juno-60 hintergrund-geräusche!

martyn

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hallo, ich bins mit noch einem problem mit meinem neuen juno-60.

neben dem schon ziemlich geräuschhaften chorus (dieses problem bzw. diese eigenheit des juno-60 ist ja weitreichend bekannt) habe ich ein "singen" der oszillatoren im hintergrund bemerkt, das die ganze zeit durchläuft.

ich habe an den kopfhörerausgang einen kopfhörer angeschlossen und die lautstärke auf die hälfte aufgedreht. das ist schon sehr laut. wenn ich nun den juno einschalte ist erstmal "nur" ein sehr hoer ton zu hören, allerdings sehr leise. beider auswahl meines standard presets (alles auf "default-position", nur ein saw-osc aktiviert) wird der ton schon lauter. das ganze wird richtig laut bei einem normalen preset mit mehreren osc usw.

auffällig ist, dass die hintergrundtöne immer eine unendliche verlängerung der zuletzt gespielten töne sind. ich bin zwar kein fachmann, aber für mich klingt es so, als würde das gate im versärker nicht richtig "dicht" machen und immer im hintergrung ganz leise die töne weiter verstärken bzw. durchlassen.

die töne werden übrigens bei einigen presets vom lfo in der tonhöhe moduliert.

auch wenns eher leise ist hört man es neben den deutlich lauteren gewollten klängen, vor allem in den pausen und das nervt leider ziemlich.

weiß jemand rat?

viele grüße,
martyn

edit: man kann die hintergundtöne sogar spielen, selbst wenn alle osc's deaktiviert sind. im klangbrei verändern sich die töne in der tonhöhe so wie beim normalen spielen auch. dabei ist jedesmal zusätzlich ein hoher ton gleichbleibender höhe zu hören.
 

micromoog

Rhabarber Barbara
hört sich nach einem übersprechen an - dieses oder ähnliches Problem hatte ein Freund mal mit dem Alpha Juno 2, der hatte selbst bei heruntergezogenem Volume die Töne ganz leise (als ob mit dem Sustain-Pedal gedrückt) auf dem Kopfhörer. Auf dem Line-Out war es zwar auch, aber so gering, dass es im normalen Betrieb nicht auffiel.

Was hat er dagegen gemacht? :arrow: Verkauft!
 

micromoog

Rhabarber Barbara
Nö, das soll nicht heissen das du ihn zurückgeben musst.

Die E-Profis hier haben sicher einen Tipp - evtl. liegts nur an einem kleinen Bauteil. Zu der Zeit des Alpha-Problems gabs noch kein Internet und Foren.

Überprüfe doch mal, ob du die Töne auch bei "0"-Volume hörst (Nein, nicht als Hörtest ;-) ). Das wäre doch mal interessant, ob das ein verstecktes Juno-Problem ist.
Mein 106er und MKS-50 (Alpha-Juno im Rack) habens nicht, wüsste dann aber auch gerne Abhilfe falls es mal auftaucht.
 

micromoog

Rhabarber Barbara
Da fällt mir nochwas ein...

..du sagst, ein hoher Ton und Klangbrei der anderen Töne, welche gerade gespielt werden. Was mich noch interessieren würde, ist der Klangbrei dann 6stimmig oder irgendwie "vollpolyphon"?

Soweit ich mich erinnere rissen zB die Hohen Töne ab, wenn dann in unteren Oktaven alle Stimmen gespielt wurde..
 

Miau

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martyn schrieb:
habe ich ein "singen" der oszillatoren im hintergrund bemerkt, das die ganze zeit durchläuft. .
Ich weiß, dass dir dies nun nicht weiterhilft. Ein sehr leises, endloses Nachschwingen analoger Oszillatoren ist zumindest bis zu einem gewissen Lautstärkegrad völlig normal. Ich kenne es von intakten Geräten.
 

martyn

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@ micromoog: bei volume-poti auf "0" höre ich nichts. der klangbrei ist 6-stimmig polyphon, d.h., wenn ich eine tonleiter spiele hören die unteren töne irgendwann auf zu erklingen. dazu immer noch der eine ton obendrüber. es ist also in etwas so, wie du beschrieben hast.

ich kann gerne mal ein soundfile aufnehmen, wenns was bringt.

@ miau: es ist aber schon ziemlich laut würde ich sagen. wie gesagt kann ich mal ein soundfile aufnehmen um es zu verdeutlichen.

@ mr. lobo: nein, den hold-taster habe ich nicht gedrückt. das störgeräusch ist schon auch wesentlich leiser als die "erwünschten" klänge ;-)
 

martyn

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ich habe mal ein soundfile erstellt, für diejenigen, die es interessiert:

juno60_probleme

diejenigen, die das rauschen des juno chorus kennen, können in etwa die lautstärke der restlichen störgeräusche einschätzen. das file ist der deutlichkeit halber normalisiert, der volume-regler des juno ist voll aufgedreht. es setzt sich folgendermaßen zusammen:

anfang: nach dem einschalten (der kontinuierliche piepton ist schon zu hören) wird der oszillator abgeschaltet, ich spiele, eine melodie ist deutlich zu hören.

ab 0:08 : ich schalte ein besonders deutliches preset ein (der level-regler des VCA ist hier jetzt auch noch voll aufgedreht, was alle störgeräusche nochmal verstärkt), außerdem ist der chorus aktiv. auffällig ist ein kratzgeräusch, das auftritt, obwohl ich keinen regler bewege. vermutlich ist es der haupt-volume regler... also noch ein weiteres problem.

ab 0:20 gebe ich eine kleine melodie zum besten. hier wird die begrenzte polyphonie deutlich.

ab 0:32 nochmal das ganze ohne chorus und deshalb etwas leiser.

ich hoffe, das hilft weiter... für eure hilfe bin ich euch dankbar!

:)

edit: agenommen habe ich den sound übrigens über die kopfhörerbuchse des juno.
 

Miau

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:shock: Das tut mir wirklich leid für dich! Nicht lang herumfackeln und zum Rep.-Service damit und/oder auf einen weiteren JU-60 warten und diesen als Ersatzteilllager behalten... :?:
 
:? Keine Ahnung was das ist aber es klingt einfach Sch....
Ich würde an deiner Stelle den Verkäufer höflich bitten, das Teil wieder zurückzunehmen.
 

martyn

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jo, das werd ich wohl machen müssen. ich nehme also mal an, dass es tatsächlich nicht normal ist und bei deinem/ euren junos der oszillator-zirkus so nicht auftritt.

dann bin ich also wieder single *schnief* und auf der suche. aber hier habe ich schon einen schönen juno gefunden:
http://www.retrosound.de/Juno-60%20and%20JSQ-60.htm ;-)

nette seite, da hatte ich über google oder so schon öfter mal drauf rumgestöbert.
 
martyn schrieb:
dann bin ich also wieder single *schnief* und auf der suche. aber hier habe ich schon einen schönen juno gefunden:
http://www.retrosound.de/Juno-60%20and%20JSQ-60.htm ;-)

nette seite, da hatte ich über google oder so schon öfter mal drauf rumgestöbert.

Ja aber der ist leider unverkäuflich. ;-)
Ich hab meinen Juno ganz doll lieb.

Die Juno`s werden doch aber häufiger mal angeboten, so dass es bestimmt nicht schwer werden sollte, wieder einen zu finden.
 

martyn

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naja, ich hab einige wochen hardcore-suche hinter mir... es werden zwar schon einige angeboten aber nicht selten für bis zu 500,- euro. das ist mir zuviel denn vor einigen jahren gingen die für weitaus weniger weg soweit ich weiß. jetzt scheint es einen boom zu geben, warum auch immer. ich habe jetzt 330,- euro mit case bezahlt und denke in diesem bereich sollte sich das auch bewegen.
 
Ja wenn man schon mal was sucht, gibt´s wenig Angebote. Kenne das.

Mehr als 350,-€ würde ich für den Juno auch nicht bezahlen, Boom hin oder her.
 

martyn

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ja, die geräusche sind auch über den line-ausgang zu hören. an den ausgängen scheint es also nicht zu liegen. auf den kopfhörerausgang bin ich nur gekommen, weil ich mein musiksystem auf einer anderen partition habe und mit der normalen partition bisher keine möglichkeit habe, das signal des juno über die monitore laufen zu lassen. das ginge natürlich auch, aber ein kopfhörer ist da bequemer.

warum hast du deinen juno denn eigentlich verkauft (habs deiner gear-liste entnommen)?
 

Mr.Lobo

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der juno ist ja "ganz nett", sicherlich schön, wenn man keyboardspielen kann, für melodien und songs, aber auch sehr beschränkt in seinen soundmöglichkeiten. und auch sehr ausgelutscht, die sounds. tausendmal gehört. zum einsteigen aber bestimmt kein schlechter synth, schön übersichtlich...

nix für mich ;-)
 

martyn

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Moogulator schrieb:
kopfhörer out ist immer rauschiger als der line..
um rauschen geht es ja nicht, sondern um die singenden oszillatoren im hintergrund.

der juno ist ja "ganz nett", sicherlich schön, wenn man keyboardspielen kann, für melodien und songs, aber auch sehr beschränkt in seinen soundmöglichkeiten. und auch sehr ausgelutscht, die sounds. tausendmal gehört. zum einsteigen aber bestimmt kein schlechter synth, schön übersichtlich...
ich spiele klavier und bin auch synth-einsteiger. ich hatte zielich viel spass in der kurzen zeit mit dem juno :) jedenfalls ist es definitiv was ganz anderes als vst's! ich kann eure leidenschaft für analoges und hardware überhaupt verstehen.
 

Mr.Lobo

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ja-haa, knöppchendrehen is feiiiin.

nochn versuch: hast du mal den release-regler am envelope runtergedreht? vielleicht "spricht" der in die presets über?
 

martyn

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habs gerade nochmal getestet: der releas regler hat keinen einfluß darauf. das tiefpass-filter übrigens auch nicht, dafür aber das hochpass-filter.

das filter... daran werd ich mich glaube ich nie gewöhnen...
 

martyn

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Mr.Lobo schrieb:
aber auch sehr beschränkt in seinen soundmöglichkeiten.
jo, den eindruck habe ich langsam auch... obwohl er echt schön klingt. und mit einem entsprechenden midi-interface wohl auch nochmal an möglichleiten gewinnt (z.b. filtersteuerung über velocity, zusätzlicher lfo mit vielen verschiedenen hüllkurven).

was würdest du als analoge alternative in der preisklasse vorschlagen?
 

micromoog

Rhabarber Barbara
zwar ohne Knöpfchen, aber von der analogen Soundvielfalt ein Oberheim Matrix6 - wenns Digital oder VA mit guter Bedienung sein darf: Roland JD800 oder Clavia Nordlead
 

martyn

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danke! ja, an den matrix-6 habe ich auch schon gedacht, aber knöpfchen sind mir schon wichtig. und auf va und digital habe ich nicht so lust, ich hätt schon gern was richtiges analoges.
 

martyn

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vielen dank für eure tipps!

ich habe mich mal ein bisschen informiert (matrix-6, jx-8p, jx-3p) und mir auch einige klangbeispiele angehört.

also in punkto flexibilität toppen sie den juno natürlich um längen, was auf jeden fall ein vorteil ist (beim juno habe ich jetzt schon ein bisschen das gefühl, einen großteil der möglichens sounds aus ihm rausgeholt zu haben) und es scheint auch externe controller für die synths zu geben, knöppges wären also auch gegeben.

mein (etwas laienhaftes) urteil ist bis jetzt ist, dass den 3 synths im vergleich zum juno aber noch eine spur - ich würds mal mit "liebevoller analoger wärme" bezeichnen - abgeht, irgendwer hat den sound des juno-60 mal als "earthy richness" bezeichnet, das hat mir da bei den anderen gefehlt, vor allem "untenrum" :gay:

der sound des oberheim hat dafür irgendwie etwas edles, fast schon "aristokratisches" ;-) klar und differenziert aber eben auch n bissl kühler als der juno. tja, ich hab mich wohl verschossen in den (die) juno, wat soll man machen...

[mal eine frage zu den jx'en und dem matrix: sie haben doch dco's, also digital controllierte oszillatoren, gelle? haben komplett digital erzeugte osc's eine andere bezeichnung?]

mir schwirrt noch der sh-101 als idee im kopf herum, auch wenn der ja wohl ne spur zu überbewertet wird, auch preislich. hat jemand noch ne portion senf diesbezüglich oder noch andere nette vorschläge übrig? vielleicht muss man ja doch ein paar mehr synths haben...

...und was sind eigentlich die ersten symptome des GAS?

viele grüße - martyn

edit: meine klangbeurteilung beruht natürlich nur auf den klangbeispielen (z.B. synthesizer.at) und kann möglicherweise danebenliegen.
 

Jörg

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Der Matrix 6 klingt sehr warm und ist auch der Flexibelste der drei. Die JXe werden vor allem durch den Chorus "aufgewärmt". ;-)

Die Programmer sind übrigens alle ziemlich teuer und insbesondere der Matrix Programmer (von access) ist sehr selten.
 

martyn

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ok, dann liegts wohl mit an den klangbeispielen. der matrix 6 gefällt mir aber ganz gut. das ist aber schade mit den controllern. gibts noch andere möglichkeiten, ihn zu steuern?
 

Jörg

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glaub nicht :dunno:
Software-Editor vielleicht?

Wenn es dir aber nicht um die Klang-Programmierung, sondern um die Live-Ansteuerung einzelner Parameter geht (Beispiel: Filterfrequenz über Pitch Bend Lever ändern), bietet der Matrix 6 eine ziemlich flexible Modulationsmatrix. Auch in dieser Beziehung ist er den JXen überlegen.
Aber nix gegen JX, ich hab inzwischen einen JX-10 und find ihn echt toll. :)
 


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