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Brainstorm Moderne Legenden?!

Wilde Suche nach Themen, Ideen …
  • #32
Was ist eigentlich das Ziel dieses Threads?
Frage ich mich auch gerade:
Gehts um moderne Legenden bez. der Synthesizer - oder bez. Musik oder der Schaffenden ?

Hinsichtlich der Klangerzeuger, wären da z.B.:

- SY99 (1991)
- Nord Lead (1995)
- AN1x (1997)
- FS1X (1998)
- SunSyn (2000)
- MonoMachine (2001)

Sicherlich gehört der Access Virus auch dazu. Ist inzwischen alles weit über 20 Jahre alt und sehr wohl legendär.
Davor eben DX7, M1 und sowas .. und ganz früh eben die bereits benannten: JP6/8, Juno6/60/106, MS10/20/50, PPG, Buchla, Minimoog, Fairlight, Oberheims, etc..
 
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M.i.a.u.: Donauwelle
  • #34
Vielleicht ist es erneut die Kritik, dass Musik früher "besser" sei bzw. heute nichts spannendes käme. Höre ich schon in den 80ern, dass da nichts mehr geht. Stimmt aber nicht.
Hörer interessieren sich 0 dafür womit - einige schon, bei Kraftwerk im Publikum hatte ich den Eindruck einer hohe Musikerrate - interessant, weil wir ein Synthesizerforum sind.

Diese Frage kommt alle 2-5 Jahre wieder - sucht nach "moderne Klassiker" und "Vintage…"
Bei Musikern geht das auch, einiges an aktueller Pop-Musik ist echt raffiniert. Tricks, die man früher nur in progressiven Bands gehört hätte. Mir ist einiges zu glatt.

ZUM VERGLEICH:
Wenn man Freund eines Verhaltens / Sounds ist - kaufe ich deshalb diesen Synth. Bei mir sind das 1-3, die ich wirklich sehr mag und die alt sind - ohne Ersatz. Den Rest kann ich anders auffangen. Heute würde ich den günstigeren nehmen. Machen hier sicher die meisten.

Siehe auch: https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/synthesizer-und-instrumente-vintage-oder-neu-kaufen-was-bevorzugst-du.173078/
Finde, dass wir sowas hier nicht ins Alberne ziehen müssen. In der Zeit hat man 0 neue Stücke gebaut. Das stimmt ;)
Aber dann können wir das Forum ja zu machen.
 
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M.i.a.u.: Audiohead, elbonzoseco, Dagalos und eine weitere Person
  • #35
Ich finde es heutzutage überaus gut das Mann/Frau mit jeglichen Budget genau den Sound kaufen kann wo er/sie möchte.

Und es ist doch wohl völlig legitim das jeder der möchte sich musikalisch ausprobieren und ausdrücken kann.

Musik ist etwas schönes und bringt Menschen zusammen, heute mehr als gestern.
 
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M.i.a.u.: robworld und notreallydubstep
  • #36
Vielleicht müsste man auch Klassiker oder Vintage anders behandeln. Nicht als etwas, das mal war, sondern etwas mit beständiger Relevanz. Behringers Erfolg bestätigt es.

Und alle Annahmen drum herum, sind eher Probleme der Musik, der Konsumenten, des Zeitgeistes, der fehlenden Bewegung und losgelöst von den Klangerzeugern.

Denn ... tolle Instrumente gibt es heute zuhauf.
M.E. sogar bessere als damals.

Ich wüsste bspw nicht, wie und ob ich den Microwave heute einsetzen würde und der Virus ... kann die Kiste nicht mehr hören. Genauso wenig den JP
Dafür liebe ich den M, den Prophet rev2 finde ich phantastisch, es macht Spaß mit beiden Geräten zu arbeiten und übermorgen kommt der Polybrute, der konzeptionell sehr gut zu mir passt. In meinem Mini-Modularsystem verliere ich mich ständig - einfach nur staunen und Begeisterung, da ziellos, unfallsbasiert, experimentell. Es ist für mich kein Kreativloch, dafür aber oft fehlende Orientierung, wohin ich mich inspirieren lasse. Zuviele neue Ideen und nur jede 20. wird nen fertiger Track
 
  • #37
Als ich den Microwave neu hatte, gab es natürlich auch kaum Bands, die den einsetzten, also hab ich gemacht, was ich mag, es gibt aber heute so viele, die dir zeigen können, wie cool es sein kann gerade damit etwas tolles zu machen. Weil die Teile ihren Meister gefunden haben.

Ich mochte das Gefühl Pionier zu sein. Fast alle haben noch die Option ausgereizt zu werden, weniger die 303, eher ein Muse oder sogar der Microwave - auf dem gibt es heute ausgefuchstere Sachen als damals.
 
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M.i.a.u.: Audiohead
  • #38
Zu meiner Zeit galt Quasimidi als das heiße Ding- aber so richtig zum Klassiker entwickelt hat sich da auch nichts. :cry: Letztendlich haben die aber größtenteils auch nur versucht, auf dem (beginnenden) VA-Hype mitzuschwimmen. Der Polymorph kam zu spät und blieb zu exotisch.
 
  • #40
Vielleicht der Roland V-Synth? Moog Voyager? Waldorf Quantum? Sequential Prophet X? Korg Radias???

Bei einigen Geräten aus den 90ern gehen die Preise ja auch schon deutlich hoch, etwa Waldorf Microwave XT. Das ist eine Entwicklung, die dynamisch ist.
Das Problem beim V-Synth ist, das gerade Variphraze heutzutage durch Software machbar ist und deshalb die Leute vergessen, wie innovativ das Anfang der 2000er war, per Hubschrauberlandeplatz in einem Sample zu rühren.
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep
  • #41
Für mich sind die aktuellen Elektronkisten moderne Legenden.

Die haben zwar keinen "Signaturesound" und sind außerhalb der "Szene" selten ein Begriff, aber sie sind so gut durchdacht, dass sie zeitlos sind. Das sind praktisch die eGitarren der elektronischen Musik, also Instrumente, die 100 Jahre in aktueller Version bestehen bleiben könnten. Insbesondere der Digitakt II. Sehr umfangreich, aber dennoch kompakt, leicht verständlich und genreübergreifend einsetzbar. Außerdem mit Overbridge perfekt mit dem Computer verbunden, aber ob das in 100 Jahren noch so sein wird, ist fraglich.

Legenden wie damals, die Stile geprägt haben, wird es wahrscheinlich nicht mehr geben und ich hoffe, dass man irgendwann aufhört sich nach ihnen zu richten. Bei Behringer finde ich es blöd, dass die Nachbauten zu nah an den Originalen sind, insbesondere was es Bedienung und Features angeht.
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #42
Mich hat es auch in den Fingern gejuckt, die Elektrons als zukunftige Legenden zu nennen..es ist das zugängliche, simple, aber bei Bedarf doch komplexe Interface...

Gibt sicher den ein oder anderen der dann wieder meint dass doch mit Software alles ebenso machbar wäre (ableton, Automationen, etc)
 
  • #46
Ja klar, aber Einfluss? Wäre auch alles mitm Simpler + Signalkette möglich 😉
Doooch - wenn man sagen kann, dass etwas Einfluss hat, dann doch gerade sowas wie die Octatrack und Machinedrum. Die hat eine Reihe von Stilen geprägt. Natürlich reicht da kein Simpler - das ist ja ein Granular-Teil mit recht langem Speicher und Automation - sowas live - mit Scenes einzusetzen nutzen manche schon allein um Effekte sehr vielseitig zu nutzen. Dem Tonverk könnte das Schicksal auch in diese Richtung passieren. Aber da müssen wir mal 25 Jahre warten. Mir ist allerdings der musikalische Nutzen wesentlich wichtiger als die Bedeutung in der Geschichte.

Glaube kaum, dass man das heute noch leugnen kann, dass die den Stellenwert im Techno wie früher die Rolands (SH101, 303, TRs, … etc.) und aktueller beatorientierter Elektronik sowie sogar sehr abgefahrene Sachen haben das Teil auch sehr beflügelt. Sieht man doch recht oft auf der Bühne und so weiter.
Der Klang eines Machinedrum ist schon charaktervoll. Und so weiter - dieser Zugang ist anders als eine DAW oder "irgendein Sampler".
 
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M.i.a.u.: Audiohead
  • #47
Ja klar, aber Einfluss? Wäre auch alles mitm Simpler + Signalkette möglich 😉

Wäre es, dann hätte sich aber Simpler + Signalkette durchgesetzt.

Es war ja nicht so, als hätten ganze Genres auf die Geräte, die du legendär nennst, gewartet. Die lagen einfach rum und wurden benutzt, ggf. zweckentfremdet – und erst durch ihre Verwendung zur Legende. Der Acidhouse hätte auch auf der Machinedrum stattfinden können, hätte es die da schon gegeben.
 
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M.i.a.u.: sllk, Archivicious und elbonzoseco
  • #48
Legenden wie damals, die Stile geprägt haben, wird es wahrscheinlich nicht mehr geben und ich hoffe, dass man irgendwann aufhört sich nach ihnen zu richten.
Da darf man auch nicht vergessen dass Elektronische Klangerzeugung früher ein Luxusgut war - jedenfalls für mich -, was nur wenige hatten und der Markt war zudem überschaubar. Irgendwie erscheint das für mich logisch, dass dann so eine Art Legendstatus von ganz allein entsteht, wenn man noch in der Prägephase mit diesen Klängen konfrontiert wurde und das gut fand.

Die, die sich danach richten sind wohl eher so alte Säcke wie ich es bin. Ich vermute mal nicht dass junge Leute den Legenden sooo viel Beachtung schenken, außer dass es die mal gab und die Gebrauchtpreise hoch sind.

Ich hoffe auch auf die Weiterentwicklung der Elektronischen Musik und nicht dass immer wieder dieselbe Musik mit den denselben Sounds aus den 80er und 90er entsteht. Das wäre wirklich nicht gut, auch wenn ich zugegebenermaßen gern in der alten guten Zeit musikalisch lebe und mich immer noch über einen Trancesound aus einem JP8000 Plugin freue oder einer 303 Acidline. Aber ich bin alt, unflexibel und mehr aufs Gestern als aufs Morgen ausgerichtet.
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep, Archivicious und ganje
  • #49
ich würde hier auch den Moog Sub 37 nennen, ist oft zu hören und zu sehen, Elektro , Deep House, Minimal....... der hat da schon eine Note hinterlassen, wird in dem Bereich gerne genutzt,
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep
  • #51
Ich werfe mal den Korg Kronos in den Raum.
Ist halt eher ein Arbeitstier ohne eigenen Fingerabdruck, hält sich zumindest schon seit langer Zeit am Markt.
 
  • #52
Klassiker ist natürlich auch nicht gleich Legende.
Das hat doch aber auch heute einen ganz anderen Stellenwert, die Musik, die elektronisch erzeugte Musik, die Instrumente, die dafür benutzt werden ...
Ich denke, Legenden findet man eher in Pionier- oder Aufstiegsphasen.
Das Keystep ist vielleicht eine kleine Controllerlegende, oder das Make Noise Maths eine Modularlegende,
aber das sind ja trotzdem ganz andere Dimensionen.

Speziell bei elektronischen Musikinstrumenten wird das schwierig werden, es gebt gefühlt für jede kleine Teilaufgabe etwas passendes.
Wenn es Innovationen gibt, können die höchstens eine Nische oder einen kleinen Teilbereich verändern.
 
  • #53
Mir scheint auch, dass die Monomachine so ein Klassiker geworden ist.
Vor allem durch die Musik von Sophie, The Knife und auch bissi durch Autechre.


Eigentlich ist die MM durch das zum Klassiker geworden, was sie kann und was sie anbietet - nämlich mehrere Engines unter einem Dach vereint und sinnvoll kombiniert.
Sowas ähnliches (jedoch bei Weitem nicht so erfolgreich) hat Yamaha mit dem EX5/7 gemacht - ging nur nicht auf.

übrigens:
Ich denke, bevor hier alle Synthesizer der letzten 20 Jahren benannt werden, müsste vorerst definiert werden, was eine "Legende" oder "Klassiker" ausmacht. Die gebaute Stückzahl ist es sicherlich nicht, auch nicht, weil X/Y damit paar gute Tracks gemacht hat. Für mich definiert sich ein solches Gerät einerseits durch seinen (globalen) Erfolg (so DX7, M1 z.B.), andererseits durch die Technik und letztendlich dadurch, ob ein solches Gerät von der Mehrheit (heute noch) begehrt wird.
 
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  • #54
In den letzten zwanzig Jahren oder so hat sich hauptsächlich die Farbe zu einem Merkmal für Klassiker entwickelt.
Wenn ich mit Freunden auf Konzerten war, wurde ich öfters gefragt, was denn diese ganzen roten Keyboards seien.
Manch einer meinte sogar, dass das möglicherweise diese berühmten Moogs sein könnten. ;-)
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep, Scenturio und einseinsnull
  • #56
Alesis Andromeda, breiter schwebender Sound, Klanglich nicht so modern und präzise wie aktuelle Analoge.
 
  • #57
Ich könnte mir vorstellen, daß der MicroFreak vielleicht mal sowas wie eine Legende werden könnte.
Aber vielleicht auch nicht, weil jetzt nach knapp sieben Jahren noch kein EOL in Sicht ist und bestimmt gute Stückzahlen davon im Umlauf sind.
 
  • Gute Idee
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M.i.a.u.: sllk und Audiohead
  • #59
Sowas ähnliches (jedoch bei Weitem nicht so erfolgreich) hat Yamaha mit dem EX5/7 gemacht - ging nur nicht auf.
Und Korch mit dem Z1 (bisi).
Die Workstations lasse ich jetzt mal wech

EXen sind coole Teile!

Was der MM fehlt ist das UW der MD.
Also mehr als W(wavetables) an Sampling.
 
  • #60
Was gibt es da an modernen Legenden, also solche über die wir in 20 Jahren zurückträumen und das G.A.S. juckt so einen 2025 Synth zu ergattern?
Das kann dir heute niemand sagen. So etwas muss immer erst die Zeit zeigen.

Aber was erreichte nach der Jahrtausendwende derartigen Status?
Mit Sicherheit der Korg Microkorg und der Waldorf Blofeld. Die wurden wahrscheinlich mehr verkauft und werden mehr genutzt als fast jede Vintage-Legende.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: elbonzoseco und micromoog

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