Neu

Kaufberatung Groovebox für DAW-less-System - Dub-Techno/House

Hallo zusammen,

Langsam wird es draussen wieder kälter und ich beschäftige mich nun mit der Frage, wie ich mein kleines Studio erweitern könnte, damit ich in den kommenden Monaten musikalisch was weiterbringe. :idee:

Ich habe vor ca. einem Jahr angefangen, mit Hardware Musik zu machen, aber ohne grossen Plan bzw. feste musikalische Vorstellungen. Denke, das war auch ganz gut so, um sich erst mal mit den Grundlagen zu beschäftigen und als jemand ohne irgendeinen musikalischen Background ein Gefühl zu bekommen.

Inzwischen möchte ich aber gezielt in die Richtung Dub-Techno/House gehen und mit einem DAW-less Set-up die Musik beim Jammen mit mehreren Geräten entwickeln. Ich habe schon ein paar Geräte „quer durch den Gemüsegarten“ (Moog* Mother-32, Mavis, DFAM, Elektron* Model Samples, Roland J-6, Behringer* RD-6 und CZ-1 mini, Donner B1) angeschafft, aber so eine wirkliche Schaltzentrale in Form einer potenten Groovebox mit MIDI-Sequencer fehlt mir einfach. Am ehesten könnte das noch der Model Samples sein, aber man hat nur 6 Kanäle und ich finde das MIDI-Set-up an dem Ding auch echt kompliziert, auf Anhieb klappt es selten. Vielleicht wäre der Novation Circuit Tracks damals die bessere Wahl gewesen, aber ich möchte nun einen Schritt weitergehen

Als Budgetrahmen habe ich mir 800 bis höchstens 1000 Euro gesetzt, natürlich auch gern weniger. Habe schon ziemlich viel recherchiert und auf Youtube geschaut, was andere so verwenden, und bin folgende Geräte bzw. Kombinationen sind mal in der engeren Auswahl:

1. Elektron Syntakt
Der Syntakt scheint mir die vielseitigste der drei Elektron*-Grooveboxen zu sein, nach dem Update kann er ja auch Samples abspielen, von dem her wäre er schon eine gute All-in-one-Lösung. Minuspunkte sind halt, dass er keine Samples aufnehmen kann und auch keine eigenen MIDI-Kanäle hat. Mittelfristig müsste man ihn wohl noch mit einem Digitakt ergänzen.

2. Roland TR-8S und Elektron Digitakt (Mk 1)
Das ist vielleicht die flexiblere Kombination, wo sich der TR-8S als Drumcomputer und der Digitone für melodische Sachen gut ergänzen würden. Einen Nachteil sehe ich im Platzbedarf, der TR-8S ist relativ gross und meine Musik-Ecke ist halt relativ klein.

3. Elektron Analog Rytm (Mk 2)
Gebraucht findet man den oft relativ günstig unter 1000 Euro, da kommt man schon ins Nachdenken, ob das nicht auch eine gute All-in-One-Lösung wäre. Allerdings soll er schon komplizierter in der Bedienung als die kleineren Elektron*-Geräte sein, drum bin ich mir nicht sicher, ob der Sprung für mich als Anfänger nicht doch zu gross ist.

4. Akai MPC One / Live
Von den Features her können die MPCs sehr viel und man bekommt hier sehr viel fürs Geld. Allerdings ist die Frage, ob sie für Techno/House gut geeignet sind, da der Step Sequencer weniger gut sein soll und Finger Drumming ist auch eher nicht mein Ding. Auch wird der Workflow von vielen als kompliziert empfunden.

5. Synthstrom Deluge
Ab und an auch unter 1000 Euro zu finden, zumindest die ältere Version. Viele sind von dem Gerät begeistert und es könnte auch eine tolle All-in-one-Groovebox sein, von den Funktionen her ist es schon sehr mächtig, dazu noch relativ kompakt und sogar mobil. Bei der Bedienung bin ich mir etwas unsicher, ob mir das mit der Leuchtmatrix so zusagt, scheint mir recht abstrakt und ich habe noch keine Erfahrung damit.

Was würdet ihr mir empfehlen, welches Gerät ist für mich als Anfänger am intuitivsten zu bedienen? Es gibt wohl bei allen eine Lernkurve und man muss sich erst mal einarbeiten, aber es wäre schon gut, wenn ich bald mal zu Ergebnissen kommen würde. Elektrons Workflow wird ja viel gelobt, komme damit auch ganz gut klar (auch wenn ich die ganzen ausgefuchsten Spezialfunktionen jetzt nicht so ausgiebig nutze), aber ich bin jetzt auch für anderes offen. So, ist mal wieder viel Text geworden, mache hier einen Punkt und bin auf eure Meinungen gespannt! 🙂

Gruss, Jan
 
eine gebrauchte MPC Live (die erste generation) ist öfter bei KA unter 500 € zu bekommen, z.b. hier.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: dubsetter und microbug
welches Gerät ist für mich als Anfänger am intuitivsten zu bedienen?
So etwas gibt es nicht. Wir kennen deine Vorkenntnisse nicht und wissen nicht was du als intuitiv empfindest.
Da du schon ein elektron Gerät hast nimm Option 2.

Wir erwarten dann in spätestens drei Monaten die ersten Tracks, Live Gigs spätestens nach einem halben Jahr. ;-)
 
aber so eine wirkliche Schaltzentrale in Form einer potenten Groovebox mit MIDI-Sequencer fehlt mir einfach.
In dieser Hinsicht wirst Du kaum an einer MPC vorbeikommen, wobei ich da entweder auf eine mit einbaubarer SSD gehen würde (zB gebrauchte Live I/II) oder ein aktuelles Modell wie die One G2 (blau) - die Ladezeiten der alten Modelle ohne SSD Option machen Dich sonst wahnsinnig. Als Zentrale so ziemlich unschlagbar, weil sowohl DIN MIDI als auch USB und CV/Gate vorhanden.
Die Plugins und Expansions muß man ja nicht nutzen, andererseits reicht damit schon eine MPC alleine, um die gewünschten Stile abzudecken. Bei den Ones der ersten Generation muß man alles auf USB Stick oder SD Karte speichern, und die sind nur per USB2 angebunden, was man deutlich merkt, vor allem im Unterschied zu einer Live MKI mit SSD drin, die man gebraucht zum gleichen Preis bekommt. Die neue, blaue One hat einen nicht nur größeren und schnelleren internen Speicher, sondern den darf man auch nutzen und ist von außen zugänglich, weil bereits mehrere virtuelle Laufwerke bereitgestellt werden.

Gleich dahinter würde ich den Deluge ansiedeln. Der ist wegen seinem nur einen MIDI Strang weniger flexibel als eine MPC und braucht dann vielleicht einen Verteiler wie CME U6 MIDI Pro dahinter, als Sequencer dagegen sehr fein - auch wenn man durchaus schnell mal die Übersicht verlieren kann. Hier empfiehlt sich evtl. die Community-Software, die einen ähnlichen Workflow wie bei Ableton Live ermöglicht, also mit Clips in Spalten statt Reihen - fand ich selbst zuletzt übersichtlicher als sich durch x Tracks scrollen zu müssen - Gewohnheitssache.
Die interne Soundengine ist zum Festhalten von Ideen und für Drums ok, alles Andere erledigt man je nach Anspruch vielleicht lieber extern. Großer Vorteil: das Ding ist nach dem Einschalten sofort betriebsbereit und muß nicht erst gebootet werden wie die MPC.

Alle anderen Deiner Kandidaten würde ich nicht als Zentrale empfehlen. Syntakt ist ein Spezialist für Drums und im Gegensatz zum alten Digitakt eher ungeeignet als Sequenzer für Externes - da müßtest Du schon den Digitone II nehmen, aber der ist dann wieder außerhalb des Budgets.

Alternativ wäre auch eine gebrauchte MPC2500 mit JJOS zu nennen, da ist der Bildschirm allerdings für vernünftiges Editing von Sequenzen schon bissl klein, funktioniert aber recht gut, ist halt nur kein Stepsequenzer drin. Als reiner Sequenzer hervorragend, die internen Effekte des Audioteils sollte man nicht nutzen, die taugen eh nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
TR-1000
Nicht im Budget. Sorry.

Die Rytm sieht auf dem Papier super dafür aus, nur ist Poly MIDI ein Krampf und mir gefiel der Sound einfach nicht. Im großen und ganzen fand ich die Rytm immer noch (für ein Elektron Gerät) zu kompliziert in der Bedienung. Eine alte Electribe ist hier immer noch das beste für x0x und eine MPC1000/2500 für nicht-x0x. Die neuen MPC können "alles", aber man muss mit dem TUI klarkommen. Hat für mich leider nicht funktioniert. Immer Grunde liegt hier auch ein Feature-Bloat vor: noch schlimmer als Rytm. Für MIDI vermutlich doch die beste Option, obwohl ich hier durchs Interface behindert werde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei mir heißt die Antwort Digitakt 2. Digitone 2 sicher auch ne gute Wahl wenn du mehr auf FM als auf Samplen stehst. Beides gebraucht locker im Budget. Habe selbst auch die Rytm Mk1, finde ich gar nicht kompliziert - Elektron Workflow finde ich super intuitiv. Bei mir ist die Rytm aber rein für Drums/Sounds zuständig, Midi sequencing macht mittlerweile der Digitakt.

Es gibt Leute die mögen lieber den MPC Workflow, andere die mögen lieber den Elektron Workflow (ein paar wenige sicher auch beides). Muss man für sich herausfinden
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: Q960
Hey, ist ja einiges zusammengekommen, danke für die vielen Inputs! 👍
Versuche mal auf alles einzugehen:

ich werf nochmal in die runde:

  • 1010music bento
  • te op-xy

Der Bento ist mir auch schon aufgefallen, finde ich ein sehr interessantes Konzept, hat auch mit den Granular-Effekten ein tolles Zusatzfeature.
Von Teenage Engineering weiss ich immer noch nicht ganz, was ich davon halten soll, bei einem Preis von über 2000€ aber eh nicht wirklich eine Option.

Wenn es unter 500€ sein soll, würde ich sonicware deconstruct minimal empfehlen. Ich glaube der ist dafür gut konzipiert, dub techno, minimal etc. zu produzieren.

Sieht schon spassig aus und man kommt damit sicher schnell zu Ergebnissen, aber auf die Dauer scheint mir das Ding doch ziemlich limitiert zu sein?!

In dieser Hinsicht wirst Du kaum an einer MPC vorbeikommen
...
Gleich dahinter würde ich den Deluge ansiedeln.
...
Alle anderen Deiner Kandidaten würde ich nicht als Zentrale empfehlen. Syntakt ist ein Spezialist für Drums und im Gegensatz zum alten Digitakt eher ungeeignet als Sequenzer für Externes - da müßtest Du schon den Digitone II nehmen, aber der ist dann wieder außerhalb des Budgets.

Ja, Preis-Leistung ist bei der MPC sehr gut und als MIDI-Zentrale und auch in puncto DAW-Anbindung ist sie schon kaum zu schlagen. Hinsichtlich des bildschirmlastigen Workflows habe ich halt schon meine Zweifel, man müsste es halt auf einen Versuch ankommen lassen (habe leider kein grösseres Musikgeschäft in der Nähe, nur so die typischen Gitarrenläden). Deluge schaut auch super aus, ist für mich nach den Elektrons die beste Option. Bisschen wundert es mich, dass der Syntakt eher weniger empfohlen wird - schien mir quasi als "Best of" der Elektron-Grooveboxen der logische Kandidat zu sein. Aber wahrscheinlich sieht es in der Praxis ja doch etwas anders zu sein.

Bei mir heißt die Antwort Digitakt 2. Digitone 2 sicher auch ne gute Wahl wenn du mehr auf FM als auf Samplen stehst. Beides gebraucht locker im Budget. Habe selbst auch die Rytm Mk1, finde ich gar nicht kompliziert - Elektron Workflow finde ich super intuitiv. Bei mir ist die Rytm aber rein für Drums/Sounds zuständig, Midi sequencing macht mittlerweile der Digitakt.

Es gibt Leute die mögen lieber den MPC Workflow, andere die mögen lieber den Elektron Workflow (ein paar wenige sicher auch beides). Muss man für sich herausfinden

Der Digitakt ist sicher enorm vielseitig und auch eine gute Lösung als MIDI-Sequencer, aber halt rein Sample-basiert. Den Digitone fände ich da fast interessanter, möchte irgendwie lieber selbst an Klängen schrauben statt nur mit Samples zu arbeiten. Letztlich braucht man wohl beide, sie ergänzen sich ja auch ideal.

Na ja, ich lasse mir noch Zeit mit der Entscheidung und werde sicher noch zu jedem Gerät einige Tests lesen und Videos anschauen... Weitere Erfahrungen und Meinungen sind gerne willkommen! :essen:
 
Der Syntakt scheint mir die vielseitigste der drei Elektron-Grooveboxen zu sein, nach dem Update kann er ja auch Samples abspielen, von dem her wäre er schon eine gute All-in-one-Lösung.
Die einzige All-in-one-Lösung von Elektron ist der Tonverk. Der kann polyphon, hat 64 Stimmen, kann Samples, kann aber auch Synth, hat tonnenweise Effekte und kann sogar granular. Liegt neu etwas über deinem Budget. Gebraucht liegt er im Budget.
 
  • Zustimmung
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Dripjoe und Synthesilent
  • #10
wenn du einen sequencer willst, dann kauf auch einen und keine eierlegende Wollmilchsau.
Gebrauchten Oxi 1
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Dripjoe
  • #11
1. Elektron Syntakt
2. Roland TR-8S und Elektron Digitakt (Mk 1)
3. Elektron Analog Rytm (Mk 2)
4. Akai MPC One / Live
5. Synthstrom Deluge


Ich würde mir gründlich bei YT & Co über die Geräte informieren und dann unabhängig entscheiden welches Gerät oder Kombi es wird. Bei einem Fehlkauf wird das Gerät einfach weiterverkauft und dem GAS steht nichts im Weg, du kannst dich mit uns ausleben. :grin:

Mein Favorit wäre die TR-8S mit einer Box von Elektron. Ich liebe die Fader an der TR-8S, das Performen damit macht Spaß.

Eine AKAI Force gefällt dir nicht?
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Sonamu
  • #12
Hinsichtlich des bildschirmlastigen Workflows habe ich halt schon meine Zweifel, man müsste es halt auf einen Versuch ankommen lassen
Daher meine Empfehlung für eine One G2 (blau), die hat mehr Taster für den direkten Zugriff, eine gebrauchte Live I ist dagegen sehr bildschirmlastig, das ändert sich erst mit der Live III - die dürfte aber auch gebraucht über Deinem Budget liegen, obwohl es die empfehlenswerteste MPC wäre, zumal da auch ein richtiger Stepsequenzer mit eigenen Tasten drin ist - möchte ich nimmer missen.
Was man auch nicht vernachlässigen sollte ist die mögliche Einbindung bzw. Anbindung an eine DAW bzw. Rechner, denn man bekommt die MPC Software dazu und kann Ableton Live Sets importieren (mit dem Pro Pack, das bei den kleinen Modellen extra kostet) oder exportieren.

Deluge schaut auch super aus, ist für mich nach den Elektrons die beste Option.
Gerade für MIDI hat der gegenüber den Elektrons einen großen Vorteil. Leider ist Import und Export nur über teils fehlerhafte 3rd Party Tools möglich, direkt am Gerät geht maximal Audio.

Wenn’s ein reiner Sequenzer sein soll würde sich ein Squarp Hapax anbieten, den gibts inzwischen auch gebraucht und dürfte damit evtl. im Budget liegen, etwas günstiger ist der Oxi One MKII.
 
  • #13
Du wirst vermutlich zu Hause in Ruhe ausprobieren müssen, bis Du was hast was Dir zusagt.
Ich würde einkalkulieren, dabei durch Kauf und wieder Verkauf von verschiedenen geräten Verluste zu machen. Am besten second hand kaufen, dann hält sich das im Rahmen. Theorie und Videos angucken nützt nur begrenzt was.

Die Auswahl ist halt heute unfassbar. Früher gabs fast nur MPC.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #14
(Moog Mother-32, Mavis, DFAM, Elektron Model Samples, Roland J-6, Behringer RD-6 und CZ-1 mini, Donner B1) angeschafft
Das ist doch schon ne ordentliche Groovebox in Einzelteilen.

aber so eine wirkliche Schaltzentrale in Form einer potenten Groovebox mit MIDI-Sequencer fehlt mir einfach.
Und dazu reicht nicht ein Sequencer, sondern es muss eine Groovebox sein?
 
  • #15
Schönen Sonntag allerseits, ist ja noch einiges dazugekommen, ich schreibe mal meine Gedanken dazu.

Die einzige All-in-one-Lösung von Elektron ist der Tonverk. Der kann polyphon, hat 64 Stimmen, kann Samples, kann aber auch Synth, hat tonnenweise Effekte und kann sogar granular. Liegt neu etwas über deinem Budget. Gebraucht liegt er im Budget.

Interessant, hatte den/das Tonverk bisher als reine Experimental-Maschine wahrgenommen, schaue ich mir auf alle Fälle mal näher an!

Ich würde mir gründlich bei YT & Co über die Geräte informieren und dann unabhängig entscheiden welches Gerät oder Kombi es wird. Bei einem Fehlkauf wird das Gerät einfach weiterverkauft und dem GAS steht nichts im Weg, du kannst dich mit uns ausleben. :grin:

Mein Favorit wäre die TR-8S mit einer Box von Elektron. Ich liebe die Fader an der TR-8S, das Performen damit macht Spaß.

Eine AKAI Force gefällt dir nicht?

Die Force hatte ich auch schon auf dem Schirm, hätte sicher wegen der DAW-Integration auch Vorteile beim Workflow (wenn man denn so arbeiten will) und wegen der Leuchtmatrix vielleicht etwas intuitiver als die MPC?!
Mein emotionaler Favorit wäre momentan auch die Kombi aus TR-8S und Digitakt/Digitone.

Du wirst vermutlich zu Hause in Ruhe ausprobieren müssen, bis Du was hast was Dir zusagt.
Ich würde einkalkulieren, dabei durch Kauf und wieder Verkauf von verschiedenen geräten Verluste zu machen. Am besten second hand kaufen, dann hält sich das im Rahmen. Theorie und Videos angucken nützt nur begrenzt was.

Die Auswahl ist halt heute unfassbar. Früher gabs fast nur MPC.

Ja, das denke ich auch, dass man die einzelnen Geräte auch länger testen muss, um zu sehen, was einem liegt. Natürlich möchte ich auch nicht zu viel An- und Verkauf machen, und man muss ja auch jedes Mal Zeit investieren, um sich einzuarbeiten. Aber wenn es mehrere Anläufe braucht, bis man seine Vorlieben und den Workflow gefunden hat, dass ist es eben so.

Das ist doch schon ne ordentliche Groovebox in Einzelteilen.


Und dazu reicht nicht ein Sequencer, sondern es muss eine Groovebox sein?
wenn du einen sequencer willst, dann kauf auch einen und keine eierlegende Wollmilchsau.
Gebrauchten Oxi 1

Gut, ich will nicht bestreiten, dass hier auch etwas GAS im Spiel ist und man mit einem guten Sequencer aus meinem bestehenden Fuhrpark sicher mehr herausholen könnte. Ich sehe da allerdings schon auch Lücken wie z. B. einen guten polyphonen Synth für Chords und die RD-6 ist als Drum Machine schon ziemlich rudimentär. Auch bei den Moogs brauche ich eher viel Zeit, bis ich die passenden Klänge gefunden habe. Ich denke, da könnte ich mit einer Groovebox klanglich schon viel abdecken und der Workflow in einem Gerät wäre schon zügiger als mit vielen Einzelgeräten. Wenn ich eine konkrete Idee habe, würde ich natürlich immer noch darauf zurückgreifen.

Den Oxi One hatte ich sogar mal leihweise da. Mein Bruder hat einen, nutzt ihn aber nur als DAW-Controller. Der Plan war eigentlich, über CV/Gate die Moog-Synths anzusteuern, was aber aus irgendeinem Grund einfach nicht klappte, was ich schon frustrierend fand. Über MIDI konnte ich dann die Mother-32 ansteuern, war aber auch eher erschlagen von der Funktionsvielfalt. Das Teil kann sicher viel, aber braucht auch viel Einarbeitungszeit.

Als Hardware-Sequencer würde ich dann wohl doch eher erst mal einen Beatstep Pro oder Korg SQ-64 nehmen. In Kombination mit diesem Sonicware-Teil könnte das schon eine gute Minimallösung sein.
 
  • #17
Bin mit ganz ähnlichen Absichten vor 2,5 Jahre (wieder) eingestiegen.
Als "Zentrale" auf dem Schreibtisch wollte ich wieder einen (Drum-) Sampler (weil ich den Workflow noch von früher mochte). Die 2000XL war meine Referenz, so ein Uraltteil wollte ich mir dann aber nicht ans Bein binden. Hatte mich dann durch Forenhypes auf den letzten Metern für eine DT2 anstatt einer MPC One entschieden, weil die aktuellen Akais augenscheinlich nur noch sehr wenig mit dem zu tun haben was ich von früher als so anziehend empfand. Darauf folgten analoge Monos um die Klangpalette zu erweitern, und später für Polyhones noch die DN2.
Ja, was soll ich sagen; davon nutze ich eigentlich gar nix mehr, weil mir das Arbeiten mit diesen featureüberladenen Minikisten überhaupt nicht zugesagt hat, weder bedientechnisch noch klanglich.
Ich bin mit sehr dezidierten Fullsize - Geräten nun viel kreativer/produktiver und hab deutlich mehr Spaß am Musikmachen. Obwohl Platz bei mir auch ein großes Thema ist....

Ich hab für mich als Erfahrung mitgenommen; vertraue nicht dem Hypes in Foren, YT usw und bevorzuge dezidierte Kisten mit klarer Aufgabenverteilung anstatt augenscheinlich praktisches All in one Gear. Dafür gerne dann gerne auch weniger, weil nur so kann man sich auch wirklich reinarbeiten in jedes einzelne.

Die DN2 steht hier aktuell zwar noch, allerdings nutz ich die nur noch (übergangsweise) als Midi-Sequencer. Die Bedienung ist auf Grund der kompakten Größe leider nicht sehr komfortabel. Mit dem DT2 bin ich überhaupt nicht warmgeworden.

Klar, Geschmäcker sind verschieden, ich wollte auch nur mal eine andere Perspektive da lassen zur typischen ambitionierten Kaufberatung in Foren.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß du überhaupt was brauchst. Aber sicher keine kompakte Groovebox noch oben drauf.
Wenn du einen Synth für Chords haben willst, kauf dir was dezidiertes mit Charakter. Der DN2 kann zwar viel auf dem Papier, aber klanglich hat da bei mir wenig gezündet.

Die DT2 ist übrigens auch ein ziemlich ausgewachsener Synth, du benutzt nur halt Samples im Osc. Klanglich aber hat die mich leider nie wirklich abgeholt, bedientechnisch erst recht nicht...

PS: wenn ich schon im Homestudio in Hardware investiere, muss sich für mich klaren Mehrwert sowohl bedientechnisch als auch klanglich zur DAW mitbringen. Das tun diese kompakten Grooveboxen eher nicht. Für Live Auftritte hab ich keine Ambitionen .
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #19
Bin mit ganz ähnlichen Absichten vor 2,5 Jahre (wieder) eingestiegen.
Als "Zentrale" auf dem Schreibtisch wollte ich wieder einen (Drum-) Sampler (weil ich den Workflow noch von früher mochte). Die 2000XL war meine Referenz, so ein Uraltteil wollte ich mir dann aber nicht ans Bein binden. Hatte mich dann durch Forenhypes auf den letzten Metern für eine DT2 anstatt einer MPC One entschieden, weil die aktuellen Akais augenscheinlich nur noch sehr wenig mit dem zu tun haben was ich von früher als so anziehend empfand. Darauf folgten analoge Monos um die Klangpalette zu erweitern, und später für Polyhones noch die DN2.
Ja, was soll ich sagen; davon nutze ich eigentlich gar nix mehr, weil mir das Arbeiten mit diesen featureüberladenen Minikisten überhaupt nicht zugesagt hat, weder bedientechnisch noch klanglich.
Ich bin mit sehr dezidierten Fullsize - Geräten nun viel kreativer/produktiver und hab deutlich mehr Spaß am Musikmachen. Obwohl Platz bei mir auch ein großes Thema ist....

Ich hab für mich als Erfahrung mitgenommen; vertraue nicht dem Hypes in Foren, YT usw und bevorzuge dezidierte Kisten mit klarer Aufgabenverteilung anstatt augenscheinlich praktisches All in one Gear. Dafür gerne dann gerne auch weniger, weil nur so kann man sich auch wirklich reinarbeiten in jedes einzelne.

Die DN2 steht hier aktuell zwar noch, allerdings nutz ich die nur noch (übergangsweise) als Midi-Sequencer. Die Bedienung ist auf Grund der kompakten Größe leider nicht sehr komfortabel. Mit dem DT2 bin ich überhaupt nicht warmgeworden.

Klar, Geschmäcker sind verschieden, ich wollte auch nur mal eine andere Perspektive da lassen zur typischen ambitionierten Kaufberatung in Foren.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß du überhaupt was brauchst. Aber sicher keine kompakte Groovebox noch oben drauf.
Wenn du einen Synth für Chords haben willst, kauf dir was dezidiertes mit Charakter. Der DN2 kann zwar viel auf dem Papier, aber klanglich hat da bei mir wenig gezündet.

Die DT2 ist übrigens auch ein ziemlich ausgewachsener Synth, du benutzt nur halt Samples im Osc. Klanglich aber hat die mich leider nie wirklich abgeholt, bedientechnisch erst recht nicht...

PS: wenn ich schon im Homestudio in Hardware investiere, muss sich für mich klaren Mehrwert sowohl bedientechnisch als auch klanglich zur DAW mitbringen. Das tun diese kompakten Grooveboxen eher nicht. Für Live Auftritte hab ich keine Ambitionen .
Was sind bei dir denn 'dezidierte Fullsizegeräte'. Prophet 5?
 
  • #20
Was sind bei dir denn 'dezidierte Fullsizegeräte'. Prophet 5?
Für den war ich bislang zu geizig... :D

Ich denk spontan an Mega FM, Waldorf M, Polyvera, Pro800, Perfourmer, Minilogue, TEO, AnalogFour, Nymphes, Take5, Redshift...
Im Zweifel halt gebrauchte und mit Geduld, alle dann vermutlich für noch dreistellig zu bekommen. Da macht dann schrauben auch Spaß.
Die DN2 fühlt sich dagegen halt mehr wie ein guter Midi Controller. Kann aber, zumindest auf dem Papier, soviel wie alle oben zusammen. Ob sie einem klanglich reicht, muss man probieren. Den Mehrwert zu Software sehe ich bei ihr deswegen definitiv wenig(er).
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Master Mix
  • #21
Ich finde auch, dass in einem Hardware Setup eher so nicht-multitimbrale Synths Sinn machen. Immer wenn ich Grooveboxen, Multitimbrales drin hab, denke ich, die sind eigentlich zu schade für diese 'Degradierung' zum Monosynth bzw Monotimbralen. Man hat jedes Mal das Gefühl, noch ein zwei weitere Channels zur Verfügung zu stellen und genau dann wird es unübersichtlich, weil es meist zu wenig Regler gibt. Ich benutze die dann meist alleine.

Pro 800 oder Nymphes + Oxi oder meinetwegen SQ64 reichen als Ergänzung. Ein Sampler wäre natürlich noch schön. Obwohl für Deephouse nicht so relevant.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #22
Was auch ginge wäre eine Roland MC-707, die läßt sich nicht nur als Sequenzer für Externes einsetzen, da sie 2x MIDI out hat, sondern man kann dank der beiden Stereo-Eingänge (oder als 4x Mono), die man sich auf die Fader der Kanäle legen kann, sich je nach Setup sogar das Mischpult sparen - das hab ich bei Mini-Setups oft so gemacht, siehe unten.
Es empfiehlt sich aber, gleich den Scene Call Mode 2 einzustellen, denn dann fungieren die 4 Scene-Taster als Bank Select und die 16 Steptaster im Mute-Modus als Scene Trigger. Alternativ kann man Clips auch per Program Change abrufen, wenn man sowas wie das Novation Launchpad Pro MKIII daneben stellt und die Program Changes auf den Track Kanälen 1-8 (voreingestellt) sendet.
Der Sequenzer kann 64 Steps, aber es gibt keinen Chase-Mode bzw. Auto Scroll wie bei Arturia, sondern man muß die Seiten per Hand durchblättern.

Scenes sind da leider das höchste der Gefühle, denn es gibt keinen Songmodus sondern nur umständliches Scene und Clip Chain, welches in den jeweiligen Clips und Scenes eingestellt wird und nicht in einem eigenen Fenster.
Mit den Scenes kann man aber genug anfangen, zumindest für live Performances, siehe hier, da gab es allerdings den Scene Mode 2 noch nicht, die beiden externen Synths sind an die Eingänge der MC-707 angeschlossen und die Akkord-Riff des Juno-G wird von der MC-707 getriggert:


(sorry für die Bildstörungen, der Uploader hatte eine andere Framerate bei sich in der Software eingestellt als ich beim Aufnehmen)
(und nein: das ist nicht mein üblicher Musikstil, sondern eine Ausnahme)

Bereits fertige Sequenzen lassen sich per MIDI Datei importieren, aber nicht exportieren. Samples gehen auch, aber nur limitiert und eher umständlich, aber immer noch besser als bei der TR-8s.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: unse Jung
  • #23
Ich mache gelegentlich Dubtechno und das geht mit dem Tonverk schon sehr gut. Manchmal komme ich auf die Idee alle anderen Geräte zu verkaufen und nur noch damit zu arbeiten. Aber mir würde dann wahrscheinlich doch etwas Abwechslung und etwas Analoges fehlen. Die Möglichkeiten sich kreativ auszuleben sind mit dem Tonverk jedoch relativ unbegrenzt. Jedenfalls für meine Art von Musik.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: klangsulfat
  • #24
Für DUB Techno wären für mich als All-in-One-Lösung derzeit Digitone 2, Ableton Move, und TE FLEXfm die besten Kandidaten .

Danke für deine Einschätzung. Schaue übrigens immer gerne deine Videos, finde ich mit die besten Synth-Demos!

Bin mit ganz ähnlichen Absichten vor 2,5 Jahre (wieder) eingestiegen.
...
Ich hab für mich als Erfahrung mitgenommen; vertraue nicht dem Hypes in Foren, YT usw und bevorzuge dezidierte Kisten mit klarer Aufgabenverteilung anstatt augenscheinlich praktisches All in one Gear. Dafür gerne dann gerne auch weniger, weil nur so kann man sich auch wirklich reinarbeiten in jedes einzelne.
...
Klar, Geschmäcker sind verschieden, ich wollte auch nur mal eine andere Perspektive da lassen zur typischen ambitionierten Kaufberatung in Foren.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß du überhaupt was brauchst. Aber sicher keine kompakte Groovebox noch oben drauf.

Interessanter Beitrag, finde ich gut, auch mal eine andere Sichtweise zu lesen. Du hast sicherlich recht damit, dass man sich nicht von Hypes blenden lassen sollte und auch kritisch gegenüber dem Marketing auf Social Media sein sollte. Vieles schaut bei den "Synthfluencern" auf Youtube und anderswo halt immer so locker aus und man denkt dann, dass man das dann auch könnte, wenn man nur dieses Gerät hätte. Aber es hängt dann letztlich doch von den musikalischen Fähigkeiten und der Erfahrung und Übung im Umgang ab, ob etwas gut klingt und weniger vom konkreten Gerät. Ich glaube auch, dass man das, was ich vorhabe, mit allen genannten Geräten machen könnte (vielleicht nicht mit allen gleich gut).

Ich denke aber, dass meine Situation schon ein wenig anders als bei dir ist. Erstens habe ich keine wirklichen Erfahrungswerte von "früher" und habe deshalb weniger feste Vorstellungen davon, wie die Bedienung und der Workflow aussehen sollten. Und zweitens habe ich auch keine so festen Vorstellungen davon, wie ein Synth oder eine Drum Machine nun klingen soll oder welche Synthese-Art nun am besten passt. Ich denke, solche Vorlieben entwickeln sich erst mit der Zeit.

Momentan denke ich einfach, dass ich mit einer grösseren Groovebox (also im Vergleich zu M:S und P-6) mehr Ordnung ins Set-up bringen kann und mit den integrierten Sounds schneller zu Ergebnissen komme - auch auf die Gefahr hin, dass ich vielleicht mit dem Rest dann erst mal nicht mehr so viel mache. Bei einem weiteren Synth (dachte eher so an Minilogue XD, Minifreak oder Hydrasynth) hätte ich momentan eher die Befürchtung, dass ich mich noch mehr verzettle. Was verwendest du denn heute für die Drum-Sounds bzw. als Sequencer statt den Elektron-Geräten?

Was auch ginge wäre eine Roland MC-707, die läßt sich nicht nur als Sequenzer für Externes einsetzen, da sie 2x MIDI out hat, sondern man kann dank der beiden Stereo-Eingänge (oder als 4x Mono), die man sich auf die Fader der Kanäle legen kann, sich je nach Setup sogar das Mischpult sparen - das hab ich bei Mini-Setups oft so gemacht, siehe unten.
...

Die MC 707 ist natürlich auch noch eine Option (langsam wird's unübersichtlich... ;-)) Konnte dir jetzt nicht bei allem folgen, hab's aber so verstanden, dass es keinen wirklichen Song-Mode gibt. Na ja, weiss jetzt nicht, ob das momentan für mich so relevant ist, bin momentan noch nicht so weit, dass ich wirklich Arrangements mache sondern eher kurze Loops. Finde das Design der 707 mit den Fadern und Pads auch interessant, allerdings kam sie glaube ich in Tests nie so gut weg wie die Elektron-Geräte.

Ich mache gelegentlich Dubtechno und das geht mit dem Tonverk schon sehr gut. Manchmal komme ich auf die Idee alle anderen Geräte zu verkaufen und nur noch damit zu arbeiten. Aber mir würde dann wahrscheinlich doch etwas Abwechslung und etwas Analoges fehlen. Die Möglichkeiten sich kreativ auszuleben sind mit dem Tonverk jedoch relativ unbegrenzt. Jedenfalls für meine Art von Musik.

Der Tonverk spricht mich nach einem genaueren Blick darauf auch sehr an, mehr jetzt als ein Digitakt 2 (bei fast gleichem Preis). Mit den vielen Sound-Design-Möglichkeiten und Multi-Sampling bringt er schon viel Potenzial mit, das über eine reine Groovebox hinausgeht.
 
  • wunderbar
M.i.a.u.: colectivo_triangular
  • #25
hab's aber so verstanden, dass es keinen wirklichen Song-Mode gibt.
Richtig, es gibt nur Scene Chain. Das (von mir) Geschriebene verschwindet nach dem Lesen übrigens nicht im Nirwana, sondern man kann es in Ruhe nochmal nachlesen :)

Für Livesachen reichen auch die Scenes, besonders im Launch Mode 2.

Was ich ganz vergessen habe: die Clips können auch Audio sein, nennen sich dann Looper Clips.
Habe ich bei einem anderen Video auf dem gleichen Kanal wie oben verwendet, um bissl Vocodergeblubber hinzuzufügen :)

allerdings kam sie glaube ich in Tests nie so gut weg wie die Elektron-Geräte.
Kommt immer auf die Anwendung an. Die Elektrons haben halt die ausgefuchstesten Sequenzer mit Parameter Locks etc und die Soundengines bieten eine Menge Verbiegemöglichkeiten, beim Ansteuern externer Geräte hinkten sie lange hinterher bzw. waren da ziemlich eingeschränkt, gerade die quadratischen Boxen der ersten Generation, bis auf den Digitakt vielleicht.
Wer viel mit nur einer Box macht und die maximal mit einer Weiteren synchronisiert ist da gut bedient, wer öfter dagegen externe Geräte ansteuern will eher weniger, siehe meine Anmerkungen zum Syntakt, der ja noch auf Gen 1 ist.
 
  • #26
mehr jetzt als ein Digitakt 2 (bei fast gleichem Preis). Mit den vielen Sound-Design-Möglichkeiten und Multi-Sampling bringt er schon viel Potenzial mit, das über eine reine Groovebox hinausgeht.
Richtig. Heute würde ich nicht mehr auf den Digitakt 2 setzen. Der Tonverk katapultiert dich für einen vergleichsweise geringen Mehrpreis in völlig andere Dimensionen (immer vorausgesetzt, dass du dich in der Elektron Biosphäre wohlfühlst). Er hatte halt einen schlechten Start. Aber den hatte der Digitakt damals auch, vom Octatrack ganz zu schweigen.
 
  • #28
Interessanter Beitrag, finde ich gut, auch mal eine andere Sichtweise zu lesen. Du hast sicherlich recht damit, dass man sich nicht von Hypes blenden lassen sollte und auch kritisch gegenüber dem Marketing auf Social Media sein sollte. Vieles schaut bei den "Synthfluencern" auf Youtube und anderswo halt immer so locker aus und man denkt dann, dass man das dann auch könnte, wenn man nur dieses Gerät hätte. Aber es hängt dann letztlich doch von den musikalischen Fähigkeiten und der Erfahrung und Übung im Umgang ab, ob etwas gut klingt und weniger vom konkreten Gerät. Ich glaube auch, dass man das, was ich vorhabe, mit allen genannten Geräten machen könnte (vielleicht nicht mit allen gleich gut).

Ich denke aber, dass meine Situation schon ein wenig anders als bei dir ist. Erstens habe ich keine wirklichen Erfahrungswerte von "früher" und habe deshalb weniger feste Vorstellungen davon, wie die Bedienung und der Workflow aussehen sollten. Und zweitens habe ich auch keine so festen Vorstellungen davon, wie ein Synth oder eine Drum Machine nun klingen soll oder welche Synthese-Art nun am besten passt. Ich denke, solche Vorlieben entwickeln sich erst mit der Zeit.

Momentan denke ich einfach, dass ich mit einer grösseren Groovebox (also im Vergleich zu M:S und P-6) mehr Ordnung ins Set-up bringen kann und mit den integrierten Sounds schneller zu Ergebnissen komme - auch auf die Gefahr hin, dass ich vielleicht mit dem Rest dann erst mal nicht mehr so viel mache. Bei einem weiteren Synth (dachte eher so an Minilogue XD, Minifreak oder Hydrasynth) hätte ich momentan eher die Befürchtung, dass ich mich noch mehr verzettle. Was verwendest du denn heute für die Drum-Sounds bzw. als Sequencer statt den Elektron-Geräten?
S2400 für Drums und anderes rhytmisches Samplezeugs, Polyvera für Chords und Mother 32 für die Basslines. Der DN macht das Sequencing für die Synth. Damit mache ich eigentlich komplette Tracks (dubby Minimalzeugs mit so ca. 8-10 Spuren für die Klangerzeugung), mehr brauche ich eigentlich nicht (wichtig sind mir Einzelouts für alle Sounds, weil ich in der DAW volle Kontrolle haben will für den FX Einsatz). Der Rest ist da eher nice to have.
FX benutze ich nie interne, da bin ich sehr picky.

Du hast vermutlich recht; ich hab seid über 30 Jahren täglich mit Musik zu tun, auch vorallem beruflich und mir in der Zeit schon recht klare Vorstellungen von Klang erarbeitet. Hatte mich trotzdem so ein bisschen in deinem Startpost wiedergefunden.
Letztendlich ist das alles auch immer ein Prozess, den man nicht abkürzen kann (oder sollte).
Wenn du mit dem Formfaktor klarkommst, ist die DN schon ne coole kleine Groovebox. Auch BD und Bass kann die gut. Nur für Hihats bevorzuge ich persönlich klar Samples.
Tonverk ist sicher etwas komfortabler, aber als reinrassiger Sampler wieder ein anderer Ansatz. Elektrons Synth hab ich bislang deren Samplern vorgezogen. Den Tonverk kenn ich aber nicht.
 
  • #29
Die MC 707 ist unübersichtlich und hat zu wenig Speicher für Samples.
Der Syntakt hat erheblich weniger Speicher. Völlig unbrauchbar ist die MC-707 für Samples nicht. Für Drums, FX Samples, Frauengestöhne und die üblichen Breakbeats reicht es allemal. Die MC-707 ist immer dann zu empfehlen, wenn man nicht so der Soundschrauber ist und man lieber auf tausende gut produzierte Sounds schnell zugreifen möchte.
 
  • #30
ich würde auch zur mpc one raten
oder sogar eine mpc 1000 (die musst du allerdings selber mit samples füttern)


beide gebraucht zu bekommen.

die 1000 hat dann aber nur ein winz display, ist jedoch eine gute midi steuer zentrale, drum sampler
und per pads lassen sich sequencen /tracks muten.
 
×
Dir gefällt Sequencer.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Zurück
Oben