Kennt das jemand: Panik beim produzieren der eigenen Tracks!? Erfahrungen...

Bernie

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Paco de Lucia hatte da zb ein völlig anderes Paradigma, er sagte das Improvisation, also das Rumgedudel, Herumjammen wie du es nennst, eines seine wichtigsten Bausteine war um "neue" Musik bzw Arrangements überhaupt entwickeln zu können.

Allerdings war er bekanntermassen Gitarrista musste sich nicht damit herumschlagen Maschinenabläufe oder komplexe Automationen zu organisieren.


Musik braucht Struktur, da geb ich dir Recht.
Und Pacos Werke sind ja auch manifestierte rythmische Struktur und kein Dudel.


Aber Impro und Dudel sind auch wichtige musikalische Basics die man nicht kleinreden sollte... im Gegenteil, es sind kreative Inspirationsfelder aus denen man seine schöpferische Kraft entfaltet, sofern man dazu in der Lage ist das auch entsprechend zu kanalisieren.
Improvisieren ist immer gut, man lernt viel und es macht irre viel Spaß. Bei Synthesizern, besonders bei Modularsystemen und Sequenzern, ist es besser nicht völlig planlos anzufangen. Möchte man einen Track erstellen oder gar ein ganzes Album, kommt man mit improvisieren alleine nicht gut vorwärts.
Alle Wege führen zum Ziel und wenn Zeit keine Rolle spielt ...
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Paco de Lucia hatte da zb ein völlig anderes Paradigma, er sagte das Improvisation, also das Rumgedudel, Herumjammen wie du es nennst, eines seine wichtigsten Bausteine war um "neue" Musik bzw Arrangements überhaupt entwickeln zu können.
geht aber nur, wenn du auch im kopf mitkommst, und die theorie hinter dem was du da machst, verstehst - und in der lage bist zu hören.

oder um es mal ins kryptische zu übersetzen: das ist dann schon eine methodik zweiter ordnung.
 
M

Moraíto Chico

Guest
geht aber nur, wenn du auch im kopf mitkommst, und die theorie hinter dem was du da machst, verstehst - und in der lage bist zu hören.

oder um es mal ins kryptische zu übersetzen: das ist dann schon eine methodik zweiter ordnung.

Stimme uneingeschränkt zu.

die Hausaufgaben muss man erstmal machen um das Handwerk zu beherrschen um dann aus dem Flow heraus kreative Skills auszleben.

Denke das sollte in einem ääähmmmm Musikerforum allgemeiner Konsens sein.
Musikharmonie, Feinmotorik, Rhythmusgefühl, Spielfreude, Ausdruck, Leidenschaft äähhhhh Moment, Sorry falsches Forum.... Scalenquantisierung, Sequenzerautomation, Lauflicht, Controller, Velocity, Vintage. 🐌✌🏼
 
M

Moraíto Chico

Guest
Improvisieren ist immer gut, man lernt viel und es macht irre viel Spaß. Bei Synthesizern, besonders bei Modularsystemen und Sequenzern, ist es besser nicht völlig planlos anzufangen. Möchte man einen Track erstellen oder gar ein ganzes Album, kommt man mit improvisieren alleine nicht gut vorwärts.
Alle Wege führen zum Ziel und wenn Zeit keine Rolle spielt ...
Ich mache ja fast nichts mehr Elektronisches mein Workflow auf Gitarre sieht so aus:

20% gezielte Fngerübungen, also das Aufrechterhalten und steigern der Motorik
30% geziele Auseinandersetzung mit Harmonie, Struktur, Arrangement, Rhythmik
50% freies Imrovisieren um eben Motorik im Ausdruck neu zu erfinden und um Harmonien auf Wirkung zu überprüfen und Rhythmik auf tightness.

Es ist wirklich wahr, wenn man in Zeitlupe zu einem Metronom zb seine Übungen macht, entwickelt sich mit der Zeit eine grosse Freiheit innerhalb des Metrums und Laid Back, fast Forward, Triolen werden zum Kinderspiel. Sequenzer und Quantisierungsalgorithmen find ich -für mich- nur noch als Kreativitätsbremse.


Ich weiss, für Elektroniker klingt das abstrakt, aber evtl kann sich der ein oder andere was für sich selbst an Info rausziehen dabei.
 

sushiluv

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Workflow ist wichtig für mich. Egal was an Hardware läuft, ich kann es sofort latenzkompensiert aufnehmen und wiedergeben, bearbeiten etc., mit Ableton Push, ohne auf den Bildschirm schauen zu müssen, falls ich grade nicht will. Dadurch verschwimmt die Trennung virtueller Instrumente und echter Instrumente, da ich die auch hauptsächlich übers Push steuere.
Was auch hilft, ist sich relativ rasch festzulegen, also Audio aufnehmen, auch von internen Instrumenten.
Eine konkrete Idee hab ich so gut wie nie, ich lasse die Maschinen zu mir sprechen ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne den kompletten Thread gelesen zu haben, hier mein Senf.

In den letzten Monaten konnte ich mein "normales" Gear wegen Umbau nicht nutzen. Ich habe mir zwei Apps vom Typ Groovebox geholt und die Zeit damit überbrückt.
Trotz oder gerade der Bruch zum bisherigen Workflow war befreiend. Es hat nur noch Laune gemacht, den Sequenzen zu lauschen und auch Übertreibungen zuzulassen.
Der Zwang nach Ergebnissen und der Glaube an das nächste neue Gear nehmen mir den Spaß.

Wenn Du auf der Suche nach Deinem Workflow bist: Schnapp Dir das Instrument, dass Dir am meisten Freude macht. Spiel damit und Du wirst merken, ob wirklich noch was fehlt. Ergänze vorsichtig und entferne konsequent.
Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Leute (aus dem Forum?) triffst und mit Ihnen gemeinsam musizierst?
 

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Individueller Benutzer
20% gezielte Fngerübungen, also das Aufrechterhalten und steigern der Motorik
30% geziele Auseinandersetzung mit Harmonie, Struktur, Arrangement, Rhythmik
50% freies Imrovisieren um eben Motorik im Ausdruck neu zu erfinden und um Harmonien auf Wirkung zu überprüfen und Rhythmik auf tightness.
Lässt sich exakt so auf jedes Instrument übertragen, die Prozente mag jeder für sich selbst bestimmen. In der Elektronik kommt halt oft der Kampf mit dem Studio dazu, neuer Kram, neue Bedienungsanleitungen, wie bekomme ich den Müll jetzt in meinen Workflow. D.h. wir brauchen nochmal ein paar Prozent oben drauf, genau dafür. Hat man seinen Kram allerdings im Griff, kann man auch hier genau wie von @Moraíto Chico beschrieben vorgehen, mit dem kompletten Studio als Instrument.
 

Rastkovic

PUNiSHER
100e im Monat in einer Musikschule sind langfristig mehr Wert als neue Instrumente.
Mach das mal 2, 3 oder 4 Jahre und du machst musikalisch Entwicklungssprünge!
Kann man nicht oft genug betonen. Alternativ wären e-learning-Programme wie Melodics oder Yousician auch als günstiger Einstieg zu nennen. Ein paar Grundsätze wie korrekte Haltung etc. sollten da aber schon vorhanden sein. Also einen Monat für die Basics in der Schule vor Ort, dann zwei Jahre konsequentes E-Learning und dann wieder zurück in den persönlichen Unterricht wäre für mich die sinnvollste Kombi.
Yep, kann ich auch nur empfehlen. YT Tutorials sind nicht der Weisheit letzter Schluss.

Aktuell absolviere ich z.B. einen Online Kurs in Sachen korrekter Bassdrum Erstellung.... :mrgreen::supi:
 

dbra

Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.
Lässt sich exakt so auf jedes Instrument übertragen, die Prozente mag jeder für sich selbst bestimmen. In der Elektronik kommt halt oft der Kampf mit dem Studio dazu, neuer Kram, neue Bedienungsanleitungen, wie bekomme ich den Müll jetzt in meinen Workflow. D.h. wir brauchen nochmal ein paar Prozent oben drauf, genau dafür. Hat man seinen Kram allerdings im Griff, kann man auch hier genau wie von @Moraíto Chico beschrieben vorgehen, mit dem kompletten Studio als Instrument.
deswegen empfinde ich es mittlerweile eher als lästig, mir neues zeug zu kaufen. bin ich auch ganz froh drüber.
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Stimme uneingeschränkt zu.

die Hausaufgaben muss man erstmal machen um das Handwerk zu beherrschen um dann aus dem Flow heraus kreative Skills auszleben.
neben der grundschule, die man erst mal abschließen muss, ist es halt auch so dass einfach nicht jeder gleich ist.

ich zum beispiel produziere im kopf. ich kann auch ohne maschinen und instrumente spuren zusammenbauen, und ich höre die auch in meinem kopf. ich war, als ich jung war, war ich immer wieder erstaunt, dass andere das nicht können. :)

andereseits bin ich, bis auf ein paar klavierreste, die nicht mehr zum einsatz kommen, einfach kein instrumentalist, und bin in den letzten 30 jahren 2 mal live aufgetreten (endete in einer katastrophe)

ist natürlich klar, dass ich ganz andere möglichkeiten aber auch grenzen habe, wie jemand, der nicht vorausschauned arrangieren und produzieren kann, dafür aber 10 instrumente spielt und ein gefühl für die audience hat.
 


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