Mastering Fachgesimpel (Schwerpunkt Techno, Acid & Co)

Scenturio
Scenturio
au͘͏͡d̛̀i̛͝a͞ţ͏u͏r ̷͜et ̶͟͝a͡l͜t͢͡͠e͜͠ŗa ͝p͢a̛rs
was nicht automatisch bedeutet, dass du etwas falsch gemacht hast.
ein geisterfahrer? hunderte! :)

nicht dass ich scharf darauf wäre, mich am loudness-war zu beteiligen, aber das know how kann dann schon praktisch sein. sowas wie den „oxford inflator“ kann man vielleicht mal ausprobieren, aber Routiniers werden da eher anders rangehen.

so sachen wie mehrere limiter in reihe (ggf. expander dazwischen) und multibandkompression kann man natürlich auch mal testen - habe ich aber bisher für overkill gehalten.
 
Knastkaffee_309
Knastkaffee_309
||||||||||
Wenn man gut mischt und mit Samples und Softsynths arbeitet, wird man idR sehr leicht sehr laut.

Das verbreiteste Problem dürften unsere Hörgewohnheiten sein, die nicht mehr wissen, wie gut Gutes zu klingen hat.

Man muss sich schon stark umstellen, wenn man Dance Musik macht und da noch bei modernem SOund mithalten möchte
 
einseinsnull
einseinsnull
[nur noch musik]
ein geisterfahrer? hunderte!

genau. man muss ja nicht immer alles mitmachen.

der haupttrick ist vermutlich eher im bereich des sounds zu suchen, nicht in einem bestimmten effekt. aber allzuviele gedanken würde ich nicht darauf verschwenden, es ist kein deifizit deinerseits wenn du nicht weißt, wie andere irgendeinen mist machen. :)
 
Scenturio
Scenturio
au͘͏͡d̛̀i̛͝a͞ţ͏u͏r ̷͜et ̶͟͝a͡l͜t͢͡͠e͜͠ŗa ͝p͢a̛rs
Wenn man gut mischt und mit Samples und Softsynths arbeitet, wird man idR sehr leicht sehr laut.
den Verdacht habe ich auch manchmal - arbeite hauptsächlich mit (analogen) Hardwareklangerzeugern. Aber eigentlich dürfte es da keinen großen Unterschied geben, wenn man die einzelnen Spuren sinnvoll komprimiert. Mehr macht ja Softsynth XY auch nicht vermutlich.

wenn man Dance Musik macht und da noch bei modernem SOund mithalten möchte
man ist halt neugierig. Persönlich bin ich damit eigentlich zufrieden, etwas altmodisch zu klingen. Und natürlich könnte ich mir irgendwelche Ableton "fette Bassdrum" und "noch lauter" Videotutorials reinziehen, aber wirklich Bock habe ich darauf auch nicht. :dunno: Da reicht mir eigentlich schon der Blick in den "Limiter vs. Clipper"-Thread nebenan. ;-)
 
L
lone mastering
..
Hier kursieren ja wirklich viele Informationen die im Technomastering einfach nichts mit dem Industriestandard zu tun haben.
-12 oder sogar -14 LUFS istl zu leise. Alles zwischen -5 und -10 kann gemacht werden, das häufigste allerdings ist ca. -7/-8 LUFS in der lautesten Stelle des tracks.
Nur -1dB gain reduction pro Compressor/Limiter zu haben ist auch keine Regel, sondern eine Meinung, undzwar eine sehr seltene.

Das mit Abstand wichtigste beim Mastering:
a) Frequenzbalance
b) Transienten

Es ist irrelevant auf welchem weg man a und b optimiert, sei es compression, saturation, transient-shaper, eq, mb-compression.
Am Ende des Tages muss man ein gutes Gehör entwickeln für das spezifische Genre die richtige Frequenzbalance und wie sauber ausgeprägte Transienten (in allen Frequenzbereichen) klingen.
Kann man das, dann ist es kein Problem mit einem Clipper -1dB zu reduzieren und mit einem Limiter -3dB gain reduction zu bekommen, wodurch man in 99% der Fälle -8/-7 LUFS erreicht.
 
Knastkaffee_309
Knastkaffee_309
||||||||||
"Industriestandard" ist nunmal kein Qualitatsmerkmal. Erst recht nicht, wenn damit klangliche Defizite verbunden sind.
 
C0r€
C0r€
|||||
Hier kursieren ja wirklich viele Informationen die im Technomastering einfach nichts mit dem Industriestandard zu tun haben.
-12 oder sogar -14 LUFS istl zu leise. Alles zwischen -5 und -10 kann gemacht werden, das häufigste allerdings ist ca. -7/-8 LUFS in der lautesten Stelle des tracks.
Nur -1dB gain reduction pro Compressor/Limiter zu haben ist auch keine Regel, sondern eine Meinung, undzwar eine sehr seltene.

Und dann bei soundcloud etc. hochladen? Das macht doch keinen Sinn?
Zudem wird der "Industriestandard" durch diese dominierenden Platformen gesetzt, nicht durch die Produzenten. Demzufolge kann der Standard für diese Plattformen gar nicht bei -5 bie -10 liegen, weil das diese Platformen gar nicht ausgeben können. Ich danke ihnen dafür!

Bei CD und Selbstvermarktung etc. kann man das natürlich machen.
Bei Vinyl freut man sich beim Schneiden vermutlich auch nicht darüber?
 
Zuletzt bearbeitet:
LLS34X
LLS34X
LLS34X
ich fand den artikel von florain meindl interessant zu dem thema.
der artikel bleibt sehr allgemein, für mich hilfreich, denn mir waren die faktoren nicht klar die er da erwähnt - hab auch keine ahnung von dem thema, der thread heißt fachgesimpel also poste ich es mal.
 
L
lone mastering
..
-5 bis -10 short term ist das Spektrum. Für die Nadel natürlich dann eher gegen -10.

Der Standard wird nicht von Streaming Plattformen festgelegt, sondern danach, wieviel Energie die Tracks im Club haben sollen. Wir reden hier über Techno, zumindest ich tue das.

Loudness normalization lässt sich abschalten und gerade Leute aus der Technoszene mit denen ich darüber geredet habe machen das auch.
Abgesehen davon ist es gar kein Problem wenn die Tracks leiser genormalized werden da es wie gesagt auf die Energie und somit den Crestfaktor ankommt.

Meindl ist gut.
Auch er schreibt -7 durchschnittl. für Techno. Macht leider also auch nur „Murks“

Freue mich über jedes konstruktive Gegenargument fernab von „Ne find ich doof“ - Variationen
 
Knastkaffee_309
Knastkaffee_309
||||||||||
wieviel Energie die Tracks im Club haben sollen.

Guter Punkt. Denn gerade im Club wäre es einfacher den Volume Regler einfach aufzudrehen.

Finde nicht, dass ein komprimierteres Signal mehr Druck hat. Im Gegenteil.

Einfach mal -12 und -6 Lufs auf die gefühlt gleiche Lautstärke einstellen und A/B vergleichen. Durch höhere Dynamik lässt sich viel mehr Punch und Druck realisieren.
 
C0r€
C0r€
|||||
Was denn nun, short term oder nicht? Die Zahlen sind nicht klar zugeortnet. Im peak / kurzfristig sind aus meiner Sicht -7..-8 OK, das erreicht man auch recht leicht.
Langfristig (inkl. leiser Passagen, die es ja auch geben sollte) dann oft nur, wenn man eben die leisen Passagen (sinnloserweise) hochzieht, um mit viel Aufwand alles glattzumatschen, was die Ohren oft total schnell ermüdet. Also ich höre mir das nicht gerne an. Solcher Techno hat mich schon vor 20 Jahren genervt als das auch schon als Industriestandard galt. Da muss man halt als DJ auch mal am Gain drehen, ja und?
Wie faul kann man sein?
Keiner kann mehr Beatmatching (das macht die Software) und Lautstärke einstellen ist nun auch schon zuviel (kann die DJ Software ja auch)?

-12 bis -10 insgesamt (wenn es kaum leise passagen gibt bzw. geben soll) ist je nach Material noch OK, das ist dann aber meist eher simpel und nicht tiefschichtig, also wenige sounds gleichzeitig und relativ direkter sound, kommt mMn drauf an ob es zum Stil bzw. sound passt.
 
C0r€
C0r€
|||||
Crest Faktor ist auch ein gutes Stichwort! Da könnte man ggf. bei der Soundauswahl drauf achten, angefangen bei den Schwingungsformen vom Synth.
 
L
lone mastering
..
Ich beziehe mich die ganze Zeit auf short term peak -5 bis - 10. Meindl hat von -7/-8 integrated geredet. Long-term kommt natürlich vieles vor, gerade wenn ein Track eine 2 minütige Intro hat.
Wenn die Anlage im Club auch nur in die Nähe ihres Limits gepushed wird kann man nicht mal eben einen Track 6 db lauter machen, damit er mit dem anderen Track mithalten kann. Und nein, Clubsysteme werden nicht imeistens mit viel headroom betrieben. Wenn man gerne sehr viel Spielraum haben will kann man natürlich das ganze Set leiser spielen damit man dynamische Tracks lauter machen kann, sollte man dann aber mit dem Techniker abklären damit er die Anlage nicht selbst während des Sets steuert. Und natürlich ist das Set dann leiser, ob das ein Problem ist kann man ja den Gesichtern auf dem Floor ablesen, aber meistens kommt mindestens einer auch zu dir und sagt "kannst du vielleicht wieder lauter machen?".

Viele Tracks funktionieren ohne einen großen Anteil an leisen Passagen. Immerhin kann der dj die tiefen rausnehmen wann und wo er will und dadurch einen riesigen Kontrast in der Energie erzeugen.
Klar, gegen "ich mag nicht was die Szene macht, keiner kann was, schon früher hat mich das alles genervt" kann ich keine rationalen Argumente anbringen. Bestimmt gibt es Dinge, die kollektiv gemacht werden, die besser sein könnten. Meiner Meinung nach geht es allerdings im Club um schöne Erfahrungen und Abenteuer und wenn man sich darauf einlässt merkt man oft dass man auch großen Spaß an Dingen empfinden kann die nicht perfekt sind. Natürlich darf man sich dennoch austauschen, jeder muss für sich selbst entscheiden ob er sich gleichzeitig abwertende Geschichten über eine Sache erzählen kann und die Sache dennoch von Grund auf lieben kann. Ich könnte das nicht.

9/10 der professionellen Masters von "famen" tracks dieser Generation brechen alle Regeln die hier als heilig deklariert werden, und der Vibe auf dem floor ist krank. Die Vielfältigkeit an Produktionen ist unglaublich und die Szene empfängt einen mit offenen Armen wenn man etwas Innovatives dazu beiträgt, es ist ein schöner Ort wenn man sich nicht dagegen wehrt.
 
 


Neueste Beiträge

News

Oben