Eure Meinung zum MFB Schlagzwerg

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von polysix, 14. Juli 2014.

  1. polysix

    polysix Tach

    Hallo Forumsgemeinde,

    nachdem ich mir den Karft - und Megazwerg zugelegt habe, ist das "zwergenfieber" bei mir ausgebrochen :D
    Nun bin jetzt natürlich auf den Schlagzwerg gestossen. Wäre für mich als Analoger drummer interessant. Gerade auch wegen dem Seq (cv).

    Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Schlagzwerg sammeln können? mich würden auch Eure subjektiven Eindrücke was den sound betrifft bennend interessieren. Auch welche Nachteile ihr in der Maschine seht.

    Freue mich über jeden thread !!

    Viele Grüße
    polysix
     
  2. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Ich hab meinen verkauft. Das Ding war mir dann doch zu experimentell, was das Arbeiten angeht:

    Um einen Parameter zu modulieren muss man erst mal ne Strippe ziehen, dann mit dem Spur-Wählknopf die entsprechende CV Spur auswählen, dann den Step gedrückt halten und am Data-Regler drehen. Wenn du dann keinen Abschwächer zwischengeschaltet hast haben kleine Bewegungen am Data-Regler (mMn) viel zu krasse Auswirkungen. Einen Abschwächer zwischenzuschalten kostet (neben dem Abschwächer=Poti im Gehäuse) noch ne Strippe. Dann gehts einigermaßen mit dem Regelbereich. Die Werte der einzelnen Steps kann man theoretisch an der Helligkeit der Miniminimicro-Step-LEDs ablesen, in der Realität hilft das bestenfalls um den Step mit dem extrem großen Wert vom Step mit dem extrem kleinen Wert zu unterscheiden.
    Mir war das zu umständlich. Insbesondere im Vergleich zum Workflow der schwedischen digitalen Zauberkisten: Step gedrückt halten, für diesen Step eingestellte Werte direkt im Display ablesen und durch anfassen irgend eines Knopfs den entsprechenden Parameter für eben diesen Step ändern.

    Prinzipiell kann man den Schlagzwerg ja auch als 6-Fach Midi->CV Interface verwenden. Aber eben auch nur Prinzipiell. Das CV lässt sich nicht kalibrieren, das heist, sobald du irgendwas tonal spielen willst brauchst du entweder einen Hörschaden oder eine masochistische Neigung. Außerdem verschluckt das Teil (übrigens genauso wie das Midi->CV interface vom Dark Energy) manchmal Noten wenn man über Tastatur spielt.

    Für mich hat der Schlagzwerg auch einen "pädagogischen" Wert. Er hat mir die Erkenntnis gebracht, dass ich keinen analogen Drumcomputer haben will, sondern lieber mit Samples arbeiten möchte.

    Die helle Freude könnte der Schlagzwerk mMn eher für experimentelle (im Sinne vom Gegenteil des gezielten Arbeitens) Modularspieler sein, die sich eher von der Technik leiten lassen und nie vorher wissen (wollen) wo es hingeht. Aber selbst dann hätten dem Schlagzwerg ein paar Abschwächer und Slew-Limiter wirklich gut gestanden.

    Das Tom-Modul is wirklich klasse! Egal ob ich es so wie sich's gehört als Tomtom oder zweckentfremdet als zweite (manchmal sogar als erste!) Bassdrum eingesetzt hab, es hat immer ne tolle Figur gemacht. Der Snaresound war nicht mein absoluter Favorit aber er hat meinen Geschmack ganz gut getroffen. Ich empfehle außerdem dringend die Einzelouts zu nutzen um am Mischpult die einzelnen Sounds noch mit der Klangregelung an die eigenen Vorlieben anzupassen.

    Achja, beim Schlagzwerg hab ich außerdem immer dazu geneigt, die Hihats zu laut abzumischen was mir dann immer erst später aufgefallen ist. Is mir vorher eigentlich nicht (so oft) passiert.
     
  3. polysix

    polysix Tach

    Hallo,

    vielen dank für deine ausführliche Antwort hat mir einen guten Eindruck gegeben! Ich finde den Seq von MFB recht verlockend, und meine Überlgeung war einen Schlagzwerg zu kaufen, dann hätte ich zum Seq noch Drums dazu :D
    aber ich denke, dass es den Gebrauchtpreis wahrscheinlich doch nicht so richtig rechtfertigt.

    Viele Grüße
    polysix
     

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