Keyboard controller CF76006A Datenblatt?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von DanReed, 6. September 2014.

  1. Suche seit längerem ein Datenblatt vom TI Chip CF76006A. Dabei handelt es sich um einen Keyboard Controller Baustein mit 40 Pins, der um 1988 eingesetzt wurde, um die Öffnungs- und Schließkontakte von z.B. einer Fatar-Tastatur mit Federkontakten abzufragen und in Attack- und Release-Velocity umzurechnen, die dann an die Haupt-CPU geschickt werden.

    Wurde z.B. in allen ELKA MK-Typen verwendet. Aber obwohl die GEM S2/3 sonst fast die gleiche Schaltung besitzen, wurde dort bereits ein anderer Keyboard Controller eingesetzt (Z8621AA).

    Würde mich sehr über jede Info freuen.
     
  2. Den Zugriffen zu urteilen, bin ich mit der Frage dann wohl hoffnungslos im falschen Forum gelandet. Könnte mir jemand freundlichherweise ein Forum nennen (gerne auch englischsprachig), bei dem eher eine Antwort zu erwarten ist?

    Ich lote nämlich gegenwärtig aus, wie viel Aufwand es ist, die Kontakte durch eine eigene Schaltung/Software abzufragen (z.B. Arduino-basiert), und da stellt sich u.a. die Frage des Entprellens via Software.
     
  3. IBrumm

    IBrumm -

    Moin!

    Bist Du schon fündig geworden?

    In den Elka Orgeln X-1000, C-1000 & C-2000 wurde die auch verbaut.

    Ingo
     
  4. microbug

    microbug |||

    Das ist entweder ein kompletter Customchip oder ein OTP/maskenprogrammierter uC.

    Fatar selbst hat sowas auch eingesetzt, da wars auf jeden Fall ein uC, entweder OTP oder maskenprogrammierter uC, aber bei einer Firma Namens Forte Music eingekauft (steckt zB im Studio 900 drin).

    Um das Ding nachzubauen, müßte man mit einem Logikanalyzer messen, was der an Daten rauswirft, die Abfrage selbst sollte sich in vielen Stellen im Netz finden, zB bei den ganzen Arduino-MIDI-Projekten. Den auf Tastaturen mit Sammelschienen basierenden EMU-Algotrithmus gabs mal in der c't beim Klangcomputer, und das sogar in 6502-Assembler.

    Wichtig ist dabei halt die Matrix und die Polung der Dioden. Wenns ne Fatar ist, findet sich der Matrixplan auf der Doepfer-Webseite bei den Tastaturen.

    Wenn der auch bei Elka verbaut ist, könnte man ja auch mal Jürgen Schmitz (Adesso) anschreiben, der hat ja etliches bei Elka gemacht und später bei GEM die S2/S3. Aktuell scheint er bei Korg Italy mitzumischen, wenn ich die Bilder auf seiner Facebookseite richtig deute.

    Der Controller in der S2/S3 ist ein Zilog Z8 mit Custom-ROM.
     
  5. Danke für die Antworten.

    @IBrumm: Datenblatt hab ich bisher keins gefunden.

    @microbug: Ich hab das Ding mittlerweile analysiert (es scannt alle 176 Kontakte fast 8000mal pro Sekunde), nachgebaut und für meine Zwecke verbessert (mein ELKA hat jetzt einen zusätzlichen USB-Out, der ca. 1.5ms früher feuert als die MIDI-Outs).

    Zu Jürgen hatte ich vor längerer Zeit mal Kontakt, aber er hat trotz mehrerer Emails schon lange nicht mehr geantwortet.

    @DUBmatze: Ich denke mittlerweile, die Frage war zu speziell. Vermutlich hat microbug Recht und dann gibt es einfach kein öffentliches Datenblatt. Aber danke für den Verweis auf das andere Forum, da geht es tatsächlich einigermaßen technisch zu (mir aber bei diesem Thema nicht technisch genug).
     
  6. IBrumm

    IBrumm -

    Was kommt denn aus dem Chip genau heraus?

    Könntest Du Deine Erkenntnisse mit uns teilen?

    Vielen Dank im Voraus!
     
  7. Er sendet an die CPU die Notennummer 0-87 und Kontaktdauer 0-255. Vermutlich löst er jeweils einen Interrrupt aus. Ich hatte keine Lust, das Betriebssystem des ELKA auch noch zu analysieren, deswegen habe ich quasi einen Bypass gesetzt. Das Ganze ist absolut im Prototypenstadium, aber ich kann schon jetzt beliebige Velocity-Curves setzen und USB und MIDI parallel betreiben. So stelle ich ja auch fest, ob mein Bypass das gleiche liefert wie der MIDI-Out.

    Die Erkenntnisse halten sich in Grenzen und beziehen sich auf viele kleine Details, über die ich mir noch nie Gedanken gemacht habe.

    Es ist allein schon witzig, daß der ELKA nicht mehr als 10 gedrückte Tasten verarbeiten kann, während über meinen Bypass natürlich beliebig viele NoteOn's und Off's gehen.

    Großes Ziel könnte sein, meinen virtuellen Synthesizer in jeder Dimension mit viel mehr als 127 Stufen zu füttern, so Richtung 12 Bit. Zu feine Auflösungen von Velocity oder Aftertouch bringen auch nichts mehr, kosten aber Rechenleistung.
     

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