Hey peepz, ja ist die MD-UW mit samples (allerdings die alte version, daher die vielen 1 bar / 2 bar loops). Ich bin fuer ein "battle" zu haben, koennen wir ja wieder mit webcam machen und ein paar leute als publikum. Mir ist eh nicht klar was man da bewerten soll, aber sich so gegenseitig ein paar Beats an den Kopf zu werfen und dann drueber labern ist immer cool.
Zurueck zum Thread, fuer mich war die intensive Arbeit mit der Machinedrum, und gerade das vorhaben damit komplette Sets abliefern zu koennen gleichzeitig eine Herausforderung (krieg ich das hin) und eine persoenliche Entdeckungsfahrt.
Die MD war meine erste Hardwarekiste (und bis jetzt auch ziemlich die einzige, zumindest die ich eingesetzt habe), und es hat richtig lange gedauert bis ich da ueberhaupt was brauchbares rausbekommen habe. Nach und nach habe ich dann entdeckt, dass man damit ueberhaupt Live tweaken kann, und zwar mehr im Instrumentalen Sinne, als wie ich das bis dahin in
Ableton gemacht habe. In Ableton habe ich immer nur ien paar dumme Filtersweeps gemacht und hauptsaechlich tracks gewechselt, auf der MD ist mir dann langsam aufgefallen, dass ich voll coole Breaks reintweaken kann. Als sich dann parallel dazu meine Musik immer mehr in Richtung "flow flow flow flow" ging, und immer weniger breaks enthielt, habe ich dann angefangen bewusst die pattern snur als Ausgangspunkt zu benutzen und mich "frei" zu tweaken.
Das hat auch damit zu tun dass ich ein sehr sehr sehr schlechtes Gedaechtnis habe, und ich mir ueberhaupt keine Songs notieren kann oder merken kann (auch nicht die eigenen), von daher schreib ich jetzt nur noch die "Art" des sounds auf, und tweake mich dann wild durch. Das ist eine unglaubliche berauschende Freiheit. Ich kann mich einfach hinstellen, mit der einen Maschine, nur die Liste der Sounds in meinen Kits dabei haben, auf Play druecken, und dann kann ich mich relativ frei durch meine Patterns und meine Sounds bewegen, und sie so umgestalten wie ich will. Die "Begrenzheit" der MD, mit nur ein paar verschiedenen Klangalgorithmen mit begrenzten Steuerparametern hat da auf jedem Fall auch sehr beigeholfen, es gibt ein paar Maschinen die ich jetzt ziemlich breitgefaechert bearbeiten kann (GND-SN, EFM-HH, ROM machines und TRX-B2), wo ich auch ziemlich genau weiss was jeder Tweak bringen wird.
Daher auch mein jetziges Problem, wo ich schon an die klanglichen und sequenzerlichen Grenzen der MD komme (fuer meine Zwecke), da ein weiteres Stueck hardware (oder einen Rechner) einzubinden, weil ich da sozusagen auch erst wieder diesen Level der "Souveraenitaet" erreichen muss, fuer den ich bei der MD schon so ca 1 Jahr gebraucht habe. Ich werde jetzt auf jedem Fall mal ein bisschen verstaerkt mit meinem Micromodular und einem zusaetzlichen MIDI Kontroller (3 Drehknoepfe reichen nicht aus) was anzufangen.
A propos Klang auch, ich denke nicht dass man beim Livespielen besonders ausgekluegelte Soundsetups braucht um fett zu klingen, ich glaube da ist eher das Prinzip: je einfacher desto krasser angebracht. Jedenfalls brettert die MD ziemlich alles weg. Besonders aufgefallen ist mir das bei Autechre (gut die haben das auch richtig raus), wo Rob Park vorher als DJ einen relativ laecherlich mickrigen Sound hatte, Autechre kam auf die Buehne BAM! Das wurde mir allerdings auch bei meinen Sets gesagt in Clubs, dass das ziemlich alles weggefegt hat soundtechnisch (von der DJ-Booth aus kriegt man ja eh nur Muell vom Sound vorne mit).