In der Bucht angeschwemmt: SCI-Keytar

Dieses Thema im Forum "Analog" wurde erstellt von Doctor Jones, 28. August 2009.

  1. Das hier schon mal gesehen? Sequential Circuits Prophet Remote, das Umhängekeyboard von den Machern des Prophet 5. Noch echt analog, ohne MIDI – und ohne Klangerzeugung.

    Ich möchte trotzdem nicht wissen, was das Teil wiegt.
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Sehr schön, ich habe noch das passende Poster dazu, wo der "Prophet" das Teil umhängen hat. Der Preis ist klar was für Liebhaber, schade dass ich zwar einer bin, aber der Preis ist ouch, that hurts. Das muss also nicht wirklich sein. Gibt aber sicher jemanden, der froh ist, endlich so eins zu kriegen und Seriennummer 9 ist sehr cool. Vor allem in gutem Zustand, was die Abbildung nahelegt. Das Gewicht hält sich in Grenzen, SCI hatte damals teilweise Leichtbauweise, siehe ProOne. Das Bild und die Auktion mal Dave Smith und John Bowen zukommen lassen, dann haben die mal was für 5 Minuten zu grinsen. Extra Fun, kost nix.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    [​IMG]
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Super, Theo! Mann, die hatten vielleicht eine geniale Neigung für Ästhetik! Bei mir hängt noch das SCI Poster "Earotic", sowas gibt's gar nicht mehr heute.
     
  5. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Nix da analog. Die Tonerzeugung des Prophet 5 schon, das Keyboard und auch dieser Keytar sind aber digital gescannt, das war ja gerade der Trick des Propheten.

    "When I think about the famous American synthesizer companies, Moog, ARP,and Sequential all come to mind but not always Emu. Considering that only Emu is still making synths today they must have done something that the other guys didn’t. Well they did quite a few things. They built digital scanning keyboards that were used on the Prophet 5 and OB-X. They were involved with the SSM chip that was licensed by Sequential Circuits and used in their Prophet-5. These two item generated a nice amount of royalties for the company."

    Aus: http://www.i2.i-2000.com/~jeffrey/EMU.htm
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Na ja, die haben sich vor allem von Creative Labs kaufen lassen, war doch so, oder? Und außer ARP sind die anderen, wenn auch teils unter anderem Namen, weiterhin mit Synths gut im Fokus. Und Emu war eher auf dem Sampler Sektor eine wirklich populäre Nummer, aber Synths?
     
  7. ron

    ron Tach

    na schau mal von wann das zitat ist - 1996 sah's einfach so aus; der proteus galt als spitzen synthie und ein voyager war noch nicht in sicht ;-)
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja, wenn man auf die Startpage geht, sieht das so aus, als ob der Text wohl schon ein paar Jahre alt ist. War so nicht direkt zu erkennen.

    Mit dem Proteus haben die sich eine schöne Sache geleistet, war definitiv Pionier für Sampleplayer, zusammen mit Roland U110.
     
  9. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Emu hat einen netten Modular als Erstlingswerk rausgebracht, dann kamen die Scanning Keyboards und später die Rompler und Sampler. Zwischendrin haben sie einen der geilsten Synths (gefühlt) überhaupt entwickelt, kam aber nie so recht aus dem Prototypen Stadium heraus, den Audity. Alles dazu und noch mehr gibt es hier: http://www.emulatorarchive.com/Archives/archives.html
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja klar, das hatte Emu schon. Nur wusste davon sagen wir mal bis zur Vintage Boom Phase so ab Mitte der 90er kaum jemand was. Das Problem ist immer die Perspektive Hersteller vs. Musiker. Mitarbeiter von Herstellern sehen diese Dinger voll in ihrem Fokus und leben Alltag damit, aber wenn davon im Musikerleben "draußen" nicht viel zu sehen und hören ist, dann sind das sowas wie 2 Welten. Erst wenn's dann an Vintage geht, wird das schön in neues Licht gerückt, Sachen zu Kultstücken erklärt und denen nachträglich einen Nimbus verliehen, den die zu "Lebzeiten" teils nie hatten. Die Korg PS-Serie war während ihrer Bauzeit voll der Exot, so wie heute :D Bei den Emu Synths noch viel doller, ich bin nicht das Maß der Dinge, aber von den Emu Schränken hab ich bis Mark Vails Buch Anfang der Neunziger kaum was mitbekommen. Emu war super Sampler und dann super Proteus Familie so wie die Waltons mit "gute nacht phat-boy, gute nacht vintage-jim-bob", anschließend hauptberuflich komisch und ab einer gewissen Phase dann Software plus Zubehör :D
     
  11. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Ich habe den Tag nicht im Kalender vermerkt, an dem sich die Existenz des Emu Modulars in mein Gedächtnis brannte. War wahrscheinlich in der Frühzeit des Internet, als es einer auf rec.music.makers.synth erwähnte. Vail erschien 1993, Beckers 2. Band mit dem Emu auf dem Titel 1995. Ich habe einen Emu Modular dann in Nürnberg bei einem Buddy aus dem Usenet mal gesehen, der hatte auch eine TB-303 und einen CS-80, den MKS-80 mit MPG-80 hatte er mir für eine Woche zum rumprobieren geliehen. Ich fand damals aber den MWII wohl spannender, hatte ihn gerade im Betatest...

    Letztes Jahr hat ein Emu Modular bei Martin Hollinger Einzug gehalten. Klanglich etwas lahm, irgendwie. Vor allem hat nicht alles funktioniert.

    Einen Audity hatten die Emus mal in Frankfurt auf der Messe, zusammen mit anderem Kram aus der alten Zeit. Nicht schlecht. Optisch. Spielen konnte man den nicht, ging vielleicht auch gar nicht.

    Vor ein paar Jahren konnte ich mich dann aber dem Charme der Kombo MKS-80 mit MPG-80 nicht entziehen...
     

Diese Seite empfehlen