Hardware zum abmischen ?

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Recyler, 11. September 2006.

  1. Hallo

    Ich bin wohl noch einer der wenigen, die nicht den Computer zum abmischen nehmen.
    Ich gehe vom Mischpult aus mit der Summe direkt in den Alesis Masterlink.
    Es ist eigentlich ganz ok, aber ich bin mit dem Klangergebnis nicht so ganz zufrieden.
    Ich hatte mal den Vitalizer MKII zwischen Mischpult und Masterlink. Aber dadurch kam der
    Sound irgendwie zu exitermäßig.

    Was wären denn so die geeigneten Geräte, die ich zwischen Mischpult und Masterlink
    schalten müßte / könnte, damit sich das Klangergebnis auch wirklich verbessert ?

    mfg
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Du spolltest vielleicht mal genauer beschreiben, was Dir fehlt.

    Hört sich für mich eher so an, als ob beim Mix nochwas verbessert werden kann (z.B. EQ, Kompressor), statt irgendeinen allgemeinen Klangverbesserer hinten ran zu hängen.
     
  3. Den Aufnahmen fehlt ein bißchen Transparenz und Dynamik.
    Eine Verbreiterung des Klangbildes wäre auch nicht schlecht.

    An EQ, Kompressor ... hatte ich auch schon gedacht.

    Welche Geräte wären da empfehlenswert ?
     
  4. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    ich schaffe auch so wie du, also mischen komplett am pult und die summe recorden (in meinem fall in den rechner).
    wichtig ist dabei natürlich das aufräumen beim mischen, also knadenlos eq'en (und zwar in der regel nach unten und nur sehr selten nach oben). ein kompressor geht bei mir in der regel auf die BD und snare + ggfs. percussions.
    durch diese maßnahmen + einigermaßen gescheite wandlung erhälts du vernünftige transparenz.
    die zusätzliche stereobreite erarbeite ich mir beim mastern. aber auch im mix kannst du hier schon was machen. sehr gut eignet sich dafür ein pingpong delay (z.b. auf die flächen).
    die dynamik wird beim mastern natürlich auch noch stark beeinflusst...

    ich kenn den masterlink nicht und weiß darum nicht ob die eingebauten tools zum mastern taugen. eventuell kannst du die datei ja aber nochmal in den rechner exportieren und hier mastern. oder natürlich klassisch über sündhaftteure hardware....
     
  5. Plasmatron

    Plasmatron recht aktiv

    Ich glaube auch das du dir noch mehr Gedanken darüber machen solltest ob es nicht vielleicht schon an deiner Einzelsignalbearbeitung liegt. Wie schon erwähnt Gate, EQ, Copressor und Hall und auch Stereopanorama. Mit einem Hall gibst du räumliche Tiefe, normalerweise kann ein Signal nicht weiter nach vorne als null Raum- davon solltest du dich ausgehend mit der Tiefentaffelung einzelner Instrumente im mix beschäfigen genauso wie mit der Seitenstaffelung zB Snare ein bischen Links , Ride Becken weiter rechts und Kick zB Mono in die Mitte . Signale die ausserhalb der Stereobasis liegen sollte man schon von Anfang an so behandleln, zB "3D Effekte" ... Laber off
     
  6. ...klingt aber interessant, wußte bis letztens gar nicht, dass es überhaupt möglich ist, bestimmte Instrumente im Stereobild unterschiedlich anzuordnen und zu positionieren, habe nur zwischen Mono und Stereo unterschieden ;-) Wo findet man verständliche Infos zu dem Thema ggf. Lektüre ?
     
  7. C0r€

    C0r€ -

    direkt zwischen Mischpult und Soundkarteneingang sollte höchstens ein Kompressor/Limiter, und zwar ein guter, ansonsten schafft man sich schnell einheitlichen Matsch. Der Kompressor/Limiter wird dazu genutzt, dass man besser einpegeln kann und keine digitale Übersteuerung verursacht und sollte auch nur dezent eingesetzt werden. (da braucht man schon ein wenig Fingerspitzengefühl für die richtigen Einstellungen am Kompressor/Limiter in Zusammenarbeit mit der Soundkarte)
    Abgesehen natürlich von gezielt gewünschten Effekten, harten Verzerrungen und ungewöhnlichem Sounddesign, da ist natürlich alles erlaubt.
    Wenn man aber überhaupt erstmal ganz normal ordentlich recorden will greifen die obigen Tips.
     
  8. Das mit dem Positionieren ist gar nicht so wild, einfach das PAN-Poti nach links oder rechts drehen, dann wandert das Instrument mit. Bei Stereokanälen heißt das Poti BALANCE und bewirkt subjektiv dasselbe. Wenn du ein Stereo-Instrument auf zwei Monokanälen hast, hast du mehr Möglichkeiten. Einfach mal an den beiden PAN-Potis drehen und zuhören, was passiert.
    Vorne/hinten-Positionierung geht per Hallanteil (mehr Hall - subjektiv weiter hinten) oder per EQ (mehr Höhen - subjektiv weiter vorne).

    Sieh von Anfang an zu, dass in deinem Mix sich die Instrumente/Sounds weder frequenzmäßig noch stereomäßig gegenseitig im Weg stehen (Bassdrum/Bass, Stimme/Pads, G.itarre/Orgel etc.), wie's die anderen auch schon gesagt haben.
    Wenn dann noch zum Schluss das letzte bisschen Glanz fehlt, empfehle ich meine Billig-Kombination aus Behringer Dualfex erste Serie (für die Brillianz, das kann aber auch dein Vitalizer) und Behringer Edison (für die Breite im Stereofeld). Aber gaaaaaanz vorsichtig! Wenn man's hört, ist es schon viel zu viel!

    Aber was weiß ich schon...
     
  9. Genau! Besorg dir erst mal ein gutes Pult, gute Wandler, gute Preamps, gute Comps und gute Mics (hab' ich was vergessen?) und dann darfst du weiterreden. ;-)
     
  10. Welche Software-Mastering-Tools wären denn da empfehlenswert ?

    ... und wie würde das mit dem Exportieren genau gehen ? (als MP3 ?)
     
  11. Vielleicht sollten wir beide das Rumstrolchen bei Gearslutz mal besser bleiben lassen...
     
  12. Bei mir kommt jede Hilfe zu spät. :roll:
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Solche Mono/Stereo-Mixe sind mir schon von ein paar Leuten aufgefallen, entweder Mono und in der Mitte, selten mal gepant, oder Stereo und breitgezogen.

    Warum die sogenannten Stereo-Mixerkanäle keine einstellbare Basisbreite haben hat sich mir noch nicht erschlossen, jedenfalls braucht man zwei Monokanäle um ein vom Chorus auf 'volle Stereobreite' aufgeblasenes Signal auf 'halblinks, viertelbreit' zurechtzustutzen.

    http://www.sengpielaudio.com/Unterlagen01.htm
    Das Stereo-Zeugs findet sich unter 'Hörereignisrichtung'. Ist mehr grundlagenorientiert (den Praxisbezug muß man schon selber ausprobieren), bringt einen aber wohl weiter als die Hoffnung auf die nächste 'Wunderkiste' zu setzen.
     

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