zielbewusst auf den eigenen Bedarf abändern zu können, und wenn es nur Hüllkurven sind.

    Beim DX habe ich mir selber mal so rund 250 aus meinem Bestand selektiert, die sind auf Abruf im Speicher und damit ist es erstmal gut.

    Diese Durchsucherei hört auch nie auf. Normalerweise höre ich mir jede Bank oder Sample CD oder Geräusch-CD sofort durch, wenn ich sie kriege, schreibe mir die raus, die irgendwie für meine Zwecke grundsätzlich passend erscheinen und so greife ich dann später doch recht gezielt ins Regal, wenn mal was gebraucht wird. Das klappt auch für exotischere Sachen und da manche Soundproducer durchaus eine eigene Handschrift haben, dann hilft das auch noch mal. Eric Persing etwa macht einfach ultracoole Percussionloops, die oft auch nur 70 BPM oder so sind. Wenn ich sowas brauche, dann weiß ich, wo ich die finde und selbst wenn es nur als Inspiration ist und dann baue ich etwas so in der Art neu auf, nur halt passend zum Song dann.
     
  14. Moogulator

    Moogulator Admin

    naja die diskrepanz suchen -> finden gegen selbst bauen ist quasi dabei abzuwägen..

    als input und inspiration ist das sicher ok.. zumindest will ich den thread damit nicht verlabern ;-)

    ist aber ein so wichtiger punkt, das man ihn halt mal erwähnen sollte..
     
  15. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Mit Editor ist der DX7 recht gut zu knacken, er (in meinem Fall ein TX802) ist sicher einer der einfacheren FM-Synths in meiner Sammlung...
    Dem groessten Teil der freien DX-Presets merkt man leider den - "Denn sie wissen nicht was sie tun" - Status recht gut an...
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das ist ein echter Knackpunkt und durchaus erwähnenswert, finde ich. Custom ist ja erstmal vorzuziehen, nur macht einem da manchmal die Praxis einen Strich durch die Rechnung.

    Beispiel: Eine vorhandene Fläche kommt einigermaßen hin, hat aber einen sehr späten Attack, schwebt zuviel und die Velocity stört. Ich ändere alles das und das Ergebnis ist enttäuschend. Warum? Weil der Charakter vorher geil war, und jetzt genau der jetzt flöten gegangen ist. Was tun? From scratch neu machen geht auch, dauert etwa 1/2 Stunde. In der Zeit geht die Stimmung dahin, weil ja gerade im Duo am Songarrangement gearbeitet wird. Die Fläche ist aber nicht unwichtig für den Song, denn sie muss stützen, aber nicht zudecken. Hätte also Priorität und es ist nicht so doll, das auf die To-Do Liste zu setzen für später.

    Man sieht, dass es theoretisch immer ne Lösung gibt, aber nicht in der Praxis ;-)

    Das spricht schon für einen ordentlich erarbeiteten Soundpool. Von Kollegen, die unter extremen Zeitdruckbedingungen fertige 1.0 Arbeit abliefern müssen, habe ich mir dann abgeguckt, wie die das machen: Die machen nie Demoversionen oder Layouts, sondern arbeiten immer in Endprodukte rein. Sounds werden während dieser Phase nie neu erstellt, sondern immer vorher auf Halde gearbeitet mit Blick auf mögliche Anwendungsgebiete. So passiert das auch mit eintreffenden Sound- und Samplearchiven (CD oder Download). Die werden sofort gesichtet, meistens von einem Assi, in das Format gebracht, das im Produktionsbetrieb benötigt wird, namentlich in die eigene Konvention editiert und dann schriftlich erfasst mit Tools wie File Inventory und Print Copies angefertigt, und dann ab ins Archiv. Nicht ganz so kon<a href="https://www.sequencer.de/specials/sequencer.html">Sequencer</a>uent kann ich das hier umsetzen, halt so ähnlich, hab leider keinen Assi, und das funktioniert wirklich auch bei anspruchsvollen Sachen recht zeitsparend.
     
  17. inVrs

    inVrs -

    interressante meinungen. ganz ehrlich gesagt:
    ich habe einfach nicht den nerv, mir nächte vor dem teil um die ohren zu schlagen. ich bin bestimmt kein preset-user, bastle an meinem jupiter-6 etc sehr gerne eigenes, aber beim dx-7 hast du halt nicht dieses "hands-on-control" feeling. wenn ich zulange an nem preset schraube, geht bei mir auch die stimmung verloren.
    deswegen liebe ich instrumente wie die fender rhodes: du kannst eigentlich nichts verändern, trotzdem passt es doch immer irgendwie rein.
    wenn ich doch nur schon eine hätte :mauer:
     
  18. Moogulator

    Moogulator Admin

    es ist wirklich nicht so schwer ,wie du denkst.. es sollte bei mir nur mehr ein ansporn sein.. ich hab auch rel. früh fm gelernt, eher spielerisch.. das fing mit diesen "jööörgg" sounds an (geht it 2 OPs) und man hat was tolles gemacht, dann ein paar vernünftige leads und so weiter.. heute am liebsten kranke ereignisklänge..

    ein editor hilft sehr .. aber ist nicht dringend notwendig..

    baue deine sounds von unten nach oben auf, also vom sinus aus nach oben , check die lautstärken und die frequenzverhältnisse von erstmal nur einem OP paar.. dann arbeite dich weiter.. wenn du die dinger parallel hast, dann hast du sowas wie eine additive komponente.. der obere op mit feedback ist faktisch ein rauschgenerator, wenn man ihn hochdreht.. kann man also schon ne menge machen ,wenn man nur den und ein OP päärchen nutzt..

    hoffe, das inspiriert etwas..

    ansonsten.. inspirieren lassen kannste dich evtl auch von den presets oder sachen im netz.

    das mit dem zeitdruck und dem kreativen fluss ist ok.. man muss das ja nicht machen ,wenn die alle da sind.. zumindest bei fm.. ;-)
     
  19. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Nicht nur Rauschgenerator, er erhoeht den Level aller Harmonischen, so erreicht man erst 'nen Saegezahn und dann erst Rauschen. Aus dem Saegezahn laesst sich aber mit dem 2ten Operator auch schnell wieder ein Rechteck und andere obertonreiche Wellenformen basteln...

    Kleiner Tipp: Digital Wellenformen klingen immer ein wenig steril, was das Ohr beim Soundbasteln schnell ermueden laesst, mit einem Hauch Chorus im Sound klappt das basteln der Wellenformen deutlich besser, den Sound kann man danach auch mit reinen FM Mitteln animieren...

    Weiterer Tipp: Zwischen Feedback und Traeger noch 'nen Operator packen, der in etwa die selbe Huellkurven-Einstellung wie der Feedback-Operator hat, damit klingen FM Sweeps einfach besser... :)
     

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