Kennt Ihr auch so viele mit Technik angebende Veröffentlichungsverweigerer?

Man darf doch einfach Spaß an der Technik und an den Instrumenten selbst haben.

Ich verschwende keine Zeit mehr Musik auszuproduzieren und stundenlang bis in die letzten Nuancen zu tüfteln. Für wen auch? Für die Handvoll „Likes“ als Ersatzorgasmus?
 
sehr richtig,
solange man nicht davon lebt ist, gibt es keinen Grund sich für die Likes in den sozialen Medien zu verbiegen.
wenn ich anfange laut zu musizieren bekomm ich meist aus den Nachbarstudios Gear zum reparieren, diese sanften Hinweise deuten darauf hin
das die Masse noch nicht bereit ist für meine Kompositionen. Meine Enkel können dann ja gerne die Bänder sichten und entscheiden....
 
"die masse noch nicht bereit ist für meine Konpositionen"

Das kann natürlich stimmen, ich als chronische "gretzn" erkenne in so einem Satz jedoch auch überbordernde , egomanische Ansätze.

Die Mär vom Künstler der von der Masse abgelehnt wird...

Es ist leider zu einfach sich diesen Stereotyp vorzustellen
 
Eigentlich bin auf der Suche hier im Forum oder eben sonstwo, wo ich zum Thema Mixing Fragen stellen kann. Falls jemand weiß, wo im Forum ich dazu fragen posten kann, wäre ich über einen Hinweis dankbar.
probiere es mal hier:

aber zugegeben gibt es keinen dedizierten Bereich für Recordingpraxis - die Thread in "Studio" sind eher Gearlastig. Alternativ gäbe es noch DAW, Konzeption oder Sounds&Synthese, je nachem, wo der Schwerpunkt deiner Fragen liegt. Recording- und Mixingfragen gehören aber eigentlich nach Studio.
 
ich als chronische "gretzn"
was auch immer Gretzn bedeutet scheint Diesen das Verständnis für Sarkasmus zu fehlen
:frolic:
anderseits müsste ich ja meine "Kompositionen" hochladen damit das deutlicher wird...
so aber bleibt es den Darmstädtern vorbehalten, die musikalische Manifestation ihres Stadtnamens zu feiern.
 
Wer viel furzt, hat einen kranken Darm.

Da ich fast nie furzen muss, es sei denn ich hab die Scheisserei, wär ich schonmal raus.
 
Könnt ihr auch mal was davon veröffentlichen, statt nur über die Technik zu labern?
 
Ja, beim Schreiben wurde mir auch bewusst, dass das mittlerweile in die Kategorie "Opa erzählt vom Krieg" fällt...
 
Ich veröffentliche nur zum Spaß auf Bandlab teils fertige Sachen bzw. Schnipsel, da ich mich eher beim untersten Amateurniveau stehen sehe. Hatte ich auch hier bei einem Battle gemerkt, daß ich doch eher woanders stehe gegenüber den ANDEREN 🙂

Allerdings habe ich bei Bandlab ab und zu mit paar Leuten zu tun mit denen ich mal wie in nem Forum ein bisschen so über nen Track/ Schnipsel reden kann oder mal etwas mit denen zusammen machen kann. Deshalb veröffentliche ich in der Hoffnung ein etwas Online-Spaß-Zusammen-Produzieren zu erreichen.

Ansonsten bin ich eh mehr durch Sport/ Arbeiten und Familiesachen vollbeschäftigt und hab z. Zt. nicht ganz soviel Elan und Equipment.

Mein Senf zu diesem Thema 😉
 
Aber es ist ja auch ein Prozess. Du musst produzieren um Erfahrungen zu sammeln und solltest/kannst dann Feedback einholen.

Und wenn du heute wie Deadmau5 oder AvB klingst reist du auch nicht jeden mit weil vieles von dem aktuellen Zeugs irgendwie langweilig ist.

Finde deinen eigenen Style/Sound. Vielleicht gibt es ja andere die da mit gehen und das feiern.

Ich persönlich würde eher eine schöne Melodie oder tolles Track Konzept bevorzugen anstelle eines "perfekten" Sounds.
Das stimmt, Feedback ist wichtig. Und Originalität auch. Selbst Deadmau5, sagt, man muss aus der Masse herausstechen. Und "wenn man Scheiß produziert, aber dieser Scheiß aus der Masse heraussticht, dann sticht der Scheiß eben aus der Masse heraus." So ist ja die Tonlage von Deadmau5. :)

Ich werde nie, niemals wie Deadmau5 klingen. Ich denke, dass kann man nur bis zu einem bestimmten Level kopieren, aber dann geht es nicht weiter. AvB klingt nicht "unique". Das ist totaler Mainstream. Aber damit ist er weltbekannt geworden. Und es kommt immer auf das Ergebnis an. Die Musik ist technisch und genremäßig sattelfest. Sie erfüllt die Erwartung von Millionen Zuhörer.

Das mit dem eigenen Style/Sound: Viele erfolgreiche "EDM"-Produzenten haben angefangen, zunächst einmal so klingen zu wollen, wie ihre musikalischen Vorbilder; viele Jahre. Erst später entwickelte sich dann offensichtlich der eigene Style und Sound. Und auch ich finde, man sollte erstmal gut klingen bevor man "individuell" klingt. Aber das ist meine persönliche Meinung. Deadmau5 erzählte mal, er hat die ersten mindestens 8 bis zehn Jahre gar keinen Track gemacht, sondern nur zugeschaut und gelernt, insbesondere den Technikkram. AvB berichtete, als er Anfang der 90er mit der Musik anfing und Tracks an Labels geschickt hat, bekam er nicht mal eine Antwort. Das musste sich offensichtlich erst entwickeln. Und David Guetta meinte, er habe, was seine Tracksproduktionen angeht, Gigabytes an Schrott auf seiner Festplatte:"Ich bin kein Zauberer," meinte er. Aber auch das zeigt, wenn der Künstler befindet, dass es das angestrebte Niveau nicht hat, bleibt es auf der Festplatte, es geht nicht in die Welt.

Bei mir geht es immer erst um die Melodie, dann mache ich den Bass, dann die Chordprogression. Ich mache nicht erst einen Beat und überlege mir dann, was ich jetzt mache. Das ist für mich nachrangig. Schwierig wird für mich dann das Arrangement. Da bin ich immer unsicher, ob das nicht sch.... ist. Beim Sound bin ich gefühlt ewig am experimentieren, bin mir auch nie sicher, ob das passt. Und dann kommt das technische: Frequenzbild. Da ist mein Vorbild wieder Deadmau5. Extrem clean. Da beißt sich nichts. Alles kann atmen. Und alles ergibt Sinn. Nichts ist irgendwie da, weil warum nicht. Die Tracks sind nie zu voll oder zu leer. Und das ist auch eine Sache, an der ich mich abarbeite.

Und dann die Sache mit dem Bass. Ich zweifle ja an meinen HS8, wenn ich Tracks mache, denke mir, ich brauche noch den HS8 Sub. Dann höree ich zB Deadmauß oder auch, heute habe ich zufällig Tube & Berger, Milan Euringer - Lovebreak (Original Mix) gehört, exakt über meine HS8. Und da finde ich, da höre ich plötzlich mehr Low End durch die HS8 wabern, als bei meinen Tracks. Da fletsche ich innerlich die Zähne (WARUUUUM???) :))
 
Zuletzt bearbeitet:
Deadmau5 erzählte mal, er hat die ersten mindestens 8 bis zehn Jahre gar keinen Track gemacht, sondern nur zugeschaut und gelernt, insbesondere den Technikkram. AvB berichtete, als er Anfang der 90er mit der Musik anfing und Tracks an Labels geschickt hat, bekam er nicht mal eine Antwort. Das musste sich offensichtlich erst entwickeln. Und David Guetta meinte, er habe, was seine Tracksproduktionen angeht, Gigabytes an Schrott auf seiner Festplatte:"Ich bin kein Zauberer," meinte er. Aber auch das zeigt, wenn der Künstler befindet, dass es das angestrebte Niveau nicht hat, bleibt es auf der Festplatte, es geht nicht in die Welt.
Der individuelle Erfolg hat auch etwas mit Karma und Dhamar zu tun, nicht nur mit irgendwelchen Produktions-Skills oder "Glück"...
 
Der individuelle Erfolg hat auch etwas mit Karma und Dhamar zu tun, nicht nur mit irgendwelchen Produktions-Skills oder "Glück"...
Produktions-Skills sind aber eine Basis, der Keller, auf dem alles andere aufbaut, jedenfalls bei elektronischer Musik. Das hat dann noch gar nichts mit künstlerlischer Kreativität zu tun. Man muss kreativ sein. Aber nicht nur, es gilt auch immer Handwerkszeug zu beherrschen. Beides atmet zusammen. Und Erfolg ist ja etwas ganz individuelles. Für den einen ist es Geld, viel Geld am besten. Die meisten verdienen mit ihrer Musik kein Geld, jedenfalls nicht viel. Erfolg kann auch bedeuten, dass man ein breites Publikum hat oder ein kleines, aber treues. Erfolg kann auch sein, selbst wenn niemand die eigenen Werke anschaut (in der bildlichen Kunst) oder sie hört, dass sie handwerklich einwandfrei ist, finde ich. Das kann ja auch ein Ziel sein.
 
veröffentlichen, wozu?

ich würde mit all meiner Musik, in einem Jahr , auf Spotify nichtmal das Geld für einen einfachen Cheeseburger bei McDonalds verdienen
 


Neueste Beiträge

News


Zurück
Oben