Gedankenaustausch Universalfrontplatte

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von hesspet, 1. Dezember 2016.

  1. Ich quäle mich bei meinen DIY Projekten regelmässig mit dem Thema Frontplatten rum.

    Entweder selbst bohren oder z.B. beim Schäfer machen lassen. Alles kein Thema.

    Da ich meine Frontplatten mit der MFOS Methode beplanke, Ausdruck(Fotopapier) und dann Laminieren würde es mich nicht stören eine Art Universalfrontplatte zu haben die für typische Elemente schon die passenden Bohrungen hätte. Sagen wir mal 10 oder 12 TE.

    Ist jemand sowas schon mal irgendwo begegnet?

    Ich denke da an ein Raster mit verschiedenen Standardbohrungen. Ggf. auch mit Reduzierungsdadaptern oder so was in der Art.

    Im Labor hatten wir sowas für Testaufbauten. Für die typischen "Sonntagnachmittag" DIY Projekte wäre das eine echte Zeitersparnis.

    Habt Ihr zu dem Thema ein paar Ideen, Links oder gar Erfahrungen?

    Aktuell löse ich das Thema gerne mal mit mehreren 2TE oder 4TE's die ich dann mit einer gemeinsammen "Frontplatte" überziehe und hinten einfach quer mi einem kleinen T-Profil verklebe. Dazu habe ich mir Standardvorlagen gemacht für 4 Pots, 8 Stecker etc. Aber so richtig zufrieden bin ich mit der Lösung noch nicht. Die Teile kann man allerdings extrem gut selbst machen.
     
  2. haebbmaster

    haebbmaster Lötknecht

    Meine Frontplatten sind Epoxid-Platinen im Format 10 * 16 cm, die Beschriftung wird auch laminiert.

    So eine Idee hatte ich auch schonmal, aber letztlich wieder verworfen, weil sie mich zu sehr einschränkt.
    Die Löcher sind normalerweise 5, 6, 7 oder 8 mm groß, die Universallöcher müssten also 8 mm groß sein
    Natürlich kannst du ein 7mm Poti in ein 8 mm Loch stecken ohne dass es groß auffällt oder wackelt. Aber für ein 5mm LED bräuchte man dann ein Reduzierringchen mit einem 1,5mm breiten Rand, und der will ja auch irgendwie befestigt sein. Außerdem hätte ich die LED vielleicht nicht unbedingt gern im Raster sondern nahe an der zugehörigen Buchse oder dem Poti, da passt das Raster schon wieder nicht.

    Für Versuchaufbauten könnte ich mir sowas vorstellen damit die Potis und Schalter nicht in der Gegend rumfliegen (allerdings löte ich die Potis sowieso in die Platine oder stecke sie ins Steckbrett)

    Die meiste Zeit verbringe ich eigentlich am Steckbrett oder mit dem Entwerfen und Löten der Lochstreifenplatine, da macht die Zeit für das Bohren der Frontplatte nicht viel aus.

    Ich habe mir mit Inkscape ein paar Vorlagendateien gebastet und ein Raster überlegt, das ist dann schnell angepasst. Da passen 4 Potis in der Höhe und mindestens eine Reihe Buchsen untendrunter. Und wenn es unbedingt 5 Potis sein müssen kann man auch ein bisschen quetschen und vom Raster abweichen.
    Der Laminataufkleber verzeiht einiges beim unsauberen Bohren, da tut es dann auch eine 89 Euro Baumarktständerbohrmaschine.
     

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  3. haebbmaster

    haebbmaster Lötknecht

    so sieht das dann in echt aus

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  4. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Dieter Doepfer hat eine zeitlang unbeschriftete Frontplatten mit 5 Poti-Löchern und 5 Buchsen-Löchern für DIY-Zwecke angeboten. Im Prinzip das Layout, das er für 80% seiner Basis-Module verwendet. Saures Bier war ein Kassenschlager im Vergleich zu denen. Irgendwie will das dann doch keiner.
     
  5. Feedback

    Feedback Individueller Benutzer

    Kann ich mir vorstellen. In 10% der Fälle passt es, in 45% schränkt man sich ein, in 45% ist's zu viel. Nee, nicht für mich.... :nihao:
     
  6. hallo Peter,

    vielleicht wäre ja eine Bohrschablone mit Anschlägen für die zu bohrende Frontplatte sowie einem Rasterfeld mit 3mm Hartmetallbohrbuchsen (gibt es billig bei ebay) sinnvoll ?
    Dann könnte man ruckzuck vorbohren u. dann passend aufbohren und könnte sich so das mühsame anreissen u. körnen sparen...

    Da du ja zum Silvesterlöten kommst, können wir gerne mal ne Bohrschablone aus Acryl oder MDF lasern und Bohrbuchsen (vorhanden) einkleben !

    lG u~
     
  7. Dank erstmal für die vielen Infos.

    Ich sehe, das ich irgendwie mit meinem Ansatz am Puls bin. Viel bessere Lösungen gibt es nicht :)

    @elekrouwe auf die Idee komme ich zurück.

    Das mit dem Bohren durchaus eine Idee, da ich einen 30 cm langen Kreutztisch unter meiner Bohrmaschine habe ist eine Platte mit einem regelmässigen Raster zu bohren ja genau das was ich will. Das Aufbohren, da hst Du recht, und vor allem, da kann ich damit leben, wäre der Ansatz. Die kleinsten Universallöcher die ich so habe sind zwar 3mm (leds) aber durch die Laminierung ist das nix wichtiges. Der nächste Wert wäre dann 5mm. So dass die Bohrung 5mm vielleicht ein guter Kompromis wäre.

    Ich bin aber auch noch an der Idee alles auf 8mm zu machen und, dank 3d Druckers mir einfach die passenden Adapterringe zu drucken :) Stellt sich nur die Frage ob sich der ganze Aufwand lohnt. (Bevor jemand fragt: Meine Versuche die Frontplatten im 3d Drucker herzustellen waren nicht sehr erfolgversprechend, deshalb bin ich davon abgekommen)

    Noch so nebenbei Blindplatten in 2mm kenn nicht zufällig jemand? 2.5 hat döpfer aber nur bis 10TE. Durch die Laminierung Fotopapier + 1x Folie, habe ich bei 3mm Platten schon meist das Problem, dass einige übliche Bauteil schon mal zuwenig Gewinde haben.

    Gerade habe ich wieder eine Frontplatte in der Mache, da brauche ich 13mm (DIN Buchsen) und einen 15 mm für eine USB-B Buchse (eigendlich rechteckig, aber Rund geht auch) Aufgrund meiner Microcontrollerbasteleien schlage ich mich immer mal wieder mit dem Thema rum.

    So nebenbei (die 2.te), kennt jemand USB-B und DIN "Aufputzdosen". Es wäre alles so einfach, wenn man die Teile "On Top" auf die Frontplatte mit zwei kleinen Schauben befestigen könnte. Für Din gib es sowas in der Art mit Bajonet, aber die brauchen auch ein 13mm loch.

    Naja, Schäfer will auch was verdienen... Die können rechteckige Auschnitte.
     
  8. Nachtrag:

    @elektrouwe

    Jetzt verstehe ich was Du mit Bohrbuchsen meinst. Ja, das würde eines meiner größten Probleme löschen. Aufgrund meines Knickes in der derOptik, habe ich ja immer das Problem auch nur einen Körner richtig anzusetzen.

    Wird Zeit das Ende Dezember ist....
     
  9. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Hast Du da mal einen Link? Mit "Rasterfeld" + "Hartmetall" oder "Rasterfeld" + "Bohrbuchsen" finde ich nix
     
  10. nochmals die Idee: man macht sich eine Bohrschablone für die Frontplatte, die möglichst alle in Frage kommenden Lochpositionen für Potis,Schalter,LEDs u. Buchsen hat. Natürlich nicht der endgülige Lochdurchmesser, sondern ein Vorbohrloch mit zB 2mm. Das meinte ich mit Rasterfeld.
    Dann bohrt man mit der (Tisch/Ständer-) Bohrmaschine an den gewünschten Lochpositionen durch die darunterliegende Frontplatte.
    Damit die Schablonenlöcher beim Führen des Bohrers nicht ausleiern, setzt man sogenannte Bohrbuchsen aus Hartmetall in die Schablone aus weicherem Material (Alu,Kunststoff...)
    ein. Dann halten die für ein ganz großes Modularsystem :)
    Die günstigsten Bohrbuchsen habe ich hier gefunden:
    https://www.rationalstock.de/werkstoff/ ... Gwod5zgCew

    Da die Teile rund 1,60 /Stück kosten, macht es wenig Sinn eine Schablone mit zB einem quatratischen Rasterfeld mit 5,08mm Rasterweite zu machen. Das wäre selbst für Eurorack zu teuer.
    Man muss sich also seinen "individuellen Standard" überlegen, der mit wenigen Lochpositionen auskommt.
    Diese zylindrischen Bohrbuchsen werden kraftschlüssig mit dem Hammer in die Schablone geklopft oder mit Sek.kleber reingeklebt.
    Das muss man leider machen, damit die Bohrbuchse nicht mitdreht bzw, rausgerissen wird - sonst würde ja eine Bohrbuchse reichen, die man für jede Bohrung umsteckt.

    Peter und ich werden aber am Jahresende die Schwabensparvariante probieren: Die Bohrbuchse wird in ein nichtrundes (quadratisch, rund mit flacher Stelle) Hilfsklötzchen geklebt, und
    für dieses lasern wir die Schablone. So wird die Bohrbuchse verdrehsicher.

    Eine andere Variante wäre die Vervendung von Bohrbuchsen mit Bund:
    https://www.rationalstock.de/werkstoff/ ... 2000002/0/
    Wir versuchen mal ob man die so in eine MDF-schablone stecken kann, dass sie beim Bohren hält, aber mit einem passenden Durchschlag wieder leicht und mehrfach gewechselt werden könnte. Selbst wer keinen eigenen Lasercutter hat, sondern ins lokale FabLab fahren muss, fährt mit dieser Methode vermutlich am billigsten: Die Schablone ist vielleicht nach 10mal rausklopfen der Bohrbuchse hinüber, man wird aber für einen einstelligen Eurobetrag vermutlich mehrere MDF-platten (Dicke5/6mm) gelasert bekommen.

    Wir werden jedenfalls über unsere Schablonenversuche in der Silvesterlötwoche hier berichten.