Montage / MODX in der Praxis

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Erdenklang

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Ich habe z. Z. ein solches Gerät bei mir zur Anprobe. Den Klang an sich finde ich recht gut, aber ich muß sagen, daß ich ja schon einiges gesehen habe, aber dieses Parameter-Labyrinth ist wirklich gewaltig. Nicht mal mit dem Software-Editor von diesem Griechen will es übersichtlicher werden. Hingegen hat man bei Yamaha wieder extrem mit den Modulatoren gegeizt. Nur ein nicht synchronisierbarer LFO pro Element und einer mit Synchronisation pro Part. Keine loopbaren Hüllkurven usw. Dafür eine Menge Firlefanz, der an der wirklichen Praxis vorbeigeht. Kein Mensch benutzt diese ganzen bereits halbfertigen Songs, welche sich auf einen Tastendruck in Bewegung setzen.

Wenn ich z.B. endlich ein spektrales Toneshaping auf FM-Basis machen möchte, dann bräuchte ich mindestens 3 LFOs oder AR-Hüllkurven, die ich in ein sinnvolles Verhältnis setzen kann, sonst ist das zu langweilig. Wenn ich für so etwas Einfaches extra noch den Umweg über die DAW-Kurven gehen muß, brauche ich ja keine Workstation.

Mich würde nun interessieren, ob es tatsächlich Synthesizer-User gibt, die mit diesem eigentlich (trotz der 8 Operaratoren) immernoch sehr mit dem Urahn DX7 stark verwandten Geräten wirklich richtig Klänge (in einem noch erträglichen Zeitrahmen) programmieren - oder ob hier solcherlei Workstations keine Verbreitung haben (?)
 
Sulitjelma

Sulitjelma

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Es braucht vielleicht etwas Zeit bis man damit klarkommt. Je nachdem sind ja einige Sachen dabei, die man eigentlich garnicht benötigt und so erstmal außen vor lassen kann. Es gibt auch nützliche Shortcuts, die manches beschleunigen. Wenn ich Sounds mache konzentriere ich mich einfach auf ein paar Dinge, die mir besonders gefallen und dann ist der Zeitaufwand noch halbwegs vertretbar, bei AWM2 eh - da hat man einen sehr nützlichen Übersichtsmodus. 8 OP verwende ich zwar eher selten, aber durch die Schieberegler hast Du im Nu eine Gruppe ein- oder ausgeblendet.

LFO : Da legst Du den Finger in die Wunde - warum hätten sie nicht mehr anbieten können und mehr Wellenformen ? Ein bißchen kann man sich helfen wenn man immer gleich eine Multiperformance anlegt, dann hat man wenigstens mehrere verschiedene Part-LFO. Es gibt zwar noch mehr "LFO" die sich in den Mod-Sequenzen verbergen. das ist aber dann wirklich so unhadlich anzulegen, daß mir dabei meist die Lust vergeht. Im Prinzip ist aber mehr möglich.

:phat: Ist nach etwas Einarbeitung ein Klasse Gerät finde ich.

Ein aktuelles Gerät wie der Kodamo Essence FM hat übrigens auch nur einen LFO - ich glaube die Fachleute halten das wohl für überflüssig, die machen das mit OP und Fixed Frequency.
 
Summa

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
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Erdenklang

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Du willst die Operatoren für additive Synthese missbrauchen?


Könnten dir die 8 Motion Sequencen vielleicht weiter helfen?
Du willst die Operatoren für additive Synthese missbrauchen?
Ja, so in etwa.

Die Motion-Sequenzen könnte ich mal probieren, obwohl mir das noch von recht erfolglosen Versuchen von vor 15 Jahren mit dem DX-200 bekannt vorkommt.
 
E

Erdenklang

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Es braucht vielleicht etwas Zeit bis man damit klarkommt.
Ich habe den seit 1 1/2 Wochen hier und es ist eines der wenigen Geräte (eigentlich das einzige), welches ich nach so einem Zeitraum immer noch nicht ganz überblicke.

Wie lange hast du zur Einarbeitung gebraucht?
 
Sulitjelma

Sulitjelma

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Für FM-X sehr lange, aber das lag daran, daß FM ganz neu war für mich. Ganz überblicken kann man bei mir sicher auch nicht sagen. Ich entdecke nach ein paar Jahren auch immer noch neue Sachen und finde das gut so.
 
Summa

Summa

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Du willst die Operatoren für additive Synthese missbrauchen?
Ja, so in etwa.
Bin eher nicht so der Stapler, bei 8 Operatoren hat man ansonsten meist genug Operatoren übrig um den Sound mit fixed Frequency Trägern (oder zwischen Träger und Modulator) in Bewegung zu setzen.

Die Motion-Sequenzen könnte ich mal probieren, obwohl mir das noch von recht erfolglosen Versuchen von vor 15 Jahren mit dem DX-200 bekannt vorkommt.
DX200 hatte ich nie einen, aber beim AN1x hab' ich die gelegentlich als LFO missbraucht :wegrenn:
 
Jörg

Jörg

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8 Operatoren (die ja auch als LFOs dienen können) plus Element-LFO plus Part-LFO ist ja nicht sooo wenig.
Dazu noch die Motion Sequences, also da geht schon was.

Ganz deiner Meinung bin ich bei den drölfzigtausend "Arpeggios": totaler Quatsch, braucht kein Mensch, und ist auch hart an der Grenze zum Alleinunterhalter-Keyboard.
Nur die User Arpeggios finde ich wieder cool. :)
 
Sulitjelma

Sulitjelma

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Ich störe mich leider regelmäßig daran. Am Kronos geht das deutlich leichter von der Hand : Ausreichend LFO mit ausreichend Wellenformen, die man auf nahezu alles loslassen kann. Leider hier aber nicht auf die FX, da ist der Montage wieder sehr mächtig.

Die Element-LFO sind leider sehr abgespeckt und bieten nur drei Ziele, FX-Mod geht nur mit dem Part-LFO, dafür muß man da dann alles weitere mit der gleichen Wellenform/-frequenz machen. Zu aller Verwirrung ist das ganze dann noch bei FM-X und AWM2 unterschiedlich.

Mittlerweilen lege ich mir deshalb sehr viel auf´s Mod-Wheel (was erstaunlicherweise nahezu unbegrenzt geht) und opfere mich selbst als "LFO".
 
Sulitjelma

Sulitjelma

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Im Prinzip gibt es ja sogar eine schöne Mod-Matrix über das Control-Assign, nur ist die eben mehr auf manuelle Mod-Quellen ausgelegt. Wenn man da noch 2-3 LFO und/ oder Envelopes anwählen könnte, das wäre wirklich super.
 
Summa

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Feedback pro Operator und eigene Algorithmen - möglichst als FM-Matrix ala FM/Heaven, FM7/8, Octopus ;-) Aber ich hab' mir angewöhnt die Synths entweder so zu nehmen wie sie sind oder zu warten bis sie das können was ich brauche.

@Jörg Immerhin hat man zwei EGs pro Operator, die kleine Pitch EG ist doch toll ;-) - wirkt sogar auf fixed Frequency Operatoren.
 
Summa

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hate is always foolish…and love, is always wise...
Man kann damit tolle Texturen erzeugen, speziell wenn man die Shaper-Operatoren zudem noch auf freilaufend stellt. Das Ergebnis kann dann schon mal an Granularsynthese erinnern ;-)
 
Rupertt

Rupertt

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ich habe den MODX6 seit 3 Wochen und das erstellen von Patches mit der FM Engine ist mir auch noch ein Rätsel, gleicht alles hohen pfeiftönen bis jetzt.
Mir gefällt das man diverse Sounds relativ schnell layern kann.
 
Summa

Summa

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ich habe den MODX6 seit 3 Wochen und das erstellen von Patches mit der FM Engine ist mir auch noch ein Rätsel, gleicht alles hohen pfeiftönen bis jetzt.
Probier erst mal mit 4x2 Operatoren bzw. Algorithmus 67 anzufangen, einfach nur um rauszufinden was man mit 2 Operatoren im Zusammenspiel mit den zusätzlichen Wellenformen so anstellen kann. Die lassen sich im MODX leicht kopieren und gegeneinander verstimmen, im Prinzip wie 4 Oszillatoren.
Wenn du sie um Oktaven verstimmen willst, einfach die Frequenzen verdoppeln oder halbieren - zum rauf- oder runterstimmen der Pärchen.
 
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