Mastering Fachgesimpel (Schwerpunkt Techno, Acid & Co)

"wegcutten" und "störendes elimieren" klang jetzt auch nicht so wirklich nur nach "letzter schliff".


aber ich möchte noch eine zweiten tip hinzufügen, der mit dem ersten mit dem "phaselinear" verwandt ist.

2.) bei klassischer entzerrung mittels EQ kann es, da du ja musiker und kein mastering engineer bist, sinn machen wenigtens zwischendurch mal das track rückwärts zu hören, weil du dann weniger auf die musik achten kannst und ein wenig technischer hörst.
 
Das hast du falsch verstanden oder ich habe mich falsch ausgedrückt.
Mein Mix ist soweit gut genug.
Beim Mastern givts nur den letzten Schliff.
Klar könnte ich auch 1 oder 2 Schritte die ich beim Mastern mache auch noch im Mix in der Summe machen.
Aber ich mach das lieber beim Mastern.
Denn ich trenn diese Schritte.

Aber das mit dem Inflator check ich mal.

Du wolltest ja wissen was du besser machen kannst ;-)
Auch von Multiband Kompressoren würde ich abstand nehmen, da das auch eher ein Korrektur Tool im Mastering ist. Den einzigen den ich da akzeptieren würde wäre ein MLA-4 von Maselec :mrgreen:
Untenrum wirkt der Track, trotz Dickmacher, eher schlank im Lowend. Da würd ich auch nochmal dran gehen, aber vielleicht ist auch da der Master nicht so der ideale Bereich.
 
Du wolltest ja wissen was du besser machen kannst ;-)
Auch von Multiband Kompressoren würde ich abstand nehmen, da das auch eher ein Korrektur Tool im Mastering ist. Den einzigen den ich da akzeptieren würde wäre ein MLA-4 von Maselec :mrgreen:
Untenrum wirkt der Track, trotz Dickmacher, eher schlank im Lowend. Da würd ich auch nochmal dran gehen, aber vielleicht ist auch da der Master nicht so der ideale Bereich.
Eventuell sollte ich mal den Inflator etwas rausnehmen. Denn der Mix ist füllig und dick untenrum.
Anscheinend macht der Inflator das ganze zu klicky wenn man zu viel reindreht.

Schau dir mal den Leapwing Audio DynOne an.
Das ist kein Multiband Kompressor im eigentlichen Sinn.
Der nimmt nur das Hauptsignal und man kann es selbst nach Anteil dem Track hinzumischen bis man denkt es wäre gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei mir kommt in die Chain meist folgendes:

  • Vitalizer MK-2T (das einzige Stück Hardware in der Chain ;-) )
  • Kompressor (SPL Iron oder VSC-2)
  • EQ (fast immer der Maag EQ, aber manchmal auch BAX EQ)
  • Wenn Bedarf steht noch ein Hauch Distortion, da kommt ziemlich häufig das One Knob Ding von Softube dazu oder seltener die Tape Maschine von Softube
  • Fab Filter Limiter mit Farbe ohne Oversampling und ohne TPL
  • bx_refinement um noch subtile schärfe zu entziehen
  • Noch nen Fabfilter in Transparent Oversampling und TPL
Das reicht in der Regel dicke für nen lauten und durchsetzungsfähigen Mix, alles andere muss im Mix stehen.
 
Danke an alle für den Input.
Bin da jetzt ganz dicht dem Übel suf der Spur. Wie es aussieht ist vor dem Limiter zu viel Inflator drin, was das ganze zu klicky macht.
Hab nochmal im Auto voll Stoff Probegehört.
Mein Mix nur mit Limiter klingt super und war und gut untenrum.
Beim Master ist der Inflator suf 50%,das ist zu viel. 20% max. dürfte reichen.
Teste ich Heute Abend mal wenn ich zu Hause bin.
Kiss the Needle.
Hab mich vom Kai mit seinen 50% Inflator verleiten lassen. Aber der hat ja such eine andere Kette.

Danke an die Runde die mich drauf gebracht hat.
 
Was haltet ihr davon einen Clipper vor den Limiter zu platzieren ?

hab ich mit dem apogee gemacht. aber hab den noch nicht in der praxis angewand. wollt auch schon hier fragen, ob der vorm limiter am besten gesetzt wird (?)

 
Er klingt wirklich hervorragend.

(btw.: es war zusammen mit dem Jupi 4 & Juno Plug und einem sehr privaten Geschenk eines Freundes das schönste & sinnvollste Geschenk in diesem Jahr)
 
reicht der soft clipper denn als letzte instanz ? hab die soft / hard clipper thematik noch nicht verstanden.

ich benutze lieber einen true peak limiter als letztes glied.
Vielleicht hilft dir das, es gibt auch Kurven dort die veranschaulichen was er macht (man hört es auch gut finde ich) , und zeigt aber u.a. auch im Diagram auf wenn es "Hard Clipped" für den Unterschied/Soft/HardClip

 
wollte grad ein thread erstellen, wegen: soft clipper, hard clipper, true peak limter oder brickwall limiter - wann welchen wo ?

...und dann wird mir dieser thread vorgeschlagen, in dem ich es auch schon erklärt habe: :denk: :lollo:


nach all den infos, würde ich in meinem nächsten projekt den soft clipper in den gruppenspuren anwenden (wegen dem distortion effekt)

und nen tue peak limiter zum schluss.
 
Beim Master ist der Inflator suf 50%,das ist zu viel. 20% max. dürfte reichen.
Teste ich Heute Abend mal wenn ich zu Hause bin.
Kiss the Needle.
Hab mich vom Kai mit seinen 50% Inflator verleiten lassen. Aber der hat ja such eine andere Kette.

Danke an die Runde die mich drauf gebracht hat.

Du arbeitest anscheinend nach dem Prinzip "so viel wie möglich" ("20% dürfte reichen", ich hab von dem vor x Jahren, als ich den noch benutzt habe glaube ich max 14% eingestellt, und das war eigentlich schon zu viel)
Mastering ist denke ich besser nach dem Prinzip "so viel wie nötig", am besten ist es, wann man fast gar nix mehr machen muss, weil alles schon im Mix angepasst wurde.
Also die Ohren Entscheiden lassen, A/B Test. Ruhepausen und am nächsten Tag nochmal hören. Die Zahlenwerte sind doch völlig egal, der Klang entscheidet. Ich finde das auch schwer, besser sind da potis ohne Zahl, ich denke auch gern visuell und hänge mich an Zahlen auf...

Den Inflator würde ich eher so rein drehen, dass ich ihn gerade so leicht arbeiten höre, und dann ein müh zurück (vor allem wenn er nicht das letzte Glied der Kette ist).
Nich "wie viel geht gerade noch so", dann ist klar, dass Presswurst dabei rauskommen wird mit kaum Tiefenstaffelung.
Inflator und so Tools verändern gerne auch die Räumlichkeit in eine andere Richtung, als es im Mix war.
Tendentiell macht man sich so den Mix kaputt, es sei denn, die Änderung ist besser als der Mix. Dann war der mix aber wohl nicht gut genug.

Also auch wieder eine Frage der Philosophie, was man mit dem Mastering erreichen will. Verbesserung versus Veränderung, minimal invasiv versus offensive Effektierung.
 
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reicht der soft clipper denn als letzte instanz ? hab die soft / hard clipper thematik noch nicht verstanden.

ich benutze lieber einen true peak limiter als letztes glied.

Clipper eher auf Einzelspuren (z.b. um die Peaks der Kick zu bügeln) das gibt weniger Intermodulation (in der Summe laufen gleichzeitig leisere überlagerte sounds die dann im Peak addiert obendrauf sitzen und mit gekappt werden, überproportional viel im Vergleich zu ihrer Lautstäke).

Also Clipping auf Einzelspuren klingt sauberer bzw. eher besser. Man kann auf Einzelspuren auch mehr clippen, ohne dass es so stört, sprich lauter fahren.

Also Clipping ist eher ein Thema für den Mix als für die Summe.
Auf der Summe kann man zwar Clippen, das vor dem Limiter zu machen ist vermutlich recht sinnlos, wenn dann höchstens nach dem Limiter und nur 0,1dB oder so, sonst könnte das der Limiter eher besser. Es sei denn man will den Clipping-Effektsound, dann eher Clipper anstelle Limiter. Das habe ich auch schonmal gemacht, im Nachhinein, auf die WAV Datei, weil ich zu faul war nochmal zu limiten im anderen Programm um auf -14LUFS zu kommen. Hard clipping geht auch gut ohne plugins.
 
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Was haltet ihr davon einen Clipper vor den Limiter zu platzieren ?

du möchtest also noch mehr unnötige dinge in deine chain einbauen? dann nimm unbedingt einen clipper, denn der gehört bestimmt nicht da rein. :)

beim "limiter" müssen wir erst mal klären, was das ist. ich würde sinnvollerweise zwischen einem limiting kompressor/gate, einem brickwall limiter und effekten, die unter namen wie soft limiter, soft clipper oder limiting amplifier emulation zu haben sind, unterscheiden.

...wo gehört deiner auffassung nach ein brickwall limiter hin, wenn nicht ganz ans ende?


mal als "Laie" gefragt: Was genau soll das für einen Effekt haben?

hier is ohne begründungen. es geht wohl nur darum neue plugins zu kaufen.
 
@Green Dino - was ist denn nun bei dir die erkenntnis, nach deinem thread ?

und danke @C0r€ - das klingt sinnvoll und wird im nächsten projekt ausprobiert.

 
@Green Dino - was ist denn nun bei dir die erkenntnis, nach deinem thread ?


in masteringstudios stehen durchschnittlich 8 geräte, von denen durchschnittlich 4-5 im einsatz sind.
die arbeitsweise dort richtet sich nach grundlegenden erkenntnissen der wissenschaft und erfahrungen aus der vergangenheit, und der ansatz ist stets der, dass man nur macht, was unbedingt notwendig ist um ein bestimmtes ziel zu erreichen, zum beispiel standards zu erfüllen oder tracks aneinander anzugleichen.


im sequencerforum arbeitet man im schnitt mit 12-25 plug-ins.
und das ganze nach der maßgabe, was irgendwo einer auf youtube gesagt hat, der sein geld damit verdient irgendwas auf youtube zu sagen und mit ein paar geklauten plug-ins herumzualbern.
die grundidee beim mastern ist hier, alles möglichst noch einmal irgendwie deutlich hörbar zu verbessern, zu verändern, etwas hinzuzufügen oder wegzulassen, und das alles vollkommen anlasslos.
 
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Meiner Meinung nach sollte man sich lange Zeit einfach experimentell ausprobieren und sich an seinem Mixdown versuchen, Element für Element, das ist wertvolles Training.

Die ganze Mastering Thematik ist dann ab einer gwissen Mixdown-Güte nur noch "nice to have" bei mir und weil so zeitintensiv auf absoluten Minimalismus beschränkt.
 
Also ich brauche gar keine Kaufplugins mehr dafür, die Sachen in Reaper inkl. der Free Plugins auf Linux reichen mir völlig, das sind eigentlich schon zu viele.
Ich will, dass die Plugins eher analytisch sauber arbeiten, und das geht sehr gut. Nach Schönfärbern habe ich nicht gesucht, das brauche ich auch weniger, weil ich das schon auf den Spuren (z.B. beim Recording via Hardware) mache.
Bei den Kaufplugins waren meist schon gute Presets dabei, von denen aus ich recht schnell zu guten Einstellungen gekommen bin. Bei den Free-Plugins fehlen die meist (bei mir jedenfalls). Dann stelle ich es eben selbst ein, was eigentlich auch wieder Vorteile hat.
Ich habe auch keine "Mastering" chain sondern ziehe mir die Plugins jedesmal rein, die ich gerade für den Track brauche, nach Bedarf, und rendere das direkt in Reaper.

Wenn man das professionell macht und die Zeit rechnen muss wäre das wohl alles nicht sehr effizient. Bzw. werde ich mir meine eigenen Einstellungen wohl auch mal abspeichern, um einen besseren Startpunkt zu haben.
 
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mir ist beim anderen thread gerade tip #3 eingefallen, den ich manchmal, aber nicht immer beachtet habe und so verfahren bin:

was auch immer gut kommt ist solche dinge wie eine zarte edle fläche oder einen "teuren" raumhall als zweiten STEM, oder "zweite summe" einfach überhaupt nicht zu bearbeiten, und ihr das gemetzel der diversen dynamik prozessoren, aber auch M/S geschichten und einfärbungen gänzlich zu erparen.
 
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Ich hab meistens Presswerk mit 1-2 dB gain reduction, FC70 ca. 1 dB und weniger, Satin, und einen True Peak Limiter - 1dB auf dem Master.

Dann eventuell noch was von Airwindows (Mojo fuer dicke Eier, NC17, ADclip)

Und EQ: Low cut, High cut und bei 160 - 500 Hz etwas absenken....
 
Mastern beginnt mit dem Arrangement
Wer das nicht drauf hat, kann sich drölfzig plugins kaufen und hat immer noch kein Mojo
 
Mastering ist vor allem die Anpassung des Ausgangsmaterials in Bezug auf das Zielmedium - heutzutage vor allem digital - Apple Music hat beispielsweise jetzt die Latte nochmal tiefer gelegt -16dB LUFS ist da jetzt die Vorgabe und um das zu erreichen, reicht relativ wenig. Wenn du die Kontrolle über den Mix hast, sollten Kompressor, EQ (mir reichtLowcut/Airband) und Limiter eigentlich ausreichen.
Wenn das nicht reicht, ist idR der Mix Mist (ich spreche aus Erfahrung, hehe)
Charaktermastering ist ein Mythos, wenn dein Track nicht so klingt, wie du dir das vorstellst, hilft kein Mastering der Welt. Wenn man Bock drauf hat, auf der Summe noch Schweinereien zu machen, kann man das gern tun (macht ja auch Spaß), das hat mit Mastering aber nicht viel zu tun.
Im Idealfall klingt dein Track einfach und das Mastering gibt der Summe der Songs auf einem Release den entsprechenden Rahmen.

So oder so, der Mix ist viel wichtiger.
 


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