MIDI-Sequencer zur Aufnahme von Automation

Mal eine grundsätzliche Frage zu Hardware-Sequencern, die sich wohl eher an die Leute richtet, die die ganze Entwicklung mal perönlich mitgemacht haben.
Ich frage mich, bei diesen ganzen vielen Hardware-Sequencern der 90er und frühen 2000er Jahre ob diese eigentlich auch damals schon im stande waren die Automationskurven aufzuzeichnen? Oder wurde das damals weitestgehend mit dem ATARI gemacht? Ab wann tauchten denn Hardware-Sequencer auf, die in der Lage waren neben den Noten auch noch MIDI-CC-Automation aufzuzeichnen? Oder kam das wirklich erst mit der weiträumigen Verfügbarkeit von DAWs?
Was waren denn jeweils die ersten Geräte, die sowas konnten und wie wurde das von den Künstlern angenommen und wie hat sich das Konzept allgemein entwickelt?
 

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Der Yamaha QY-700 von 1996 z.B. macht das. Die Roland MV-8000 von 2003 auch. Ich gehe mal davon aus, dass auch die alten MPCs das können.
 

micromoog

Rhabarber Barbara
Controller Daten mit aufzeichnen konnten fast alle Standard Sequenzer ab Mitte der 80er.

Diese nachträglich Editieren war aber dann eher Masochisten vorbehalten, da punkteten die Computer basierten Systeme.
 

fanwander

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Ich frage mich, bei diesen ganzen vielen Hardware-Sequencern der 90er und frühen 2000er Jahre ob diese eigentlich auch damals schon im stande waren die Automationskurven aufzuzeichnen? Oder wurde das damals weitestgehend mit dem ATARI gemacht?
Hardware Sequencer konnten das schon sehr früh. Mein frühester, der das (in Grenzen) konnte war der Ensoniq ESQ-1 und dann der Korg SQD-1. Allerdings hat die Ausgabe meist das Timing der Notenausgabe zerschossen (schlicht wegen der 1ms-pro-MIDI-Event-Regel).
Im Atari haben wir das aber exzessiv genutzt, schlicht weil man da die Controller Events dann bequem so verschieben konnte, dass sie nicht mit den Notenevents kollidiert sind.
 
Ich stehe jetzt vor der Entscheidung wie ich das langfristig mit dem Arrangement machen will. So attraktiv Computerlose Systeme auch sind, sie liefern glaube ich nicht das was ich damit vorhab. Von daher stellt sich für mich grundsätzlich die Frage ob es überhaupt Sinn macht in einen Hardware-Sequenzer zu investieren, der zudem nie alles Gewünschte kann, oder nicht doch die wohl eher sinnvollere Entscheidung für ein Software-Sequencer unterstütze.
 

fanwander

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Rein meine persönliche Meinung: Hardwaresequencing für Musikertum, Softwaresequencing für Produzententum. Beides hat seine Berechtigung, aber man sollte sich überlegen in welche Richtung man tendiert.

Hardwaresequencer spielen Ihre Stärke dort aus, wo es um Schnelligkeit geht und nicht um Genauigkeit oder - vielleicht besser: - Differenziertheit.

Ich habe Hardwaresequencer oft mit Software kombiniert: erst den Hardwaresequencer als musikalischen Notizblock nehmen, Daten dann in den Softwaresequencer übertragen (üblicherweise durch simples Abspielen der MIDI-Daten in Echtzeit), dann Daten auf der Softwareebene im Detail bearbeiten, und ggf wieder das Ergebnis zurück in der Hardwaresequencer überspielen - zB wenn man mit dem Hardwareteil auf die Bühne gehen will.
 


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