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Fritz Fey - Mastering, und einfach nur zuhören und lernen

Phil999

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... denn hier spricht ein Meister der Kunst.



Ich kannte den Namen nicht. Bei der Suche im Forum fand ich eine Erwähnung aus dem Jahre 2010. Herr Fey ist ja nicht mehr unter den Jungen. Bei mir kam der Feed von YT ein Bild von einem gut beleuchteten, karg eingerichteten Studio, das mein Interesse sofort geweckt hat. Der Mann muss Feingefühl haben. Wirklich grosses Kino, was Herr Frey da vorzeigt. Das allein ist schon von grossem Wert. Besonders gefällt mir wo er sagt, dass die 5.1 surround Anlage eher Dekoration ist, und wie er kurz über Dolby Atmos spricht.

Und auch das mit dem Subwoofer fand ich amüsant. Dass man den eben doch lokalisieren kann wenn man sich im Raum bewegt. Wie gesagt, hier spricht ein Meister.

Spüren und Hören, den Bassbereich betreffend. Eine sehr treffliche Aussage von Fey.

"Der Universalkünstler, der macht eben alles auch selber, auch die CD-Cover, der sie auf den Konzerten verkauft, und so weiter, seine eigenen Videos, und eben auch sein eigenes Master."

"Da fehlt einfach die Kontrollinstanz eines kritischen Hörers. Das war früher mal unheimlich wichtig."

"Heute fühlt sich jeder mächtig, sein eigenes Master abzuliefern. Vielleicht gibts ja verborgene Talente, die da wirklich gute Sachen abliefern."

Bei Minute 47 wird es nochmal interessant, wo er über Unterschiede von Wandlern redet. RME ist die nüchterne, neutrale Abteilung, und den Rest kann man sich im Video anhören. Da komm ich nicht mehr mit. Sowieso, das Ganze ist mir viel zu hoch. Ich stelle das nur hier hin. Andere werden das besser interpretieren und auslaugen.

Sehr schön ist auch der Aspekt, der im Gespräch auftaucht, die Wichtigkeit der Pausen und Übergänge in einem Album. Und auch dass es nach wie vor Künstler gibt, die darauf Wert legen. Denn Pausen gibt es heute ja nicht. Einzelsongs, 10 Sekunden anhören, wegschalten, das ist die heute übliche Hörweise bei den Konsumenten. Fey bekommt auch Aufträge, die nicht diesem Muster folgen, sondern Alben produziert haben wollen. Die Musiker haben ja Ideen, ganze Konzepte. Die will man umsetzen. Das umgibt die ganze Gruppe der Musiker, den Tontechniker, den Mixer, und den Mastering Ingenieur.

Musik ist eben nicht nur so ein Ding, das man nebenbei so auf die Schnelle aufm Smartphone macht. Musik ist eine ernste Sache.. Aufm Smartphone kann man gut Sachen erkunden, Sound Sampling machen, Beats machen (Beatmaking), das ist ja alles gut und recht. Wenn man erwachsen wird, im Alter oder in der Musik, wird man irgendwann feststellen, dass es sowas wie ein Mastering gibt. Das das, was man macht, mehr Wert hat, als man geglaubt hat. Oder eben auch nicht. Dann wechselt man die Branche und macht in Werbung oder sonstiges Zeug. Ist ja auch gut, wenn man das merkt und fortan Musik als Hobby betreibt. Sehr viele machen das so, und ich muss mich da auch dazuzählen (ich mache keine Werbung, davon habe ich mich abgehalten; ist aber themenfremd, nur so am Rande).
 
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M.i.a.u.: Audiohead, Mesmerised, SirAdrianFish und 3 andere
Ich kenne ihn vom Studio Magazin. Auf seine Empfehlung hin habe ich damals den Audeze LCD-X sowie den Trinnov Optimizer angeschafft - und es nicht bereut.
 
Danke für´s teilen, das ist doch mal was für´s Abendprogramm
 
Der Fritz. :) Freut mich. Alt isser geworden. Ich durfte ihn mal auf einer Veranstaltung vor zig Jahren kennenlernen.
Erst ist ja schon eine lokale Legende. Nicht immer unumstritten und auch einigem Shitstorms ausgeliefert. Aber das gehört dazu wenn man mit Leidenschaft und Hingabe das Leben eines Audio Jedis führt.

Er erwähnt ja auch seinen guten Freund Gerd Jüngling (RIP), auch so eine lokale Legende und eines der freundlichsten und hilfsbereitesten Gesichter im Pro Audio Universum, das ich kennenlernen durfte.

Interessant fand ich noch seine Erwähnung von Günther Pauler. Schon über 80 aber immer noch verantwortlich für die klangliche Creme de la creme. Das straft den hier oft geäusserten Mythos "meine alten Ohren hören sowas eh nicht mehr" komplette Lügen.
Ein trainiertes Hirn macht da halt den großen Unterschied. :)
 
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M.i.a.u.: Phil999
Interessant fand ich noch seine Erwähnung von Günther Pauler. Schon über 80 aber immer noch verantwortlich für die klangliche Creme de la creme. Das straft den hier oft geäusserten Mythos "meine alten Ohren hören sowas eh nicht mehr" komplette Lügen.
Ein trainiertes Hirn macht da halt den großen Unterschied. :)
der Gedanke kam mir auch. Darf bzw. kann man überhaupt noch mischen oder mastern über 50? Wie Du sagst, ein trainiertes Hirn kann den geringeren "Frequenzgang" des Gehörs offenbar kompensieren. In 20 Jahren weiss ich dann mehr, dann bin ich dann auch so alt. Und werde hoffentlich auch noch mischen und mastern. Nicht so gut wie Fey oder andere Genies, aber fähig sein, ein Musikstück kompetent zu beurteilen.
 
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M.i.a.u.: Akai
der Gedanke kam mir auch. Darf bzw. kann man überhaupt noch mischen oder mastern über 50? Wie Du sagst, ein trainiertes Hirn kann den geringeren "Frequenzgang" des Gehörs offenbar kompensieren. In 20 Jahren weiss ich dann mehr, dann bin ich dann auch so alt. Und werde hoffentlich auch noch mischen und mastern. Nicht so gut wie Fey oder andere Genies, aber fähig sein, ein Musikstück kompetent zu beurteilen.
Alle erfolgreichen und talentierten MEs da draußen sind 50+.
Hörtraining und die Entwicklung von Sound-Geschmack muss langsam reifen, wie Käse... ;)
Die allermeisten haben halt die ersten 20 Jahre in anderen Audiobereichen geübt und sich dann nochmal 10 Jahre explizit ins Thema Mastering eingearbeitet. "Mastering" kommt aber auch nicht von "Master". Als ME kann man Sachen ja nicht zwangsläufig besser als der "gemeine Toningineur", sondern man hat sich schlicht spezialisiert auf einen kleinen Teilbereich der Musikproduktion.

Gutes Mastering ist ja nicht nur die Kombination aus guter Abhöre und tollem Equipment sondern auch viel und umfangreicher Erfahrungsschatz. Wenn man weiss was man tut, hört man ein paar Minuten rein, gleicht das mit der inneren Datenbank ab und weiss sofort was man machen wil,, oder was man so lässt. Ein ME ist immer möglichst unvoreingenommen. Das kann der Künstler oder Mixingmensch nie sein, da schon viel zu lange mit den Titeln beschäftigt. Die Kunst als ME ist ja gerade sich nicht zu tief in das Material zu graben um das groGanze nicht zu verlieren. Ich kenn geübte MEs, die mastern zwei Alben an einem 12 Std Tag (mit Zuarbeit mit Assistenten). Nicht weil sie gierig wären, sondern weil sie schnelle Entscheidungen treffen können um konzentriertzu bleiben.
Ich persönlich habs auf max ein Album pro 6 Std Tag gebracht. Danach war ich durch mit der Konzentration... :D

Dem Irrglaube man muss nur was processen, dann isses "Mastering" hält sich ja hartnäckig. Einige der besten Master, die ich rausgegeben habe, hab ich gar noch "processed", trotz sackteurem Outboard, sondern nur Level und Pausen im Albumkontext angepasst.
Was die meisten Künstler machen, ob mit PlugIns oder Hardware, ist ganz normales Summenprocessing. Das gehört zum Mixing. Das sollte man aber nicht mit "Mastering" verwechseln.
 
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M.i.a.u.: Audiohead, Mesmerised und Phil999
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