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Native Instruments GmbH is in preliminary insolvency

Sind wir mal ehrlich, die haben doch eh nur noch Mist rausgebracht.. jeden Tag Werbung für drölfste Soundextension.
Ich sehs als Chance für etwas Neues.

In der Vergangenheit hat die Firma sehr viel erreicht für die Musikproduktion am Computer, davor hab ich Hochachtung!
 
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M.i.a.u.: jamani, virtualant, exitLaub und 7 andere
Wenn die jetzt wirklich Pleite sind, was ist dann mit meinen Plugins? Die meisten müssen ja online freigeschaltet werden.
 
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M.i.a.u.: qwertz123
Erstmal abwarten. Möglicherweise kann der Insolvenzverwalter noch was retten, das soll ja vorkommen.
 
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Mmh unter den Insolvenzbekanntmachungen findet sich noch keine Veröffentlichung.

Unabhängig davon wäre das natürlich schade.

Edit: Habe die Veröffentlichung gefunden.
 
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Die Firma existiert ja noch. Der Insolvenzverwalter wird sie wenn möglich umstrukturieren und man wird sehen, was dann übrig bleibt. Wenn die dämlichen Expansions dabei runterfallen, soll mir das wurscht sein. Absynth und Reaktor gibt es nirgendwo anders, Reverb- und Saturation-Plugins durchaus. Vielleicht kann man da ansetzen.

Man wird sehen.

Soweit ich mich erinnere, war Waldorf auch mal insolvent, und es gibt sie noch immer.
 
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M.i.a.u.: phoges, verstaerker und Braunsen84
Ja, das muss und wird im Falle von NI sicher nicht das Ende bedeuten. Ich denke mal die haben umfangreiche Assets in Patenten und Lizenzen, mit denen sich Geld verdienen lässt und auch die Marke an sich könnte für Investoren interessant sein. Wenn der Apparat zu teuer ist, muss im Zuge einer Sanierung umstruktiert werden, so ist das halt.
 
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M.i.a.u.: Hamudi2000 und betadecay
Puh, da hängt ja Izotope und Plugin Alliance mit dran. Das ist schon dick!
Ich hoffe mal, es findet sich ein Investor...
 
  • #10
Wenn die jetzt wirklich Pleite sind, was ist dann mit meinen Plugins? Die meisten müssen ja online freigeschaltet werden.
Deswegen mag ich auch all diese ganzen Online-Aktivierungsverfahren und Plugin-Manager à la NI Access nicht, zumal die Sachen ja trotzdem noch gecrackt werden...
 
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M.i.a.u.: Miks, qwertz123 und dubsetter
  • #11
Das ist mit Sicherheit eine ernste Situation, aber noch keine Insolvenz. Eher ein Gläubigerschutz unter Einsatz eines vorläufigen Insolvenzverwalters. Je nachdem, wie fit der ist und wie der die Situation bewertet hinsichtlich Möglichkeiten zur Sanierung, kann es da durchaus weitergehen. Ansonsten hätten sie direkt Insolvenz angemeldet.
 
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M.i.a.u.: betadecay
  • #12
Das Übel liegt doch auch bei den Investoren:

In den letzten Jahren hat sich die Eigentümerstruktur von Native Instruments (NI) deutlich gewandelt, weg von einem rein gründergeführten Unternehmen hin zu einer Struktur mit großen Investmentgesellschaften.
Die wichtigsten Investoren sind:
1. Francisco Partners (Mehrheitseigentümer)
Die US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft Francisco Partners erwarb im Januar 2021 die Mehrheit an Native Instruments.
* Hintergrund: Unter der Regie von Francisco Partners wurde NI mit anderen Marken wie iZotope, Plugin Alliance und Brainworx unter dem Dach einer Gruppe (zeitweise als "Soundwide" bekannt, heute wieder primär unter Native Instruments firmierend) zusammengeführt.
2. EMH Partners
Die Münchner Beteiligungsgesellschaft EMH Partners stieg bereits 2017 mit einem Investment von rund 50 Millionen Euro ein.
* Aktueller Status: Nachdem EMH zeitweise die Mehrheit hielt, verkauften sie diese 2021 an Francisco Partners, halten aber weiterhin eine signifikante Minderheitsbeteiligung.
3. Die Gründer und das Management
Die ursprünglichen Gründer von Native Instruments (darunter Stephan Schmitt und Volker Hinz) sowie Mitglieder des Managements sind nach wie vor als Minderheitsgesellschafter am Unternehmen beteiligt.
4. Weitere institutionelle Partner
Es gibt zudem kleinere Beteiligungen durch institutionelle Investoren wie:
* Bryant Stibel (die Investmentfirma von Kobe Bryant und Jeff Stibel).
* BayernLB (über entsprechende Beteiligungsvehikel).
Zusammenfassend: Heute gehört Native Instruments mehrheitlich dem Tech-Investor Francisco Partners, während EMH Partners und die Gründer als wichtige Partner an Bord geblieben sind.
Möchtest du mehr darüber erfahren, wie sich diese Investitionen auf die Produktstrategie (z. B. Abomodelle oder Software-Bundles) au
sgewirkt haben?
 
  • #13
Einige Partnerunternehmen hängen da auch noch mit dran, welche sich zum großen Teil auf die Entwicklung von Expansions konzentriert haben.
Da denke ich zuerst mal an Wavelet Audio, von denen ich ein paar richtig gute Sachen für Kontakt habe.
Eine kleine Hilfe wäre es natürlich, wenn man die gepackten Samples irgendwie extrahieren und somit weiter in anderen Produkten nutzen könnte.
 
  • #14
Uff, so ein Jammer. Aktiv hab ich zwar nur noch Massive X im Einsatz, aber Maschine hat mich viele Jahre begleitet und begeistert. Das schmerzt, weil NI waren mal echte Pioniere.
 
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M.i.a.u.: qwertz123 und j3122
  • #15
Das ist mit Sicherheit eine ernste Situation, aber noch keine Insolvenz. Eher ein Gläubigerschutz unter Einsatz eines vorläufigen Insolvenzverwalters. Je nachdem, wie fit der ist und wie der die Situation bewertet hinsichtlich Möglichkeiten zur Sanierung, kann es da durchaus weitergehen. Ansonsten hätten sie direkt Insolvenz angemeldet.

Das stimmt nicht ganz, es ist laut Veröffentlichung kein Schutzschirmverfahren (keine Eigenverwaltung), sondern ein regulärer Eigentantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Unabhängig davon, geht es wahrscheinlich trotzdem weiter, die Möglichkeiten wird der vorläufige Insolvenzverwalter jetzt prüfen.
 
  • #16
Schlecht schlecht. Habe vor 4 Monaten gerade deren Flaggschiff S88MK3 gekauft. Dann hoffe ich mal, dass das keinen Support braucht, wobei deren Support sowieso leider eh schon unterirdisch war. Aber ich glaube auch, dass das nicht das Ende von NI ist. Das wird sicher weiter gehen.
 
  • #19
Das überrascht mich jetzt doch, ich drücke die Daumen dass sie die Kurve kriegen auch wenn ich kein Stammkunde bin, fänds aber Schade.
 
  • #21
Blöde Sache. Aber irgendwie gar nicht mal so überraschend, wenn überwiegend nur noch Content in Masse hergestellt wird, der in gefühlt ständigen sales zu Schleuderpreisen verhökert wird. Irgendwann hat der größte NI-Fan sämtliche Laufwerke voll mit Expansions oder es kommt der Punkt, wo man einfach pappsatt ist.
Dafür wurden einfach extrem wichtige Sachen komplett vernachlässigt, wie z.B. Kontakt mal auf einen richtig aktuellen Stand zu bringen (skalierbares UI !!!). Oder der seit über einem Jahrzehnt bestehende Bug mit der DFD-Engine mit den erratisch abbrechenden Noten, von dem gar nicht mal so wenige betroffen sind, wie immer seitens NI Support behauptet.
 
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M.i.a.u.: betadecay
  • #23
was mit den Plugins ist das kann doch hier und jetzt niemand beantworten. Es ist aber anzunehmen daß es irgendwie weitergeht, vielleicht wird NI verkauft.

Mich interessiert ein anderer Punkt: was führt bei so einem Unternehmen dazu dass die in die Insolvenz gehen? Nach soooo vielen Jahren voller anfänglicher Innovation? Nachdem man sich einen weltweiten positiven Ruf aufgebaut hat? Nachdem man jahrelange Erfahrung weltweit gesammelt hat? ist ja auch nicht wie Waldorf so ne 6 Mann Frickelbude.
Ist das geplant? Tschuldigung, musst ich mal so direkt fragen. Weil ich kann mir schwer vorstellen daß die alle entweder auf einmal alle inkompetent sind, oder kompetent und gutwillig gehandelt haben, aber ganz furchtbar Pech hatten.
 
  • #25
was mit den Plugins ist das kann doch hier und jetzt niemand beantworten. Es ist aber anzunehmen daß es irgendwie weitergeht, vielleicht wird NI verkauft.

Mich interessiert ein anderer Punkt: was führt bei so einem Unternehmen dazu dass die in die Insolvenz gehen? Nach soooo vielen Jahren voller anfänglicher Innovation? Nachdem man sich einen weltweiten positiven Ruf aufgebaut hat? Nachdem man jahrelange Erfahrung weltweit gesammelt hat? ist ja auch nicht wie Waldorf so ne 6 Mann Frickelbude.
Ist das geplant? Tschuldigung, musst ich mal so direkt fragen. Weil ich kann mir schwer vorstellen daß die alle entweder auf einmal alle inkompetent sind, oder kompetent und gutwillig gehandelt haben, aber ganz furchtbar Pech hatten.

missmanagement …jahrelang.

die hatten schon talentierte leute, leider nur nicht in den führungspositionen. in deren forum gaben mitarbeiter/moderatoren immer wieder mal etwas preis, warum es nicht gut lief und auch auf glassdoor gibt es viele schlechte kommentare zur führung.

die letzten paar jahre fand ich, was die produktpflege anbelangt, extrem schlecht.
 
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M.i.a.u.: subsoniq
  • #26
Naja, sehr simpel ausgedrückt, wenn der/die Investor/en ständig die Gewinne abschöpfen und die Verkaufszahlen rückläufig sind, dann geht das eben irgendwann an die Substanz eines Unternehmens.
 
  • #27
Mich interessiert ein anderer Punkt: was führt bei so einem Unternehmen dazu dass die in die Insolvenz gehen? Nach soooo vielen Jahren voller anfänglicher Innovation? Nachdem man sich einen weltweiten positiven Ruf aufgebaut hat? Nachdem man jahrelange Erfahrung weltweit gesammelt hat? ist ja auch nicht wie Waldorf so ne 6 Mann Frickelbude.
Ist das geplant? Tschuldigung, musst ich mal so direkt fragen. Weil ich kann mir schwer vorstellen daß die alle entweder auf einmal alle inkompetent sind, oder kompetent und gutwillig gehandelt haben, aber ganz furchtbar Pech hatten.
Ich könnte mir vorstellen, dass in Maschine+ ziemlich viel Kapital floss (nicht nur Entwicklung, sondern auch fürs Inventar) und ich glaube das Ding hat sich echt nicht gut verkauft. Dann an anderer Stelle noch Kunden mit "komischen" Produktentscheidungen vergrätzt...
 
  • #28
NI waren Pioniere in einer Zeit, in der Plugins neu waren und sowas wie ein FM7 ohne Probleme für 400 Euro angeboten werden konnte. Aus Firmensicht war die Konzentration auf Content sicherlich eine richtige Strategie. Aber auch diese Kuh scheint mir nun gemolken zu sein.

Persönlich würde ich keine 5 Cent mehr auf NI setzen, vermutlich wird man den Namen und die Content-Produkte retten, alles was wirklich Service benötigt wird abgewickelt und Abandonware. In dem Fall muss man natürlich eine Anpassung an die Technik vornehmen, dass ich als legitimer Käufer quasi lokal mich freischalte.
 
  • #29
Ich frage mich ob es irgendwann ein Point of no Return gab - wir können das Schiff kaum noch retten, wir steuern auf die Klippe zu - und man dann weitere Entscheidungen bewusst gefällt hat damit das Schiff gegen die Klippe fährt - Insolvenz. Volle Fahrt voraus! Anlauf nehmen... Damit man die Investition als Minus von der Steuer absetzen kann? Damit man als Investor gut rauskommt aus dem Schlamassel? So in etwa gehen meine Gedanken. Bin aber selber nur ein kleiner Soloselbständiger und habe von sowas keine Ahnung. Trotzdem... mein Gefühl sagt mir da ist was faul.
 
  • #30
Der Gutfall wäre - dass das Management gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter einen Sanierungsplan erarbeiten und damit neue Investoren oder evtl. einen finanzstarken Käufer finden. Dann geht's weiter.

Ansonsten - und das wäre der Schlechtfall - das Unternehmen fährt runter und irgendwann sind die Lizenzserver dran. Dann haben wir alle eine Menge SW- und Elektroschrott von NI daheim.
 
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M.i.a.u.: betadecay

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