Du hast ja nach einem Buch gefragt, aber ich würd gern nochmal YouTube einwerfen.
Ich bewundere ja Leute die Mixing/ Mastering richtig gut können, merke aber auch, dass es Fachleute gern kompliziert machen. ;)
Je nach Art Deiner Musik brauchst Du aber gar nicht alles Wissen aus den früheren Zeiten und kommst gemäß Paretoprinzip schon sehr schnell sehr weit. Mir haben die Videos von Alice Efe, Streaky, EDM Things, Sinne sehr geholfen, weil mir das für elektronische Musik zeitgemäßer erscheint. Ich bin dabei noch mehr zu lernen, aber ich möchte kein Audioengineer werden, sondern Musik machen.
Noch wichtiger als das Fachwissen ist aus meiner Sicht:
-Songs "reifen" lassen: Heute mixen, 3 Tage liegen lassen, mit frischen Ohren hören und erstmal nur notieren was Dir auffällt
-Kopfhörersimulation wenn kein richtiges Studio: Das wird polarisieren, aber meiner Erfahrung nach, bringt Dir eine gute Kopfhörersimulation mehr als teure Boxen die in einem unbehandelten Raum stehen. Ich nutze Steven Slate VSX und kann damit sofort verschiedene Umgebungen (Studio, Club, AirPods, Handy, Küchenradio, Auto usw.) testen und damit schneller mixen.
-Referenztracks: Hol Dir gut gemixte/ gemasterte Tracks in Dein Projekt und hör zwischendurch immer mal rein und schau Dir das Spektrum an. Mir hilft es sogar noch mehr, meinen nahezu fertigen Track in ein DJ-Set einzubauen - beim DJ-mixing hör ich viele Dinge die mir persönlich beim mischen nicht auffallen
-Beim Mastering nehm ich Ozone, das spart Dir so viel unnötigen Stress und bringt die Songs sehr schnell auf ein Level was ich persönlich jetzt mit den normalen Tools nicht erreichen würde.
Wie gesagt: Höchsten Respekt für Diejenigen die das richtig können und beruflich machen. Wir sollten nur nicht vergessen, dass die Musik zählt und da würde ich mehr Energie reinstecken: Ein toll designter Stuhl ist auch immer noch perfekt wenn er nicht 100% gut lackiert ist, aber ein perfekter lackierter unbequemer Stuhl bleibt unbequem, egal wieviel Blattgold und Intarsien man einbaut ;)