KORG WAVESTATION EX (1990)

micromoog

Rhabarber Barbara
Ey Marko, tolles Bodypainting heute... ;-)


oder:

...wegen aktuellem Behringer-Tattoo am Unterarm ab jetzt komplett Bodyless... :mrgreen:

BTW: immernoch tolle Maschine und Danke für die Inspiration mal wieder in die WS-A/D Menüs abzutauchen :)
 
Ich musste mal kurz meine Identität verschleiern...wegen...ja. :D

Das war einer meiner ersten Synthesizer überhaupt. Ein Rompler , aber doch so ganz anders. Die hat mich dann irgendwann zum Prophet VS gebracht. ;-)
Ich mag beide, denn beide haben Stärken und Schwächen. Auf jeden Fall sind es Charakterschweine mit kaum Konkurrenz, selbst heute.
 

serge

*****
Für mich damals wie heute ein furchtbares Instrument, das seinen Mangel an anständigen Filtern mit zahlreichen technischen Winkelzügen wieder wettzumachen suchte, dies alles unter einer eher unzugänglichen Benutzeroberfläche verbarg und dafür eine reichlich zerbrechliche Speicherstruktur bot.

Bin froh, mich damals rechtzeitig davon getrennt zu haben, ebenso wie vom gleichermaßen grausligen Ensoniq VFX und dem Yamaha SY77 samt seinen Ablegern.

Auch in der Retrospektive nach bald 30 Jahren beschleicht mich bei diesen Instrumenten nicht ein Funken Wehmut, sondern nur die Erinnerung an das Gefühl unfassbarer Erleichterung und schieren Glücks, als ich 1995 das erste Mal einen Clavia Nord Lead spielen durfte.
 

micromoog

Rhabarber Barbara
wenn man die ausgelutschten Werbespot-Presets überspringt oder stark modifiziert gibt die WS, besonders A/D oder SR, viel Klangpotential. Der im Schwerpunkt synthetisch anstatt Natursound orientierte Wellenkontent einer zB A/D würde auch einem JD-800 gut stehen.

Evtl. erbarmt sich mal ein Freak mit entsprechendem know how via PCM-Card Slot dem JD ein paar zusätzliche, frei bestückbare Waves einzuhauchen, dafür würde ich dann auch gerne den ein oder anderen Huni hinblättern ;-)
 
Nach dem xten analogen Aufguss sind viele müde der Sounds.

Die WS entfaltet ihre Brillianz erst abseits der Presets. Leider ist sie damals wie heute zur Presetschleuder verkommen. Das erging aber auch anderen Synthesizern so.

Ein Nord Lead langweilt mich heute dagegen wie Hölle. So ist das.
 

swissdoc

back on duty
Ich konnte es leider nur mit dem Tablett hören (immerhin ein klanglich gutes Google Nexus 10), aber diese Klänge sind schon sehr genial. Auch wenn @serge mit seinen Ausführungen durchaus recht hat, gerade diese Kisten liefern tolle Sounds abseits des (pseudo-)analog Spektrums.

Nicht, dass ich analoge Synths und Sounds verachten würde, ganz im Gegenteil, aber gerade die frühen Digitalkisten mit ihren sehr spezifischen und speziellen Synthesearten und Artefakten sind für mich das Salz in der Synthesesuppe.

Danke Marko, diese Perle von Korg mal wieder ins Rampenlicht zu zerren...
 

MacroDX

Hat ein Bild mit Robotern wo aufm Mond rumlaufen
das seinen Mangel an anständigen Filtern mit zahlreichen technischen Winkelzügen wieder wettzumachen suchte
Hatte mich gefreut wie ein Schneekönig als Korg in der Legacy Edition Filter mit Resonanz bereitgestellt hat (Ob die jetzt an sich als gut zu bezeichnen sind sei mal dahingestellt). Die Bereicherung um Resonanz hat mich dann letztlich aber auch nicht weitergebracht, obwohl ich jahrzente davon geträumt hatte.
Edit: Aber ja, diese Rez Waves als Workaround fand ich seit je her lame, kannste an sich genau einen Sound mit bauen.

Ich war meiner Wavestation damals auch irgendwann überdrüssig. Hab sie in die Ecke gestellt wo sie jahrelang vor sich hin vegetierte. Dann kam irgendwann so ein Anflug wo ich sie zerlegt und komplett gereinigt habe, neue Displayfolie rein und Netzteil repariert. Im Anschluss habe ich dann das Synthworks dafür ergattert und seitdem macht das Sounderstellen auch Freude.

Früher habe ich sie, wohl auch getrieben durch den damaligen Zeitgeist, in dem Sinne genutzt wie in Marco´s Demo oben zu hören.
Heute ist sie für mich ein reiner Padsynth und da kann sie ihre Stärken ausspielen.
Aber ich kann @serge gut verstehen; entweder du hast nen Draht zu nem Synth oder eben nicht.
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
Naja, für damalige Zeiten war das bestimmt ein toller Synthesizer.
Außer man hatte / kannte damals schon zig Synthesizer, und die Wavestation war demnach bloß eine weitere Kiste am Markt, die Klänge gemacht hat. :lollo:
Ich wollte z.B. damals ein Gerät, das möglichst echte Sounds machen kann. Synthesizer-Sounds an sich waren für mich schon immer zweitrangig. Zwar mag ich Synthesizer-Sounds in der Musik – meist für Pads bzw. so Keyboard-Sounds, bin da aber nicht sehr anspruchsvoll.
Und nachdem ich mir dieses Demo angehört habe: Für Synthesizer-Sounds hätte mir die Wavestation gelangt, wenn es bloß um Synthesizer-/ Keyboards-Sounds ginge.
Aber nicht für Schlagzeug, Bläser, echt klingende Streicher usw.
 

micromoog

Rhabarber Barbara
Das mit den Wavesequenzen war weitgehend Neuland. Die Wavestation war halt keine reine Workstation, Ende 80er/Anfang 90er war für das Atari/Mac-Midistudio Multitimbral mit weitgehenden Brot-/Butter Sounds die meistgesuchte Eigenschaft bei einem Synth. Ohne Ebenso wie beim JD-800 blieben auch bei der Wavestation die erhofften großen Stückzahlen analog D50/M1 hinter den Erwartungen zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:

serge

*****
Die des D-50 waren vom Anwender nicht in Tonhöhe, Überblendzeiten und Dauer etc. für die einzelnen Schritte einer "Wavesequenz" einstellbar, die der WS jedoch schon.
 
Zuletzt bearbeitet:

rz70

öfters hier
Bin froh, mich damals rechtzeitig davon getrennt zu haben, ebenso wie vom gleichermaßen grausligen Ensoniq VFX und dem Yamaha SY77 samt seinen Ablegern.
Also Wavestation und VFX hab ich geliebt und mag die immer noch sehr vom Klang. Den SY77 übrigens auch, aber den besass ich nicht. Hab da schon nur noch mit den Ensoniq Samplern gearbeitet (EPS, EPS 16+). Aber die Zugänglichkeit ist und war ein Problem. Finde aber auch das die alle Charakter haben und nicht einfach austauschbar sind.
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
ich hab noch einen neuwertigen /AD.

ein instrument, mit dem man sicherlich tolle sounds basteln könnte, wenn es nicht komplett unprogrammierbar wäre.

einen externen editor konnte und wollte ich mir damals für den atari nicht leisten, aber selbst damit finde ich den wavestation noch undurchsichtig. seinerzeit mein einziger wirklicher fehlkauf gewesen, als einziger unter 25 synths.
 
ich hab noch einen neuwertigen /AD.

ein instrument, mit dem man sicherlich tolle sounds basteln könnte, wenn es nicht komplett unprogrammierbar wäre.

einen externen editor konnte und wollte ich mir damals für den atari nicht leisten, aber selbst damit finde ich den wavestation noch undurchsichtig. seinerzeit mein einziger wirklicher fehlkauf gewesen, als einziger unter 25 synths.
So erging es mir bei meinem ersten, selbstgekauften Synthesizer, Casio CZ-3000. Voller Freude endlich eigene Klänge basteln zu können, kam schnell die Ernüchterung :P
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
ich hab damals gedacht, wenn ich am microwave mit seiner merkwürdigen stzruktur nach 14 tagen shcon wie ein weltmeikster rumklicken kann, dass das dann bei einem wavestation AD mit seinem riesengroßen bildschirm noch einfacher ist. aber denkste, das hilft da garnicht.
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
Irgendwas ist immer. Bei der Korg X3R konnte man z.B. die Sounds nicht aus dem Multimode heraus editieren. Mit AKAI-Samplern geht's. :P
 

MacroDX

Hat ein Bild mit Robotern wo aufm Mond rumlaufen
einen externen editor konnte und wollte ich mir damals für den atari nicht leisten, aber selbst damit finde ich den wavestation noch undurchsichtig
Da ist auf jeden Fall was dran. Selbst das meines Erachtens gut strukturierte und solide gebaute Synthworks verzettelt sich ab und mit dem Aufbau des Edit-Buffers bedingt durch die seltsame Wavesequence->Patch-Performance Struktur.
Ich beschränkte mich daher i.d.R. auch auf ein Ein-Patch-per-Performance System. Ausdruckstarke Velocitylayer oder Splits waren noch nie so mein Ding von daher geht das. Bzw. ein Sound wird nicht immer nur durch möglichst viele Patches interessant.
 

nox70

System konformer Querdenker...
Hatte mal SR und A/D und mit der Legacy verglichen. Über das Angleichen der Lautstärken hatte ich für meine Ohren faktisch identische Ergebnisse wie zuvor bei keiner Emulation. Wenn ich dieses Sound-Demo höre habe ich irgendwie einen ganz anderen Eindruck. So breit und warm - im digitalen Kontext - habe ich das alles nicht in Erinnerung und wenn ich heutzutage - sehr selten - das Plugin anwerfe denke ich "so einen schwer bedienbaren Staubfänger im Rack mit mäßigen Klang musste nicht haben".
 

Jörg

*****
Auch wenn ich den Klang der WS mag, habe ich meine schnell wieder abgestoßen. Fand die Bedienung zu kompliziert.
Den VFX mochte ich auch, lieber sogar als die WS, aber auch hier fand ich die Bedienung eher mäßig flüssig.
Der SY77 ist einer meiner Alltime-Favorites. Nur der 99 ist besser. :mrgreen:
 


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