Günstiger Matrix-Mischer, allerdings blödes Format

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von Anonymous, 4. Dezember 2007.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hab hier nen günstigen recht grossen (8 x 8 ) Matrix-Mixer gefunden:
    Shure AuxPander

    [​IMG]

    Ist eigentlich gar nicht für Modular konzipiert, daher sind die Eingänge auch hinten, aber im Prinzip kann man das Teil auch dafür zweckentfremden.
    Die Klinkenbuchsen hinten würde ich mir dann einfach auf ne Patchbay oder als Bastellösung auf ne Frontplatte legen (Edit: Man braucht eh je nach Konfiguration Insert-Kabel dafür).

    Ich kenne jedenfalls auch sonst gar kein fertiges Matrix-Mixer-Modul und das Teil kostet "nur" 200 Euro (gibt's beim T). Im Vergleich zu normalen Mixer-Modulen auf jedenfall ein Schnäppchen, wenn die Audioqualität auch gut ist.
    Dafür lohnt es sich dann eventuell auch das komische Format + ne Patchbay in Kauf zu nehmen.
    Edit: Weiss nur nicht, ob das Teil mit den üblichen Modular-Pegeln klarkommt. :?
     
  2. MvKeinen

    MvKeinen aktiviert

    sehr coole sache. auch für Live. aber wie du schon sagst würde mich das Format davon abhalten.

    Mein Traum wär mal das hier:

    vor allem für Live. Für feste Livemodulverpatchung sicher auch nicht schlecht. Allerdings zu Teuer für mich
    [​IMG]

    12 Auxwege! + 4band EQs die sicher nicht schlecht sind.

    listenpreis 2.900 $ :evil:

    edit: Crest Audio XRM
     
  3. Bernie

    Bernie Anfänger

    Was willste denn mit so einem Pult? :shock: :shock: :shock:
    Die ganzen EQs für jeden Kanalzug braucht man doch nicht wirklich für ein Modularsystem.
     
  4. ACA

    ACA engagiert

    Den Auxpander habe ich auch schon lange im Visier.
    Auch für ein Modularsystem, so ähnlich Eingesetzt wie die Matrix bei einem EMS Synth, aber nur für Audiosignale.

    Ist bis jetzt jedoch nur eine Idee und weit von der Realisierung entfernt.
     
  5. Wenn Du eh bastelst, dann doch gleich den Matrix Mixer von Ken Stone:
    http://www.cgs.synth.net/modules/cgs33_ ... mixer.html
    Ganz einfaches Projekt!
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich war grad auch ein bißchen verwirrt, der Shure Matrix-Mixer ist ja schon gross.

    @Ilanode:

    Das Ken Stone Teil wird aber nicht mehr produziert (die Platine) und kommt letztlich auch nicht wesentlich billiger als das Shure-Teil (25 US $ für die Platine + Potis + Knöpfe + Buchsen + mindestens ne Frontplatte), mal abgesehen von dessen Zusatzfunktionen.
    Daneben gefallen mir die benutzen Potis nicht und wegen Platinenmontage kann man da ja nix anderes benutzen.

    Die Bastellösung "auf Frontplatte legen" war nur so ein Gedankenspiel.
    Mit ner Patchbay ist man eh flexibler und beides zusammen kann man in ein Rack schrauben (Rack-Adapter werden beim Shure mitgeliefert).
    Den ungenutzten Rest der Patchbay kann man dann eventuell als Multiple verwenden.
     
  7. Von der Yahoo cgs_synth Group. Msg#3303

    Wegen der Potis; Du kannst doch jeden beliebigen Poti nehmen und ihn mit "flying wire" anschließen. Der Preis wäre für mich zwar nicht das Hauptargument, doch sind alle Bauteile absoluter Standard und so hat mich der Mixer keine 100€ gekostet. Wichtiger war mir ohnehin, dass ich einen Mixer intern im mod. Synth anstatt extern habe.
     
  8. MvKeinen

    MvKeinen aktiviert

    Stimmt. Aber für die "Vermischung" von Liveequipment und Modular könnte ichs mir gut vorstellen.
     
  9. Bernie

    Bernie Anfänger

    Ein sehr schöner Matrixmixer wurde mal von Moog gebaut, damit kann man auch Steuerspannungen mischen. Warum baut man den nicht nach?

    [​IMG]
     
  10. MvKeinen

    MvKeinen aktiviert

    ich hab mal geschaut. Da steht leider "discontinued" ind der "PCB for sale" übersicht.

    genau das Teil wär aber ziemlich interessant.
     
  11. Das ist die schlechte Nachricht, die gute kam bereits um 16:47!
    ;-)
     
  12. MvKeinen

    MvKeinen aktiviert

    oops..

    diagonallesen funktioniert nicht immer ;-) ;-)
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    *grusel*

    Nee, dafür bräuchte ich so ne Platine nicht.

    Wenn man den Schaltplan hätte (oder zumindest nen besseres Foto, wo man zumindest die Schrift erkennt).
    Glaub jetzt irgendwie nicht, das Moog da Standard TL072 in Einfachstverschaltung verbaut hat.
     
  14. Auf dem Foto kann man nicht erkennen, wofür die zusätzlichen drei Spalten sind. Ist etwas ungewähnlich für eine simple Matrix.

    Was die Schaltung angeht: Kann ja sein, daß der so alt ist. daß Moog den diskret aufgebaut hat.
    Aber ein Matrixmischer ist keine Zauberei. Mit anderen Worten, "Standard TL072 in Einfachstverschaltung " kann genauso gut sein, ich sehe da keinen Grund, irgend etwas besonderes zu machen. Zumal der auch für DC ist, da gibt es keinen "Moog"-Sound.
    Siehe Ken Stones Mischer, ist auch "mit Wasser gekocht", sprich einfachstes Design. Weniger ist mehr.

    Wenn mit dem Mixer aus einem Modular heraus auch externe Effekte angesteuert werden sollen, also große Abschwächung des Signals bzw hohes Gain bei der Rückführung, würde ich persönlich qualitativ höherwertige OPs einsetzen, als 072.

    Bei einem Matrixmischer, oder Mischer generell kommt es vielmehr auf ein vernünftiges Layout der Platine und Verkabelung an, um Übersprechen gering zu halten.


    Btw, ich glaube nicht, daß der Shure-Mixer für Modular-interne Signale ausgelegt ist, eher für Linesignale. Je nach Schaltungsdesign wären u.U. Modifikationen nötig.
    Modifikationen an industriellen Mixern können aber sehr ätzend sein, je nach mechanischem Aufbau.
    Darüber hinaus dürfte er AC-Coupled sein, also für Steuerspannungen nicht geeignet (Was sich aber auch leicht ändern ließe, wenn man an die Kondensatoren gut herankommt).
     
  15. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hmm, ich setze den mal auf meine Wishlist. Falls der nicht für Modular taugt und zu biestig für Modifikationen ist, kann ich den ja als Erweiterung für meinen Hauptmixer nutzen.

    Wäre schön, wenn der erste, der das Teil kauft und mal aufschraubt, hier berichten würde (bei mir kann es noch was dauern).
     
  16. Der Shure schaut cool aus. Ich hatte immer interesse. Viele flexibilität
    Oder ein Buchla Matrix Mixer
    [​IMG]
    Wie der Moog matrix mixer, nur besser :lol:
     
  17. Bernie

    Bernie Anfänger

    In den drei Spalten, im rechten Teil des Matrix-Mixers, sind nochmal zusätzlich einfache EQs für Bässe, Mitten und Höhen, untergebracht, was ich auch recht praktisch finde.
     
  18. MvKeinen

    MvKeinen aktiviert

    Wenn man dann noch CV Eingänge für die (Im Falle vom Ken Stone) 25 "Kreuzpunkte" hätte....wären dann allerdings 25 Stück und ziemlich aufwändig..

    Wär das ne Feine Sache für Live. Denn da gehts imo darum mit einem Patching mehrere Patches möglich zu machen. Dann noch Joysticks dran o.Ä.

    Nicht auszudenken, was mit der Verbindung der 5 Ausgänge mit einem Surroundsystem möglich wäre...Träum

    noch ne Frage allgemein zu Modularmixern: Kann es sein, daß bezüglich Audioqualität da mit zweierlei Maß gemessen werden muss? Wenn Doepfer jetzt einen Mixer für 60 € baut dann sagt man sich ja, dass das kein guter Mixer sein kann Audiotechnisch gesehen. Da es aber im Modulsystem meistens eher um die Mischung von weniger komplexem Material geht reicht das vielleicht?

    Wie ist das jetzt ber der Mischung zweier Klangquellen für die FM Modulation eines OSCs? da könnte ich mir vorstellen, dass es wiederum Wichtig ist oder?

    Was ich wissen will ist wo es eurer Meinung nach egal ist, und wo es sich lohnt sich Gedanken über Audioqualität zu machen innerhalb des Patchings.

    Gruß
     
  19. Jo, Du bräuchtest 25 VCAs ;-)
    Davon abgesehen, die 25 Klinkenbuchsen und Abschwächer für die CV-INs unterzubringen.
    Außerdem wollen die 25 CVs ja auch irgendwie erzeugt werden.

    Mal allgemein gesprochen: Das ist immer die Gefahr, wenn man selber konstruieren kann.
    Man träumt vor sich hin, sieht im Geiste all die Möglichkeiten, ob es dann später musikalisch wirklich einen Nutzwert hat, der in einem vernünftigen Verhältnis zum Aufwand und zur Bedienbarkeit steht, ist dann eine ganz andere Frage.
    Ich habe schon einige Sachen "theoretisch" erdacht, die sich dann später auf dem Breadboard als relativ nutzlos erwiesen - in klanglicher Hinsicht, als auch in praktischer, weil sie vielleicht einmal im Leben zum Einsatz kommen.


    Ja, ich denke schon, daß es zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe sind.
    Ein Synth resp. ein Modul ist ja ein klangformendes Element, im Gegensatz zu einem Mixer, oder einem Verstärker, der eine möglichst neutrale Übertragung des Inputs gewährleisten soll.

    Ein minimaler Dreh am Cutoff eines Filters, oder an der PW eines VCOs rufen eine wesentlich größere klangliche Veränderung hervor, als der Einsatz des einen oder anderen OP-Verstärkers.

    Die Praxis zeigt ja auch, daß seit Jahr(zehnten) solche Billig-OPs wie TL07x nicht nur in Modularen, sondern auch in relativ klangneutralen Geräten eingesetzt werden.

    Oft sind es sogar "billige" OPs, die erst den gewünschten Sound ausmachen.
    Setze in den Phaser von Doepfer statt des uralten LM324 einen TL074 oder besseren OP ein und Du wirst feststellen, daß das Modul nicht mehr klingt - woraus man aber beileibe micht schließen kann, daß dieses IC nun der Weisheit letzter Schluß ist.

    In klangformenden Modudulen kommt es also immer auch auf die Schaltung an.
    In klangneutralen Modulen, wie z.B. Mixer, kann es prinzipiell kein Fehler sein, "gute" OPs einzusetzen.

    Eine Erfahrung, die ich allerdings vor kurzem machen konnte, war der Austausch meiner Dotcom VCAs und PAN Module durch Neue, mit hochwertigen "modernen" ICs, da diese Module am Ende der Kette im Modular hängen, also den Output darstellen.
    Da der (letzte) VCA ja den Sound "schließt" und danach nur noch der PAN für den Stereo-Ausgang kommt, war die Wirkung auf das Rauschverhalten des kompletten Modular verblüffend.
    Verglichen mit dem Modular ist z.B. der Roland XP30 jetzt ein Rauschgenerator - nicht solange Töne gespielt werden, da relativiert sich das Ganze da der Nutzpegel das Rauschen überdeckt.
    Aber wenn kein Ton gespielt wird, ist das Rauschen der kompletten Anlage nun wesentlich geringer.

    Aber auch der Gesamtsound ist durch die neuen VCAs verändert worden, was die "Schnelligkeit" (Impulsverhalten) und Reinheit angeht.
    Trotzdem werde ich die Dotcom VCAs nicht rausschmeißen - mit ihrem speziellen Sound (und Übersteuerverhalten) haben sie immer noch ihre Berechtigung innerhalb der Kette von Modulen - nur am Output werden sie nicht mehr eingesetzt werden, sondern dann eher wieder als klangformendes Element.

    Was die von Dir angesprochene Mischung von Klangelementen für FM angeht, denke ich, daß es durchaus Unterschiede geben kann - ob das Eine jedoch besser als das Andere ist, sei mal dahingestellt und wird - wie bei vielen Modulen - auch eine Frage des Geschmacks sein.
     
  20. Anonymous

    Anonymous Guest

    Darf man fragen welche oder sind das komplette Eigenentwicklungen?

    Insbesondere PAN würde ich mich interessieren.
     
  21. Ja, die VCAs und die PANs arbeiten mit SSM2164 und OP275 und sind beides Eigenentwicklungen. Wobei ich im Grunde vom Datenblatt und diesem Artikel von Mike Irwin ausgegangen bin.

    Marc Bareilles Quad VCA arbeitet zwar etwas anders, dürfte aber vom audiotechnischen Standpunkt her ähnliche Qualität haben wenn man die TL072 durch die OP275 ersetzt. Der läßt sich dann auch als Panner konfigurieren.
     

Diese Seite empfehlen