Aber es ist ja auch ein Prozess. Du musst produzieren um Erfahrungen zu sammeln und solltest/kannst dann Feedback einholen.
Und wenn du heute wie Deadmau5 oder AvB klingst reist du auch nicht jeden mit weil vieles von dem aktuellen Zeugs irgendwie langweilig ist.
Finde deinen eigenen Style/Sound. Vielleicht gibt es ja andere die da mit gehen und das feiern.
Ich persönlich würde eher eine schöne Melodie oder tolles Track Konzept bevorzugen anstelle eines "perfekten" Sounds.
Das stimmt, Feedback ist wichtig. Und Originalität auch. Selbst Deadmau5, sagt, man muss aus der Masse herausstechen. Und "wenn man Scheiß produziert, aber dieser Scheiß aus der Masse heraussticht, dann sticht der Scheiß eben aus der Masse heraus." So ist ja die Tonlage von Deadmau5.
Ich werde nie, niemals wie Deadmau5 klingen. Ich denke, dass kann man nur bis zu einem bestimmten Level kopieren, aber dann geht es nicht weiter. AvB klingt nicht "unique". Das ist totaler Mainstream. Aber damit ist er weltbekannt geworden. Und es kommt immer auf das Ergebnis an. Die Musik ist technisch und genremäßig sattelfest. Sie erfüllt die Erwartung von Millionen Zuhörer.
Das mit dem eigenen Style/Sound: Viele erfolgreiche "EDM"-Produzenten haben angefangen, zunächst einmal so klingen zu wollen, wie ihre musikalischen Vorbilder; viele Jahre. Erst später entwickelte sich dann offensichtlich der eigene Style und Sound. Und auch ich finde, man sollte erstmal gut klingen bevor man "individuell" klingt. Aber das ist meine persönliche Meinung. Deadmau5 erzählte mal, er hat die ersten mindestens 8 bis zehn Jahre gar keinen Track gemacht, sondern nur zugeschaut und gelernt, insbesondere den Technikkram. AvB berichtete, als er Anfang der 90er mit der Musik anfing und Tracks an Labels geschickt hat, bekam er nicht mal eine Antwort. Das musste sich offensichtlich erst entwickeln. Und David Guetta meinte, er habe, was seine Tracksproduktionen angeht, Gigabytes an Schrott auf seiner Festplatte:"Ich bin kein Zauberer," meinte er. Aber auch das zeigt, wenn der Künstler befindet, dass es das angestrebte Niveau nicht hat, bleibt es auf der Festplatte, es geht nicht in die Welt.
Bei mir geht es immer erst um die Melodie, dann mache ich den Bass, dann die Chordprogression. Ich mache nicht erst einen Beat und überlege mir dann, was ich jetzt mache. Das ist für mich nachrangig. Schwierig wird für mich dann das Arrangement. Da bin ich immer unsicher, ob das nicht sch.... ist. Beim Sound bin ich gefühlt ewig am experimentieren, bin mir auch nie sicher, ob das passt. Und dann kommt das technische: Frequenzbild. Da ist mein Vorbild wieder Deadmau5. Extrem clean. Da beißt sich nichts. Alles kann atmen. Und alles ergibt Sinn. Nichts ist irgendwie da, weil warum nicht. Die Tracks sind nie zu voll oder zu leer. Und das ist auch eine Sache, an der ich mich abarbeite.
Und dann die Sache mit dem Bass. Ich zweifle ja an meinen HS8, wenn ich Tracks mache, denke mir, ich brauche noch den HS8 Sub. Dann höree ich zB Deadmauß oder auch, heute habe ich zufällig Tube & Berger, Milan Euringer - Lovebreak (Original Mix) gehört, exakt über meine HS8. Und da finde ich, da höre ich plötzlich mehr Low End durch die HS8 wabern, als bei meinen Tracks. Da fletsche ich innerlich die Zähne (WARUUUUM???)

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